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Sushi für Faule: 7 ultra schnelle Rezepte zum Nachmachen

Video von Aischa Butt Veröffentlicht am 23. September 2019

Ihr würdet viel öfter Sushi machen, wenn da bloß nicht das endlose Rollen wäre? Wir zeigen euch, wie Sushi schneller und einfacher, aber genauso lecker geht!

von Nicole Molitor

Es geht doch nichts über selbst gemachtes Sushi! Na gut, abgesehen vom Sushi aus dem Restaurant. Allerdings ist das leider deutlich zu teuer, um es jeden Tag zu essen. Sushi selber zu machen, ist auf der anderen Seite viel zu anstrengend für den Alltag. Zumindest, wenn es auch schön aussehen soll.

Dann müssen die Sushi-Rollen gleichmäßig gefüllt und eng gerollt werden, damit nicht alles auseinanderfällt. Ganz zu schweigen von der Herausforderung, beim Schneiden nicht das ganze Sushi zu zerdrücken.

Aber zum Glück gibt es auch jede Menge Sushi-Ideen, die sich super schnell und einfach zubereiten lassen – und das auch von blutigen Sushi-Anfängern! Meist handelt es sich dabei um sogenanntes Hybrid-Sushi, das als Fusion-Food in Gestalt anderer Snack-Klassiker auftritt. Von Sushi-Burgern bis Sushi-Pizza – wir zeigen euch, wie fix ihr euer Sushi selber machen könnt.

Sushireis kochen: So geht's richtig!

Die schlechte Nachricht: Auch für einfache Sushi-Varianten müsst ihr zuerst Sushireis kochen. Die gute Nachricht: Das ist gar nicht so schwierig, wie ihr wahrscheinlich denkt.

Diese Zutaten braucht ihr:
Für 4 Personen

  • 250 g Sushireis (vom Asialaden oder hier bei Amazon)
  • 500 ml Wasser
  • 1 TL Salz

Optional

  • 1 EL Mirin (Reiswein, vom Asialaden oder hier bei Amazon)
  • 2-3 EL Reisessig
  • 2 TL-Zucker

Tipp zur richtigen Reismenge: Für 2 Portionen reichen bereits 100 g Sushireis. Das sieht nach wenig aus, doch der Reis quillt noch auf und verdoppelt quasi sein Volumen. Doch egal, für wie viel Reis ihr euch entscheidet – als Faustregel gilt: Immer die doppelte Menge Wasser dazugeben.

1. Sushireis waschen: Sushireis in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser bedecken. Reis mit den Händen "abwaschen". Das Wasser wird jetzt weißlich gefärbt sein. Durch ein Sieb gießen und Reis mit frischem Wasser waschen. Den Vorgang so oft wiederholen (ca. 3 mal), bis das Wasser klar bleibt.

2. Sushireis einweichen: Sauberen Reis mit 500 ml Wasser in einen Topf geben. 30 Minuten quellen lassen.

3. Essigsirup aufkochen: Damit euer Sushireis den typisch säuerlichen Geschmack bekommt, kocht ihr in der Zwischenzeit Mirin, Reisessig und Zucker in einem Topf auf, bis der Zucker geschmolzen ist. Den Reisessigsirup beiseite stellen und abkühlen lassen. Tipp: Dieser Schritt ist optional. Ich persönlich mag den Essig-Geschmack weniger und reduziere entweder die Menge der Mischung oder lasse sie ganz weg.

4. Sushireis kochen: 1 TL Salz zum eingeweichten Sushireis geben und mit dem Wasser im Topf aufkochen. Hitze reduzieren und den Reis 15 Minuten mit aufgelegtem Deckel köcheln lassen. Tipp: Extra fluffig wird der Sushireis natürlich im Reiskocher (hier bei Amazon bestellen).

5. Sushireis abkühlen: Topf vom Herd nehmen und den Sushireis abkühlen lassen. Nun könnt ihr auch den Zucker-Essigsirup unterrühren. Tipp: Damit der Sushireis schneller kalt wird, könnt ihr ihn flach auf einem Backblech ausbreiten.

Turbo-Tipp: Für schnelles Sushi bietet es sich an, den Sushireis bereits am Vorabend zu kochen und über Nacht in den Kühlschrank zu stellen. So lässt er sich besonders gut verarbeiten. Die Zeit, die der Reis zum Quellen braucht, könnt ihr außerdem nutzen, um euer Gemüse für die Sushi-Füllung zu waschen und klein zu schneiden. Dann müsst ihr am nächsten Tag nur noch alles zusammenfügen.

Lust auf klassisches Sushi? Rezept für selbst gemachte Maki-Rollen im Video:

Schnelle Sushi-Rezepte: Damit spart ihr richtig Zeit

Ist euer Sushireis gekocht und abgekühlt, kann es auch schon ans Eingemachte gehen. Wer den vollen Sushi-Geschmack will, sollte nicht am Geld sparen und in fangfrischen Fisch in Sushi-Qualität investieren – den bekommt ihr (auch fein geschnitten) an der Fischtheke oder auf dem Fischmarkt.

Günstiger und alltagstauglicher ist es, wenn ihr beispielsweise Eismeer-Garnelen, Flusskrebse oder Surimi-Sticks aus dem Kühlregal im Supermarkt kauft. Auch top: Räucherlachs! Der ist bereits in dünne Scheiben geschnitten, sodass euer Sushi schnell geht. Oder ihr nehmt Thunfisch aus der Dose, vermengt diesen mit etwas Mayo, Soja-Sauce und Sesamkörnern und schon habt ihr einen genialen Sushi-Aufstrich!

Ebenfalls toll – nicht nur für Vegetarier – ist Sushi mit Gemüse. Um Zeit zu sparen, könnt ihr das Gemüse auch mit Schale in euer Sushi packen. Dann solltet ihr das Gemüse vorher aber umso besser abwaschen.

Diese Veggie-Zutaten passen sehr gut zu Sushi:

  • Gurken
  • Möhren
  • Avocado (geschnitten oder püriert)
  • Paprika
  • Rettich (eingelegt)
  • Tofu (gebraten)
  • Pilze (gebraten)
  • Kürbis (gekocht)
  • Ei (als Omelette; alternativ hart gekocht und geschnitten)
  • Mango

Tipp für schnelles Sushi: Sushi ist das perfekte Resteessen! Ihr könnt damit nicht nur gekochten Reis vom Abendessen, sondern auch Gemüse-, Fleisch- und Fischreste verwerten. So gelingt euer Sushi schneller und ist abwechslungsreicher.

Zur Inspiration für schnelles Sushi haben wir euch hier sieben Sushi-Ideen herausgesucht, für die ihr in den meisten Fällen nicht einmal Nori-Blätter braucht. Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen!

1. Sushi-Idee: Sushi-Burger

Beim Sushi-Burger trifft Asien auf Amerika und ihr habt kaum Arbeit, denn die Zubereitung dauert gerade mal 5 Minuten. Zu schön, um wahr zu sein? Probiert's aus!

Tipp: Am einfachsten lässt sich der Sushi-Burger mit Messer und Gabel essen. Wenn ihr die Reisburger vor dem Zusammenbauen kurz in der Pfanne anbratet, werden sie etwas fester und lassen sich auch burgertypisch mit der Hand essen.

Ihr braucht dafür diese Zutaten:
Für 2 Sushi-Burger

  • 200 g fertigen Sushireis (aus 100 g Sushireis gekocht)
  • 1 Avocado (in Scheiben)
  • 2 Salatblätter (gewaschen)
  • 2 Scheiben Räucherlachs

Für die Sauce

Außerdem

  • runder Keksausstecher (mindestens 4 cm Ø, hier im 12er Set bei Amazon)
  • Sesamsamen zum Garnieren

Die Anleitung findet ihr ganz oben im Video!

2. Sushi-Idee: Sushi-Burrito

Sushi-Burritos bzw. "Sushirritos" sind der perfekte Snack zum Mitnehmen! Okay, okay, hierfür müsst ihr das Sushi auch rollen, aber immerhin entfällt die Schneidearbeit, denn den Sushi-Burrito esst ihr am Stück.

Tipp: Damit eure Finger sauber bleiben, bietet es sich an, den selbst gemachten Sushi-Burrito in etwas Butterbrotpapier zu wickeln.

Für vier Sushi-Burritos könnt ihr die gleichen Zutaten wie oben nehmen. Zusätzlich braucht ihr zwei Nori-Blätter (aus dem Asialaden oder im Supermarkt).

So einfach geht die Zubereitung:
Wie bei klassischen Maki-Rollen verteilt ihr eine Portion Sushireis gleichmäßig (ca. 0,5 cm dick) auf einem Nori-Blatt – hier allerdings über die gesamte Fläche des Algenpapiers. Belegt die Mitte der Länge nach mit euren Wunschzutaten. Anschließend rollt ihr das Sushi von unten nach oben auf. Schräg halbieren und jeweils ein Ende in Butterbrotpapier oder Alufolie stecken.

Tipp: Sushireis lässt sich mit angefeuchteten Händen besser formen und bleibt nicht so stark an den Fingern kleben. Also immer ein Schälchen mit lauwarmem Wasser bereitstellen. Das gilt übrigens auch fürs Messer: Zum Sushi schneiden sollte es möglichst scharf und leicht befeuchtet sein.

3. Sushi-Idee: Sushi-Sandwich (Onigirazu)

Bunt gefüllte Sushi-Sandwiches bzw. "Onigirazu" liegen derzeit voll im Trend. Das Tolle: Sie lassen sich einfach selber machen und nach Geschmack befüllen.

Tipp: Onigirazu sind in Japan auch ein beliebter Pausen-Snack. Ihr könnt die Sushi-Sandwiches einfach am Abend vorbereiten, über Nacht in den Kühlschrank legen und euch oder euren Kindern morgens in die Lunchbox packen.

Für 8 Onigirazu-Hälften braucht ihr ebenfalls 200-250 g fertigen Sushireis (110-150 g Reis kochen). Als Füllung könnt ihr wie ihm Bild gehackten Rotkohl, Gurke, Radieschen, Pilze und gebratenen Tofu oder Schweinefleisch nehmen. Außerdem braucht ihr insgesamt 4 Nori-Blätter.

So einfach geht die Zubereitung:
Breitet ein Nori-Blatt mit der Spitze voran vor euch aus. Verteilt in der Mitte eine dünne Schicht Sushireis (0,5 cm dick). Zu den Rändern des Algenpapiers solltet ihr ca. 2 cm Abstand lassen. Legt nun maximal drei Schichten Belag darüber, denn im Anschluss bedeckt ihr das Ganze noch einmal mit einer Portion Reis.

Befeuchtet das Nori-Blatt nun leicht an den Rändern und klappt diese der Reihe nach zur Mitte hin um. Fest drücken, 10 Minuten in den Kühlschrank legen und anschließend in der Mitte durchschneiden. Das Ganze wiederholt ihr mit den anderen drei Noriblättern und schon habt ihr acht leckere Sushi-Sandwiches.

4. Sushi-Idee: Sushi-Donuts

Sushi-Donuts sind ebenfalls sehr beliebt im Instagram-Feed. Und das zurecht, denn bunt belegt sind die runden Reis-Kringel bildhübsch. Außerdem lassen sie sich denkbar einfach formen und belegen – perfekt für ungeduldige Sushi-Fans!

Für 6 Sushi-Donuts braucht ihr rund 400 g fertigen Sushi-Reis (einfach 250 g Sushireis kochen). Außerdem braucht ihr diese Dinge:

  • Donut-Form (für 6 Donuts, hier im 3er Silikon-Set bei Amazon)
  • etwas Butter
  • Frischhaltefolie

So geht die Zubereitung:
Donut-Form einfetten und den Sushi-Reis gleichmäßig auf die 6 Förmchen verteilen. Fest andrücken, mit Frischhaltefolie bedecken und gut 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit der Reis die Form behält. In der Zwischenzeit könnt ihr die Zutaten für euren Belag in Scheiben schneiden.

Sushi-Donuts vorsichtig mit einem Messer aus der Form lösen und rundum belegen. Etwas Sesam darüber streuen und zum Servieren mit Sojasauce beträufeln.

5. Sushi-Idee: Sushi-Salat (als Bowl oder im Glas)

Wie wäre es mit einem leckeren Sushi-Salat? Der Name ist vielleicht verwirrend, denn Salat im eigentlichen Sinne werdet ihr hier vergeblich suchen. Stattdessen mischt ihr die einzelnen Sushi-Zutaten in einer Schüssel zusammen. Stichwort Sushi-Bowl (bzw. Poké Bowl, wie der Sushi-Salat in Hawaii heißt).

Bei der Auswahl und Menge der Zutaten seid ihr ganz frei. Hier findet ihr viele geniale Poké-Bowl-Rezepte – inklusive leckerer Dressing-Ideen für euer Sushi!

Tipp: Gewürfelt sehen die Sushi-Zutaten besonders schön aus.

Als Essen zum Mitnehmen könnt ihr euren Sushi-Salat in einem großen Einmachglas mit Schraubdeckel (hier im 9er-Set bei Amazon) schichten. Da werden eure Kollegen auf jeden Fall Augen machen!

6. Sushi-Idee: Sushi-Kuchen

Ihr erwartet Gäste, die ebenso Sushi-verrückt sind wie ihr? Dann ist es Zeit, die großen Geschütze aufzufahren. Zum Beispiel mit einem riesigen Sushi-Kuchen, der garantiert alle satt macht.

Für diese Sushi-Idee braucht ihr eine gängige Kastenform, die ihr kurz mit etwas Butter fettet und mit Nori-Blättern auslegt. Darin schichtet ihr nun bis oben hin abwechselnd Sushireis und Sushifüllung. Das obere Ende deckt ihr erneut mit einem Noriblatt zu. Mit feuchten Händen schmiegt sich dieses schön an.

Stellt den Sushi-Kuchen 3 Stunden in den Kühlschrank und lockert die Seiten vorsichtig mit einem Messer. Stürzt den Kuchen, indem ihr die Form über einem großen Teller auf den Kopf stellt. Sollte sich der Sushi-Kuchen nicht von selbst lösen, klopft ihr leicht mit einem Löffel auf die Kastenform.

Schneidet den Kuchen mit einem befeuchteten Messer in dünne Scheiben und reicht dazu wie sonst Sojasauce, Wasabi und Ingwer nach Gusto.

7. Sushi-Idee: Sushi-Pizza

Sushi-Kuchen ist euch immer noch zu aufwändig? Dann probiert mal Sushi-Pizza aus. Einfacher und schneller geht Sushi wirklich nicht!

Ihr breitet den Sushi-Reis flach auf einem großen Teller aus und legt die Belag-Zutaten in immer kleiner werdenden Kreisen darüber aus. Besonders schön sieht es hier aus, wenn ihr die Zutaten farblich sortiert. Legt ein Messer bereit, damit sich jeder Gast ein Stück von der Sushi-Pizza abschneiden kann.

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