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Sicherer Schutz zum Aufkleben: Das Verhütungs­pflaster

von Redaktion Veröffentlicht am 24. Mai 2011
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Zu der Vielzahl der hormonellen Verhütungsmethoden gehört auch das Verhütungspflaster. Es bleibt nach dem Aufkleben eine Woche auf der Haut und ist eine gute Alternative zur Pille, da die Frau nicht an regelmäßige Einnahmezeiten gebunden ist.

Wie sicher ist das Verhütungspflaster?
Das Verhütungspflaster hat einen Pearl-Index von 0,72-0,9 und ist damit sehr sicher.

Wie funktioniert das Verhütungspflaster?
Das Verhütungspflaster enthält Gestagen und Östrogen und gibt diese kontinuierlich in kleiner Dosierung an den Körper ab. Da die Hormone direkt über die Haut ins Blut übergehen, ist das Verhütungspflaster auch noch sicher, wenn die Frau sich übergeben muss oder Durchfall hat.

Die Hormone des Verhütungspflasters verhindern den Eisprung und die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut. Außerdem verändern sie die Beschaffenheit des Schleims im Gebärmutterhals, sodass Spermien regelrecht der Zutritt verwehrt wird.

Ist das Verhütungspflaster für mich geeignet?
Grundsätzlich ist das Verhütungspflaster für alle Frauen geeignet. Es bietet sich aber besonders an, wenn die festen Einnahmezeiten der Pille nicht eingehalten werden können oder die Frau nicht sicher ist, ob sie täglich an Verhütung denken kann und möchte.

Auch für Frauen mit häufigen Magen-Darm-Problemen ist das Verhütungspflaster eine gute Verhütungsmethode, da die Hormone direkt über die Haut ins Blut gehen und es keine Sicherheitslücken bei Durchfall oder Erbrechen gibt.

Für stark übergewichtige Frauen ist das Verhütungspflaster weniger geeignet, da die Hormone schwerer vom Körper aufgenommen werden können und die Sicherheit so herabgesetzt ist.

Wie wende ich das Verhütungspflaster an?
Das Verhütungspflaster wird am ersten Tag der Regelblutung auf die Haut aufgeklebt und bleibt dort eine Woche. Dann wird es durch ein neues Pflaster ersetzt. Wichtig ist lediglich, dass das Pflaster eine Woche auf der Haut bleibt – zu welcher Uhrzeit die Pflaster ausgetauscht werden, ist egal.

Wenn drei Verhütungspflaster verbraucht wurden, also nach drei Wochen, legt die Frau eine einwöchige Pause ein, in der gewöhnlich die Regelblutung eintritt. Der Schutz ist hier weiterhin gegeben.

Das Verhütungspflaster kann an vier Stellen am Körper aufgeklebt werden: Am Bauch, am Po, außen am Oberarm und auf dem gesamten Oberkörper mit Ausnahme der Brüste. Es ist so flach, dass es auch unter enger Kleidung nicht aufträgt.

Das Verhütungspflaster sollte unbedingt nur auf saubere, trockene Haut aufgeklebt werden. Das neue Pflaster darf nicht auf derselben Stelle aufgeklebt werden. Und keine Sorge: Das Pflaster löst sich nicht, wenn man schwitzt (z.B. in der Sauna oder beim Sport) und ist dabei weiterhin so sicher wie zuvor.

Was mache ich, wenn das Verhütungspflaster sich trotzdem löst?
Sollte sich dennoch ein Pflaster gelöst haben, kann innerhalb von 24 Stunden ein neues aufgeklebt werden, ohne dass eine zusätzliche Verhütung notwendig ist. Sind seit dem Ablösen jedoch mehr als 24 Stunden vergangen, wird empfohlen, einen neuen Pflaster-Zyklus zu beginnen. In den ersten sieben Tagen dieses Zyklus ist dann eine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich.

Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen gibt es?
Das Verhütungspflaster greift wie alle anderen hormonellen Verhütungsmittel in den Hormonhaushalt der Frau ein. Darum kann es unter Umständen zu Nebenwirkungen kommen, die denen anderer hormoneller Methoden entsprechen. Beispielsweise können die Brüste spannen, der Menstruationszyklus kann sich verändern und die Blutungen können stärker oder schwächer werden. Vereinzelt wurden auch Hautirritationen beobachtet.

Worauf ist beim Verhütungspflaster zu achten?
Das Verhütungspflaster darf nicht angemalt oder zerschnitten werden, dadurch wird es unwirksam.

Schwimmen, Baden, Duschen und Ähnliches beeinträchtigen das Verhütungspflaster aber nicht.

von Redaktion

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