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Kühlschrank reinigen: Die besten Hausmittel und Hacks

von Nicole Molitor Erstellt am 19. Februar 2020
© unsplash.com/Squared One

Der Winter ist die perfekte Zeit, um den Kühlschrank zu reinigen. Warum das so ist und wie ihr die passenden Reinigungsmittel selber machen könnt, lest ihr hier.

Wo Lebensmittel sind, sind auch schnell Bakterien. Deshalb ist es so wichtig, regelmäßig den Kühlschrank zu reinigen. Denn obwohl dieser die Lebensmittel bei durchschnittlich 4 bis 7 Grad länger frisch hält und damit das Bakterienwachstum verlangsamt, können sich dennoch Keime und Schimmel bilden.

Wie ihr Schritt für Schritt euren Kühlschrank richtig reinigt und wann die beste Zeit dafür ist, das Eisfach abzutauen, verraten wir euch hier. Damit die Reinigung besonders schonend über die Bühne geht, geben wir euch außerdem noch Rezepte für selbstgemachte Reinigungsmittel mit auf den Weg.

Wie oft muss der Kühlschrank gereinigt werden?

Einmal im Monat solltet ihr euren Kühlschrank gründlich von innen putzen.

Mindestens zweimal im Jahr steht die Intensivreinigung an, bei der der Kühlschrank komplett von oben bis unten, innen und außen gereinigt wird. Das Gleiche gilt für das Eisfach. Spätestens, wenn sich hier eine dicke Eisschicht gebildet hat, solltet ihr das Gefrierfach abtauen und säubern.

Kippt aus Versehen ein Joghurtbecher um oder die Milch aus, solltet ihr die Sauerei möglichst direkt saubermachen. Das geht ganz fix, ohne extra den Kühlschrank auszuschalten. Dabei nicht vergessen, auch die Lebensmittel abzuwischen, die mit dem ausgelaufenen Inhalt in Kontakt gekommen sind.

Wann sollte man den Kühlschrank reinigen?

Am einfachsten könnt ihr euren Kühlschrank reinigen, wenn dieser gerade nicht allzu voll ist. Denn bevor ihr mit dem Frühjahrsputz loslegen könnt, müsst ihr sämtliche Lebensmittel ausräumen.

Genau aus diesem Grund ist der Winter der perfekte Zeitpunkt, um den Kühlschrank zu säubern. Sucht ihr euch einen richtig kalten Tag aus, könnt ihr die Lebensmittel nämlich einfach auf dem Balkon oder auf der Terrasse zwischenlagern. Wichtig ist, dass der Ort schattig ist.

Besonders praktisch ist der winterliche Hausputz bei TK-Ware aus dem Gefrierfach. Hier sollte die Kühlkette nicht unterbrochen werden, da die Lebensmittel sonst auftauen und schimmeln können.

Tipp: Wollt ihr euren Kühlschrank im Sommer putzen, könnt ihr die empfindlichen Lebensmittel so lange in einer Kühlbox aufbewahren. Viele Kühlboxen findet ihr beispielsweise hier bei Otto.*

Alternativ wickelt ihr die Nahrungsmittel in Zeitungspapier ein und verstaut sie zusammen mit einigen Kühlakkus (hier bei Amazon)* im Keller.

Reinigungsmittel selber machen: Diese Hausmittel helfen

Weil viele Reinigungsmittel aus dem Handel scharfe Chemikalien enthalten, sind sie ungeeignet zum Reinigen des Kühlschranks. Schließlich kommen hier Lebensmittel wie Obst und Gemüse direkt damit in Kontakt.

Nachhaltiger, günstiger und vor allem gesünder ist es daher, das Putzmittel selber zu machen. Das Gute: Die Zutaten dafür habt ihr meist schon zuhause.

So mischt ihr einen einfachen Essigreiniger:

  • 50 ml Essigessenz
  • 500 ml heißes Wasser

Beides mischen, ein sauberer Schwamm dazu und los geht's! Apropos sauberer Schwamm: Das Putzequipment solltet ihr vor und nach dem Putzen waschen. Am besten bei 60 bis 90 Grad im Vollwaschgang der Waschmaschine.

Wen der beißende Essiggeruch stört, kann stattdessen den Saft einer Bio-Zitrone in 500 ml Wasser geben. Das sorgt für frischen Zitrusduft. Wer es neutral mag, mischt seinen Kühlschrankreiniger mit 1 Liter Wasser und 2 Esslöffeln Natron an.

Tipp: Auch bei hartnäckigen Flecken solltet ihr nicht gleich zur Chemiekeule greifen, sondern den Hausmittel-Reiniger erst mal etwas länger einwirken lassen.

Im Video: Das hilft, wenn der Kühlschrank stinkt

Video von Laura Dillschneider

Kühlschrank reinigen: 5 Schritte

Habt ihr die Lebensmittel ausgeräumt und kühl zwischengelagert, müsst ihr nur noch eins tun, bevor ihr euren Kühlschrank reinigen könnt: Unbedingt den Netzstecker ziehen und den Kühlschrank ausschalten!

Sicherheit geht vor und da ein Kühlschrank ein Elektrogerät ist, solltet ihr ihn immer vom Strom trennen, wenn ihr euch mit einem feuchten Schwamm daran zu schaffen machen wollt.

Anleitung zum Kühlschrank reinigen:

1. Boxen und Einlegeböden herausnehmen und im Spülbecken mit heißem Wasser und etwas Spülmittel reinigen. Kleinere Einzelteile lassen sich oft sogar in der Spülmaschine säubern. Schaut hier mal in die Herstellerangaben eures Kühlschranks.

2. Innenwände nun einmal mit einem Lappen und dem selbstgemachten Essigreiniger abwischen. Auch an die Kühlschrankdecke denken! Den Lappen unter klarem Wasser ausspülen und erneut damit über alle Flächen fahren.

3. Gummidichtungen an den Kühlschranktüren solltet ihr besonders gründlich mit Essigwasser reinigen. Ihr könnt auch einmal im Monat sanft mit Zahnpasta und einer Zahnbürste darüber gehen – anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen.

4. Kondenswasserloch nicht vergessen! Hier kommt ihr gut mit einem in Essigwasser getunkten Wattestäbchen dran. Grober Schmutz lässt sich mithilfe eines Zahnstochers lösen. Um den Kühlschrank-Abfluss zu reinigen, könnt ihr auch einen Strohhalm benutzen.

5. Kühlschrank nach der Reinigung mit einem trockenen Tuch abputzen. Die Kühlschranktür eine halbe Stunde offen stehen lassen, damit der Kühlschrank einmal von innen durchlüften kann.

Nun könnt ihr die ausgeräumten Fächer und Lebensmittel wieder ordentlich in den Kühlschrank räumen und den Kühlschrank einschalten.

Auch lesen: Kühlschrank richtig einräumen: So bleiben Lebensmittel lange frisch

Nutzt die Putzaktion ruhig mal für eine Bestandsaufnahme und trennt euch von abgelaufenen Inhalten. Für Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht ist, empfehlen wir ein leckeres Resteessen oder schnelle One-Pot-Gerichte.

Tipp: Marmeladengläser und angebrochene Konservendosen, auf denen sich durch die Lagerung außerhalb des Kühlschranks Kondenswasser gebildet hat, solltet ihr vor dem Einräumen kurz trockenwischen.

Auch lesen: Küchen-Hacks: 10 Tricks, mit denen eure Lebensmittel länger halten

Kühlschrank von außen reinigen: Mit Staubsauger

Auch die Griffe und das Äußere eures Kühlschranks wollen gepflegt werden. Die Flächen könnt ihr einfach mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel abwischen.

Sofern der Kühlschrank nicht fest in eure Küche integriert ist, solltet ihr ihn hin und wieder ebenfalls von hinten putzen. Dazu schiebt ihr das Gerät zunächst etwas von der Wand weg.

Mit einem Staubsauger könnt ihr nun vorsichtig den Staub an der Rückseite sowie am Fußboden entfernen. Hartnäckiger Schmutz lässt sich oft leicht mit einem weichen Pinsel abbürsten.

Warum sollte man den Kühlschrank von hinten reinigen?
Das ist wichtig, damit der Staub nicht die Wärmeableitung des Geräts blockiert.

Lesestoff: Backofen reinigen: Die besten Tipps und Hausmittel

Gefrierfach abtauen: So geht's schneller

Genau wie den Kühlschrank solltet ihr auch das Eisfach zwei mal im Jahr ordentlich reinigen. Meist hat sich in der Zeit jede Menge Eis an Wänden, Boden und Decke gebildet, sodass ihr zunächst das leergeräumte Gefrierfach enteisen müsst – vorher den Kühlschrank vom Strom nehmen.

Um den Vorgang abzukürzen, stellt ihr eine Schüssel mit kochendem Wasser ins Tiefkühlfach. Beim Abtauen des Gefrierfachs kommt viel Wasser zusammen. Deshalb solltet ihr ein dickes Handtuch unter die heiße Schale legen, das die Flüssigkeit aufsaugt.

Schließt die Gefrierfachtür und wartet 20 Minuten. Ist das Eis dann noch nicht geschmolzen, ersetzt ihr die Schale mit frischem heißen Wasser. Alternativ könnt ihr auch versuchen, das Eisfach mit einem Föhn abzutauen.

Anschließend wascht ihr das Tiefkühlfach mit einem weichen Tuch und eurer selbst hergestellten Essiglösung aus. Trocken abwischen, kurz durchlüften lassen und fertig!

Darum solltet ihr das Gefrierfach abtauen
Durch das Eis verbraucht der Kühlschrank mehr Energie, um die Lebensmittel zu kühlen. Wenn ihr regelmäßig euer Eisfach abtaut, könnt ihr sogar Strom sparen.

Tipp: Es gibt inzwischen Kühlschränke mit No-Frost-Funktion. Durch die zirkulierende Luft soll sich hier kein Eis im Gefrierfach mehr ablagern. NoFrost-Kühlschränke gibt's etwa hier bei Otto.*

Energie-Spar-Tipps für den Kühlschrank

Wenn euer Kühlschrank energieeffizient laufen soll, sollte er immer zu zwei Dritteln voll sein. So kann die Luft noch gut zwischen den Lebensmitteln zirkulieren und ihr könnt davon trotzdem genügend Vorräte kalt stellen.

Außerdem sollte der Kühlschrank nie lange offen stehen. Die warme Zimmerluft erwärmt sonst das Kühlschrankinnere und das Gerät muss verstärkt Energie aufwenden, um die Luft wieder herunterzukühlen.

Aus dem gleichen Grund solltet ihr darauf achten, dass eure Speisen bereits abgekühlt sind, wenn ihr sie in den Kühlschrank stellt. Ausnahmen bilden hier Reis und Spinat, die nach dem Kochen möglichst schnell gekühlt werden sollten, da sich darauf schnell Bakterien bilden.

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