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Chinesischer Empfängniskalender: Kann er das Geschlecht des Babys vorhersagen?

von Anne Walkowiak Erstellt am 23. August 2015, letzte Änderung 26. August 2020
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Chinesischer Empfängniskalender: Kann er das Geschlecht des Babys vorhersagen?© Getty Images

Die meisten werdenden Mamas antworten auf die Frage, ob sie sich lieber einen Jungen oder ein Mädchen wünschen mit: "Hauptsache gesund!". Aber wenn sie es sich doch aussuchen könnten? Der chinesische Empfängniskalender soll Wünsche wahr werden lassen...

Egal ob man seine Schwangerschaft nun geplant hat oder ungewollt schwanger geworden ist, auf das Geschlecht des Kindes hat man keinen Einfluss. Allein das Spermium (bzw. das Chromosom des Spermiums) entscheidet, ob ihr einen Jungen oder ein Mädchen bekommen werdet. Soweit die Wissenschaft.

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Schenkt man einem chinesischen Empfängniskalender Glauben, dann ist gar nicht das Chromosom des Spermiums ausschlaggebend für das Geschlecht des Babys, sondern das Alter der Mutter (genauer das Mondalter, aber dazu kommen wir noch) und der Monat, in welchem die Befruchtung stattgefunden hat.

Was ist der chinesische Empfängniskalender?

Der chinesische Empfängniskalender stammt angeblich aus dem 13. Jahrhundert und soll in einem alten Königsgrab in der Nähe von Beijing gefunden worden sein. Angeblich lasse sich mit ihm in 90 Prozent der Fälle das Geschlecht des Babys schon vor der Geburt, gar vor der Zeugung vorhersagen.

Aber wie soll das gehen und kann man mit dem chinesischen Empfängniskalender planen, ob man einen Jungen oder ein Mädchen bekommt?

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Chinesischer Empfängniskalender: So lest ihr die Tabelle richtig

Der chinesische Empfängniskalender basiert auf dem Alter, genauer dem Mondalter oder lunaren Alter, der Mutter und dem Monat, in welchem die Empfängnis stattgefunden hat (oder stattfinden soll).
Das Mondalter ergbit sich aus deinem Alter zum Zeitpunkt der Empfängnis plus neun Monate. Neun Monate deshalb, weil das die Zeit ist, in welcher man selbst im Bauch der Mutter herangewachsen ist. Im Mondkalender wird die auch zur Lebenszeit dazu gezählt.

Links im Empfängniskalender steht das Mondalter, das die Mutter bei der Befruchtung hatte. Oben bzw. im rechten Bereich findet ihr die zwölf Monate. Schaut also in der Zeile nach eurem Mondalter und geht dann zu dem Monat, in dem die Befruchtung stattgefunden hat. Landet ihr auf einem rosa Feld, dann bekommt ihr nach dem chinesischen Mondkalender ein Mädchen, bei einem blauen Feld wird es ein Jung.

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Gehen wir das mal in einem Beispiel durch. Nehmen wir an, ihr seid am 1. März 30 Jahre alt geworden. Ende Juli habt ihr festgestellt dass ihr schwanger seid. Das bedeutet, dass ihr vermutlich Anfang Juli schwanger geworden seid. Um nun herauszufinden, ob ihr einen Jungen oder ein Mädchen bekommt, müsst ihr zuerst euer Mondalter zum Zeitpunkt der Empfängnis berechnen.

Anfang Juli wart ihr 30 Jahre alt, plus neun Monate ergibt Anfang April. Das heißt, euer Mondalter ist 31 Jahre (weil ihr in unserer Berechnung ja am 1. März geboren seid). Nun schaut ihr also im Kalender in Spalte 1 nach der 31, geht dann nach rechts bis Juli (dem Monat der Empfängnis) und siehe da, ihr bekommt mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent (laut Mondkalender) ein Mädchen.

Mit dem chinesischen Mondkalender das Geschlecht des Babys planen

Theoretisch lässt sich nicht nur das Geschlecht eines Babys bestimmen, wenn die Frau bereits schwanger ist. Schenkt man dem Kalender Glauben, dann könnte man damit sogar planen, ob man einen Jungen oder ein Mädchen bekommt.

Das funktioniert genauso, wie eben erklärt. Einfach das Mondalter berechnen, für den Monat, in welchem ihr plant schwanger zu werden, der Zeile bis zu dem entsprechenden Monat folgen und herausfinden, ob ihr nach dem chinesischen Empfängniskalender einen Jungen oder ein Mädchen bekommen würdet.

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Was ist dran am chinesischen Mondkalender?

Befürworter des chinesischen Mondkalenders behaupten, dass die Vorhersagen in 90 Prozent der Fälle zutreffen. Das kann ich selbstverständlich nicht beweisen oder widerlegen. Ich kann aber schauen, ob die Vorhersagen für meine Kinder zutreffen (auch wenn die schon ein paar Jahre auf der Welt sind).

Und da stellt sich heraus, weder bei meinem Sohn noch bei meiner Tochter hätten die Vorhersagen zugetroffen. Jetzt kann es natürlich sein, dass ich zu den zehn Prozent gehöre, bei denen die Aussage nicht zutrifft. Es kann aber auch sein, dass der chinesische Empfängniskalender nicht ganz so sicher Voraussagen treffen kann.

Ich denke, die Chance, dass er eine richtige Aussage über das Geschlecht des Babys treffen kann, liegt bei 50:50.

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