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Herbstessen: 3 wärmende Gerichte für Regentage

von Nicole Molitor Erstellt am 17. November 2020
Herbstessen: 3 wärmende Gerichte für Regentage© Getty Images/iStock

Draußen ist es grau und regnerisch? Dann muss ein warmes Herbstessen auf den Tisch, das Bauch und Seele gut tut – drei Rezepte!

Zehn Grad, Nebel und Nieselregen – so sieht leider meist die Realität im Herbst aus. Bei solchem Schmuddelwetter kommt ein herzhaftes Herbstessen wie gerufen, um sich von innen zu wärmen. Weg mit den kalten Salaten, wir wollen jetzt deftige Hausmannskost mit Kohl, Kartoffeln und Zwiebeln.

Herbst-Rezepte sind einfach, kräftig und gemütlich. Nach dem Spaziergang im Regen wollen wir schnell etwas Warmes im Magen haben. Umso besser, dass jetzt Eintöpfe und Suppen Saison haben. Da landet das Beste an gesundem Gemüse und frischen Feldfrüchten drin, um unsere Abwehrkräfte zu stärken und uns lange satt zu machen.

Verfeinern lassen sich die Bauerntöpfe jederzeit mit einem guten Tropfen. Mit Wein und Whisky kocht es sich im Herbst besonders lecker. Auch an Sahne und Butter wird bei den Gerichten nicht gespart. Die Geschmacksträger machen die Soßen cremiger und uns einfach glücklicher. Soulfood eben.

In diesem Sinne stellen wir euch drei schmackofatzige Rezepte für Herbstessen vor, die selbst das größte Sauwetter erträglich machen. Alle Ideen stammen aus dem Kochbuch mit dem sprechenden Titel "Wild & Cosy" von Julia Cawley, Saskia van Deelen und Vera Schäper. Dem Autoren-Trio ist es gelungen, den Herbst kulinarisch einzufangen – und schmackhaft zu machen.

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Die herzhaften und süßen Rezepte sind in dem Buch umrahmt von atmosphärischen Mood-Bildern voll von wildromantischem Cottage-Zauber. Perfekt für Genießer – auch als Geschenkidee.

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1. Herbstessen: Rezept für Kohleintopf mit Bohnen

Ein Kohlkopf macht noch lange keinen Herbst, aber er gehört definitiv dazu. In einem kräftigen Eintopf zeigt der Kohl, was Gutes in ihm steckt. Für englisches Flair in Gesellschaft von würzigem Cheddar und vielen Bohnen. Das macht satt und glücklich.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4–6 Personen

  • 1 Lauchstange
  • 3 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Selleriestange
  • 1/2 Wirsingkohl
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 4 Zweige Thymian + Thymianblättchen zur Dekoration
  • 1 Chilischote
  • 100 g Babyleaf-Spinat
  • 10 Kirschtomaten
  • 50 ml Olivenöl
  • 1,5 l Gemüse- oder Geflügelfond
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Dose weiße Bohnen (Abtropfgewicht ca. 300 g)
  • 1 Dose Kidneybohnen (Abtropfgewicht ca. 300 g)
  • 80 g würziger Cheddar

So einfach geht die Zubereitung:
Die Lauchstange putzen, gründlich waschen und in feine Ringe schneiden. Die Karotten waschen, schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Die Selleriestange putzen, waschen und in kleine Stücke schneiden. Den Wirsingkohl putzen, waschen und in Streifen schneiden.

Den Rosmarin waschen, trocken schütteln und fein hacken. Den Thymian waschen, trocken tupfen und die Blätter abzupfen. Die Chilischote halbieren, von den Kernen befreien, waschen und in kleine Würfel schneiden. Den Babyleaf-Spinat waschen und abtropfen lassen. Die Kirschtomaten waschen und trocknen.

Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, die Zwiebeln, den Knoblauch und die Kirschtomaten zugeben und schmoren, bis Flüssigkeit aus den Tomaten austritt. Das geschnittene Gemüse mit den Kräutern zugeben und kurz mitdünsten. Mit Fond aufgießen, salzen, pfeffern und ca. 30 Minuten leise köcheln.

Die Bohnen in ein Sieb geben, gründlich abspülen und dazugeben. Umrühren und mindestens weitere 30 Minuten köcheln lassen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Cheddar reiben. Den Eintopf auf Teller füllen und den geriebenen Käse darüberstreuen. Mit Thymianblättchen dekorieren.

Im Video: Rezept für Kürbis-Kranz im Blätterteig

Video von Jutta Eliks

Lesestoff: Kürbissuppe mal anders: Butternut-Rezept mit Asia-Twist

2. Herbstessen: Rezept für Maronensuppe mit Whisky

Suppe ist ebenfalls ein willkommenes Herbstessen. Diese cremige Maronen-Sahnesuppe wird mit rauchigem Whisky veredelt und mit Pilzen und Walnüssen getoppt. Super lecker und einfacher zu kochen, als ihr jetzt vielleicht meint.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4 Personen
Für die Suppe

  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 80 g Möhren
  • 80 g Knollensellerie
  • 1 EL Butter
  • 100 g vorgegarte Maronen
  • 1 EL Whisky
  • 500 ml Kalbsfond
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 4 TL Schmand

Für die Gremolata

  • 3 EL Walnusskerne
  • 100 g braune Champignons
  • 1 EL Olivenöl
  • etwas Bio-Zitronenabrieb
  • 1 EL gehackte Petersilie

So schnell geht die Zubereitung:
Die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Möhren und den Knollensellerie waschen, putzen, schälen und klein würfeln.

Die Butter in einem Topf erhitzen, das Gemüse und die Maronen zugeben und anschwitzen. Mit dem Whisky ablöschen, den Kalbsfond und die Sahne angießen und leise köcheln lassen, bis die Maronen weich gegart sind. Mit dem Stabmixer zu einer cremigen Suppe fein pürieren und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Für die Gremolata die Walnusskerne hacken und die Pilze waschen und putzen. Ein Viertel der Champignons in feine Scheiben schneiden, den Rest fein würfeln und alles in Olivenöl braten. Zitronenschale und Walnusskerne kurz mitbraten.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Petersilie untermischen. Die Suppe mit Gremolata und Schmand servieren.

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3. Herbstessen: Kabeljau an Bratkartoffeln und Grünkohl

Keine Lust auf Eintopf oder Suppe? Es darf auch gerne Trennkost beim Herbstessen sein. Dieses herbstliche Gericht mit Fisch und Beilagen kommt als Essen bei Besuch garantiert gut an.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4 Personen
Für die Bratkartoffeln

  • 400 g mehligkochende Kartoffeln
  • 4 EL Öl zum Braten
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer

Für die Senfsoße

  • 3 kleine Schalotten
  • 2 EL Butter
  • 150 ml Weißwein
  • 400 ml Gemüsefond
  • 4 EL Crème fraîche
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1 EL grobkörniger Senf
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 EL kalte Butter

Für den Grünkohl

  • 300 g frischer Grünkohl
  • 2 Schalotten
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml Gemüsefond
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer

Für den Fisch

  • 700 g Kabeljaufilet
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter


Tipp: Wenn ihr keinen Fisch mögt, könnt ihr den Kabeljau beispielsweise durch gekochte Eier ersetzen – die schmecken ebenfalls lecker zu der selbstgemachten Senfsoße.

So gelingt die Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Scheiben darin 20–25 Minuten goldbraun braten. Zum Schluss die Bratkartoffeln salzen und pfeffern.

Für die Senfsauce die Schalotten schälen, fein würfeln und in der Butter dünsten, mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Den Gemüsefond angießen und nochmals einkochen und etwas reduzieren.

Crème fraîche, mittelscharfen und grobkörnigen Senf zugeben und mit dem Stabmixer aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die kalte Butter zugeben, schmelzen und nochmals kurz mit dem Stabmixer aufschlagen.

Den Grünkohl putzen, gründlich waschen, trocken schleudern und klein schneiden. Die beiden Schalotten schälen, sehr fein hacken und in 2 EL Olivenöl glasig dünsten, den Grünkohl zugeben und ca. 3–4 Minuten braten. Den Gemüsefond angießen, salzen, pfeffern und den Grünkohl bissfest garen.

Das Fischfilet abbrausen, trocken tupfen, salzen, pfeffern und in Mehl wenden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und den Fisch von beiden Seiten ca. 2–3 Minuten braten. Bratkartoffeln, Grünkohl und Fisch auf Tellern anrichten und mit der Sauce servieren.

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