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Gebrauchte Kleidung verkaufen: SO holt ihr das meiste Geld raus!

von Christina Cascino Erstellt am 17. April 2020
Gebrauchte Kleidung verkaufen: SO holt ihr das meiste Geld raus!© Getty Images

Ihr habt euren Kleiderschrank ausgemistet, wisst aber nicht wohin mit euren alten Klamotten? Wir zeigen euch, wie ihr gebrauchte Kleidung ganz einfach weiterverkauft.

Hand aufs Herz: Jeder von uns hat Sachen im Kleiderschrank, die man entweder noch nie, nur ganz selten oder schon ewig nicht mehr anhatte. Der ganze ungetragene Kram nimmt nur Platz im Schrank weg. Wir sagen: Weg damit!

Jetzt stellt sich nur die Frage: Wohin mit der ausrangierten Kleidung? Wegwerfen ist schließlich keine Option! Wir zeigen euch, wo ihr eure gebrauchte Kleidung ganz einfach verkaufen könnt, plus die besten Tipps, worauf ihr beim Klamotten verkaufen achten solltet.

Gebrauchte Kleidung online verkaufen

Eine der wohl beliebtesten Methoden, gebrauchte Kleidung zu verkaufen, ist der Verkauf auf entsprechenden Online-Second Hand-Shops. Mittlerweile gibt es eine große Anzahl an Plattformen, darunter z.B. Mädchenflohmarkt, Ebay Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel.

Kleiderkreisel

Kleiderkreisel ist eine der beliebtesten und bekanntesten Plattformen, wenn es ums Verkaufen und Kaufen von Second Hand Kleidung geht. Mit Partnernetzwerken in ganz Europa zählt Kleiderkreisel rund 20 Millionen Mitglieder. Und genau das macht Kleiderkreisel auch so spannend, denn aufgrund der hohen Userzahl stehen eure Chancen recht hoch, eure aussortierte Kleidung loszuwerden.

Neben dem Verkaufen und Kaufen könnt ihr auf Kleiderkreisel Kleidung auch tauschen oder verschenken. Zudem könnt ihr euch im Forum mit anderen Usern austauschen. Das alles funktioniert sowohl über den PC als auch mit der entsprechenden App über das Smartphone.

Das Bezahlen läuft bei Kleiderkreisel über einen Drittanbieter. Habt ihr etwas verkauft, wird euch die erzielte Summe in eurem "Kleiderkreisel-Geldbeutel" gutgeschrieben. Allerdings erst, wenn der Käufer den Erhalt der Ware bestätigt hat. Das Geld könnt ihr dann zum Beispiel für einen späteren Kauf nutzen oder ganz einfach mit einem Klick auf euer Bankkonto überweisen.

Übrigens: Für alle Mamas unter euch: Baby- und Kinderkleidung könnt ihr genauso easy über die Plattform "Mamikreisel" verkaufen bzw. kaufen.

Mädchenflohmarkt

Auch "Mädchenflohmarkt" gehört zu den populärsten Second Hand-Plattformen im Netz. Hier kann man besonders gut hochwertigere Teile sowie Designer-Pieces verkaufen, aber auch günstigere Labels sind gefragt.

Im Unterschied zu Kleiderkreisel ist Mädchenflohmarkt kostenpflichtig – zumindest dann, wenn man etwas verkauft hat (das Einstellen der Kleidung ist kostenlos). Denn beim erfolgreichen Verkauf muss man 10 Prozent Verkaufsprovision an das Portal abgeben.

Noch teurer wird's, wenn ihr den Concièrge-Service nutzen wollt. In diesem Fall sendet ihr ein Paket mit der gesamten Kleidung an das Unternehmen: Alles weitere, etwa das Fotografieren und Einstellen der Klamotten, übernehmen dann die Mitarbeiter. Für diesen Service müsst ihr 40 Prozent des Verkaufspreises abgeben.

Lest auch: Second Hand Kleidung: Darum sollten wir viel öfter gebrauchte Mode kaufen

Außerdem: Da Mädchenflohmarkt nicht so viele Mitglieder verzeichnet wie Kleiderkreisel, dauert es meist etwas länger, bis man seine gebrauchte Kleidung verkauft hat.

Zalando Wardrobe

Auch der Modehändler Zalando bietet mit der App "Zalando Wardrobe" das Verkaufen von Second Hand-Kleidung an. Das Besondere: Ihr könnt eure Sachen nicht nur an andere Zalando-User verkaufen, sondern auch an den Modehändler selbst.

Der Marktplatz funktioniert dabei ähnlich wie andere gängige Plattformen: Profil anlegen, Bilder der Kleidung hochladen und bei erfolgreichem Verkauf verschicken. Wer seine ausrangierte Kleidung direkt an Zalando verkauft, bekommt vorab einen Festpreis für jedes Kleidungsstück angezeigt, der mittels einiger Angaben errechnet wird.

Doch Achtung: Sportartikel, Unterwäsche, Bademode, Basic-Shirts und abgenutzte Kleidung nimmt der Händler nicht an. Außerdem prüft Zalando die Ware nach Eingang nochmals persönlich. Innerhalb von 14 Tagen bekommt man dann eine Nachricht und einen Gutscheincode über den Wert der Ware. Eine andere Auszahlung gibt es nicht. Falls die Kleidung nicht verkauft werden kann, wird aber angeboten, dass eure Sachen zurückgeschickt werden oder dass die Kleidungsstücke gespendet werden.

Vestiaire Collective

Die französische Second Hand-Plattform "Vestiaire Collective" hat sich auf den An- und Verkauf von Designermode spezialisiert. Mittlerweile zählt der Shop mehr als sieben Millionen Mitglieder. Das Besondere an Vestiaire Collective: Alle Artikel werden auf Echtheit geprüft und einer Qualitätskontrolle im Headquarter unterzogen. Somit haben Käufer die Sicherheit, dass es sich bei den angebotenen Pieces wirklich um Designerstücke handelt.

Die Registrierung und Nutzung des Portals ist kostenlos. Wer etwas verkauft, muss allerdings ca. 30 Prozent Provision abdrücken, unter anderem für die Prüfung der Echtheit. Außerdem bietet auch Vestaire Collective einen kostenpflichtigen Concièrge-Service an.

Good to know: Eine weitere Online-Plattform, die sich auf Designerware spezialisiert hat und mit Vestaire Collective vergleichbar ist, ist der Second Hand-Shop "Rebelle".

Momox-Fashion

Für alle, die keine Lust haben, sich selbst um den Verkauf der Kleidung zu kümmern oder sich nicht mit einzelnen Käufern rumschlagen wollen, für die ist die Plattform "Momox" genau das richtige. Was ihr hier machen müsst: Account anlegen, Art und Marke der Kleidungsstücke eintragen und anschließend die Kleidung an Momox verschicken (die Versandkosten werden übernommen). Momox verkauft eure Kleidung dann an andere Second Hand-Shops weiter.

Das Gute: Mittels eines Tools wird euch direkt angezeigt, wie viel ihr für das jeweilige Teil bekommt. Ein Kleid von H&M bringt z.B. rund 1,50 Euro.

Der Nachteil: Über Momox kommt nicht ganz so viel Geld rein, vor allem wenn es sich um eher günstigere Marken handelt. Außerdem müssen die Kleidungsstücke gepflegt sein – es kann auch sein, dass die Plattform eure Kleidung ablehnt. In diesem Fall könnt ihr sie gegen Geld wieder zurückgeschickt bekommen.

Im Video: Diese Dinge solltest du immer gebraucht kaufen

Video von Sarah Glaubach

Neben den speziellen Fashion-Plattformen könnt ihr eure alte Kleidung natürlich auch auf bekannten Second Hand-Portalen wie Ebay Kleinanzeigen oder Shpock verkaufen. Da die Käufer meist aus der Nähe kommen, bleibt euch hier das Verschicken der Ware in der Regel erspart.

Shopify: Dein eigener Online-Shop

Eine weitere Möglichkeit, um Kleidung online zu verkaufen, bietet sich mittels eines eigenen Webshops an. Das geht zum Beispiel super easy über Shopify. Ihr eröffnet hier ein Konto, stellt eure Ware online ein, die ihr verkaufen wollt und fertig. Um mehr User auf die Seite zu bekommen, könnt ihr zum Beispiel einen Link zu eurem Shop auf verschiedenen Social Media Plattformen teilen.

Gebrauchte Kleidung auf dem Flohmarkt verkaufen

Natürlich könnt ihr eure gebrauchte Kleidung auch offline verkaufen – nämlich auf dem Flohmarkt. Alles, was ihr hier machen müsst, ist rechtzeitig einen Platz für euren Stand anzumelden. Die sind oftmals schon sehr früh ausgebucht. Produktbilder machen, Beschreibungen erstellen und Pakete versenden fällt weg.

Das Schöne am Flohmarkt: Ihr könnt mit interessierten Kunden direkt kommunizieren und sie von euren Sachen überzeugen. Auch Nachfragen sind so einfacher und schneller zu klären.

Wichtig: Achtet auf einen schönen und ordentlichen Verkaufstisch. Hängt Jacken, Blusen und Shirts zum Beispiel auf eine Kleiderstange, statt alle Teile durcheinander auf dem Tisch zu platzieren.

Ausrangierte Kleidung im Second Hand-Laden abgeben

Eine weitere Alternative fürs Verkaufen gebrauchter Kleidung bieten Second Hand-Läden an. Denn auch hier könnt ihr eure ausrangierten Kleidungsstücke abgeben und weiterverkaufen. Dabei sollte euch aber bewusst sein, dass die meisten Shops auf Kommission arbeiten. Heißt: Ihr bekommt erst einen Teil des Verkaufserlöses, wenn etwas verkauft wurde. Den anderen Teil behält der Second Hand-Laden. Ebenso habt ihr selten Einfluss darauf, zu welchem Preis welches Kleidungsstück angeboten wird.

Second Hand-Läden nehmen zudem in der Regel nicht alles an, sondern suchen sich die Pieces raus, die sie in ihrem Shop anbieten wollen. No-Name Kleidung und günstige Labels werden meist aussortiert.

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5 geniale Tipps fürs Verkaufen alter Kleidung:

Wer zum ersten Mal gebrauchte Kleidung online verkaufen will, sollte unabhängig von der Plattform ein paar Dinge beachten, um innerhalb kurzer Zeit einen guten Verkaufspreis zu erzielen. Denn auch auf Secondhand-Online-Portalen gilt: Produktbild ist nicht gleich Produktbild! Selbst das schönste Designerkleid aus zartem Chiffon sieht nicht mehr ansprechend aus, wenn es bei schlechten Lichtverhältnissen fotografiert wurde oder die Details auf pixeligen Fotos nicht zur Geltung kommen. Diese Tipps steigern die Chancen für einen schnellen und erfolgreichen Online-Verkauf:

1. Die Fotos sind entscheidend

Beim Secondhand-Shopping ist es wie bei Tinder: Ist das Foto mies, wird nach links gewischt. Damit eure Kleidung das Interesse bei den potentiellen Käufern weckt, solltet ihr sie möglichst gut in Szene setzen. Legt das Teil dazu möglichst glatt auf eine helle Unterlage oder noch besser: Zieht das Kleidungsstück an, denn Kleidung, die "am Model" gezeigt wird, verkauft sich deutlich besser.

Zieht das Kleidungsstück an, achtet darauf, dass es richtig sitzt und lasst euch von einer Freundin vor einem hellen, möglichst gut ausgeleuchteten Hintergrund fotografieren. Gut ist z. B. die weiße Wand gegenüber des Fensters. Achtet darauf, dass keine Gegenstände links und rechts neben euch stehen. Lasst mehrere Fotos von euch machen: einmal frontal, einmal von der Seite und einmal von hinten. Euer Gesicht muss selbstverständlich nicht zu sehen sein.

2. Preist euer Kleidungsstück an

Auch der Beschreibungstext spielt eine Rolle beim Verkaufen eurer Kleidung. Achtet darauf, dass der Text positiv klingt und ihr die Vorzüge eures Kleidungsstücks klar in den Vordergrund stellt.

Sätze wie "Die Jacke sieht neuwertig aus", "Die Passform ist sehr schmeichelhaft" oder "Das Kleidungsstück ist ein echter Klassiker, der nicht aus der Mode kommt", regen zum Kauf an. Trotz Vorteilskommunikation, solltet ihr aber immer ehrlich bleiben. Wenn es Mängel gibt, solltet ihr sie nicht verschweigen.

3. Sonntags verkauft es sich am besten

Wenn Fotos und Text stehen, könnt ihr euer Produkt online stellen. Hierbei ist der Zeitpunkt entscheidend. Secondhand-Experten schwören auf den Sonntag, denn an diesem Tag stöbern die meisten Leute im Netz und sind auf der Suche nach Schnäppchen.

4. Setzt auf Marken mit wenig Wertverlust

Wie viel Geld ihr mit euren alten Sachen machen könnt, hängt stark davon ab, was ihr verkauft. Nicht nur die Art des Kleidungsstücks oder Accessoires bestimmt den Preis, sondern vor allem die Marke. Besonders viel Geld verdient ihr mit hochwertigeren Luxus-Designermarken wie Chanel, Valentino & Co. Hier ist jedoch die Echtheit Pflicht, am besten mit Rechnung oder Zertifikat, als Beweis.

Während Mode von Ketten wie H&M und Zara sehr schnell an Wert verliert und sich dadurch nur schwer oder für wenig Geld verkaufen lässt, sind die hochpreisigeren Teile wertstabil.

5. Je geringer das Angebot, desto höher ist der Preis

Besonders viel Geld könnt ihr mit Kleidungsstücken verdienen, die rar sind. Seien es Teile in sehr kleinen oder großen Größen oder Limited Edition Modelle - für etwas, dass es selten gibt, wird prinzipiell mehr bezahlt, als für Stangenware.

Wenn ihr also eine spezielle Kleidergröße habt und selbst häufig Probleme habt, Trend-Teile und Klassiker in eurer Größe zu finden, dann lohnt es sich alte Sachen online zu verkaufen. Die Nachfrage wird da sein!