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Pigmentflecken im Gesicht: Woher sie kommen und wie du sie loswirst

von Ga-Young Park Veröffentlicht am 29. Mai 2019

Auf der Stirn, unter den Augen oder an der Oberlippe: Rund 80 Prozent der deutschen Frauen haben oder hatten schon mal Pigmentflecken im Gesicht. Und die meisten fragen sich: Wie kann ich die Pigmentflecken schnell wieder loswerden?

Bei Pigmentflecken handelt es sich um nicht erhobene, unregelmäßige Verfärbungen der Haut, die bräunlich, rötlich oder auch gelblich ausfallen können.

Verursacht werden sie durch Melanozyten, die Teil unserer Haut sind. Sie sind für die Produktion des Hautfarbstoffes (Melanin) zuständig und entscheiden darüber, ob wir eher ein heller oder ein dunkler Hauttyp sind. Als Schutzreaktion auf die schädliche UV-Strahlung der Sonne bilden die Melanozyten den dunklen Hautfarbstoff. Dieser legt sich um den empfindlichen Zellkern der Hautzellen, nimmt die Strahlung auf und gibt sie in Form von Wärme wieder ab. Das Melanin ist auch verantwortlich für die leichte Bräunung der Haut nach einem Tag in der Sonne.

Läuft in den Melanozyten alles normal, erhalten wir eine ebenmäßige Bräune. Bei einer Störung wird an bestimmten Stellen zu viel Melanin produziert. Die Folge: Pigmentflecken, die darum auch als "Hyperpigmentierung" bezeichnet werden.

Warum bekomme ich Pigmentflecken?

Pigmentflecken können eine ganze Reihe von Ursachen haben. Ganz oben auf der Liste der Schuldigen steht die Sonne bzw. die UV-Strahlung. Pigmentflecken entstehen vor allem dort, wo die Haut über Jahre hinweg dem Licht ausgesetzt war (Gesicht, Handrücken, Dekolleté).

Aber auch andere Faktoren können Pigmentflecken auslösen: hormonelle Veränderungen durch eine Schwangerschaft, die Pille oder die Wechseljahre zum Beispiel. Die dadurch verursachte Hyperpigmentierung zeigt sich vorwiegend auf Stirn, Wangen und Oberlippe und bildet sich in der Regel langsam zurück, wenn die Hormone wieder im Gleichgewicht sind.

Auch bestimmte Duftstoffe (z.B. Bergamottöl) oder Medikamente begünstigen die Entstehung von Pigmentflecken. Johanniskraut beispielsweise, das in pflanzlichen Beruhigungsmitteln vorkommt, erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut, was die Hyperpigmentierung begünstigt. Entzündliche Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Ekzeme oder Akne können ebenfalls die Bildung der Flecken fördern.

Pigmentflecken sind ein häufiges Problem

Die Hyperpigmentierung hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Auch wenn das Problem rein kosmetischer Natur ist, ist es doch Ausdruck eines zu sorglosen Umgangs mit der Sonne. Frauen, die heute unter Pigmentflecken leiden, haben sich in der Regel vor 20 bis 30 Jahren zu oft, zu lange und ohne ausreichenden Schutz den schädlichen UV-Strahlen ausgesetzt.

Hinzu kommt: Die Pille ist das Verhütungsmittel Nummer eins bei Frauen unter 40. Diese vermehrte Einnahme von Hormonen spielt bei der Häufigkeit von Pigmentstörungen wahrscheinlich auch eine wichtige Rolle.

Da einmal hyperaktive Melanozyten nur schwer wieder in normale Bahnen zu lenken sind, sind Pigmentflecken ein äußerst hartnäckiges Problem. Zwar lassen sie sich mit medizinischen und kosmetischen Mitteln gut in den Griff bekommen. Doch schon eine geringe Dosis UV-Licht genügt und sie produzieren wieder zu viel Melanin. Die Folge: Die Flecken kommen wieder.

Im Video: So beugst du Sonnenbrand vor

5 Tipps: So könnt ihr Pigmentflecken vorbeugen

Auch wenn Pigmentflecken aus gesundheitlicher Sicht meistens harmlos sind: Sie stören - insbesondere, wenn sie sich im Gesicht befinden. Durch Medikamente verursachte Pigmentflecken werden von allein heller, wenn ihr die Arznei absetzt. Besser ist es jedoch, wenn ihr dafür sorgt, dass die Haut erst gar keine Pigmentflecken bildet.

Mit diesen Tipps könnt ihr Pigmentflecken vorbeugen:

1. Benutzt konsequent Sonnenschutz fürs Gesicht. Der LSF sollte mindestens 30 betragen. Besonders wirksam, um dunkle Pigmentstörungen zu vermeiden, sind Sonnenschutz-Produkte mit Thiamidol.

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2. Vermeidet starke Sonnenstrahlung und Solarienbesuche. Die intensive Strahlung kann die Pigmentstörungen verschlimmern.

3. Macht im Sommer maximal alle zwei Wochen ein Peeling, denn es macht die Haut kurzzeitig dünner und anfälliger für Pigmentflecken.

4. Solltet ihr Medikamente nehmen, dann lest den Beipackzettel gründlich. Hier wird angegeben, wenn die Haut als Nebenwirkung sonnenempfindlicher wird. Ggf. müsst ihr den Sonnenschutz erhöhen.

5. Verwendet hohen Sonnenschutz, wenn ihr Hormonpräparate wie die Pille nehmt.

Pigmentflecken entfernen: Cremes und Methoden

Ihr habt dunkle Pigmentflecken, die von selbst einfach nicht verschwinden wollen? Kein Grund zur Sorge: Es gibt eine Reihe von Methoden und Produkten, um störende, dunkle Pigmentflecken zu entfernen.

Pigmentflecken mit Cremes entfernen
Schonend und einfach ist die Anwendung von so genannten Brightening-Cremes, die mit der Zeit aufhellend wirken. Regelmäßig angewendet können sie die dunklen Pigmentierungen reduzieren und das Hautbild ebenmäßiger machen.

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Peelings gegen Pigmentflecken
Gegen leichte Pigmentstörungen im Gesicht können auch Peelings helfen. Sie entfernen die abgestorbenen Hautschüppchen und sorgen so für einen rosigen Teint. Besonders effektiv gegen Pigmentstörungen wirken Fruchtsäure-Peelings. Diese solltet ihr jedoch nicht öfter als einmal pro Woche anwenden, weil sie die Haut strapazieren.

Pigmentstörungen mit Laser entfernen
Ausgeprägte Pigmentflecken können auch mittels Laser entfernt werden. Die Laserstrahlen werden punktgenau eingesetzt und zerstören die dunkel pigmentierten Hautzellen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Laserbehandlungen werden sowohl beim Dermatologen als auch in spezialisierten Kosmetikinstituten durchgeführt. Die Kosten für eine solche Pigmentbehandlung liegen je nach größe der Pigmentstörung zwischen 400 bis 750 Euro.

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von Ga-Young Park