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Auf den Punkt gebracht: Alles, was du über den G-Punkt wissen musst!

von der Redaktion Veröffentlicht am 1. Juli 2017
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Wenn es um die Lust der Frau geht, kommt die Sprache immer wieder auf ihn: den legendären "G-Punkt". Ekstase pur und ein Plus an Lust - so zumindest das Wunschdenken. Aber gibt es den geheimnisvollen G-Punkt tatsächlich?

Von der Existenz des G-Punkts wissen wir dank Entdecker Dr. Ernst Gräfenberg schon seit 1950. Er fand heraus, dass die Scheidenwände der Frau mit zahlreichen erogenen Nervenenden ausgestattet sind. Hier befindet sich der G-Punkt, auch G-Zone, G-Spot, Gräfenberg-Zone oder Gräfenberg-Punkt genannt.

Dabei ist die Bezeichnung als "Punkt" eigentlich falsch und wurde so von Gräfenberg auch nie verwendet. Vielmehr geht es um eine Zone entlang der weiblichen Harnröhre, die sich in Gräfenbergs Untersuchungen und Befragungen als besonders sensibel herausgestellt hat. Sie soll circa vier bis fünf Zentimeter vom Scheideneingang entfernt sein.

Doch, es gibt ihn: Kennst du dich aus mit dem G-Punkt beim Mann?

Wo liegt der G-Punkt?

Man findet den G-Punkt, wenn man ein oder zwei Finger entlang der Vorderwand der Vagina möglichst weit einführt und dort mit den Fingerkuppen in Richtung Bauch drückt. Viele Frauen sagen, dass sich der G-Punkt wie eine leicht raue, erhabene Stelle anfühlt. Da jede Frau einzigartig ist, kann die G-Zone auch direkt hinter dem Eingang der Scheide oder ganz in deren Inneren liegen.

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Das kleine "aber"

Das Problem: Zum einen ist sich die Wissenschaft nicht einig, ob es den G-Punkt, so wie Gräfenberg ihn beschrieben hat, wirklich gibt. Zum anderen spürt ihn nicht jede Frau gleich stark: Manche empfinden seine Stimulation als extrem erregend, bei anderen hingegen bleibt eine besondere Erregung aus. Das sollte jedoch keine Frau davon abhalten, für sich selbst herauszufinden, wo ihr G-Punkt liegt und wie empfindlich er ist.

Es lohnt sich nämlich auf jeden Fall, auf die Suche nach diesem mythenumwobenen Lustzentrum zu gehen. Schließlich kommen viele Frauen im Bett nicht auf ihre Kosten, weil sie keinen oder nur selten einen Orgasmus haben. Zudem erleben viele Frauen fast ausschließlich einen klitoralen Orgasmus und wissen gar nicht, wie viel Spaß der vaginale Orgasmus ihnen bereiten kann. Deshalb austesten!

Das sagt die Sexpertin zum G-Punkt:

Eine Entdeckungsreise zum G-Punkt

Eine intime Entdeckungsreise alleine ist der beste Anfang: Den Finger in die Vagina führen und dort, wo die Haut ungefähr vier Zentimeter hinter dem Scheideneingang etwas rauer ist, sanft massieren. Dabei wird die Region aufgrund des Blutzuflusses leicht anschwellen und sich verhärten. Viele Frauen empfinden diese Stimulation sofort als sehr angenehm, bei manchen Frauen dauert es etwas länger, bis sich das Wohlgefühl einstellt oder es passiert gar nichts.

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Entdeckungsreise zu zweit

Ob allein oder mit dem Partner: Wiederholt die oben beschriebene Übung oder leitet die Finger eures Partners auf der Entdeckungsreise an. Wer die Zone für sich genau lokalisieren kann, wird beim Sex den Partner viel besser in die richtige Richtung lenken können.

Tipp: Der G-Punkt ist sensibler, wenn im Vorfeld die Klitoris stimuliert wurde. Und: Der G-Punkt muss länger und intensiver erregt werden als die Klitoris, sei es durch Vor- und Zurück- oder durch kreisende Bewegungen.

Wenn ihr ein Sextoy benutzt, solltet ihr ein Gerät mit abgerundeten Enden verwenden. Auch Accessoires die eine doppelte Stimulierung (G-Punkt und Klitoris) ermöglichen, sind geeignet, um den G-Punkt zu erregen.

3 Sexstellungen, die den G-Punkt-Orgasmus besonders begünstigen

1. Die Löffelchenstellung eignet sich gut, um den G-Punkt zu stimulieren, da der Partner hierbei den Vorderbereich der Vagina leicht erreichen kann.

2. Bei der Reiterstellung kann die auf ihrem Partner sitzende Frau die Bewegungen und die Richtung des Penis beeinflussen, indem sie sich leicht nach hinten lehnt. Der Vorteil daran: Sie kann selbst die Stimulation ihres G-Punktes bestimmen.

3. Auch die klassische Missionarsstellung kann in leicht abgewandelter Form die Stimulierung des G-Punkts erleichtern: Dafür stemmt die Frau die Fersen gegen die Schultern des über sie gebeugten Partners.

Gut zu wissen: Die 15 besten Stellungen auf der Jagd nach dem G-Punkt

Geduld zahlt sich aus

Die Sensibilität des G-Punktes variiert zwar von Frau zu Frau, kann aber zu intensiven Lustgefühlen führen. Deshalb probiert es aus. Wenn ihr ihn nicht findet oder er für euch kein Lustbringer wird, dann habt ihr es wenigstens versucht.

Unser Tipp: Seid geduldig! Der vaginale Orgasmus wird vielleicht nicht sofort eintreten, sondern erst mit etwas Übung. Aber das Üben - alleine oder mit dem Partner - macht schließlich auch schon Spaß, oder?

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