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Japandi: So gemütlich ist der japanisch-skandinavische Wohntrend

von Nicola Pohl Erstellt am 15. März 2021
Japandi: So gemütlich ist der japanisch-skandinavische Wohntrend© Getty Images

Ferner Osten trifft auf hohen Norden: Der Japandi Wohntrend setzt auf Minimalismus und Gemütlichkeit. Wir verraten euch, wie ihr den Wohnstil in eure Wohnung holt.

Japan und Skandinavien könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Also wie lassen sich die beiden eigentlich gegensätzlichen Einrichtungsstile miteinander verbinden? Tatsächlich haben beide Wohntrends mehr miteinander gemeinsam, als man zuerst vermuten mag.

Schlichte Möbel und Gemütlichkeit: Das ist Japandi. Wir verraten euch die besten Tipps, um den Mix aus Scandi-Look und japanischer Reduziertheit in eurer Zuhause zu holen.

Im Video: Die beliebtesten Einrichtungsstile aller Zeiten

Video von Justin Amaral

Hygge trifft auf Wabi-Sabi: Das macht den Japandi-Wohntrend aus

Der skandinavische Einrichtungsstil ist mittlerweile ein zeitloser Klassiker geworden, der bereits seit Jahren zu den beliebtesten Wohntrends gehört. Helle, sanfte Farben, schlichte Holzmöbel und kuschelige Textilien wie Schaffelle werden miteinander kombiniert und sorgen für eine wohlige Atmosphäre.

Wabi-Sabi steht im Zen-Buddhismus für ein ästhetisches Konzept, das sich aufs Unperfekte konzentriert. Dinge im Wabi-Sabi-Look setzen im Raum einen Fokus, gerade weil sie unvollkommen sind.

Beim Japandi Wohntrend wird der Scandi-Look mit japanischer Ästhetik kombiniert. Und das funktioniert besser als man zunächst denkt, denn beide Kulturen schätzen Qualität, Funktionalität und Schlichtheit. Das Wabi-Sabi-Prinzip bricht dabei den perfekten Scandi-Look auf und sorgt für mehr Wärme und Gestaltungsfreiraum.

1. Tipp für den Japandi-Look: Naturmaterialien

Natürliche Materialien spielen sowohl beim skandinavischen als auch beim japanischen Einrichtungsstil eine entscheidende Rolle. Eine der wichtigsten Regeln, um den Japandi-Trend in eurer Wohnung umzusetzen, lautet daher: Auf Naturmaterialien setzen.

Während beim skandinavischen Stil helles Holz und Materialien wie Wolle und Leinen im Vordergrund stehen, sind die Hauptplayer in Japan dunkles Holz, Bambus, Steingut oder Papier. Für den Japandi-Wohnstil werden beide Einflüsse miteinander gemischt. Dadurch entsteht eine interessante Struktur im Raum sowie jede Menge Gemütlichkeit.

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2. Tipp für den Japandi-Trend: Filigrane Möbel

Auch in Bezug auf die Möbel sind sich der Scandi-Stil und die japanische Ästhetik ähnlicher, als man denkt. Beide Einrichtungsstile setzen auf schlichte Formen und Funktionalität. Für Interior im Japandi-Design solltet ihr daher skandinavische Klassiker wie String-Regale mit typisch japanischen Möbeln kombinieren.

Vor allem niedrige Möbel wie Futon-Betten oder Sideboards mit kurzen Beinen spielen in Japan eine große Rolle. Die zurückhaltenden Möbel sorgen nicht nur für einen minimalistischen Style, sondern bringen Ruhe in den Raum.

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3. Tipp fürs Japandi-Zuhause: Details in Schwarz

Typisch in Japan sind nicht nur Möbel aus dunklen Hölzern, sondern auch einzelne Möbel- und Deko-Stücke in Schwarz. Dieser Style findet sich auch beim Einrichten mit dem Japandi-Trend wieder.

Einzelne schwarze Möbelstücke wie ein Stuhl oder Beistelltisch und Accessoires wie Vasen oder Bilder ziehen die Blicke auf sich und bilden einen auffälligen Kontrast zu den sonst sanften Farben des Stils. Dadurch wird eine beruhigende Stimmung erzeugt und der Raum bekommt mehr Tiefe.

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4. Tipp für Einrichtung im Japandi-Design: Naturtöne

Auch bei der Farbwahl gehen Scandi-Stil und japanisches Interior Hand in Hand. Denn beide orientieren sich an den Farben der Natur: Beige, Braun, Creme, Grau oder Grün. Beim Japandi-Design dürfen aber auch kräftige Farben wie Blau, Rot und Aubergine dabei sein.

Wichtig: Es sollte nur auf eine kräftige Farbe gesetzt werden. Diese wird dann mit dezenteren Farbnuancen kombiniert.

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5. Tipp für Japandi-Einrichtung: Minimalistische Deko

Weniger ist mehr: Denn sowohl in Fernost als auch im hohen Norden setzt man Deko mit Bedacht ein. Auch der Japandi-Trend setzt auf Minimalismus bei den Accessoires, denn das lässt den Raum größer erscheinen.

Gerne zum Einsatz kommen beispielsweise Bilder mit abstrakten Prints, handgefertigte Vasen oder Lampen in organischen Formen. Das Ergebnis: Ein Zuhause, das von Ausgeglichenheit und Natürlichkeit geprägt ist. Vereinzelte Pflanzen geben der sonst zurückhaltenden Einrichtung eine frische Note.

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Wir wünschen euch viel Spaß beim Einrichten!

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