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Nachhaltig stylen: 5 Tipps, die deinen Stil (und deine Öko-Bilanz) verbessern

von gofeminin Veröffentlicht am 20. März 2020
© Getty Images

Wir verraten euch Tipps und Tricks, mit denen ihr euch nachhaltig stylen könnt, toll ausseht und ganz nebenbei sogar Geld spart.

Das Thema Nachhaltigkeit ist endlich in den Köpfen der Menschen angekommen. Viele fragen sich: Wie schaffe ich es, auch meinen eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten? Gerade Mode spielt dabei eine wichtige Rolle.

Nicht selten kaufen wir Kleidung, die wir eigentlich gar nicht brauchen und im Endeffekt überhaupt nicht tragen. Schätzungen zufolge landen jährlich eine Million Tonnen Kleidung einfach im Müll. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Ein erster wichtiger Schritt, um für mehr Nachhaltigkeit im eigenen Styling-Verhalten zu sorgen, ist deshalb, bewusster einzukaufen. Denn: Veränderung beginnt im Kleinen.

Wir verraten euch simple Tipps, mit denen ihr nicht nur eure Öko-Bilanz beim Shoppen verbessert, sondern sogar euren Modestil. Und dank der Nachhaltigkeits-Tricks spart ihr sogar bares Geld!

#1 Kleiderschrank ausmisten

Damit ihr zukünftig nachhaltiger einkauft, ist es wichtig, erst mal Inventur zu machen. Welche Kleidung besitzt ihr? Was zieht ihr besonders gerne an? Wo sind die Schrankleichen?

Macht euch klar, was ihr gerne tragt und was nicht. Das ist der erste Schritt, zukünftig bewusster zu shoppen und Fehlkäufe zu vermeiden. Beim Ausmisten eures Schranks findet ihr wahrscheinlich Teile, von denen ihr gar nicht mehr wusstet, dass ihr sie überhaupt besitzt.

Statt ständig neue Mode zu shoppen, solltet ihr eure vorhandene Kleidung neu kombinieren. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch erfrischend für euren Stil. Denn durch das Ausprobieren und Neustylen bekommt ihr ein besseres Gespür für Mode und für das, was euch steht.

#2 Augen auf beim Jeans-Kauf

Wusstet ihr, dass bei der Herstellung einer einzigen Jeans rund 8.000 Liter Wasser verbraucht werden? Noch schlechter fällt die Öko-Bilanz bei Jeans im Destroyed- oder Used-Look aus. Denn damit die Hosen alt und abgetragen aussehen, werden die vorher sorgsam hergestellten Jeans unter Einsatz von noch mehr Wasser und giftigen Chemikalien buchstäblich zerstört. Eine echte Umweltsünde!

Heißt für euch: Augen auf beim Jeans-Kauf! Das Mode-Unternehmen C&A hat dieses Problem erkannt und gehandelt. Für die Herstellung neuer Denim-Pieces nutzt die Fashion-Brand nun auch recycelte sowie nachhaltigere Materialien (z.B. Bio-Baumwolle) – Stichwort: Aus Alt wird Neu!

Zudem gibt es bei C&A sogenannte Water-Saving Denims. Bei der Herstellung dieser Kleidungsstücke wird beim Waschverfahren eine große Menge Wasser eingespart (insgesamt 65 % weniger Wasserverbrauch beim letzten Waschverfahren).

Damit Kleidung nicht im Müll landet, hat C&A außerdem das Programm "We Take It Back" gestartet, bei dem Kleidung ein neues Leben bekommt. Kunden können ein Paket mit ihrer aussortierten Kleidung packen und gratis an C&A's Sammelpartner PACKMEE schicken. Die meiste Kleidung wird wiederverwendet. Ist dies einmal nicht möglich, tritt die Kleidung ihr neues Leben beispielsweise als Putzlappen an. Für jedes Paket bekommen Kunden einen 15% Rabatt-Gutschein auf ihren nächsten Einkauf.

"We Take It Back" ist in neun Ländern in Europa verfügbar. Seit 2018 konnte dadurch bereits über 2.000 Tonnen aussortierter Kleidung ein neues Leben gegeben und Abfall reduziert werden. Mehr Infos hier: https://www.c-and-a.com/de/de/shop/wetakeitback.

Eine nachhaltigere Jeans könnt ihr hier direkt bei C&A shoppen.*

Übrigens: Destroyed-Jeans könnt ihr auch ganz einfach mit Schmirgelpapier und einer spitzen Stoffschere selber machen. Auch die angesagten Cropped Jeans müsst ihr nicht neu kaufen. Einfach eine alte Jeans auf Knöchelhöhe abschneiden und die Kanten ausfransen.

#3 Auf recycelte Materialien setzen

Nicht immer kommt man drum herum, etwas Neues zu kaufen. Etwa dann, wenn die Klamotten nicht mehr passen oder schlichtweg kaputt sind. Damit eure Öko-Bilanz mit dem Shopping-Trip aber nicht gleich wieder dahin ist, solltet ihr genau darauf achten, was in eurer mitgebrachten (!) Tasche landet.

Viele bekannte Mode-Labels setzen mittlerweile verstärkt auf den Einsatz umweltfreundlicher Materialien. Auch C&A hat sich mit der Kampagne #wearthechange zum Ziel gesetzt, nachhaltige Mode als Selbstverständlichkeit zu etablieren.

Das Unternehmen legt dabei vor allem großen Wert auf den Einsatz zertifizierter Bio-Baumwolle aus kontrolliertem Anbau und ist einer der größten Abnehmer von Bio-Baumwolle.

Bio-Baumwolle ist nicht nur besser für die Umwelt (immerhin werden bei der Produktion von einem Kilo herkömmlicher Baumwolle 11.000 Liter Wasser verbraucht), sondern auch sicherer für die Baumwollbauern und das Umfeld, in dem sie leben. Das gilt sowohl für ihre Gesundheit als auch für ihr wirtschaftliches Wohl.

Und das Beste: C&A beweist, dass nachhaltige Mode kein Luxus sein muss. Denn preislich unterscheiden sich die Produkte aus Bio-Baumwolle nicht von den Produkten aus konventioneller Baumwolle. Win-win, also!

#4 In zeitlose Klassiker investieren

Neben nachhaltiger Mode gibt es noch einen weiteren Tipp, um beim Shopping die Umwelt zu schonen: Ihr solltet euch nicht zu Impulskäufen hinreißen lassen (die bereut man sowieso meistens). Überlegt zweimal, für welches Kleidungsstück ihr euch entscheidet.

Warum? Zeitlose Klassiker könnt ihr im Gegensatz zu Trend-Teilen jahrelang tragen. Auch Star-Designer Guido Maria Kretschmer schwört auf diesen Tipp.

Er empfiehlt, dass Frauen in fünf Kleidungsstücke investieren: weiße Bluse, gut geschnittener Blazer, schwarzes Kleid, Trenchcoat und Bleistiftrock. Warum? Weil diese Fashion-Klassiker eine tolle Figur zaubern, den Look edler aussehen lassen und nie aus der Mode kommen.

Extra-Tipp: Keine Scheu vor Secondhand-Läden. Secondhand-Mode hat ihr Mottenkugel-Image längst abgelegt. Mittlerweile gibt es in vielen großen Städten angesagte Shops, in denen ihr stylische Teile findet. Außerdem gibt es Online-Plattformen, wo ihr getragene Kleidung kaufen, verkaufen und sogar tauschen könnt.

Das Tolle an Secondhand: Ihr schenkt getragener Kleidung ein neues Leben, spart Geld und tut aktiv etwas gegen Wegwerfmode. Außerdem findet ihr in Secondhand-Läden häufig spannende Einzelstücke wie Accessoires, die euer Outfit aufwerten und es von den 08/15-Looks abheben.

#5 Nicht jedem Trend nachlaufen

Der letzte und vielleicht wichtigste Tipp, damit ihr eure Öko-Bilanz und euren Modestil verbessert: Ihr solltet nicht jeden Trend mitmachen. Viele Styles sind echte Eintagsfliegen, an denen man sich schon nach wenigen Wochen satt gesehen hat. Diese Kleidung wird mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit ein Dasein als Schrankleiche fristen und früher oder später im Müll landen.

Wenn ihr euch in einen Modetrend verguckt habt, solltet ihr euch diese Fragen stellen, bevor ihr euch ein passendes Teil zulegt:

1. Passt der Trend zu mir?
2. Steht mir das Trend-Teil wirklich?
3. Kann und will ich es im Alltag tragen?
4. Kann ich es gut mit meiner vorhandenen Kleidung kombinieren?

Wenn ihr eine der Fragen mit Nein beantwortet habt, solltet ihr besser die Finger davon lassen. Ihr werdet damit nicht glücklich werden.

Das Gleiche gilt übrigens auch für Kleidungsstücke, die nicht optimal passen. Denn ein Teil, das schlecht sitzt, kann den kompletten Look zerstören. Beim (Online-)Shoppen gilt deshalb: immer sorgfältig anprobieren. Gerne auch noch mal zuhause unter realen Bedingungen.

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von gofeminin