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Backstage Baby: Warum ein analer Orgasmus so genial ist

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 15. März 2020
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Analer Orgasmus? Sicherlich sagt das den meisten eher weniger, als klitoraler oder vaginaler Orgasmus. Wie der Anal-Orgasmus funktioniert und wie auch du in den Genuss kommst, erfährst du hier.

Eins vorweg: Der Anus selbst ist logischerweise kein primäres Sexualorgan, wie beispielsweise der Penis oder die Scheide. Deshalb gibt es auch keinen direkten bzw. rein analen Orgasmus. Aber: Die gesamte Zone rund um den Anus ist ziemlich erogen, denken wir beispielsweise an das Perineum, also die Verbindung zwischen Anus und den männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen.

Die Stimulation dieses Körperbereichs ist ein Garant für jede Menge Spaß. Da ist es kaum verwunderlich, dass auch die anale Stimulation ein Ass im Ärmel in Sachen Orgasmus ist.

Faszination a tergo

Analsex mag nicht jedermanns Sache sein. Immer noch denken viele hier eher an das Ende des Verdauungsapparats, als an heiße Nächte. Und auch wenn viele davon träumen, tun es doch längst nicht alle. Dennoch scheint der Gedanke an Analverkehr das schmutzige Kopfkino zu beflügeln.

Und glücklicherweise sind wir ja auch aus den Zeiten raus, in denen allein die Penis-Vagina-Penetration der Weg zum Glück sein sollte. Da geht ja bekanntlich weit mehr. Hier ein kleines How to analer Orgasmus für alle, die da noch ein wenig Experimentierbedarf haben.

6 Tipps: Wie bekomme ich einen analen Orgasmus?

Um dem analen Orgasmus näher zu kommen, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps gesammelt:

1. Die Penetration des Anus muss nicht zwangsläufig mit dem Penis sein. Es kann auch mit einem Finger oder einem Sextoy oder Analplug sein (geht also für Männer und Frauen gleichermaßen).

2. Benutzt Gleitgel, und zwar RICHTIG viel Gleitgel. Damit beugt ihr Schmerzen vor und sorgt dafür, dass ihr euch leichter entspannen könnt.

3. Um in den Genuss eines analen Orgasmus zu kommen, ist ein Tipp entscheidend: Geht es langsam an. Schließlich kann der Schließmuskel vor allem das am besten, was sein Name verspricht: sich schließen. Für eine anale Penetration muss er also zunächst einmal vorsichtig geweitet werden.

4. Sowohl ein leerer Darm (bei dem, der verwöhnt wird), als auch glatte, kurze Fingernägel (bei dem, der mit dem Finger ans Werk gehen möchte) sind bei Analsex von Vorteil. Und: Auch bei Poposex müsste ihr euch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen. Kondom, Dental Dam etc. sollte also selbstverständlich sein.

5. Wer noch Neuling auf dem Gebiet ist, experimentiert vielleicht erstmal mit einem Minivibrator, einem kleinen Toy oder Analplugs in kleinen Größen.

6. Letzter Tipp: Ihr solltet eurem Sexpartner in jedem Fall vertrauen. Denn wer im Kopf nicht bereit für die analen Freuden ist, der wird sich auch unbewusst verspannen und dann sind Schmerzen vorprogrammiert. Wer jedoch Lust hat und einen Sexpartner oder eine Sexpartnerin hat, der er die nötige Vorsicht und Sensibilität zutraut, der sollte die anale Stimulation definitiv für sich ausprobieren.

Lesetipp: Analsex für Anfänger: Was ihr tun und lassen solltet

Wie genau funtkioniert der anale Orgasmus?

Der Analsex funktioniert bei Männern und Frauen natürlich unterschiedlich. Allein schon, weil die Frau keine Prostata besitzt. Beide sollen jedoch durch das richtige Verwöhnprogramm zum Höhepunkt, also zum analen Orgasmus, kommen können.

Die Stimulation erfolgt bei beiden, also Männern wie Frauen, primär über den Anus, zudem über das Perineum, also den Bereich zwischen den äußeren Geschlechtsteilen und dem Anus, und natürlich auch die Pobacken selbst. Die Kombination mit einem Handjob bzw. einer klitoralen Stimulation hat sich ebenfalls bewährt.

Aber eins nach dem anderen. Starten wir mit den Männern:

1. Analer Orgasmus: Stimulation beim Mann

Beim analen Sex beim Mann spielt vor allem wie gesagt die Prostata eine wichtige Rolle. Sie lässt sich ertasten, wenn man mit dem Finger vorsichtig in den Anus des Mannes eindringt. Nach circa fünf Zentimetern kann man im Innern Richtung Bauchraum eine leicht raue, erhobene Stelle ertasten. Sie kann mit leichtem Druck und kreisenden, umspielenden Bewegungen stimuliert werden.

Findet die Stimulation jetzt allerdings mit dem Penis oder einem Sextoy statt, kann man das Ganze natürlich nicht ganz so gut abstimmen, wie es mit einem Finger der Fall ist. Hier dauert es ein wenig, bis man ein Gespür für die richtige Stelle hat.

Die Stimulation der Prostata ist übrigens nicht für jeden Mann erregend. Einige empfinden sie auch als unangenehm oder gar schmerzhaft. Es kann dennoch für Lust sorgen, da das Lustzentrum und das Schmerzzentrum im Gehirn nah beieinander liegen. Lustschmerz in dem Fall also.

Zudem sollte man sich klarmachen: Auch wenn die anale Stimulation durchaus alleine zielführend sein und für Hammer Orgasmen sorgen kann, so wird sie doch gerne in Kombination mit der Stimulation von Penis und Hoden angewandt. Das Gesamtpaket sozusagen sorgt dann dafür, dass der Orgasmus weit wilder und stärker empfunden wird, als wenn es nur eine Art der Stimulierung gibt. Zudem ist es für den Mann ziemlich geil, in sich die Erregung und den Orgasmus zu spüren, statt nur an seinem (nun mal außenliegenden) Geschlechtsteil.

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2. Analer Orgasmus: Stimulation der Frau

Da wir Frauen keine Prostata besitzen, die anal erreichbar ist, muss man hier umdenken. Aber auch bei Frauen kann die Stimulation durchs Hintertürchen erfolgreich und ziemlich hot sein.

Das Gute: Innerhalb der ersten Zentimeter des Anus befinden sich zum einen diverse Nervenenden, die sehr erregbar sind. Zudem kann beim Analsex auch der G-Punkt der Frau zum Einsatz kommen. Der befindet sich zwar sinnigerweise nicht im Anus, sondern in der Vagina, aber indirekt kann er beim Analsex mitstimuliert werden.

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Allerdings muss man auch erwähnen: Der Mann kann allein durch die Stimulierung der Vorsteherdrüse (Prostata) kommen. Bei der Frau wäre für einen analen Orgasmus idealerweise eine Kombination aus analer und vaginaler / klitoraler Stimulation angebracht. (Ja, ein bisschen Multitasking muss manchmal sein).

Wenn der Partner oder die Partnerin beide Regionen bei ihr in Kombi stimuliert, sind garantiert genauso geniale Orgasmen fällig, wie beim Mann. Und sie haben es in sich. Manche Frauen sagen, dass die gesamte Region rund um den Anus nach dem Big O noch lange nachgebebt hat. Andere, dass der vaginale Orgasmus einfach viel krasser erlebt wurde.

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Was kann der anale Orgasmus?

Letztlich sollte man den Anus bei seinem Liebesspiel nicht außer Acht lassen. Denn diese Art des Orgamus kann definitv was. Die Vorsteherdrüse beim Mann, die für intensive Orgasmen sorgt, und der erregbare Bereich rund um den Anus: Letztlich liegen hier diverse hochsensible erogene Zonen extrem nah beieinander. Den meisten Fun hat man letztlich, wenn man sie gleichzeitig stimuliert und so seinen gesamten Körper zum Vibrieren bringt.

In diesem Sinn: Habt Spaß!

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von Fiona Rohde