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Weiße Wäsche waschen: Die besten Pflegetipps für helle Kleidung

von Christina Cascino Erstellt am 12. Juli 2020
Weiße Wäsche waschen: Die besten Pflegetipps für helle Kleidung© Getty Images

Waschmittel, Waschprogramm und Co.: Hier kommen alle Infos für das richtige Waschen weißer Wäsche plus die besten Tipps, um Grauschleier zu vermeiden.

Video von Justin Amaral

Weiße Kleidung ist ein echter Klassiker. Ob das sommerliche Kleid in Weiß oder die klassisch weiße Bluse – es gibt wohl kaum jemanden, der kein weißes Kleidungsstück im Kleiderschrank hat. Kein Wunder: Schließlich passt die helle Farbe einfach zu allem und sieht gleichzeitig schick und frisch aus.

Das Ärgerliche an weißer Kleidung: Sie ist besonders anfällig für Flecken und Verfärbungen. Schon nach kurzer Zeit ist der erste Grauschleier zu sehen oder das Weiß sieht vergilbt aus. Und auch Flecken auf hellen Textilien können teilweise sehr hartnäckig sein.

Damit eure weiße Wäsche schön strahlend bleibt, verraten wir euch alles, worauf ihr beim Waschen weißer Kleidung achten müsst, wie ihr die Textilien vorm Vergilben schützt und welche Hausmittel am besten helfen, um weiße Wäsche zum Strahlen zu bringen.

Absolutes Muss: Weiße Wäsche vor dem Waschen sortieren

Damit weiße Textilien erst gar keinen Grauschleier bekommen, sollten sie immer separat und niemals zusammen mit dunkler oder bunter Wäsche gewaschen werden. Denn farbige Kleidung kann abfärben. So wird aus Weiß schnell Rosa oder es entsteht der typische und sehr ärgerliche Grauschleier, der weißer Wäsche nach dem Waschen das Strahlen nimmt. Vor dem Waschen gilt also: Weiße und helle Wäsche sortieren und separat waschen!

Doch nicht nur andersfarbige Wäsche, sondern auch weiße Textilien mit starken Verschmutzungen sollten besser getrennt vom weißen Rest gewaschen werden, um die restlichen Stoffe nicht zu verschmutzen. Gleiches gilt für helle Teile mit bunten Prints. Auch die können abfärben und sollten von der Weißwäsche aussortiert werden.

Lesetipp: 7 geniale Haushalts-Hacks: Wäsche waschen war noch nie so einfach!

Welches Waschmittel ist für weiße Kleidung geeignet?

In der Regel wird empfohlen beim Waschen weißer Wäsche ein Vollwaschmittel in Pulverform zu benutzen. Das Waschmittel enthält einerseits Tenside, die Fettflecken besonders gut lösen können und andererseits Enzyme, die Eiweißflecken entfernen.

Außerdem enthalten Vollwaschmittel meist Bleichmittel und andere optische Aufheller, wodurch sie einen aufhellenden Effekt auf die Kleidung haben. Wichtig: Aufgrund der Bleichwirkung sollte Vollwaschmittel niemals bei Buntwäsche verwendet werden.

Aber Achtung: Nicht jedes Material verträgt Vollwaschmittel. Die darin enthaltenen Stoffe können nämlich die Fasern empfindlicher Textilien wie Seide oder Wolle dauerhaft beschädigen. In diesem Fall sollte lieber ein spezielles Fein- oder Seidenwaschmittel verwendet werden.

Außerdem wichtig: Die richtige Dosierung. Die Menge des Waschmittels wird nach Verschmutzungsgrad, Wäschemenge und Wasserhärte bemessen. Auf der Verpackung des Waschmittels findet ihr alle Informationen.

Lesetipp: Wäsche stinkt nach dem Waschen? Das kannst du dagegen tun

Bei wie viel Grad wird weiße Wäsche gewaschen?

Da die Bleichmittel im Vollwaschmittel erst ab 40 Grad aktiviert werden, sollte weiße Wäsche immer möglichst heiß gewaschen werden. Jedoch hängt die Waschtemperatur stark davon ab, um welches Material es sich handelt.

Alle Infos zur Materialzusammensetzung und bei welcher Temperatur das Textil gewaschen werden sollte, finden sich auf den Herstellerangaben auf dem Pflegeetikett.

Im Video: Das bedeuten die Symbole auf dem Etikett

Video von Jane Schmitt

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass:

  • weiße Kleidung aus Baumwolle und Leinen meist bei 60 Grad gewaschen werden kann.

  • weiße Unterwäsche aus Baumwolle, weiße Handtücher und helle Baumwoll-Bettwäsche 90 Grad, also Kochwäsche vertragen (zur Sicherheit die Pflegehinweise beachten).

  • bei empfindlichen Materialien wie Wolle, synthetischen Funktionsstoffen oder Seide meist nur 30 bis maximal 40 Grad oder sogar nur Handwäsche möglich ist.

Welches ist das richtige Waschprogramm für weiße Wäsche?

Auch was das richtige Waschprogramm betrifft, kommt es weniger auf die Farbe des Textils, sondern vielmehr um die Art des Stoffs an.

Empfindliche Stoffe (z.B. Wolle und Seide) sollten im Schonwaschgang bei höchstens 30 Grad und mit speziellem Waschmittel gewaschen werden. Manche (neueren) Waschmaschinen besitzen auch ein spezielles Woll- oder Seidenwaschprogramm, das sich eignet, um empfindliche weiße Wäsche zu waschen.

Wird auf dem Etikett angegeben, dass das Kleidungsstück keine Maschinenwäsche verträgt, sollte es auf jeden Fall sanft per Hand mit einem geeigneten Handwaschmittel gereinigt werden.

Auch lesen: Wolle waschen: Die besten Pflegetipps für Wollkleidung

Textilien aus Baumwolle und Leinen können im Normalwaschgang bei 40 bis 60 Grad gewaschen werden. Für Textilien, die bei 90 Grad gewaschen werden können, wie z.B. Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche wird hingegen das Programm "Kochwäsche" gewählt.

Weiße Wäsche trocknen: Ab in die Sonne!

Zum Trocknen werden weiße, unempfindliche Textilien (z.B. aus Baumwolle) am besten im Freien in die pralle Sonne gehangen. Die Sonne bleicht Flecken aus und lässt die Wäsche schön strahlen. Mit Sonneneinstrahlungen kann man besonders gut einen Grauschleier vorbeugen.

Achtet aber auch beim Trocknen auf die Hinweise in den Pflegeetiketten der Kleidung, da es Materialien gibt, die nicht hängend, sondern liegend getrocknet werden müssen. Empfindliche Teile aus Seide oder Wolle solltet ihr nicht in der Sonne, sondern besser drinnen und liegend an der Luft oder zwischen sauberen Handtüchern trocknen.

Wenn es das Material zulässt und ein Hinweis auf dem Pflegeetikett vermerkt ist, lässt sich weiße Wäsche natürlich auch im Wäschetrockner trocknen.

Wie entfernt man Flecken aus weißer Wäsche?

Weiße Kleidung ist leider extrem anfällig für Flecken jeglicher Art. Nicht nur, dass man die Verschmutzungen sofort sieht, die Flecken sind auch sehr hartnäckig und lassen sich nicht immer so einfach entfernen. Besonders dann nicht, wenn das Textil nicht heiß gewaschen werden darf. Zur Fleckenbehandlung wird die Wäsche also am besten vorbehandelt.

Hier kommen die besten Hausmittel, mit denen sich Verfärbungen und Flecken aus weißer Wäsche entfernen lassen:

Hausmittel #1: Gallseife

Gallseife wird seit Ewigkeiten zur Behandlung verschiedener Flecken eingesetzt. Vor allem Fett- und Eiweißflecken, z.B. von Blut, Wein, Lippenstift oder Öl, lassen sich mit Gallseife behandeln.

Und so geht's: Verschmutzte Stelle leicht einfeuchten, Gallseife auf den Fleck geben und mit einem weichen, sauberen Tuch in den Stoff einarbeiten. Hausmittel für einige Minuten einwirken lassen, ausspülen und Kleidungsstück wie gewohnt in der Waschmaschine waschen.

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Achtung: Empfindliche Stoffe wie Wolle oder Seide solltet ihr nicht mit Gallseife behandeln. Gebt das verschmutzte, edle Teil besser in die Reinigung.

Hausmittel #2: Zitronensäure oder Essig

Gelbliche Verfärbungen, z.B. im Achselbereich, lassen sich am besten mit Zitronensäure behandeln. Dafür einfach die weiße Wäsche für mindestens eine Stunde in lauwarmem Wasser mit etwas Zitronensäure einweichen lassen. Anschließend mit klarem Wasser ausspülen und wie gewohnt in der Waschmaschine waschen.

Ähnlich wie Zitronensäure soll auch Essig helfen. Essig löst Flecken effektiv und schützt weiße Wäsche außerdem vor dem Vergilben.

Lest auch: Damit kriegt ihr alles sauber: Die besten Haushalts-Tricks mit Essig!

Weiße Wäsche waschen mit Backpulver: Was bringt das Hausmittel?

Wenn es ums Waschen weißer Wäsche geht, begegnet einem immer wieder der Hinweis, Backpulver zum Waschmittel hinzuzugeben. Backpulver soll angeblich zusammen mit einer Prise Salz Flecken entfernen und Grauschleier verhindern.

Doch leider hat Backpulver keine bleichende Wirkung. Aber: Backpulver hat eine leicht neutralisierende Wirkung, weswegen das Hausmittel gerne eingesetzt wird, um schlecht riechende Schweißgerüche aus der Kleidung zu entfernen.

Tipps gegen Grauschleier: Wie bekomme ich weiße Kleidung wieder weiß?

Wird das helle Textil zusammen mit dunkler Wäsche gewaschen, entsteht schnell ein Grauschleier auf weißer Kleidung. Dieser lässt sich oftmals mit einer Maschinenwäsche von 60 Grad und mit Vollwaschmittel beseitigen.

Manchmal sind die Vergrauungen aber auch sehr hartnäckig. Hier kommen die besten Tipps, um die Verfärbungen vorzubeugen und wieder loszuwerden:

Tipp #1: Mit Natron Grauschleier loswerden

Weiße Wäsche, die alles andere als strahlend Weiß ist, kann mit Natron behandelt werden. Dafür werden entweder zwei Teelöffel Natron direkt in die Wäschetrommel gegeben oder das Textil wird über Nacht in heißem Wasser mit Natron eingeweicht, bevor es in der Waschmaschine gewaschen wird.

Ähnlich wie Natron soll übrigens auch Salz oder Spülmaschinentabs zum Entfärben weißer Wäsche helfen. Aber Vorsicht: Spülmaschinentabs können den Stoff angreifen.

Tipp #2: Essig gegen Verfärbungen

Essig hilft nicht nur dabei, Flecken von weißer Wäsche zu entfernen (siehe oben), sondern hilft auch gegen Grauschleier. Das liegt daran, dass Essigsäure einen Bleicheffekt hat und die weißen Textilien somit aufhellt. Einfach eine halbe Tasse Essigessenz in die Waschtrommel hinzugeben.

Tipp #3: Wäsche-Weiß-Tücher

Um ergraute oder verfärbte Wäsche wieder weiß zu bekommen, werden häufig sogenannte Wäsche-Weiß-Tücher empfohlen. Die Tücher enthalten optische Aufheller, die nach dem Waschen an der Wäsche haften bleiben. Dadurch erscheinen die Textilien tatsächlich wieder weiß.

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Das Problem: Es handelt sich dabei nur um einen optischen Effekt. Denn die Tücher entfernen die eigentlichen Verfärbungen sowie Schmutz und Dreck nicht. Daher sollten sie höchstens als Zusatz zum üblichen Waschmittel hinzugegeben werden.

Tipp #4: Weiße Wäsche bleichen oder entfärben

Die wohl härtesten Geschütze, wenn es darum geht, einen Grau- oder Farbschleier aus weißer Wäsche zu entfernen sind Bleiche oder Entfärber.

Zum Bleichen von weißer Wäsche solltet ihr immer spezielle Textil-Bleichmittel verwenden. Benutzt auf keinen Fall Chlorreiniger oder andere Putzmittel mit bleichender Wirkung. Beim Waschen bilden sich nicht nur umweltbelastende Chlor-Verbindungen, auch die Textilien können durch die scharfen Reinigungsmittel beschädigt werden.

Die bessere Alternative, um weiße Wäsche wieder zum Strahlen zu bringen, ist Sauerstoff-Bleiche (gibt's zum Beispiel hier auf Amazon*). Sie entfernt sowohl Verschmutzungen als auch leichte Verfärbungen von weißer Wäsche.

Wenn ihr eure weiße Wäsche versehentlich stärker verfärbt habt, könnt ihr auch Entfärber-Pulver nutzen (gibt es zum Beispiel hier bei Amazon*), um sie wieder strahlend weiß zu bekommen. Ganz wichtig dabei: Haltet euch bei der Verwendung genau auf die Verpackungshinweise, denn Entfärber ist recht aggressiv.

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