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Das ist die 5. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 5. Januar 2016

Das passiert in der 5. Schwangerschaftswoche bei Mama & Baby ...

Jetzt endlich kann der langersehnte Schwangerschaftstests gemacht werden! In der 5. SSW wird er ein sehr sicheres Ergebnis anzeigen. Auch im Ultraschall wird es schon etwas zu sehen geben, wenn auch vorerst nur einen kleinen schwarzen Fleck, der Embryo und Dottersack darstellt.

In der 5. Schwangerschaftswoche zeigt sich auch das erste untrügliche Zeichen der Schwangerschaft: Die Regelblutung bleibt aus. Spätestens jetzt sollte die werdende Mutter auf Dinge wie Alkohol, Zigaretten, Drogen und auch Medikamente verzichten. Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte das unbedingt mit dem Frauenarzt besprechen.

Wenn die Schwangerschaft in der 5. SSW schon bekannt ist, wird jetzt die erste Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt gemacht. Er wird der Schwangeren den Mutterpass aushändigen, in dem alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen festgehalten werden und den sie immer bei sich tragen sollte.

Nach der Erstuntersuchung gibt es jetzt alle vier Wochen eine einfache Vorsorgeuntersuchung, ab der 32. SSW sogar alle zwei Wochen. Und wenn der errechnete Geburtstermin überschritten wurde, wird die Schwangerschaft mindestens jeden zweiten Tag kontrolliert.

Zwischen der 9. SSW und 12. SSW, zwischen der 19. SSW und 22. SSW und zwischen der 29. SSW und 32. SSW gibt es außerdem jeweils eine sogenannte große Vorsorgeuntersuchung. Sie besteht aus der einfachen Vorsorgeuntersuchung plus Ultraschall.

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 5. SSW ist das Baby daher etwa drei Wochen alt.

Das Baby in der 5. SSW

In der 5. SSW nimmt der Embryo eine längliche, wurmartige Gestalt an, die etwa zwei Millimeter lang ist. Die Nervenstränge, die das Gehirn und das Rückenmark bilden, wachsen jetzt heran. Diese jetzt noch sehr einfachen Nervenzellen bilden die Grundlage für das Bewusstsein und werden später die Körperfunktionen des Kindes steuern.

Im Lauf der 5. Schwangerschaftswoche macht das winzige Herz seinen ersten Schlag! Das Herz ist zwar noch winzig klein, aber im Vergleich zum Körper so groß, dass es fast so aussieht, als würde es außerhalb des Embryos liegen. Es schlägt ungefähr doppelt so schnell wie das der werdenden Mutter. Der Herzrhythmus zählt zu den wichtigsten Kriterien für das Wohlbefinden des Babys.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 5. SSW

Auch wenn äußerlich noch nichts davon zu sehen ist, verändert sich der Körper der werdenden Mutter in der 5. SSW schon sehr. Die Gebärmutter wird größer und weicher; der Frauenarzt wird das schon ertasten können.

Viele Frauen haben in der 5. Schwangerschaftswoche das Gefühl, ihre Regelblutung zu bekommen, weil der Unterleib zwickt und zieht, die Brüste spannen und sie sich unwohl und müde fühlen. Das hat mit der Hormonveränderung zu tun, auf die der Körper sich erst einmal einstellen muss. Außerdem lockert sich das Bindegewebe und somit auch die Mutterbänder, die die Gebärmutter in ihrer Position halten. Das kann das Ziehen im Unterleib erklären, dass noch häufiger während der Schwangerschaft auftreten wird.

Das Baby ist jetzt sehr empfindlich, und jeder negative Einfluss kann das Entwicklungsprogramm durcheinander bringen und zum Beispiel Fehlbildungen der Organe nach sich ziehen. Drogen, Rauchen und Alkohol sind daher absolut tabu!

Vorsorgeuntersuchungen

Sobald die Schwangerschaft bekannt ist, sollte der Frauenarzt aufgesucht werden, der die Erstuntersuchung vornehmen wird. Er wird die Schwangerschaft offiziell durch einen Urintest und die erste Ultraschalluntersuchung bestätigen. Anschließend bekommt die werdende Mutter den Mutterpass, den sie jetzt immer bei sich tragen sollte. Im Mutterpass werden ihre Daten (z.B. familiäre Krankengeschichte, Gewicht, Blutdruck, Urinwerte, Blutgruppe, …) festgehalten und später auch die Entwicklung des Babys während der Schwangerschaft.

Solange die Schwangerschaft nicht als Risikoschwangerschaft eingestuft wird, folgt ab jetzt alle vier Wochen eine einfache Vorsorgeuntersuchung. Aber der 33. SSW verkürzt sich diese Zeit auf zwei Wochen, nach dem errechneten Geburtstermin auf ein bis zwei Tage.

Bei der Erstuntersuchung wird der Frauenarzt die Schwangere über die ärztliche Begleitung während der Schwangerschaft aufklären und über die möglichen Zusatzuntersuchungen, die bei normalen Schwangerschaften von den Krankenkassen nicht oder nur teilweise übernommen werden (z.B. Nackenfaltenmessung, Toxoplasmose-Test).

Jetzt wird auch ein sogenannter Antikörper-Suchtest durchgeführt, damit eine Rhesusunverträglichkeit ausgeschlossen werden kann. Wenn während der Geburt das Blut von Mutter und Baby in Kontakt kommen, kann daraus eine Unverträglichkeit zwischen unterschiedlichen Blutgruppen entstehen. Das kann sich bei einer weiteren Schwangerschaft negativ auswirken: Das Abwehrsystem der Schwangeren reagiert dann auf bestimmte Merkmale des kindlichen Bluts, die Rhesusfaktoren, und greift diese an. Das ist ein lebensbedrohlicher Zustand für das Baby, daher wird schon früh der Antikörper-Suchtest gemacht. Wenn nötig, kann der Arzt der Schwangeren dann (zwischen Beginn der 28. und Ende der 30. SSW oder bei der Geburt) die sogenannte Rhesusprophylaxe verabreichen.

Bei jedem Vorsorgetermin wird der Frauenarzt außerdem Folgendes untersuchen:

  • Blutdruck
  • Urin (Zucker- und Eiweißgehalt, Bakterien)
  • Gewicht der Schwangeren
  • Hämoglobingehalt im Blut (über kleinen Pieks in den Finger), um einen Eisenmangel auszuschließen oder zu erkennen
  • Lage und Größe der Gebärmutter (wichtig hierbei ist, wie hoch der obere Rand der Gebärmutter sitzt)
  • Herztöne des Babys, sobald diese über das CTG abhörbar sind
  • Lage des Babys (ab der zweiten Schwangerschaftshälfte)

Zusätzlich sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen, die jeweils zwischen der 9. und 12. SSW, zwischen der 19. und 22. SSW sowie zwischen der 29. und 32. SSW liegen. Um beispielsweise die Fruchtwassermenge zu überprüfen, können zur Geburt hin auch weitere Ultraschalluntersuchungen gemacht werden.

Die Kosten für spezielle Untersuchungen wie einen 3-D-Ultraschall müssen die werdenden Eltern in der Regel selber übernehmen.

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Auf einen Blick: Ultraschallbilder eine Schwangerschaft

von der gofeminin-Redaktion

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