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Liebe & Psychologie

Gefühlschaos: 6 Dinge, die wir gern mit Verliebtsein verwechseln

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 24. Februar 2019

Eigentlich, so denkt man, muss man doch wissen, ob man verliebt ist oder nicht. Man muss doch einfach nur sein Herz befragen. Aber ganz so einfach ist es eben leider nicht. Denn es gibt ein paar Dinge, die wir mit Verliebtsein verwechseln.

Verliebt zu sein ist das vielleicht schönste Gefühl überhaupt. Die Welt steht Kopf. Man fühlt sich, als würde man schweben. Aber manchmal ist es gar nicht unsere neue Bekanntschaft, die für all den Wirbel sorgt. Sondern etwas ganz anderes.

Und nicht selten ahnen wir das auch schon selbst - und schon stecken wir mitten im Gefühlschaos. Kein Wunder, dass es im Netz so viele "Bin ich verliebt-Tests" gibt. Eigentlich schüttelt man den Kopf und denkt: Sowas merkt man doch! Aber wenn man selbst im Chaos steckt und nicht weiß, ob es mehr ist oder nicht, dann versteht man das Phänomen nur zu gut.

Hier sind die Übeltäter, die uns das Leben so schwer machen: Sechs Dinge, die uns glauben lassen, dass wir verliebt sind, ohne dass wir es sind.

1. Wir verwechseln Sympathie mit Liebe

Es passt einfach zu gut. Man tickt gleich, er ist witzig, charmant und einfach ein toller Mensch. Und weil man so überschwänglich ist, denkt man doch glatt, es wären Schmetterlinge im Bauch und Gefühle im Spiel. Dabei verwechseln wir nur die Begeisterung über diesen neuen Jemand in unserem Leben mit Verliebtheit.

Denn auch wenn Partnerschaft meist auch auf Freundschaft basiert, so fehlt doch ein wichtiger Bestandteil: Nämlich Liebe bzw. zumindest Verliebtheitsgefühle und die körperliche Anziehungskraft zu einander. Und wenn das fehlt, nennt man das Ganze leider anders: nämlich Freundschaft.

2. Wir wollen nur unser Ego pimpen

Von dieser Sorte gibt es leider sehr viele - und es passiert einem vielleicht auch selbst mitunter. Die Rede ist davon, sich mit einer neuen Bekanntschaft über eine alte Liebe hinwegzuhelfen und sein Ego aufzumöbeln. Nicht fair, aber es passiert eben doch.

Dieser neue Jemand ist klassischerweise der Typ, der uns "einfach nur gut tut". Und diese Formulierung sagt eigentlich schon alles: Denn jemand, "der uns einfach nur gut tut", ist meist nur ein Übergangspartner. Jemand, der eigentlich nur unser gebrochenes Herz heilen und dafür sorgen soll, dass es uns besser geht. Und das hat leider wenig mit echter Verliebtheit zu tun. "Ganz nett" ist in den seltensten Fällen das, was wir langfristig suchen. Und nur mal so als "Happen zwischendurch" ist dem anderen gegenüber, der vielleicht mehr empfindet, wenig fair.

3. Wir können nicht allein sein

Es gibt Menschen, die haben kein Problem damit, Single zu sein. Aber es gibt auch solche Menschen, die nicht allein sein können. Sie ertragen es nicht, solo zu sein, umgeben von balzenden Menschen und frischverliebten Paaren. Sie frustrieren Plus-1-Einladungen, Katzentische auf Hochzeiten, die einsamen Sonntage und die mitleidigen Blicke der Liierten. Sie fühlen sich, als wären sie nur eine Hälfte und nicht komplett.

Der Wunsch nach einem Partner ist so groß, dass sie sich nach jedem Date einbilden, echte Gefühle für die neue Bekanntschaft zu haben - obwohl sich die richtigen Gefühle gar nicht einstellen wollen. Und anstatt sich das einzugestehen, reden sie sich ein, dass die Gefühle bestimmt noch mit der Zeit kommen.

Verliebtheit ist das nicht, sondern eher der Wunsch, jemanden bei sich zu haben - und die Bereitschaft, dafür beide Augen zuzudrücken. Aber leider kann man eben viele Abstriche machen, bis auf exakt einen: Wenn man nicht verliebt ist, dann ist man eben nicht verliebt. In diesem Fall befinden wir uns leider ebenfalls in der Friendzone und nirgendwo anders.

4. Der Wunsch ist der Vater des Gedankens

Oft sind wir auch gar nicht in eine andere Person verliebt, sondern in den Gedanken verliebt zu sein. Darum geht es uns primär. Wir wollen einfach so unfassbar gerne wieder verliebt sein, dass wir uns unsere Gefühle schönreden. Und uns selbst vormachen, wir wären wild verschossen.

Endlich wieder verlieben, im Regen tanzen und sich geliebt und begehrt fühlen - das wär's! Einfach, weil es sich so gut anfühlt, weil der neue Mann in unserem Leben uns so ein schönes Gefühl gibt, das Gefühl die tollste Frau auf diesem Planeten zu sein. Vielleicht auch einfach nur, weil Frühling ist, und alle anderen sich grad verlieben. Und das macht uns den Kopf so wirr, dass wir bald selbst glauben, dass wir verliebt sind. Sind wir aber nicht.

5. Der Sex ist super

Klar gibt es auch Beziehungen, die aus Affären und One-Night-Stands entstanden sind. Aber das ist nicht unbedingt die Regel. Und nur weil es im Bett super läuft, muss man nicht glauben, dass es mehr ist.

Aber es wäre halt so schön, wenn es nicht nur im Bett passen würde, so schön, dass wir uns einreden, dass es mehr ist als Sex. Leider hat Sex nicht immer was mit Liebe und Gefühlen zu tun. Und somit täuschen wir uns hier leider ebenfalls.

6. Wir haben Pläne

Oft haben wir in unserem Leben bestimmte Pläne, die wir verfolgen, die aber nicht immer so funktionieren in der Umsetzung, wie wir uns das wünschen. Und nicht immer kommt Mr. Right dahergelaufen, just in dem Moment, wo wir denken, dass wir bereit für Zusammenziehen, Familie gründen und mehr sind.

Leider gibt es jedoch Menschen, denen ihre Lebensplanung extrem wichtig ist. Und was nicht passt, wird dann auch schon mal passend gemacht. Will heißen: Die neue Bekanntschaft ist nicht der Richtige, aber wir reden es uns ein. Einfach, weil es in unseren Lebens-Zeitplan passt. Mit Gefühlen hat das nicht immer viel zu tun.

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