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Raclette-Ideen: Von Pizza-Raclette bis Omelette im Pfännchen

von Nicole Molitor Erstellt am 29. Dezember 2019
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© EMF/Maria Panzer

Ihr sucht noch Raclette-Ideen für Weihnachten oder Silvester? Wir zeigen euch, wie das perfekte Raclette geht – ausgefallene Raclette-Rezepte inbegriffen.

Weihnachten oder Silvester ohne Raclette feiern? Dann könnte man ja direkt den Weihnachtsbaum oder das Feuerwerk weglassen. Die heißen Pfännchen mit dem würzigen Käse sind seit Jahren der Hit auf der Festtafel. Warum? Jeder kann sein Raclette-Pfännchen individuell befüllen, sodass es nicht zum Streit zwischen Vegetariern, Veganern und Fleischessern kommt. Außerdem macht Raclette deutlich weniger Arbeit als ein Braten und ist besonders gesellig.

Traditionell wird beim Raclette in der Schweiz lediglich der Käse geschmolzen und dann über die anderen Zutaten auf dem Teller gegossen. Hierzulande packen wir lieber die Raclette-Pfännchen voll und überbacken sie im Raclette-Ofen mit einer Scheibe Käse. Oben auf der Platte lassen sich zusätzlich Fleisch, Fisch oder Gemüse grillen.

Raclette-Käse: Welche Sorte eignet sich am besten?

Die wichtigste Zutat beim Raclette: Käse! Besonders aromatisch schmeckt Original Schweizer Raclette-Käse. Hier könnt ihr die Rinde sogar mitessen. In dünne Scheiben geschnitten schmilzt der Käse gleichmäßiger und bräunt schön von oben.

Weitere beliebte Raclette-Käse-Sorten:

  • Gouda
  • Cheddar
  • Butterkäse
  • Pecorino

Ausgefallene Raclette-Käse-Sorten zum Kombinieren:

  • Parmesan
  • Mozzarella
  • Camembert
  • Brie
  • Gorgonzola
  • Feta
  • Schaf- oder Ziegenkäse
  • Frischkäse
  • Halloumi

Tipp: Denkt daran, euren Raclette-Käse etwa 30 Minuten vor dem Raclette-Essen aus dem Kühlschrank zu nehmen, sodass sich das Aroma entfalten kann. Ausnahmen sind Frisch- und Weichkäse.

Wie viel Raclette-Käse braucht man pro Person? Rechnet beim Raclette 150 bis 200 g Käse pro Kopf ein. Die Menge reduziert sich, wenn ihr viele Beilagen wie Brot habt.

> Lest hier, wie ihr eine perfekte Käseplatte anrichten könnt.

Keine Zeit für Raclette? Blitz-Anleitung für gepimpten Ofenkäse im Video:

Video von Aischa Butt

Raclette-Zutaten-Ideen für eure Pfännchen

Natürlich besteht Raclette nicht nur aus Käse. Die besten Raclette-Zutaten-Ideen haben wir hier für euch gesammelt.

Raclette-Zutaten als Grundlage:
150 bis 200 Gramm

  • (Süß-) Kartoffeln (gekocht)
  • Nudeln (gekocht)
  • Gnocchi (gekocht)
  • Spätzle (gekocht)
  • Toastbrot
  • Tortilla-Chips
  • Crêpes- oder Pizzateig

Raclette-Fleisch und Fisch:
120 bis 150 Gramm

  • Kochschinken
  • Salami
  • Bratenfleisch
  • Speckwürfel
  • Hackfleisch (gebraten)
  • Thunfisch (aus der Dose)
  • Räucherlachs (geräuchert)
  • Forellenfilets (geräuchert)
  • Sardinen (aus der Dose)
  • Scampis (vorgegart)
  • Flusskrebse (vorgegart)

Raclette-Gemüse:
150 bis 200 Gramm

  • Tomaten (frisch oder getrocknet)
  • (Silber- oder Frühlings-) Zwiebeln
  • Paprika
  • Pilze (z.B. Champignons)
  • Mais (aus der Dose)
  • (Kicher-) Erbsen (aus der Dose)
  • Spargel
  • Oliven
  • Cornichons
  • Kidneybohnen
  • Kürbis (gekocht)

Raclette-Obst:

  • Ananas
  • Birne
  • Granatapfelkerne
  • Feigen
  • Trockenfrüchte

Raclette-Zutaten zum Anbraten auf der Grillfläche:

  • Zwiebeln
  • Pilze
  • Hühnchen, Steak- oder Rindfleisch
  • Marinierter Tofu
  • Krabben
  • Tintenfischringe
  • Babymais
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Aubergine
  • Zucchini
  • Spiegelei
  • Bacon

Raclette-Saucen zum Verfeinern

Für die besten Raclette-Ideen muss noch die passende Sauce her. Auch frische Kräuter, Nüsse und Gewürze können euer Raclette-Rezept abrunden. Wer dem geschmolzenen Käse eine exotische Note geben möchte, stellt süße Chutneys, Honig, Preiselbeeren oder Fruchtsenf bereit.

Beliebte Raclette-Saucen:

  • Sauce Hollandaise
  • Aioli
  • Chimichurri
  • Guacamole
  • Pesto
  • Cocktailsauce

> Hier erfahrt ihr, wie ihr Grillsaucen selber machen könnt.

​​​​​​​Schnelle Dip-Rezepte gibt's im Video:

Video von Aischa Butt

Raclette-Rezepte zum Nachmachen

Viele spannende Raclette-Ideen findet ihr in dem Kochbuch "Je ne Raclette rien" vom EMF-Verlag. Darin hat Autorin Maria Panzer 70 Raclette-Rezepte aus aller Welt gesammelt – von Amerika über den Nahen Osten bis in die Schweiz. Neben süßen Raclette-Ideen sind außerdem passende Beilagen wie Salate und kleine Köstlichkeiten mit dabei.

> Das Buch könnt ihr hier zum Beispiel bei Amazon bestellen.

Es juckt euch schon in den Fingern? Dann kommen hier vier genial-leckere Raclette-Ideen aus dem Kochbuch, mit denen ihr eure Gäste an Weihnachten oder Silvester garantiert überraschen werdet. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

1. Raclette-Idee: Nachos-Raclette mit Jalapeños

Ihr braucht diese Raclette-Zutaten:

  • 150 g Cheddar
  • 1 Avocado
  • 150 g bunte Kirschtomaten
  • Jalapeño-Scheiben (Glas, 330 g Füllgewicht)
  • 50 g Nachos
  • Salz und Pfeffer

So geht die Vor- und Zubereitung vom Nachos-Raclette:
1. Den Cheddar mit einer Küchenreibe fein reiben und in ein Schälchen füllen. Die Avocado halbieren, den Kern auslösen, schälen und in schmale Spalten zerteilen. Kirschtomaten waschen und klein schneiden. Jalapeños abtropfen lassen.

2. Jeweils 4–5 Nachos, einige Tomatenscheiben, ein paar Avocadospalten und 1–2 Jalapeños in ein Pfännchen legen. Mit Cheddar bestreuen und unter dem heißen Raclette-Grill etwa 3 Minuten überbacken. Mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Raclette-Idee: Omelette-Raclette mit Bacon

Ihr braucht diese Raclette-Zutaten:

  • 50 g Bacon, in Scheiben
  • 4 Eier (Größe M)
  • 2 EL Schnittlauch
  • Salz und Pfeffer

So geht die Vor- und Zubereitung des Omelette-Raclettes:
1. Den Bacon halbieren. Die Eier leicht verquirlen und in ein Kännchen geben. Schnittlauch waschen, trocknen und in Röllchen schneiden.

2. Erst etwas Ei ins Pfännchen geben, dann 2 Scheiben Bacon obenauf legen. In das heiße Raclette-Gerät schieben und 3 Minuten stocken lassen. Herausnehmen und vor dem Verzehr mit Schnittlauch bestreuen sowie mit Salz und Pfeffer würzen.

3. Raclette-Idee: Pizza-Raclette mit Thunfisch

Diese Raclette-Zutaten braucht ihr:
Für den Pizzateig

  • 200 g Weizenmehl
  • 10 g frische Hefe (ca. ¼ Würfel)
  • 1/4 TL Salz
  • 1 TL flüssiger Honig
  • 1 EL Olivenöl

Für den Belag

  • 150 g Mozzarella
  • 80 g Thunfisch in Olivenöl (Dose)
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 200 ml passierte Tomaten
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • Salz und Pfeffer

So geht die Vor- und Zubereitung vom Pizza-Raclette:
1. Mehl in eine Schüssel sieben und eine kleine Mulde in die Mitte drücken. Hefe hineinbröckeln. Salz, Honig und 3 EL Wasser dazugeben und leicht verrühren. 15 Minuten gehen lassen. Weitere 70 ml Wasser und das Olivenöl dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

2. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig für mindestens 5 Minuten kräftig durchkneten. In eine Schüssel geben, mit einem Geschirrtuch bedeckt 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

3. Pizzateig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in Rechtecke auf die Größe der Pfännchen zuschneiden oder ausstechen. Dann nebeneinander auf ein Schneidebrett legen und mit einem sauberen Geschirrtuch bedecken.

4. Mozzarella abtropfen lassen und grob reiben. Das Öl aus der Thunfischdose abgießen und den Tunfisch in einem Schälchen auflockern. Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden. Passierte Tomaten mit Oregano, Salz und Pfeffer würzen.

5. Je ein Teigplättchen in das Pfännchen legen. Mit Tomatensauce bestreichen, mit Tunfisch, Zwiebeln und Mozzarella bestreuen und mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Unter dem Raclette-Grill bei Ober-/ Unterhitze 5 Minuten garen.

4. Raclette-Idee: Salat im Pfännchen

Ihr braucht diese Raclette-Zutaten:

  • 2 EL Walnusskerne
  • 125 g Gorgonzola
  • 150 g Radicchio
  • 50 g junger Rucola
  • 75 g roher, hauchdünner Schinken
  • Salz und Pfeffer

So geht die Vor- und Zubereitung des Raclette-Salates:
1. Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis sie fein duften. Gorgonzola würfeln. Radicchio waschen, trocknen und in dünne Streifen schneiden. Rucola ebenso waschen und um den festen Stiel kürzen. Den Schinken in Stücke zupfen.

2. Radicchio und Rucola mit Walnüssen und Schinken in einem Pfännchen anrichten und mit etwas Gorgonzola belegen. Unter dem heißen Raclette-Grill etwa 4 Minuten garen, dann leicht mit Salz und Pfeffer würzen.

Raclette-Gerät: Darauf solltet ihr achten

Für welches Raclette-Gerät ihr euch entscheidet, hängt neben der Größe und Form eures Esstisches auch auf die Anzahl von Personen an, die beim Raclette mitessen wollen. Runde Raclette-Grills sind wie gemacht für runde Tische, während ihr an einem länglichen Tisch auch ein rechteckiges Raclette-Gerät nutzen könnt.

Um Kalorien zu sparen, solltet ihr einen Raclette-Ofen wählen, bei dem die Pfännchen und die Grillplatte antihaftbeschichtet sind. Damit könnt ihr euch zusätzliches Fett oder Öl zum Anbraten sparen.

Wichtige Extras sind außerdem eine Leistung von 1.200 bis 1.400 Watt, ein Temperaturregler und eine gewundene Heizspirale zum gleichmäßigen Erhitzen der Raclette-Zutaten. Achtet außerdem darauf, ein Verlängerungskabel anzuschließen, wenn eure Steckdose nicht in unmittelbarer Nähe zum Raclette-Gerät liegt. Hier gibt die Kabellänge des Geräts Aufschluss.

Top-bewertete Raclette-Geräte findet ihr hier:
> Single-Raclette-Gerät mit 2 Pfännchen von Clatronic (bei Amazon)

> Rundes Raclette-Gerät mit 8 Pfännchen von Severin (bei Amazon)

Viele Raclette-Geräte gibt es auch hier bei Otto oder hier bei Galeria.

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