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Tückische Gefahr HP-Viren: Das solltet ihr darüber wissen

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 21. Juni 2017

Es gibt Themen, über die spricht man nicht gern. Da sie aber wichtig sind, machen wir es trotzdem!

Wie zum Beispiel das HP-Virus. Dahinter verbirgt sich die Bezeichnung Humane Papillomviren (HPV), auch bekannt als die Geschlechtskrankheit 'Feigwarzen'. Mit einer Neuinfektion von weltweit 30 Millionen Menschen pro Jahr ist die HP-Infektion die am weitesten verbreitete Geschlechtskrankheit überhaupt. Mehr als die Hälfte aller Betroffenen weiß jedoch nichts von der Erkrankung.

Man geht davon aus, dass sich rund 70 Prozent aller Frauen irgendwann mit HPV anstecken, berichtet der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF). Das ist in den meisten Fällen kein Grund zur Panik. Aber in einigen Fällen kann sich daraus Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Und genau deshalb macht der Frauenarzt in der Krebsvorsorgeuntersuchung den sogenannten Pap-Abstrich. So kann der Arzt ​frühzeitig mögliche Zellveränderungen erkennen.

​So wird HPV übertragen

Die Übertragung der HP-Viren kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Meist passiert es jedoch beim Geschlechtsverkehr. Schon kleinste Verletzungen in der Haut reichen aus, damit das Virus eindringen kann. Übrigens können sich bereits Säuglinge während der Geburt bei der infizierten Mutter anstecken.

HPV Symptome

Warzen erkennt man leicht, denken vermutlich viele. Leider trifft das auf die durch HPV verursachten Feigwarzen nur bedingt zu. Sie sind kaum sichtbar und verursachen auch keine Schmerzen oder Symptome. Die typischen Feigwarzen treten erstmals drei Wochen bis acht Monate nach der Infektion als einzelne oder beetartig angeordnete flache kleine Knötchen an den Schamlippen, der Scheide oder am Penis auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können diese Warzen weiter wachsen und eine rötliche, grau-bräunliche oder weißliche Farbe annehmen.

Bei Verdacht auf Feigwarzen sollte man möglichst schnell seinen Gynäkologen aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob wirklich eine Infektion mit dem HP-Virus vorliegt.

Die Therapie bei einer HP-Infektion

Die Behandlung von Feigwarzen richtet sich nach Größe und Ausbreitung der Hautveränderungen. In der Regel werden spezielle Warzenmittel verwendet, die auf die befallenen Stellen aufgetragen werden. Der Arzt kann zudem auch zu Kälte-, Elektro- und Lasertherapie greifen, um die HP-Viren zu bekämpfen. Chirurgisch werden Feigwarzen in der Regel nicht entfernt, weil das die Neubildung fördert.

Das HP-Virus sollte auf jeden Fall behandelt werden, denn sonst kann es zur Entstehung von bösartigen Tumoren kommen. In fast allen Fällen von Gebärmutterhalskrebs konnte das HP-Virus nachgewiesen werden.

​Schutz vor dem HPV

Der klassische Schutz gegen Feigwarzen sowie die meisten anderen Geschlechtskrankheiten ist das konsequente Tragen von Kondomen beim Sex. Aber auch das schützt nur in etwas 50 Prozent vor einer HPV-Infektion, da das Kondom nicht alle Bereiche abdeckt, die die Papillomviren übertragen können. Dennoch ist immer ein Kondom empfehlenswert.

Jungen Frauen zwischen 12 und 17 Jahren wird zudem die HPV-Impfung empfohlen. Diese Impfung soll das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken deutlich verringern. Diese Schutzimpfung richtet sich in erster Linie an junge Frauen vor dem ersten Sex. Zusammen mit einem jährlichen Pap-Abstrich beim Frauenarzt ist das in diesem Fall die beste Vorsorge, die man machen kann.

Weitere Informationen zum HPV findet ihr auf onmeda.de.

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von Fiona Rohde

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