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Milien entfernen: So werdet ihr die Grieskörner unter den Augen los!

von Inga Back Veröffentlicht am 1. September 2019
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Die weißen Knötchen unter den Augen sind super lästig und treffen leider mit Vorliebe junge Frauen. Glücklicherweise kann man sie jedoch auch ganz einfach selbst entfernen und wir verraten euch wie!

Die einen nennen sie Milien, die anderen Grieskörner und die dritten wissen nicht, was das für merkwürdige, weiße bis gelbliche Körner unter ihren Augen sind. Alle haben jedoch eins gemeinsam: Sie wollen die kleinen Pickel am Auge wieder loswerden.

Die gute Nachricht dabei ist, dass Milien vollkommen harmlos sind und man sie theoretisch gar nicht behandeln müsste. Die schlechte Nachricht ist, dass die störenden Pickel am Auge von alleine sehr wahrscheinlich nicht verschwinden werden.

Was sind Milien?

Milien sind ein rein kosmetisches Problem, sie sind keine Krankheit, sondern harmlose Zysten unter der Hautoberfläche. Sie treten meistens im Gesicht auf - mit Vorliebe unter den Augen bzw. am Augenlid - und haben eine weiße, beige bis gelbliche Farbe.

Milien: kleine Pickel am Augenlid?
Viele halten Milien für einfache kleine Pickel am Auge. Im Gegensatz zu Pickeln sind Milien jedoch mit Hornmaterial gefüllt, also mit Keratin. Das Keratin ist verantwortlich dafür, dass sich Milien hart anfühlen und sich auch nicht mal schnell ausdrücken lassen.

Woher kommen die Grieskörner?

Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Milien.

  • Sekundäre Milien entstehen als Folge einer Verletzung der Haut, zum Beispiel nach einer Verbrennung - ja, Sonnenbrand zählt auch. Glücklicherweise heilen sekundäre Milien oft ganz von alleine wieder ab.
  • Primäre Milien entstehen dagegen meist durch hormonelle Veränderungen. Aus diesem Grund sind vorrangig Frauen betroffen.

Milien bei Frauen

Hormonschwankungen im Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren können dazu führen, dass die Grieskörner plötzlich auftreten.

Milien bei Säuglingen

Ein kleiner Ausnahmefall sind Neugeborene. Babys bekommen manchmal Milien, weil sie auf die Hormone reagieren, die ihre Mütter auf sie übertragen. So manche Eltern sind besorgt, wenn sie die kleinen Pickel am Auge ihres kleinen Schützlings entdecken. Aber keine Panik: Das unschöne Phänomen heilt bei Neugeborenen in der Regel von selbst nach circa sechs Wochen ab.

Milien loswerden: Das hilft gegen die Pickel am Auge!

1. Der ultimative Geheimtipp gegen Milien: Retinol

Ein guter Weg um Milien selbst zu entfernen ist Retinol. Retinol ist ein essenzielles Vitamin, das ursprünglich gegen Akne eingesetzt wurde. Inzwischen weiß man das Powermittel jedoch wegen seiner peelenden Wirkung auch im Kampf gegen Pigmentflecken, Falten und auch Milien zu schätzen. Retinol hinterlässt die Haut feinporiger, ebenmäßiger und glatter.

Vorsicht ist allerdings bei empfindlicher Haut geboten. Retinol ist ein sehr potentes Mittel und kann bei empfindlicher Haut zu Rötungen und Juckreiz führen.

Bei Retinol-Cremes gilt es also, sich langsam zu steigern und wenn man merkt, dass die Haut gereizt reagiert, lieber dem Dermatologen einen Besuch abzustatten. Da Retinol sehr licht-instabil ist, sollte die Creme am besten abends vor dem Schlafengehen aufgetragen werden. Am nächsten Tag sollte man dann unbedingt einen Sonnenschutz auftragen, da Retinol die Haut lichtempfindlicher macht.

Achtung! Liegen eure Milien sehr nah am Auge, solltet ihr die Finger von Retinol lassen. Gelangt es ins Auge, kann das zu starken Irritationen führen. Auf dem Augenlid solltet ihr Retinol daher niemals auftragen.

2. Milien entfernen beim Arzt oder Kosmetiker

Wenn alles nichts hilft und man schon jede Creme und jedes Hausmittel durchprobiert hat, ist die Verlockung groß, selbst an den Grieskörnern herumzudrücken. Davon kann man allerdings jedem nur abraten. Im Gegensatz zu einem Pickel, bei dem der Talg durch Druck aus der Pore herausbricht, würde bei einem Milium die Pore durch das harte Keratin nur blockiert. So erhöht ihr das Risiko eine Narbe durch das Ausdrücken zu bekommen.

Besonders an der empfindlichen Haut ums Auge herum sollte man also lieber nicht selbst herumdrücken. Ein Fachmann kann das Milium dagegen präzise mit einem sterilen Messer aufschneiden, das Hornmaterial herausdrücken und den Bereich dann desinfizieren. So kann die Wunde ganz einfach abheilen und die Milien sollten danach Geschichte sein.

Die Kosten für so eine Behandlung muss man natürlich selbst übernehmen, da es sich ja um ein rein kosmetisches Problem handelt. Im Kosmetikstudio fangen die Preise bei zehn Euro an. Für besonders verhärtete Milien oder solche, die nah am Auge liegen, sollte man jedoch lieber in die Arztpraxis. Das ist zwar etwas teurer, aber auch hier fangen die Preise schon bei 20 Euro an.

3. Milien mit dem Laser entfernen

Etwas teurer wird es, wenn man Milien mit einem Laser entfernen klässt. Hier fangen die Preise bei 80 Euro pro Behandlung an. Beim Dermatologen wird durch einen Laserstrahl die oberste Hautschicht abgetragen. An der betroffenen Stelle bildet sich dann erst etwas Schorf, nachdem der Schorf jedoch abgefallen ist, kommt eine reine und Milien-freie Haut zum Vorschein.

Kann man Milien vorbeugen?

Es gibt Menschen, die zu Milien neigen, sei es durch Veranlagung oder andere Einflüsse. Es kann aber auch passieren, dass bereits ausgedrückte Milien wiederkommen - sogar dann, wenn sie vom Fachmann entfernt wurden. Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, wenn sie nicht korrekt entfernt wurden. Meist ist dann ein kleiner Teil Resttalg übriggeblieben, sodass sich das Milium neu bilden konnte.

Man kann jedoch dazu beitragen, dass das Risiko einer neuer Milienentstehung reduziert wird. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind Peelings. Durch Peelings werden abgestorbene Hautzellen abgetragen, so können sie sich gar nicht erst zu Zysten bilden. Außerdem wird dadurch überschüssiges Keratin auf der Haut abgetragen. Daher sollten Peelings zur Milien-Vorbeugung, aber auch um die Haut bei der Regeneration zu unterstützen, regelmäßig auf dem Programm stehen. Ein netter Nebeneffekt davon ist übrigens eine lange faltenfreie Haut.

Tipp: Statt mechanischer Peelings mit Salzkörnern solltet ihr lieber auf chemische Peelings setzen. Diese sind schonender zur Haut.

Außerdem ist Sonnenschutz unerlässlich. Sonnenschäden können sekundäre Milien verursachen oder deren Abheilen behindern. Wer also keine Milien hat und möchte, dass das auch so bleibt, sollte Sunblocker und Sonnenhüte zu seiner Grundausstattung machen. Aber Achtung: Verwendet am besten einen ölfreien Sonnenschutz, da ihr sonst unbeabsichtigt dazu beitragen könntet, dass eure Poren verstopfen.

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Gut zu wissen

Milien sind nicht zu verwechseln mit dem Gerstenkorn bzw. mit dem Hagelkorn:

  • Das Gerstenkorn ist, einfach ausgedrückt, eine Entzündung der Drüsen am Augenlid. Diese wird von bestimmten Bakterien verursacht und kann schmerzen.
  • Das Hagelkorn ist eine Schwellung im Augenlid, die meist durch Verstopfung der Meibom-Drüsen an der Innenseite des Augenlids entsteht. Es ist meist größer als das Gerstenkorn, bereitet aber keine Schmerzen.

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