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Perfekte Brille finden: 6 Tipps, die jeder kennen sollte

von gofeminin Erstellt am 5. Mai 2021
Perfekte Brille finden: 6 Tipps, die jeder kennen sollte© Getty Images

Brille tragen ist Trend. Brillen dienen längst nicht mehr nur als bloße Sehhilfe, sondern können uns auch eine ganz besondere Ausstrahlung verpassen. Und mit ein paar Tipps findet ihr auch ganz einfach die Brille, die perfekt zu euch passt.

41,1 Millionen Deutsche über 16 Jahren tragen Brille – die meisten aufgrund einer Sehschwäche. Einige tragen Brillen aber auch aus rein modischen Gesichtspunkten, denn Brillen haben sich in den letzten Jahren vom nützlichen Accessoire zu einem echten Must-have entwickelt. Fest steht: Brille tragen ist Trend!

Das Tolle: Ob große Nerd-Brillen oder eher kleine, dezente Modelle, rahmenlose Brillen oder solche mit markanter Fassung – Brillen gibt es heute in unendlich vielen Varianten. Und auch die Brillengläser selbst kommen mittlerweile mit allen möglichen Extras daher, sodass wirklich für jedes Sehbedürfnis die optimale Brille gefunden werden kann.

Doch wie finde ich in der Vielfalt an Formen, Farben und Gläsern eigentlich die richtige Brille? Wir verraten euch die wichtigsten Tipps, mit denen ihr garantiert die perfekte Brille für euch findet.

Tipp #1: Eigenes Bedürfnis und Einsatzgebiet kennen

Bevor ihr euch über das Aussehen und die Passform einer Brille Gedanken macht, solltet ihr euch zunächst fragen, wann und für welchen Zweck ihr eine Brille benötigt. Denn Brillen gibt es nicht nur in unterschiedlichen Designs, sondern auch für verschiedene Einsatzgebiete und Bedürfnisse. Und die können von Brillenträger zu Brillenträger ganz unterschiedlich sein.

Arbeitet ihr den ganzen Tag am Computer? Dann benötigt ihr zum Beispiel eine andere Brille als jemand, der die Sehhilfe lediglich zum Lesen oder Autofahren tragen möchte. Ihr seid viel draußen tätig und möchtet die Brille zum Sport tragen? Dann sollte auch dies bei eurer Entscheidung berücksichtigt werden.

Überlegt euch zudem, ob ihr die Sehhilfe den ganzen Tag tragen möchtet oder sie eher selten nutzt und stattdessen lieber zu Kontaktlinsen greift. Je detaillierter eure Informationen, umso leichter kann euch der Augenoptiker dabei unterstützen, die perfekte Brille für euch zu finden.

Stichwort: PC-Arbeiten. Für alle, die viel Zeit vorm Bildschirm verbringen, eignen sich spezielle Bildschirmbrillen mit integriertem Blaulichtfilter. Smartphones, Rechner, Tablets oder Fernseher sowie LED-Leuchten strahlen kurzwelliges blaues Licht ab. Ob die Strahlungen so stark sind, um unserer Netzhaut zu schaden, ist noch nicht ausreichend erforscht. Dennoch steht fest, dass sie über längere Zeit zu Augenschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche führen.

Blaulichtfilterbrillen filtern das schädliche blaue Licht heraus und verhindern, dass es auf das Auge trifft. Somit werden die Augen entlastet und gesundheitliche Beschwerden verhindert.

Im Video: DIESE Situationen kennen nur Menschen mit Brille

Video von Aischa Butt

Tipp #2: Die richtigen Brillengläser

Geht es um den Kauf einer neuen Brille, schauen sich die meisten wohl zunächst nach einer schönen Brillenfassung um. Doch viel wichtiger als die Brillenfassung sind die Brillengläser. Schließlich entscheidet die Wahl der richtigen Brillengläser letztlich über die Sehqualität.

Tipp: Wir empfehlen euch, die Brillengläser vom Optiker exakt an den Pupillen ausrichten zu lassen. Dafür wird in der Regel der Abstand zwischen Auge und Brillenglas bestimmt, aber auch die Kopfneigung beim Lesen sowie die individuelle Augenbewegung sind entscheidende Faktoren. Im Optimalfall sollte das Auge genau mittig hinter den Gläsern sitzen.

Kunststoffgläser oder mineralische Gläser?

Mittlerweile gibt es eine große Vielfalt an Brillengläsern mit den unterschiedlichsten Funktionen. Früher verwendete man überwiegend mineralisches Glas, heute kommen in mehr als 95 Prozent der Fälle Kunststoffgläser zum Einsatz. Diese sind kaum zerbrechlich und insgesamt leichter, was ein besonders angenehmes Tragegefühl garantiert.

Wie dick die Brillengläser letztendlich ausfallen, hängt übrigens mit der Dioptrienstärke sowie der Brechzahl des Materials zusammen.

Brillengläser mit verschiedenen Funktionen

Brillengläser können mittlerweile ziemlich viel. Es gibt zum Beispiel wasserabweisende oder antistatische Beschichtungen oder Brillen mit Chamäleon- bzw. phototropen Gläsern. Darunter versteht man selbsttönende Gläser, die sich in Sekundenschnelle verschiedenen Lichtverhältnissen anpassen und je nach Lichtintensität aufhellen oder verdunkeln. Somit muss nicht ständig zwischen Korrektionsbrille und Sonnenbrille hin und her gewechselt werden.

Für Outdoorsportler (besonders Wassersportler oder Skifahrer) und Menschen, die viel draußen arbeiten, sollten Brillengläser auf jeden Fall eine gute Entspiegelung haben. Sogenannte polarisierende Gläser fangen reflektierendes Licht auf und blenden somit Spiegelungen und störende Lichtreflexe ab. Auch für Autofahrer machen solche Gläser Sinn – zum Beispiel, um auf nasser Fahrbahn entgegenkommende Fahrzeuge schneller und besser erkennen zu können.

Brillen können heutzutage ganz einfach virtuell anprobiert und bestellt werden. In manchen Fällen kann man sich sogar eine kleine Auswahl zur Anprobe nach Hause senden lassen. Das ist natürlich praktisch und spart den Gang zum Optiker. Dennoch raten wir zu einer Vor-Ort-Beratung beim Fachpersonal – vor allem, wenn es sich um eine Erstbrille handelt. Dieser hilft euch bei der Auswahl und bestimmt außerdem die für euch optimalen Messwerte, Gläser und Fassung, um so anhand eurer Bedürfnisse die perfekte Brille für euch zu finden.

Tipp #3: Welche Brillenform passt zu mir?

Die Gesichtsform spielt eine große Rolle dabei, ob eine Brille zu uns passt oder nicht. Je nachdem, ob das Gesicht eckig, rund oder herzförmig ist, sind unterschiedliche Brillenformen schmeichelhaft.

Als Faustregel gilt: Menschen mit rundem Gesicht sollten zu filigranen und eckigen Brillen greifen, da runde Brillenformen das Gesicht breiter wirken lassen, während kantigen Gesichtsformen besonders gut runde Brillenfassungen oder Modelle mit ovalen Gläsern stehen. Denn die lassen markante Gesichtszüge weicher und femininer erscheinen.

In einem herzförmigen, dreieckigen Gesicht mit schmal zulaufender Kinnpartie sehen filigrane Brillenmodelle in ovaler Form toll aus. Dicke Fassungen in dunklen Farben sind weniger gut geeignet, da sie das zierliche Gesicht schnell erschlagen können. Wer ein trapezförmiges Gesicht hat, sollte Brillen mit sehr schmalen Gläsern meiden und lieber zu Gestellen mit betonten Kanten oder zu modernen Cateye-Brillen greifen. Ihr habt ein ovales Gesicht? Glückwunsch! Euch steht jede Brillenform.

Übrigens: Auch wer sich über Augenringe oder erste Fältchen ärgert, lieber eine andere Nase hätte oder die Gesichtskontur etwas straffer wünscht, kann mit der richtigen Brille viel bewegen. Das Accessoire kann gekonnt kleine Schönheitsmakel kaschieren und zum Beispiel Nasen verkürzen, verlängern oder Knicke sowie dunkle Schatten unter den Augen wegtricksen.

Auch wichtig: Augenbrauen, Gesichtslänge und Gesichtsbreite

Ihr wisst nicht, welche Gesichtsform ihr besitzt? Kein Problem. Die meisten Gesichter sind tatsächlich Mischformen und lassen sich oftmals nicht klar zu einer bestimmten Form zuordnen. Allen, die eine neue Brille suchen, raten wir daher neben der Gesichtsform auch die Gesichtslänge und -breite sowie die Augenbrauen zu beachten.

Die obere Linie der Brillenfassung sollte zum Beispiel nicht an die Augenbrauen stoßen, sondern sich im Idealfall der natürlichen Form der Brauen anpassen. Heißt: Zu geraden Augenbrauen passen eher gerade und eckige Brillen, hochgeschwungene Augenbrauen oder ovale Formen werden mit eher hohen, leicht runden Modellen, etwa Cateye-Brillen, ergänzt. Die Augenbrauen sollten auf keinen Fall komplett hinter der Brille verschwinden, sondern höchstens leicht von ihr verdeckt werden.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Brille der Gesichtsbreite entspricht. Die Brille sollte im Idealfall mit der breitesten Stelle des Gesichts abschließen und weder rechts noch links hinausragen. Was die Gesichtslänge betrifft, gilt: Wer ein langes, schmales Gesicht oder eine sehr hohe Stirn hat, greift am besten zu auffälligen Brillen mit markanten Fassungen. Denn die verkürzen das Gesicht optisch. Menschen mit kurzen, breiten Gesichtern schmeicheln hingegen filigrane Metallbrillen oder Modelle mit dezenten Halbrand- oder Browline-Fassungen. Auch Brillen mit einem nach unten heller werdenden Farbverlauf sind bestens für kürzere Gesichter geeignet.

Tipp: Die richtige Brille sollte dabei nicht nur zu eurem Gesicht, sondern auch zu eurem Style passen. Nur so zieht ihr sie auch wirklich regelmäßig an. Ihr werdet bei der Anprobe verschiedener Modelle sehr schnell merken, mit welcher Brille ihr euch wirklich wohlfühlt und welche zu euch passt.

Ihr habt Lust auf eine Typveränderung? Perfekt. Wer seinen Typ mit nur einem einzigen Accessoire verändern möchte, sollte zur Brille greifen. Eine Brille kann euch seriöser, lässiger, cooler oder auch eleganter und selbstsicherer aussehen lassen, je nachdem, um welches Modell es sich handelt. Brillen mit Ecken und Kanten vermitteln zum Beispiel Seriosität, Kompetenz und Entschlossenheit, während solche mit runden und ovalen Formen Sanftheit, Emotionalität sowie Einfühlungsvermögen ausstrahlen.

Tipp #4: Welche Farbe sollte die Brille haben?

Die Brillenform steht fest. Jetzt fehlt noch die Brillenfarbe. Denn jedem Menschen stehen andere Farben besonders gut. Welche Farbe am besten zu euch passt, richtet sich danach, zu welchem Farbtyp ihr gehört. Es gibt vier unterschiedliche Farbtypen: Sommertyp, Wintertyp, Frühlingstyp und Herbsttyp. Alle Farbtypen richten sich dabei nach Haarfarbe, Teint und Augenfarbe.

Für den kühlen Sommer- und Wintertyp sind zum Beispiel blondes oder aschbraunes Haar mit silber-gräulichem Unterton, ein kühler Hautton sowie blaue, blaugrüne oder graue Augen typisch. Ihnen stehen Brillen in kühlen Farben wie Schwarz, Grau, Silber oder Blau besonders gut.

Frühlings- und Herbsttypen haben hingegen einen warmen Teint mit goldenem oder gelblichem Unterton und meist blonde oder braune Haare mit einem goldenen oder rötlichen Schimmer. Zu ihnen passen Brillen in warmen Farben wie Braun, Olivgrün oder Gold besser.

Die Brillenfarbe sollte aber nicht nur zu eurem Farbtyp passen, sondern auch zu eurer Kleidung. Eine Brille in neutraler Farbe lässt sich zu besonders vielen Outfits kombinieren. Wenn ihr zu einem Metallgestell greift, solltet ihr die gleiche Farbe wie euren Schmuck wählen. Goldene Gestelle harmonieren mit goldenem Schmuck, silberne Fassungen mit Silberschmuck.

Tipp #5: Verschiedene Modelle testen

Filigran und schlicht, bunt und auffällig, rahmenlos oder mit Vollrand – Brillen gibt es in schier endloser Auswahl. Kein Wunder, dass viele beim Kauf einer neuen Brille überfordert sind. Unser Tipp: Nehmt euch Zeit bei der Wahl eurer neuen Brille und probiert verschiedene Formen, Modelle und Farben aus. Oftmals ist es auch hilfreich, Fotos von sich mit den verschiedenen Brillen zu machen. Aus dieser Perspektive lässt es sich häufig besser erkennen, ob das ausgewählte Modell passt oder nicht.

Sprecht mit eurem Augenoptiker über Design, Material, Brillengläser und Preisniveau. Anschließend kann der Optiker euch eine Vorauswahl – angepasst an eure Bedürfnisse und Wünsche – zusammenstellen. Das macht es definitiv ein wenig einfacher und ihr spart euch die Zeit, euch durch die Angebotsvielfalt durchzukämpfen.

Tipp #6: Der richtige Sitz der Brille

Habt ihr euch für ein neues Brillenmodell und alle wichtigen Faktoren, die es zu beachten gibt, entschieden, wird eure Brille in der Regel innerhalb einer Woche angefertigt. Ist die Brille fertig, solltet ihr sie vor Ort bei eurem Optiker anpassen lassen.

Für ein angenehmes Tragegefühl ist es wichtig, dass die Brillenbügel richtig sitzen. Bei zu langen und weiten Bügeln rutscht die Brille vom Gesicht, sind sie hingegen zu kurz oder sitzen zu eng, können sie an den Ohren und Schläfen drücken und zu Kopfschmerzen führen. Die Brille sollte auch nicht an die Augenbrauen stoßen oder auf den Wangenknochen aufsitzen. Euer Augenoptiker kann sowohl die Länge als auch die Krümmung der Brillenbügel im Nachhinein noch verändern.

Auch auf der Nasenwurzel sollte die neue Sehhilfe nicht sitzen. Heißt: Der Steg zwischen den Gläsern sollte nicht unangenehm oder gar schmerzhaft auf die Nasenwurzel drücken oder unschöne Druckstellen verursachen. Gleiches gilt für die Nasenpads.

Übrigens: Eine neue Brille benötigt eine Eingewöhnung. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn die Sicht im ersten Moment etwas verzerrt erscheint. Wie lange die Eingewöhnungszeit dauert, ist ganz individuell. Bei einigen beansprucht sie nur wenige Stunden oder Tage, bei anderen mehrere Wochen. Bleiben die Probleme dauerhaft, solltet ihr euren Augenoptiker aufsuchen.