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Liebe & Psychologie

Studie deckt auf: Unsere Mütter sind schuld, wenn wir keinen Partner finden

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 16. Dezember 2018

Laut einer neuen Studie hat unsere Mutter einen großen Einfluss darauf, wie viele Partner wir in unserem Leben haben und wie wir Beziehungen führen. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Würdet ihr euren Freund von eurer Mutter aussuchen lassen? Mit Sicherheit nicht, oder? Aber ohne, dass ihr es merkt, ist es eben doch so. Denn ob es in der Liebe auf Anhieb klappt und ihr nur wenige, lange Partnerschaften habt, ob ihr viele, kürzere Beziehungen führt oder ewiger Single seid: Wie genau ihr in Sachen Liebe und Beziehung tickt, da hat eure Mutter durchaus ihre Finger mit im Spiel. Und das nicht mal bewusst.

Entscheidend ist hier, wie die eigene Mutter ihre Beziehungen geführt hat. Also, ob sie ihr Leben lang mit einem Partner glücklich liiert war oder viele wechselnde Lebensabschnittspartner hatte - all das hat Einfluss auf unser eigenes Beziehungsmuster. Das zumindest besagt eine aktuelle Langzeitstudie von Soziologen der Ohio-State-Universität, die in der Fachzeitschrift Plos One erschienen ist.

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Charaktereigenschaften und Verhaltensmuster

Die Studie zeigt, dass es von beiden Eltern vor allem die Mutter ist, die ihre Beziehungsfähigkeiten an ihre Töchter weitergibt. Die Tochter schaut sich sozusagen von ihrer Mutter die Fähigkeiten ab, die sie für einen Partner attraktiv machen, also z.B. die Fähigkeit Vertrauen aufzubauen, Nähe zu schaffen oder Konflikte zu lösen.

Konkret heißt das: Ist die Mutter getrennt, steigt auch das Risiko der Tochter, sich schneller zu trennen. Konnte die Mutter schwer ihre Gefühle zeigen, neigt auch die Tochter dazu, sich unnahbare Partner zu suchen. Und lebte die Mutter in einer nicht-ehelichen Beziehung, ist die Wahrscheinlichkeit um 57 Prozent höher, dass auch die Tochter nicht vor den Traualtar treten wird.

Interessanterweise zeigt sich in der Studie der Ohio-State-Universität noch etwas: Nämlich während die Beziehungsfähigkeit der Mutter sich auf ihre Töchter auswirkt, hat sie auf ihre Söhne keine Wirkung.

Das vorgelebte Beispiel der Eltern

Natürlich prägt die elterlichen Beziehung insgesamt die Kinder, also auch das Verhalten des Vaters, ob die Eltern sich getrennt haben oder lange zusammen waren, ob sie treu waren, konfliktfähig usw. Unsere Eltern leben uns sozusagen vor, wie eine Partnerschaft aussehen kann. Und das prägt ungemein. Und zwar besonders dann, wenn die Eltern eine glückliche Beziehung oder Ehe führen.

Das besagt auch die Umfrage des Online-Datingportals Parship unter 2.330 Mitgliedern. Die Befragten sollten selbst einschätzen, wie sehr ihre Eltern sie bei der Partnerwahl beeinflussen würden. Das Ergebnis der Umfrage: 44 Prozent fühlten sich durch das Vorbild der elterlichen Partnerschaft positiv beeinflusst, 16 Prozent hingegen sagten, dass die Beziehung ihrere Eltern für sie ein Negativbeispiel sei.

Es geht auch ohne Mamas Go

Dennoch, liebe Töchter, atmet auf: Es ist nicht so, dass die eigene Mutter aktiv und bewusst Einfluss auf unser Liebesleben nimmt. Denn nicht immer muss unsere Mutter unsere Partnerwahl unbedingt gutheißen, damit wir unseren neuen Liebsten behalten, wie die Umfrage von Parship zeigt.

So vertrauen nur 20 Prozent der Frauen auf das Urteil ihrer Mutter zu ihrem neuen Partner. Wobei das auch eine Altersfrage ist. Bei den unter 18- bis 29-Jährigen sagten immerhin 60 Prozent, dass ihnen wichtig sei, dass die Mutter ihren Partner mag und akzeptiert.

Ein Mann wie Papa?

Noch eine kleine Info zum Abschluss: Diverse Studien haben gezeigt, dass es wirklich wahr ist. Unsere Partner suchen in uns unbewusst ihre Mama. Zumindest wählen ganze 80 Prozent der Männer eine Partnerin, die ihrer Mama optisch ähnlich sieht, was die Gesichtszüge angeht, und die ähnlich dominant und gebildet ist wie ihre Mutter.

Und das ist bei uns Frauen auch nicht anders. Auch wir suchen uns unbewusst einen Mann, der Ähnlichkeit mit unserem Vater hat. Also noch ein Punkt, der an Mama geht, denn auch hier hat uns unsere Mutter bei unserer Partnerwahl ganz unbemerkt beeinflusst.

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