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20er vs. 30er: So sollte sich deine Beauty-Routine mit dem Alter ändern

Sophia Karlsson
von Sophia Karlsson Veröffentlicht am 1. November 2018
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Du hast den Eindruck, dass deine geliebte Gesichtscreme deiner Haut plötzlich nicht mehr ausreicht? Dann wird es Zeit für eine Umstellung deiner Beauty-Routine. Wir verraten dir, welche Pflege deine Haut in den 20ern und welche sie in den 30ern braucht.

Tatsächlich ist es gar nicht so leicht die passende Gesichtscreme zu finden: Sie soll die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen, Fältchen vorbeugen und uns frisch und erholt aussehen lassen. Und hat man dann endlich die ideale Creme für sich entdeckt, bleibt man dieser erst einmal treu.

Auch deine Beauty-Routine ist schon seit einigen Jahren dieselbe? Das ist im Grunde auch gar nicht so verkehrt. Ein routiniertes Pflege-Programm tut unserer Haut gut. Dank regelmäßigem Waschen und Peelen treten Unreinheiten und Pickel gleich viel seltener auf, während das Auftragen von Feuchtigkeitscreme unsere Haut lange prall und geschmeidig hält.

Trotzdem gilt: Mit zunehmendem Alter wird unsere Haut anspruchsvoller, der Kollagenanteil nimmt ab und die Zellaktivität verlangsamt sich. Das ist zwar noch lange kein Grund in Panik auszubrechen, doch eine Umstellung deiner Hautpflege-Routine in den Dreißigern ist in jedem Fall sinnvoll. Wir verraten dir, wie du dein Beauty-Ritual optimal aufstockst und beantworten die sechs wichtigsten Fragen rund die Gesichtspflege mit 30.

Haut mit 20 vs. Haut mit 30

Zugegeben: Auch in unseren Zwanzigern haben wir in puncto Haut bereits was zu meckern. Denn die Quittung für einen ungesunden Lifestyle mit zu viel Fast Food oder zu wenig Schlaf lässt auch mit Mitte 20 nicht lange auf sich warten - und zwar in Form von Augenschatten oder einem schmerzhaftem Pickel auf Stirn oder Nase.

Aber mal Hand aufs Herz: Von ersten Falten sind die meisten in ihren Zwanzigern noch weit entfernt. Die Haut ist prall, ebenmäßig und geschmeidig. Was viele aber nicht wissen: Tief im Inneren spielen sich bereits in diesen jungen Jahren Prozesse ab, die unsere Haut altern lassen. Unsere Haut nämlich allmählich dünner. Der Kollagengehalt nimmt um etwa ein Prozent pro Jahr ab. Daher empfehlen Beauty-Experten eine konsequente Hautpflege sogar schon ab 25.

Ab 30 nimmt die Aktivität unserer Hautzellen ab. Die Zellen erneuern sich auf einmal nicht mehr wie gewöhnlich alle 28 Tage, sodass sich der Zyklus der Hautregeneration verlängert. Der Haut fällt es nicht mehr so leicht, Feuchtigkeit zu speichern und sie bildet weniger Fett als noch in den 20ern.

Die Folge: Erste Anzeichen des Hautalterungsprozesses werden in Form von feinen Linien sichtbar. Die Produktion von Elastin und Kollagen nimmt langsam aber sicher ab. Du bist dir unsicher, was deine Pflege-Routine angeht? Wir beantworten dir alle Fragen!

1. Soll ich mit 20 schon eine Anti-Aging-Creme verwenden?

Zwar beginnt der Hautalterungsprozess bereits mit Ende 20, aber trotzdem sind die meisten Anti-Aging-Cremes in der Regel zu reichhaltig für die Haut ab Ende 20 bzw. Anfang 30. Greif stattdessen lieber zu einer guten Feuchtigkeitscreme. Toll sind zum Beispiel Produkte mit Hyaluronsäure, Urea oder Glycerin. Diese Inhaltsstoffe unterstützen die Haut dabei, Feuchtigkeit besser zu speichern. Antioxidantien können außerdem der Entstehung von Zellschäden vorbeugen können. Diese sind zum Beispiel in Cremes mit Vitamin E oder Q10 enthalten.

Tipp: Beauty-Profis empfehlen, ab Mitte bzw. Ende 30 mit gezielter Anti-Falten-Pflege zu starten.

Feuchtigkeitscreme mit Hyaluron gibt es zum Beispiel von Clinique. Hier für ca. 30 Euro direkt bei Amazon shoppen!

2. Ist es sinnvoll auf eine Tages- und Nachtcreme zu setzen?

Du nimmst es mit deiner Beauty-Routine sehr genau? Dann kannst du für Tag und Nacht unterschiedliche Gesichtscremes verwenden. Tagescremes enthalten meist einen Lichtschutzfaktor, der zusätzlichen Schutz vor lichtbedingter Hautalterung bietet. UV-Licht ist nämlich für bis zu 80 Prozent der vorzeitigen Alterung der Haut verantwortlich. Kurz gesagt: Sonne macht Falten.

Eine Nachtcreme versorgt die Haut dagegen mit Power-Wirkstoffen und hilft ihr dabei, optimal über Nacht zu regenerieren. Wenn du allerdings eine Feuchtigskeitscreme ohne Lichtschutz verwendest, dann kannst dein Produkt sowohl morgens als auch abends auftragen.

3. Brauche ich wirklich eine spezielle Creme für die Augenpartie?

Ja, denn unsere Augenpartie ist ein echtes Sensibelchen. ​Die Haut um unsere Augen ist bis zu dreimal dünner als die restliche Gesichtshaut. Sie verfügt außerdem über weniger festigende Kollagenfasern und geschmeidig machende Talgdrüsen. Deshalb ist es keine Überraschung, dass sich Augenfalten und schlaffe Augenlider besonders schnell bemerkbar machen.

Hyaluronsäure, Aminosäuren oder pflanzliche Zusätze wie Aloe Vera und Gurke sind echte Feuchtigkeitsspender beim Thema Augenpflege. Wertvolle Lipide (also Fette) spenden zum Beispiel pflanzliche Öle wie Nachtkerzen-, Traubenkern- oder Weizenkeimöl. Coenzym Q10 fördert den Energiestoffwechsel der Zellen und stärkt damit die zarte Haut rund um die Augen.

Du weißt nicht, welche Augencreme du dir zulegen sollst? Dann finde es hier heraus:
Welche Augencreme passt zu mir? Dieser Beauty-Test verrät es!

4. Ist ein Serum wirklich so effektiv wie alle sagen?

Der große Hype um Gesichtsseren ist in der Tat berechtigt. Sie liefern der Haut wertvolle Wirkstoffe in konzentrierterer Form als eine Tages- oder Nachtcreme. Das Besondere: Ihre Formulierung ist in der Regel sehr leicht, wodurch es zum perfekten Pflege-Zusatz wird.

Unser Tipp: Ab Mitte 30 kannst du deiner Haut ruhig mal eine Portion Extrapflege gönnen. Du bist absoluter Serum-Anfänger? Dann greif zu einem Produkt mit Hyaluronsäure, Aminosäuren oder revitalisierendes Vitamin E.

Eine praktische Alternative sind Hyaluron-Kapseln zum Einmal-Anwenden, zum Beispiel von Schaebens. Jetzt hier bei Amazon bestellen!

Welches Serum passt zu deiner Haut? Der Test verrät es!

5. Brauche ich mit 30 ein anderes Produkt zur Gesichtsreinigung als mit 20?

Jein. Das kommt ganz darauf an, wie sich deine Haut nach der Gesichtsreinigung anfühlt. Wenn deine Haut dein Produkt gut verträgt und sich nach der Reinigung erfrischt und geschmeidig anfühlt, dann brauchst du nicht auf ein anderes Produkt umzusteigen.

Erst, wenn du merkst, dass deine Haut trockener wird und nach der Gesichtsreinigung plötzlich spannt, könnte es an der Zeit für eine reichhaltigere Alternative sein. Reinigungstücher sind zum Beispiel praktisch, um Make-up zu entfernen, doch sie bringen meist keinen zusätzlichen Pflege-Effekt mit, den die Haut ab Mitte 30 gebrauchen könnte. Noch dazu enthalten sie oft Konservierungsstoffe, die die Haut zusätzlich reizen können.

Hautschonende Alternativen sind zum Beispiel Mizellenwasser oder ein cremiger Reinigungsschaum. Sie greifen die schützende Lipidschicht der Haut nicht an, wodurch sie geschmeidig bleibt. Du hast eine sehr trockene Haut? Dann kannst du auch ein spezielles Reinigungsöl verwenden.

6. Warum bekomme ich auch mit 30 noch Pickel?

Ganz schön gemein - da glaubt man, dass man sich nach der Pubertät endgültig von lästigen Pickeln verabschieden kann und plötzlich tauchen sie doch wieder hier und da auf. Die Ursachen für Pickel und schlechte Haut mit 30 können ganz unterschiedliche sein. In den meisten Fällen sind Hautunreinheiten nach der Teenagerzeit auf eine schlechte Ernährung zurückzuführen. Alkohol, Zucker, Milchprodukte - sie alle stehen im Verdacht negative Auswirkungen auf unsere Haut zu haben.

Aber auch zu viel Stress oder ein aus dem Gleichgewicht geratener Hormonaushalt kann sich durch unreine Haut bemerkbar machen. Weitere Gründe für Pickel & Co. kannst du hier nachlesen: Krass! DAS ist wirklich Schuld an unserer schlechten Haut

Tipp: Versuche mögliche Ursachen Step-by-Step auszuschließen. Verzichte zum Beispiel mal für einige Tage auf Süßigkeiten und Zuckerhaltiges oder lass deine Gesichtscreme und Make-up weg. Sollte sich das Problem nicht von allein lösen, solltest du am besten deinen Hautarzt zu Rate ziehen.

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