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Zero Waste Badezimmer: Tipps, um plastikfrei zu leben

von Nicola Pohl Erstellt am 21. Januar 2020
Zero Waste Badezimmer: Tipps, um plastikfrei zu leben© Getty Images

Du möchtest im Bad den Müll reduzieren? Wir haben die besten Tipps für ein Zero Waste Badezimmer: Von plastikfreien Produkten bis hin zum DIY-Shampoo.

Egal, ob Shampoo, Duschgel, Rasierer oder Gesichtscreme – wo wir auch hinschauen, versteckt sich im Badezimmer Plastik. Und das heißt auch: Jede Menge Verpackungen, die letztendlich im Müll landen.

Zum Glück tritt für immer mehr Menschen Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Und damit auch der Wunsch, im Alltag Plastik zu reduzieren. Wenn auch du deinen Müllberg verkleinern möchtest, bist du hier genau richtig. Wir stellen dir Zero Waste Tipps fürs Badezimmer vor, mit denen du zukünftig plastikfreier lebst.

Zero Waste Badezimmer: Wie funktioniert das überhaupt?

Bei Zero Waste geht es vor allem darum, im Alltag Müll zu reduzieren oder gänzlich zu vermeiden. Denn beim Einkauf landet normalerweise ganz schön viel schädlicher Plastikmüll in unseren Einkaufswagen. Doch können wir Plastik im Badezimmer überhaupt komplett vermeiden?

Vielleicht nicht ganz, aber ein Zero Waste Badezimmer ist gar nicht so schwer umzusetzen, wie du zunächst denken magst. Natürlich ist es unkomplizierter alles schnell im Drogeriemarkt einzukaufen, doch denkst du erstmal ein wenig um, ist es nicht mehr unmöglich, plastikfrei zu leben.

Zero Waste Tipps fürs Badezimmer:
1. Überdenke und reduziere deinen Konsum.
2. Kaufe plastikfreie Kosmetik ein (z.B. in Glasflaschen).
3. Geh verpackungsfrei einkaufen, um Müll zu reduzieren.
4. Mache deine Kosmetik selber.
5. Verwende Dinge zur Körperpflege, die du bereits zuhause hast.
6. Nutze hochwertige und wiederverwendbare Materialien, um sie lange nutzen zu können.
7. Mach dein Putzmittel selber.

1. Zahnpflege im Zero Waste Badezimmer

Los geht's mit der Zahnpflege, denn insbesondere kurzlebige Produkte wie Zahnbürste und -pasta produzieren jede Menge Plastikmüll. Doch zum Glück gibt es mittlerweile auch einige Tricks zum Müll reduzieren – von der Bambus-Zahnbürste über Zahnpasta ohne Plastik bis hin zum Zero Waste Rezept für deine eigene Kosmetik.

Bambuszahnbürste statt Plastik
Zahnbürsten müssen nicht immer aus schädlichem Plastik sein. Mittlerweile gibt es nämlich Zahnbürsten aus Bambus, die komplett kompostierbar sind. Und das Beste: Sie sind nicht nur plastikfrei, sondern sehen auch schick aus. Bambus-Zahnbürsten bekommst du zum Beispiel von der Marke bambusliebe hier bei Amazon, im Bio-Laden oder bei dm.

Zahnpasta ohne Plastik
Auch das geht, denn es gibt Zahnpasta-Ersatz für die normale Creme aus der Plastiktube. Zum einen bieten einige Marken sogenannte Zahnputztabletten an. Die werden im Mund mit etwas Wasser zerkaut und dann wird ganz normal geputzt. Zum anderen gibt es feste Zahnpasta am Stiel zu kaufen, wie zum Beispiel hier bei Douglas.

Wenn das nichts für dich ist, gibt es auch normale Zahnpasta ohne Plastik. Zum Beispiel von Marken wie Ben&Anna: Die Zahncreme ist nämlich plastikfrei in einem Glas verpackt. Zu kaufen gibt's die Zahncreme zum Beispiel hier bei Amazon oder im Bio-Supermarkt.

Zero Waste Zahnseide
Selbst Zahnseide gibt es als kompostierbare Variante, die in Glas verpackt wird. So könnt ihr auch hier Müll vermeiden. Eine biologisch abbaubare Zahnseide gibt es beispielsweise hier bei Douglas.

Plastikfreie Mundspülung
Täglich angewendet, ist Mundspülung schnell aufgebraucht. Da sie meist in Plastikflaschen verpackt ist, produziert sie sehr viel Müll. Stattdessen kannst du Mundspülungen in Glasflaschen kaufen (z. B. hier bei Amazon). Zum anderen lässt sich insbesondere Mundspülung leicht selber machen.

Für deine Zero Waste DIY für Mundspülung brauchst du:

  • eine Glasflasche
  • 200 ml abgekochtes Wasser
  • 1 TL Natron
  • 15 g Xylitol (hier bei Amazon)
  • 3 Tropfen Pfefferminzöl
  • 2 Tropfen Teebaumöl

Alle Zutaten in die Flasche füllen, verschließen und gut durchschütteln. Deine selbstgemachte Mundspülung hält sich ein bis zwei Wochen, da sie nur natürliche Inhaltsstoffe enthält. Die ätherischen Öle können in der Menge variiert oder gegen andere ausgetauscht werden.

2. Duschen im Zero Waste Badezimmer

Egal, ob Duschgel oder Rasierer – beim Duschen fällt monatlich jede Menge Müll an. Doch plastikfreie Kosmetik gibt es auch zum Duschen! Unsere Tipps für ein Zero Waste Duschgel: Kauf zum Beispiel Duschgel in Glasflaschen ein (wie hier bei Amazon).

Noch mehr Müll reduzieren lässt sich durch die Verwendung von festem Duschgel (hier bei Amazon) oder Duschseife, denn diese Produkte sind höchstens in Papier verpackt, wenn du sie im Bio-Supermarkt oder in einem Unverpackt-Laden kaufst. Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, kannst du dein Duschgel auch selber machen.

Zero Waste Tipp: Rasierhobel
Rasierer sind nicht nur aus Plastik, sondern die Wechselköpfe auch. Komplett plastikfrei leben kannst du stattdessen mit einem Rasierhobel. Der ist aus Metall und es werden nur die Rasierklingen ausgetauscht. Damit kannst du vor allem auf Dauer viel Plastik einsparen. Den Rasierhobel kannst du zum Beispiel hier bei Amazon kaufen.

3. Haarpflege im Zero Waste Badezimmer

Du möchtest plastikfrei leben, aber trotzdem schöne, gepflegte Haare, ohne Kompromisse? Auch das ist möglich, wenn man weiß wie. Zum Haarewaschen kannst du beispielsweise Shampoo in Glasflaschen kaufen (hier bei Amazon). Noch besser ist festes Shampoo oder Haarseife – gibt's zum Beispiel hier bei Douglas. Sogar feste Haarspülungen gibt es mittlerweile zu kaufen, sodass du bei der Haarpflege auf nichts verzichten musst.

Zero Waste Tipp: Haarkur
Unser Haar braucht Pflege und Feuchtigkeit, um auf Dauer gesund auszusehen. Wusstest du, dass es gar nicht immer eine teure Haarkur sein muss, sondern auch pflegende Öle Wunder wirken können? Einfach ein wenig in die Spitzen einarbeiten oder am Abend, bevor du die Haare wäschst, das entsprechende Öl in Kopfhaut und Längen einmassieren und am nächsten Morgen gut auswaschen.

Olivenöl spendet viel Feuchtigkeit, Rizinusöl soll sogar das Haarwachstum anregen. Und beides gibt's in Glasflaschen zu kaufen. Und sogar Trockenshampoo lässt sich selbst herstellen.

Für dein Zero Waste DIY für Trockenshampoo brauchst du:

  • Leeres Glas
  • Natron
  • Backkakao (ohne Zusatzstoffe)

Gib etwas Natron in eine Schüssel und füge nach und nach so viel Kakao hinzu, bis die passende Farbe erreicht ist, die deiner Haarfarbe ähnelt. Anschließend alles gut vermischen und in ein leeres Glas füllen. Das Trockenshampoo kannst du entweder mit den Fingerspitzen einmassieren oder mit einem Pinsel auftragen. Danach ein wenig ausbürsten und fertig!

Lesetipp: Mit diesen Rezepten kannst du Zero Waste Haarkuren selber machen

4. Körperpflege im Zero Waste Badezimmer

Auch in Sachen Körperpflege kommt durch die Verpackungen einiges an Müll zusammen. Doch durch plastikfreie Kosmetik kannst du einigen Müll sparen. Denn sogar Wattestäbchen ohne Plastik (hier bei Amazon) gibt es mittlerweile aus Bambus und ganz ohne schlechtes Gewissen.

Deo ohne Plastik
Mittlerweile gibt es zum einen Deos in Papierverpackung und zum anderen Deocremes in Glastiegeln. Unser Favorit: Die Deosticks von Ben&Anna! Die gibt's in vielen verschiedenen Düften und sie sind komplett in Pappe verpackt. Hier gibt's die Deos bei Amazon zu kaufen.

Tipp: Für noch weniger Müll, könnt ihr euer Deo aber auch selber machen.

5. Gesichtspflege im Zero Waste Badezimmer

Waschgel, Cremes, Bodylotions und Co. sind genau wie die meiste andere Kosmetik im Bad häufig in Plastik verpackt. Doch genau wie Produkte zum Duschen und Pflegen der Haare gibt es auch hier viele plastikfreie Alternativen, auf die du ausweichen kannst.

Abschminken ohne Müll
Statt Wattepads und Reinigungsmilch geht Abschminken auch ganz ohne Müll. Dafür nimmst du einfach wiederverwendbare, waschbare Abschminkpads (wie hier von Amazon) oder noch besser: Du nähst dir aus alten Handtüchern selber welche. Zum Abschminken kannst du einfach Wasser oder etwas Öl (z.B. Kokosöl) verwenden.

Zero Waste Gesichtscreme
Pflegeprodukte in Glastiegeln gibt es sogar von vielen bekannten Marken. Das vermeidet zwar nicht vollkommen Müll, aber immerhin Plastik. Einige Marken wie Junglück bieten sogar an, dass man die leeren Glastiegel zum Recyceln zurückschicken kann.

Gesichtsmasken und Peelings selber machen
Gerade Pflegeprodukte wie Peelings oder Gesichtsmasken lassen sich einfach zuhause selber machen. Das hat viele Vorteile: Die Inhaltsstoffe sind alle rein natürlich, es entsteht kein unnötiger Plastikmüll und es ist meist sogar noch günstiger, wenn ihr Dinge verwendet, die ihr ohnehin im Haus habt. Einige geniale Zero Waste Rezepte findet ihr hier:

Im Video: 8 geniale Beauty-Hacks mit Babypuder

Video von Esther Pistorius

6. Monatshygiene im Zero Waste Badezimmer

Für die meisten von uns ist die Periode eine wirklich lästige Zeit im Monat. Zero Waste hin oder her – natürlich möchten wir dadurch keine Nachteile in dieser ohnehin unangenehmen Phase haben. Doch zum Müll reduzieren bei der Monatshygiene gibt es neben waschbaren Binden und Slipeinlagen noch andere Möglichkeiten.

Menstruationstasse
Menstruationstassen erfreuen sich unter Frauen zunehmender Beliebtheit. Die Anwendung ist easy und unkompliziert und du vermeidest eine Menge Müll. Menstruationstassen bekommst du in Unverpackt-Läden, bei dm oder auch hier bei Amazon.

Menstruationsunterwäsche
Menstruationstassen sind nicht dein Ding? Dann probier's doch mal mit Periodenunterwäsche. Marken wie ooia bieten Unterwäsche an, die nicht nur eine nachhaltige Alternative zu Tampons darstellt, sondern dabei auch noch bequem sein soll.