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Nachhaltig stylen: 7 Tipps, die deinen Stil (und deine Öko-Bilanz) verbessern

von gofeminin Veröffentlicht am 16. Oktober 2019

Mode und Nachhaltigkeit – das geht nicht zusammen? Geht doch! Wir verraten euch Tipps und Tricks, mit denen ihr euch nachhaltiger stylen könnt, toll ausseht und ganz nebenbei sogar Geld spart. Win-Win-Win, also!

Das Thema Nachhaltigkeit ist endlich in den Köpfen der Menschen angekommen. Viele fragen sich: Wie schaffe ich es, auch meinen eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten? Gerade Mode spielt dabei eine wichtige Rolle.

Nicht selten kaufen wir Kleidung, die wir eigentlich gar nicht brauchen und im Endeffekt überhaupt nicht tragen. Schätzungen zufolge landet jährlich eine Million Tonnen Kleidung einfach im Müll. Nachhaltig, sieht anders aus.

Ein erster wichtiger Schritt, um für mehr Nachhaltigkeit im eigenen Styling-Verhalten zu sorgen, ist deshalb, bewusster einzukaufen. Denn: Veränderung beginnt im Kleinen.

Wir verraten euch simple Tipps, mit denen ihr nicht nur eure Öko-Bilanz beim Shoppen verbessert, sondern sogar euren Modestil. Und dank der Nachhaltigkeits-Tricks spart ihr sogar bares Geld!

#1 Kleiderschrank ausmisten

Damit ihr zukünftig nachhaltiger einkauft, ist es wichtig, erst mal Inventur zu machen. Welche Kleidung besitzt ihr? Was zieht ihr besonders gerne an? Wo sind die Schrankleichen?

Macht euch klar, was ihr gerne tragt und was nicht. Das ist der erste Schritt zukünftig bewusster zu shoppen und Fehlkäufe zu vermeiden. Beim Ausmisten eures Schranks findet ihr wahrscheinlich Teile, von denen ihr gar nicht mehr wusstet, dass ihr sie überhaupt besitzt.

Statt ständig neue Mode zu shoppen, solltet ihr eure vorhandene Kleidung neu kombinieren. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für euren Stil. Denn durch das Ausprobieren und Neustylen bekommt ihr ein besseres Gespür für Mode und für das, was euch steht.

#2 Auf recycelte Materialien setzen

Nicht immer kommt man drum herum, etwas Neues zu kaufen. Etwa dann, wenn die Klamotten nicht mehr passen oder schlichtweg kaputt sind. Stichwort: Laufmasche in der Strumpfhose. Damit eure Öko-Bilanz mit dem Shopping-Trip aber nicht gleich wieder dahin ist, solltet ihr genau darauf achten, was in eurer mitgebrachten (!) Tasche landet.

Bleiben wir bei den Strumpfhosen: Wenn ihr zu den Kandidatinnen gehört, die schon beim Anziehen mit Laufmaschen kämpfen, solltet ihr zukünftig besser Modelle mit höherer Den-Zahl kaufen. Die sind dichter gewebt und halten deshalb länger. Außerdem lassen sie ganz nebenbei euren Bauch flacher wirken - und in Schwarz auch eure Beine schlanker. Wenn ihr dann noch zu Kleidung und Strumpfhosen aus recycelten Fasern (wie zum Beispiel die Eco Line von Calzedonia) greift, macht ihr alles richtig. Die Strumpfhosen der Eco Line gibt es in den hohen Den-Zahlen 40, 60 und 80. Ihr könnt sie also auch im Herbst gut tragen.

Mit dem Kauf einer solchen Strumpfhose könnt ihr eure Öko-Bilanz gleich doppelt verbessern. Denn Calzedonia unterstützt das Baumpflanzprojekt 'PLANT MY TREE': Pro zehn verkaufter Strumpfhosen wird ein Baum in Deutschland gepflanzt. Mit der Aktion soll der Ausstoß von CO², der bei der Produktion der Kleidung anfällt, kompensiert werden.

#3 Öfter Secondhand kaufen

Secondhand-Mode hat ihr Mottenkugel-Image längst abgelegt. Mitterweile gibt es in vielen großen Städten angesagte Shops, in denen ihr stylische Teile findet. Außerdem gibt es Online-Plattformen, wo ihr getragene Kleidung kaufen, verkaufen und sogar tauschen könnt.

Das Tolle an Secondhand: Ihr schenkt getragener Kleidung ein neues Leben, spart Geld und tut aktiv etwas gegen Wegwerfmode.

In Secondhand-Läden und im Netz zu stöbern, verbessert außerdem euren Modestil. Der Grund: Häufig finden sich dort aufregende Einzelstücke, die euer Outfit aufwerten und es von den 08/15-Looks abheben.

Haltet die Augen besonders nach Accessoires wie Taschen oder Schmuck auf. Auch Vintage-Jacken mit Schulterpolstern sind perfekt! Sie verleihen eurem Style den gerade super angesagten 80er-Jahre-Touch.

#4 In zeitlose Klassiker investieren

Wenn ihr doch mal die unbändige Shopping-Lust verspürt, dann solltet ihr euch nicht zu Impulskäufen hinreißen lassen (die bereut man meistens). Überlegt zweimal, für welches Kleidungsstück ihr euch entscheidet.

Mit zeitloser Mode fahrt ihr besser, wenn ihr nachhaltiger einkaufen möchtet. Denn: Zeitlose Klassiker könnt ihr im Gegensatz zu Trend-Teilen jahrelang tragen. Auch Star-Designer Guido Maria Kretschmer schwört auf diesen Tipp.

Er empfiehlt, dass Frauen in fünf Kleidungsstücke investieren: weiße Bluse, gut geschnittener Blazer, schwarzes Kleid, Trenchcoat und Bleistiftrock. Warum? Weil diese Fashion-Klassiker eine tolle Figur zaubern, den Look edler aussehen lassen und nie aus der Mode kommen.

#5 Lieber hochwertig, statt billig

Apropos in Mode-Klassiker investieren: Um eure Öko-Bilanz in Sachen Styling zu verbessern, solltet ihr lieber zu hochwertigen Kleidungsstücken greifen, statt zu günstigen.

Zwar bedeutet teuer nicht automatisch nachhaltig – leider. Doch hochwertige Kleidung ist meist besser verarbeitet. Heißt: Sie hält länger und sieht auch nach einigen Waschgängen noch schön aus. Der Spruch "Wer billig kauft, kauft zweimal" stimmt in Sachen Mode definitiv.

Statt also möglichst günstig und möglichst viel zu kaufen, solltet ihr lieber weniger und dafür besser shoppen. So tragt ihr dazu bei, dass der Berg an Wegwerfklamotten Stück für Stück kleiner wird, und spart langfrisitig sogar Geld.

#6 Keine Destroyed Jeans kaufen

Wusstet ihr, dass bei der Herstellung einer einzigen Jeans rund 8.000 Liter Wasser verbraucht werden? Noch schlechter fällt die Öko-Bilanz bei Jeans im Destroyed- oder Used-Look aus. Denn damit die Hosen alt und abgetragen aussehen, werden die vorher sorgsam hergestellten Jeans unter Einsatz von noch mehr Wasser und giftigen Chemikalien buchstäblich zerstört. Eine echte Umweltsünde!

Den Destroyed-Trend könnt ihr auch mitmachen, ohne euch eine neue Hose zu kaufen. Stöbert dazu entweder in eurem eigenen Kleiderschrank oder sucht im Secondhand-Laden oder in einer Secondhand-Online-Plattform nach einer passenden Hose, die ihr selbst aufpimpen könnt. Mit Schmirgelpapier und einer spitzen Stoffschere könnt ihr den Destroyed-Look ganz einfach selber machen.

Übrigens: Auch die angesagten Cropped Jeans müsst ihr nicht neu kaufen, sondern könnt sie super easy selber machen. Einfach eine alte Jeans auf Knöchelhöhe abschneiden und die Kanten ausfransen.

#7 Nicht jedem Trend nachlaufen

Der letzte und vielleicht wichtigste Tipp, damit ihr eure Öko-Bilanz und euren Modestil verbessert: Ihr solltet nicht jeden Trend mitmachen. Viele Styles sind echte Eintagsfliegen, an denen man sich schon nach wenigen Wochen satt gesehen hat. Diese Kleidung wird mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit ein Dasein als Schrankleiche fristen und früher oder später im Müll landen.

Wenn ihr euch in einen Modetrend verguckt habt, solltet ihr euch diese Fragen stellen, bevor ihr euch ein passendes Teil zulegt:

1. Passt der Trend zu mir?
2. Steht mir das Trend-Teil wirklich?
3. Kann und will ich es im Alltag tragen?
4. Kann ich es gut mit meiner vorhandenen Kleidung kombinieren?


Wenn du eine der Fragen mit Nein beantwortet hast, solltst du besser die Finger davon lassen. Du wirst damit nicht glücklich werden.

Das Gleiche gilt übrigens auch für Kleidungsstücke, die nicht optimal passen. Denn ein Teil, das schlecht sitzt, kann deinen kompletten Look zerstören. Beim (Online-)Shoppen gilt deshalb: immer sorgfältig anprobieren. Gerne auch noch mal zuhause unter Real-Bedingungen.


Mehr Informationen zur Eco Line und der Aktion 'PLANT MY TREE' findet ihr auf Calzedonia.com.

von gofeminin