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Nostril-Piercing: Alles, was du über das Nasenpiercing wissen musst

von Christina Cascino Erstellt am 06.10.21 um 17:00
Nostril-Piercing: Alles, was du über das Nasenpiercing wissen musst © Getty Images

Nasenpiercings gehören neben Ohrlöchern zu den beliebtesten Arten von Körperschmuck. Wir stellen euch hier das Piercing am Nasenflügel, das sogenannte Nostril-Piercing, genauer vor.

Beim sogenannten Nostril-Piercing handelt es sich um ein Piercing am Nasenflügel. Das wohl am weitesten verbreitete Nasenpiercing kann sowohl einzeln als auch doppelt nebeneinander (Double-Nostril-Piercing) oder gleichzeitig am linken und rechten Nasenflügel getragen werden. Wird das Piercing etwas höher gestochen, spricht man von einem "High Nostril".

Das Nostril ist in der Regel nach zwei bis vier Monate vollständig verheilt. Als Schmuck werden entweder klassische Ball-Closure-Piercingringe oder kleine Labret-Stecker verwendet.

Hier kommen alle wichtigen Infos zum Nostril-Piercing, die ihr vor dem Stechen wissen solltet, im Überblick.

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Wie wird das Nostril-Piercing gestochen?

Ganz wichtig vorab: Egal, um welches Piercing es sich handelt, ihr solltet immer darauf achten, ein professionelles Piercingstudio und eine/n erfahrene/n Piercer*in zu wählen. Wird das Piercing unfachgemäß gestochen, kann es zu schlimmen Entzündungen kommen.

Genauso wie bei Ohrlöchern bieten immer noch viele Juweliere das Durchschießen des Nostril-Piercings mit einer Ohrpistole an. Davon wird jedoch aus medizinischer Sicht abgeraten, da das Gewebe durch den starken Druck beim Schießen einreißen kann.

Lest auch: Ohrpiercing: Wir haben alle Infos über Methoden, Tipps und Risiken!


Bevor es ans eigentliche Stechen geht, wird zunächst die betroffene Hautpartie gründlich desinfiziert. Anschließend wird die Einstichstelle am Nasenflügel mit einem Stift markiert. Nun wird die Haut mit einer Einmalnadel mit Teflon- oder Plastik-Überzug durchstochen. Beim Nostril-Piercing wird meist zudem ein sogenanntes Receiving Tube, eine Art Schutzröhre, dagegen gehalten, um die Nasenscheidewand zu schützen und einen Gegendruck zu erzeugen.

Der Teflon- oder Plastik-Überzug der Nadel verbleibt nun kurz im Nasenflügel und dient als Kanüle, durch die ein Stecker oder Ring eingesetzt wird.

Direkt nach dem Stechen kann der Nasenflügel anschwellen, pochen und sich heiß anfühlen. Auch leichtes Bluten ist möglich. Diese Beschwerden sollten aber nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

Nostril-Piercing: Wie schmerzhaft ist das Stechen?

Wie schmerzhaft ein Nostril-Piercing letzlich empfunden wird, hängt natürlich ganz davon ab, wie stark das eigene Schmerzempfinden ist. Zu sagen ist allerdings, dass das Knorpelgewebe der Nasenflügel, das beim Piercing durchstochen wird, als relativ schmerzempfindlich gilt, da sich an dieser Stelle viele feine Nerven befinden. Somit ist das Stechen des Nostril-Piercings in der Regel schmerzhafter als beispielsweise das Stechen eines klassisches Ohrlochs.

Wie teuer ist ein Nostril-Piercing?

Die Kosten für dieses Nasenpiercing hängen ganz davon ab, in welchem Studio ihr euch piercen lasst. Die Preise variieren zudem stark von Region zu Region. Für den Körperschmuck am Nasenflügel solltet ihr mit etwa 40 bis 60 Euro rechnen.

Informiert euch am besten vorab schon über die Kosten. Bei vielen Piercingstudios ist neben dem eigentlichen Stechen oftmals auch schon der Erstschmuck sowie die Piercingpflege im Preis enthalten.

Lesetipp: Septum-Piercing: Alle Infos rund um das Nasenpiercing

Mögliche Risiken des Nasenpiercings

Da bei allen Piercings, egal ob Bauchnabel-, Ohr- oder Lippenpiercing, Gewebe durchstochen und ein Fremdkörper eingesetzt wird, können Entzündungen, Infektionen oder allergische Reaktionen nie vollkommen ausgeschlossen werden.

Das Nostril-Piercing zählt allerdings zu den unkompliziertesten Piercingarten, sodass Komplikationen recht selten vorkommen – es sei denn, das Stechen wurde nicht fachgerecht durchgeführt. Wurde das Piercing am Nasenflügel zum Beispiel zu weit oben gestochen und entzündet sich, besteht die Gefahr einer Schädigung des knorpeligen Nasenskelettes. Zudem kann der Körperschmuck Nasenbeschwerden, etwa einer behinderten Nasenatmung oder ungewollte Atemgeräusche hervorrufen.

Wichtig ist auch der richtige Schmuck. Die Ringstärke bei Piercingringen sollte mindestens 0,8 mm betragen, bei zu dünnen Schmuckstücken kann das Piercing herauswachsen oder sich verformen. Empfehlenswert sind außerdem Piercings aus Titan, PTFE oder Bioplast.

Nostril-Piercing: Alles zur Heilung und richtigen Pflege

Das Nostril-Piercing ist in der Regel nach zwei bis vier Monaten vollständig abgeheilt. In manchen Fällen dauert die Heilung des Nasenpiercings aber auch länger. Damit das Nasenpiercing möglichst schnell und ohne Komplikationen abheilt, sollte auf eine gute Pflege nach dem Stechen geachtet werden. Es wird empfohlen, das Piercing dreimal täglich mit Wunddesinfektionsmittel ohne Alkohol reinigen. Sehr gut geeignet ist ein Octenisept- oder ProntoLind-Spray (hier bei Amazon kaufen*).

So unterstützt du den Heilungsprozess:

  • Piercing in den ersten Wochen nach dem Stechen nicht anfassen oder daran herumspielen. Wenn doch, Hände unbedingt vorher waschen und desinfizieren.

  • In den ersten Tagen nach dem Piercen auf blutverdünnende Medikamente wie Aspirin verzichten.

  • Bei der Gesichtspflege nur pH-neutrale Produkte benutzen. Und Vorsicht bei Make-up: Das kann die Piercingwunde verschmutzen und Entzündungen hervorrufen.

  • Während der Heilungszeit auf Schwimmbad, Solarium, Sauna, sowie bestimmte Sportarten (Ballsport, Turnen, ...) verzichten.

  • Vorsicht beim An- und Ausziehen, damit das Piercing nicht am Stoff hängenbleibt.

  • Piercing auf keinen Fall herausnehmen.

  • Eventuell entstehende Verkrustungen können vorsichtig mit warmem Kamillenwasser und einem fusselfreien Wattestäbchen entfernt werden.

Außerdem wichtig: Bei einer Erkältung, besonders bei Schnupfen, besteht die Gefahr, dass sich die Piercingwunde infiziert. Daher sollte in diesem Fall auf eine besonders gründliche Hygiene geachtet werden.

Wenn sich das Piercing doch mal entzündet, erfahrt ihr hier, was zu tun ist: Piercing entzündet: Was du tun kannst und wann du zum Arzt solltest.

Welcher Schmuck eignet sich für das Piercing am Nasenflügel?

Als Erstschmuck nach dem Stechen werden beim Piercing am Nasenflügel normalerweise kleine Stecker eingesetzt. Diese Art von Piercingschmuck begünstigt den Heilungsprozess und birgt die wenigsten Risiken. Ist das Nasenpiercing vollständig abgeheilt, kann der Piercingschmuck im Piercingstudio ausgetauscht werden.

Die Auswahl an Nostril-Schmuck ist mittlerweile sehr groß. Hier auf piercingline.com* findet ihr zum Beispiel verschiedene Stecker und Ringe für euer Nasenpiercing. Besonders beliebt sind kleine Nasenringe oder Nasenstecker. Die gibt es aus verschiedenen Materielien und in allen erdenklichen Farben und Formen, mit und ohne Schmucksteine.

Achtet darauf, hochwertigen Schmuck aus Titan oder PTFE zu wählen. Chirurgenstahl hingegen ist nickelhaltig und dadurch anfällig für Allergien und Entzündungen.

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Weitere Informationen zu gesundheitlichen Risiken des Piercings gibt es hier: Deutsches Ärzteblatt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich der Aufklärung und ersetzen keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltet ihr euren Arzt kontaktieren.

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