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Traumdeutung: Das bedeutet es, wenn man vom Tod träumt

von Linda Hohlstein Erstellt am 30.09.21, 10:00
Traumdeutung: Das bedeutet es, wenn man vom Tod träumt © Getty Images

Träume können manchmal verwirrend oder beängstigend sein, doch es lohnt sich genau hinzuschauen, um den Traum zu analysieren. Der Tod ist in Träumen häufig ein Thema, deshalb erklären wir euch hier, was es damit auf sich hat.

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Träume faszinieren viele Menschen, doch woran liegt das eigentlich? Wahrscheinlich ist es die scheinbar unbegrenzte Fantasie, die bei uns im Schlaf freigesetzt wird, die uns Angst machen kann oder uns begeistert.

Auch wenn sich vielleicht einige Menschen morgens nicht mehr an ihre Träume erinnern können, steht eins fest: Alle Menschen träumen im Schlaf. Bis zu sechs Träume kann man in der Nacht durchleben, wobei man insgesamt 1,5 Stunden in der Nacht mit träumen verbringt.

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In dieser kurzen Zeit verarbeitet man oft Erlebtes. Doch manchmal verwirren einen die Träume, besonders, wenn es darin um den Tod geht. Stirbt im Traum eine wichtige Person oder man selbst, kann dieser Traum sehr einprägsam sein und jagt einem Angst ein. Doch das muss es gar nicht. Um das zu verstehen, lohnt es sich zunächst einmal zu begreifen, was Träume eigentlich sind.

Was sind eigentlich Träume?

Laut dem Traumforscher Michael Schredl gilt folgende Definition: "Das Träumen lässt sich definieren als psychische Aktivität während des Schlafes. Das Träumen selbst ist für die Forschung selbst nicht zugänglich, sondern nur der zurückerinnerte Bericht: der Traum."

Beim Träumen handelt es sich also um kaum kontrollierbare Nervenaktivitäten im Gehirn. Laut Wissenschaftlern träumt man, da das Gehirn eine Aufräumaktion benötigt, also eine Gedächtniskonsolidierung, so wird Raum für Kreativität geschaffen.

Das Gehirn verarbeitet nachts wichtige Informationen, Ereignisse und Gedanken, die uns in den letzten Tagen begleitet haben. Träumen hilft uns dabei, die erlebten Dinge besser einzuordnen oder sogar zu verstehen. Der Spruch "Nochmal eine Nacht drüber schlafen" kommt also nicht von ungefähr.

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Träume können außerdem die eigene innere Situation widerspiegeln, also alles, was unser Unterbewusstsein momentan beschäftigt. Ein Traum zeigt uns unsere unbewussten Gedanken, Probleme und Vorgänge. Es kann also durchaus hilfreich sein, die eigenen Träume zu analysieren, um sich selbst besser zu verstehen.

Träume deuten und verstehen

Traumdeutung funktioniert dann besonders gut, wenn man sich an den Traum ganz genau und im Detail erinnern kann. Um die Erinnerung an die eigenen Träume zu trainieren, hilft es, ein Traumtagebuch zu verwenden. Denn wenn man regelmäßig die eigenen Träume nach dem Aufwachen notiert, kann man deutlicher erkennen, was einen auch über einen längeren Zeitraum hinweg scheinbar stark beschäftigt. Hier kannst du auf Amazon ein wunderschönes Traumtagebuch bestellen.*

Traumdeutung in der Psychologie

In der Psychologie werden Träume häufig als Brücke verstanden, die zu unserem Unterbewusstsein geschlagen wird. Besonders die Psychologen Sigmund Freud und Carl Gustav Jung haben wichtige Grundlagen für die Traumdeutung geschaffen.

Nach Sigmund Freud werden durch den Schlaf unbewusste Wünsche im Traum zum Vorschein gebracht. Die systematische Entschlüsselung der Träume führt daher in der Tiefenpsychologie zur Selbsterkenntnis.

Carl Gustav Jung hingegen schenkte seine Aufmerksamkeit den einzelnen Symbolen im Traum. Diese gilt es dann im Kontext zu analysieren, wodurch Symbole nicht universell auf alle Träume übertragen werden können. Ein beliebtes Buch zum Thema Traumdeutung mit weiteren Erklärungen zu Traumsymbolen findest du hier auf Amazon*.

Der Tod als Traumsymbol

Das Träumen vom Tod kann sehr beängstigend sein, doch die Botschaft, die womöglich dahinter steht, kann einen tatsächlich aufbauen. Oft hat der Traum vom Tod eine viel tiefere Bedeutung, die tatsächlich wenig mit dem Sterben an sich zu tun hat und positiver ist, als man glaubt.

Auch wenn Todesträume sehr viel Interpretationsspielraum lassen, wird der Tod als Traumsymbol für Wandel, Angst oder für Veränderung verstanden. Natürlich kann es auch um den Tod an sich gehen, also die Vergänglichkeit des Lebens. Oder es geht um etwas, das man sich eventuell wünscht, diesen Wunsch aber noch nicht realisiert hat.

Traumdeutung Tod: Wenn man selbst im Traum stirbt

Träumt man vom eigenen Tod, so hängt die Interpretation des geträumten Todes von der empfundenen Stimmung im eigenen Traum ab.

Der Tod als Traumsymbol für Neuanfang: Generell kann der Tod im Traum bedeuten, dass man etwas loslassen muss, damit etwas Neues beginnen kann. Das eigene Sterben kann also hier als ein Neuanfang verstanden werden. Denn zunächst muss das Alte gehen, damit etwas Neues entstehen kann.

Um herauszufinden, in welchem Bereich des Lebens dieser Neuanfang stattfinden soll, hilft es, das Setting des Traums zu betrachten. Was hat man vorher gemacht? Wie kam man in diese Situation? Und was ist mit einem nach dem Tod geschehen? Auch kann man darauf achten, welche Emotionen man kurz vor und nach dem Tod empfunden hat.

Der Tod als Traumsymbol für die Angst vor Veränderungen: Hatte man im Traum Angst vorm Sterben oder auch Panik davor tot zu sein, kann es einerseits bedeuten, dass man sich der momentanen Lebenssituation hilflos ausgesetzt fühlt. Also, dass etwas Großes ansteht, was einem Angst macht, da es Veränderung mit sich bringt. Der eigene Tod kann hier als Traumsymbol für die Angst vor einer großen Entscheidung, einer Trennung, einem Jobverlust oder vor einer Veränderung interpretiert werden. Noch weiter gefasst kann der Tod dafür stehen, dass man eigene Einstellungen loslässt und spürt, dass man etwas von sich aufgibt, im positiven oder auch im negativen Sinne.

Die Angst vor dem eigenen Tod: Andererseits kann es aber auch sein, dass der Tod hier nicht als ein Traumsymbol fungiert, sondern die Person tatsächlich Angst vor dem Tod verspürt. Da nach Freud verdrängte oder auch unbewusste Gedanken im Traum offenbart werden, kann es gerade beim Thema Tod sein, dass man der eigenen Sterblichkeit im Leben wenig Aufmerksamkeit schenkt, wodurch das Thema in den Träumen auftaucht.

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Traumdeutung Tod: Wenn eine nahestehende Person stirbt

Träumende haben oft die Befürchtung, dass der Traum vom Tod einer geliebten Person möglicherweise eine düstere Prophezeiung sein könnte. Doch von dieser Angst sollte man sich nicht beirren lassen, denn auch hier gilt der Tod als ein Traumsymbol für allgemeine Veränderungen.

Der Tod als Traumsymbol für Veränderungen in Beziehungen: Handelt es sich bei der sterbenden Person um den Partner oder die Partnerin, so kann hier der Tod ein Zeichen dafür sein, dass sich die aktuelle Situation in der Beziehung verändert. Für die Liebe kann das möglicherweise bedeuten, dass sich die Gefühle des Träumenden verändert haben. Beispielsweise kann das ein Zeichen dafür sein, dass man sich von den Liebsten distanziert oder sogar eine Trennung ansteht.

Der Tod als Zeichen für Verlustängste: Träumt man hingegen vom Tod einer nahestehenden Person und empfindet dabei tiefe Trauer, so symbolisiert der Tod hierbei womöglich Verlustängste. Die Angst das Leben nicht mehr mit der einen Person verbringen zu können, ist dabei so groß, dass man den Schmerz des Verlustes sehr realistisch nachempfindet.

Tipp: Generell kann es hilfreich sein, sich zu fragen, warum man vom Tod einer bestimmten Person geträumt hat und was das über die Beziehung zu diesem Menschen aussagt. Oft träumt man von der eigenen Mutter, dem Vater, der besten Freundin oder dem besten Freund, wodurch einem neu bewusst gemacht wird, in welchem Verhältnis man zu den wichtigsten Personen im Leben steht.

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Verwendete Quellen:
- "Traumdeutung – Eine Einführung" von Evelyn Schneider-Mark (hier auf Amazon bestellen*)
- Psychologie Heute

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Das Träumen vom Tod kann also ein Zeichen für eine wichtige Veränderung oder Ängste gedeutet werden. Manchmal ist eine Deutung eines Traums sehr herausfordernd, doch grundsätzlich gilt, dass man einen Traum nicht als Vorankündigung eines Ereignisses interpretieren sollte. Vielmehr lohnt es sich, die verborgene Botschaft im Traum zu entschlüsseln.

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