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8 Zeichen, dass du deine Beziehung unwissentlich sabotierst

von Fiona Rohde ,
8 Zeichen, dass du deine Beziehung unwissentlich sabotierst© Getty Images

In deiner Beziehung läuft es nicht mehr so gut? Du hast das Gefühl, ihr befindet euch in einem Teufelskreis aus Streitigkeiten und Konflikten? Diese acht Anzeichen verraten, ob du deine Beziehung vielleicht unbewusst sabotierst - und wir verraten auch, wie ihr dem entkommt!

Inhalt
  1. · Du siehst nur die negativen Seiten
  2. · Du machst immer wieder das gleiche Thema zum Streitpunkt
  3. · Du kannst nicht fair und konstruktiv streiten
  4. · Du bestrafst dein Gegenüber für Dinge, die ein anderer vergeigt hat
  5. · Du sorgst mit einer negativen Einstellung für negative Reaktionen
  6. · Du lebst immer wieder das gleiche Beziehungsmuster
  7. · Du sagst nicht, was du brauchst
  8. · Du bist emotional abhängig
Video von Anneke Winkler

Passt ihr einfach nicht zusammen? Oder erwartest du nur zu viel? Fakt ist: In jeder Beziehung gibt es Meinungsverschiedenheiten, Missverständnisse und unerfüllte Erwartungen. Wenn du aber das Gefühl hast, in einer richtigen Beziehungskrise zu stecken, solltest du dich fragen: "Für welchen Anteil der Situation bin ich verantwortlich?"

Es gibt bestimmte Verhaltensmuster, mit denen du deiner Beziehung schadest. Meist sind wir uns gar nicht bewusst, dass wir der eigenen Beziehung durch unser Verhalten schaden.

Anhand der folgenden acht Anzeichen kannst du prüfen, ob du deine Beziehung unwissentlich sabotierst. Außerdem verraten wir dir, wie ihr der Abwärtsspirale endlich entkommen könnt!

1. Du siehst nur die negativen Seiten

Eigentlich bist du glücklich in der Beziehung, aber… Kann es sein, dass du ständig nach Fehlern suchst? Wenn dein Fokus auf den negativen Aspekten liegt, bist nicht nur du unzufrieden. Du gibst deinem Freund bzw. deiner Freundin dann das Gefühl, nicht gut genug für dich zu sein.

​​Lenke dich von den aber-Sätzen ab und denke bewusst darüber nach, was du an deinem Schatz magst. So kannst du die Stimmung in eurer Beziehung positiv beeinflussen.

2. Du machst immer wieder das gleiche Thema zum Streitpunkt

Ob es die Socken auf dem Fußboden sind, die Treffen mit seiner Ex bzw. ihrem Ex oder dass ihr zu wenig Zeit füreinander habt, weil einer immer zu lange arbeitet – wenn ihr jede Woche über das gleiche Thema streitet, tut das eurer Beziehung nicht gerade gut. So bekommen beide Partner das Gefühl, die Beziehung drehe sich im Kreis, anstatt zu wachsen.

Besprecht das Thema in einer ruhigen Minute und sucht eine Lösung. Beide Partner sollten mit dieser einverstanden sein und sich daran halten. Gibt es keine Lösung – etwa, weil er oder sie ihre Arbeitsgewohnheiten nicht ändern kann – musst du das akzeptieren. Oder dir im schlimmsten Fall eingestehen, dass du in dieser Beziehung nicht glücklich wirst.

3. Du kannst nicht fair und konstruktiv streiten

Werft ihr im Streit häufig mit Beleidigungen um euch? Fallen dabei oft die Worte „immer“, „nie“ und „du“? Möglicherweise sabotiert ihr mit eurem Streitverhalten eure Beziehung. Wer unfair und destruktiv streitet, der kommt nie zu einer Lösung und macht unter Umständen noch mehr kaputt.

Sage lieber „Es macht mich traurig, dass du nicht zurückgerufen hast“ statt „Nie rufst du mich zurück!“. Denn: Wer sich angegriffen fühlt, geht in eine Verteidigungshaltung. Besser ist es, ein Problem nüchtern vorzutragen und einen Lösungsvorschlag zu machen.

4. Du bestrafst dein Gegenüber für Dinge, die ein anderer vergeigt hat

Viele Menschen tragen kleine oder große Traumata aus früheren Beziehungen mit sich herum. Das ist völlig normal. Grundsätzlich sollte dein Partner bzw. deine Partnerin dafür Verständnis aufbringen. Allerdings muss dir immer bewusst sein: Den Menschen an deiner Seite trifft absolut keine Schuld. Häufig verhalten sich Menschen aber so – wenn auch unbewusst. Ein Beispiel dafür ist völlig unbegründete Eifersucht, ausgelöst durch die Untreue eines Ex-Partners.

Erkläre deinem Partner oder deiner Partnerin diesen wunden Punkt in dir. Mache dir selbst klar, dass du nun in einer neuen Beziehung bist und gib deinem Schatz einen Vertrauensvorschuss.

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5. Du sorgst mit einer negativen Einstellung für negative Reaktionen

In der Psychologie gilt, dass man mit seiner eigenen Stimmung das Verhalten anderer beeinflusst. Angenommen, du möchtest deine*n Partner*in um etwas bitten. Du glaubst nicht daran, dass er bzw. sie dir die Bitte erfüllen möchte und hast deshalb eigentlich gar keine Lust, überhaupt zu fragen.

Durch deine Sprache und Körperhaltung signalisierst du unbewusst eine feindliche Haltung. Beispielsweise klingst du unfreundlicher als sonst. Dein*e Partner*in wird das spüren und deine Stimmung spiegeln. Die Chance auf ein „Nein“ steigt. Daraufhin denkst du: „Ich wusste es! Er ist nie für mich da“, und fühlst dich in deiner negativen Erwartungshaltung bestätigt. Ein unangenehmer Teufelskreis.

Versuche deinem Partner bzw. deiner Partnerin gegenüber unvoreingenommen und fair zu sein – du wirst überrascht sein, wie sehr sich sein / ihr Verhalten dadurch verändert.

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6. Du lebst immer wieder das gleiche Beziehungsmuster

„Es ist immer das Gleiche mit den Männern!“ – könnte dieser Satz von dir stammen? Wenn deine Beziehungen immer nach einem ähnlichen Schema ablaufen und aus ähnlichen Gründen scheitern, deutet das auf ein festgefahrenes Beziehungsmuster hin. Das heißt, dass du von der Partnerwahl bis zum Beziehungsalltag immer wieder die gleichen Fehler machst – und zwar unbewusst. Du suchst dir Männer oder Frauen aus, die nicht zu dir passen. Und rutschst immer wieder in ähnlich destruktive Verhaltensweisen.

Mache dir dieses Problem bewusst und versuche, gegenzusteuern. Lass dich auch mal auf Partner*innen ein, die auf den ersten Blick nicht dein Typ sind. Um Beziehungsmuster vollständig abzulegen, benötigt man meist professionelle Hilfe.

7. Du sagst nicht, was du brauchst

Viele Menschen erwarten von ihrem Partner, dass er ihnen alle Wünsche von den Lippen abliest. Das ist aber leider völlig unrealistisch. Jeder Mensch hat andere Erwartungen an eine Beziehung. Deshalb muss man dem Partner oder der Partnerin konkret sagen, was man sich wünscht.

Möchtest du mehr Unterstützung im Alltag? Dass ihr euch häufiger seht? Oder sich dein*e Partner*in auch mal um eure Freizeitgestaltung kümmert? Spring über deinen Schatten und sprich deinen Frust – ganz ohne Vorwurf. Dein Gegenüber wird sich freuen, zu erfahren, was dich glücklich und zufriedener machen kann.

Im Video: Achtung! Diese Sternzeichen gehen am häufigsten fremd

Video von Jutta Eliks

8. Du bist emotional abhängig

Emotionale Abhängigkeit ist im Grunde eine Sucht. Eine Sucht nach dem anderen, der Beziehung und nach Liebe. Bei emotional abhängigen Menschen beruht das Selbstwertgefühl auf dem Verhalten des Partners. Erträgst du Kritik von deinem Freund oder deiner Freundin nur sehr schwer? Fühlst du dich hintergangen, wenn er bzw. sie zu häufig andere Freunde trifft? Oder dir nicht genügend Aufmerksamkeit schenkt? Richtest du dein ganzes Leben auf die Beziehung aus, um deine*n Partner*in glücklich zu machen?

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All das sind Anzeichen für eine emotionale Abhängigkeit. Das Problem: Dein*e Partner*in wird sich eingeengt fühlen und sich nur noch weiter von dir entfernen.

Konzentriere dich wieder auf deine Freunde, deine Interessen und dein Leben. Unternimm auch mal etwas ohne deinen Herzensmenschen. Plane nicht immer für ihn bzw. sie mit und lass ihm oder ihr so die Chance, wieder einen Schritt auf dich zuzumachen.

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