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Hilfe, mein Baby schläft nicht! Ursachen und hilfreiche Tipps

von Anne Walkowiak Erstellt am 24. März 2021
Hilfe, mein Baby schläft nicht! Ursachen und hilfreiche Tipps© Getty Images

Obwohl Babys super viel Schlaf brauchen, tun sich doch viele schwer damit. Aber woher kommt das? Und was können völlig übermüdete Eltern tun, damit das Baby besser und richtig schlafen lernt?

Eines haben eigentlich alle Eltern gemeinsam: den fehlenden Schlaf in den ersten Wochen und Monaten mit Baby. Denn Babys müssen das Schlafen erst lernen. Dabei tun sich manche Kinder extrem leicht, andere wiederum haben auch noch länger mit Schlafproblemen zu kämpfen.

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In den ersten Lebenswochen haben alle Neugeborenen ein sehr hohes Schlafbedürfnis, das zwischen 16 und 18 Stunden liegt. Jedoch sind die einzelnen Schlafperioden sehr individuell. Manche Kinder wachen jede Stunde auf, andere schlafen auch drei Stunden am Stück.

Zudem haben Babys einen anderen Schlaf als Erwachsene. Während wir nach zu wenig Schlaf abends kaputt und müde ins Bett gehen und oft tief und fest schlafen können, kann zu wenig Schlaf tagsüber Babys leider auch nachts wach halten.

Was kann man also tun, wenn das Baby nicht schläft?

Video: Tipps. wenn dein Baby nicht schläft

Video von Justin Amaral

Wieviel Schlaf braucht mein Baby in welchem Alter?

Neugeborene haben ein Schlafbedürfnis von 16 bis 18 Stunden an einem Tag. Dabei haben sie jedoch noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Sie schlafen also am Tag ein bis drei Stunden am Stück – gleiches gilt für die Nacht. Wirklich tief schlafen Neugeborene auch noch nicht. Die Nächte können also extrem unruhig sein.

Mit etwa 3 Monaten brauchen Kinder rund 14 bis 15 Stunden Schlaf am Tag. Mit dabei sind nun auch schon längere Nachtschlafphasen von fünf oder mehr Stunden. Auch mit drei Monaten ist es aber völlig normal, dass Kinder mehrmals in der Nacht wach werden, um beispielsweise zu trinken.

Mit 4 bis 6 Monaten schlafen Kinder im Schnitt 13 bis 14 Stunden am Tag. Viele machen am Vormittag ein Schläfchen und eines am Nachmittag, so dass sie ungefähr drei Stunden tagsüber schlafen und den Rest in der Nacht. Allerdings schlafen sie die Nächte noch immer nicht durch. Ein Wachstumsschub in dieser Zeit kann sie beispielsweise nachts auch stündlich aufwachen lassen.

Ab ungefähr 7 Monaten sind Babys theoretisch in der Lage, eine Nacht durchzuschlafen. Sie brauchen in diesem Alter nicht mehr unbedingt etwas zu Essen in der Nacht. Viele werden aber dennoch wach. Tagsüber schlafen sie entweder noch einmal kurz am Vormittag und einmal am Nachmittag. Man kann sie auch an einen ausgedehnteren Mittagsschlaf gewöhnen.

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Babys brauchen mit rund einem Jahr noch immer 12 bis 14 Stunden Schlaf pro Tag. Allerdings haben viele von ihnen in diesem Alter einen guten Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt. Das heißt, sie schlafen tagsüber am Mittag und nachts auch schon mal durch. Das heißt leider nicht, dass ihr sie abends um 20 Uhr ins Bett legen könnt und sie am nächsten Tag um 8 Uhr aufstehen. Viele Kinder werden in dem Alter gerne gegen 5 oder 6 Uhr morgens wach.

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Bis zum 5. Lebensjahr brauchen die meisten Kinder rund zwölf Stunden Schlaf am Tag. Der Mittagsschlaf fällt in diesem Alter vielen schon schwer oder sie weigern sich schlichtweg.

Mit rund 6 Jahren benötigen Kinder noch immer zehn bis zwölf Stunden Schlaf. In der Regel entfällt der ausschließlich auf den Nachtschlaf.

Danach entwickelt sich das Schlafbedürfnis unserer Kinder ganz individuell. Während einige auch mit dem Eintritt in die Schule noch gerne zehn bis zwölf Stunden schlafen, benötigen andere nur acht oder neun Stunden. Wichtig ist, dass die Kinder tagsüber fit sind. Oft finden sich Parallelen zwischen dem Schlafbedürfnis der Kinder und einem selbst. Wer als Kind also morgens gerne früh aufgestanden ist, wird auch ein Kind haben, welches morgens gerne mit der Sonne aufsteht.

Mögliche Ursachen, warum Baby nicht schläft

Zu viel Aufregung am Tag kann dazu führen, dass euer Baby keine Ruhe findet. Was für uns alltäglich ist, wie das Einkaufen im Supermarkt oder der Besuch bei Oma und Opa, kann euer Baby schon überfordern. Viele Eindrücke bedeuten für dein Kind viel Stress. Es muss alles erst verarbeiten. Und das machen Babys und kleine Kinder im Schlaf. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass sie immer wieder aus dem Schlaf hochschrecken oder unruhig schlafen.

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Zu wenig Schlaf führt leider oft zu noch weniger Schlaf. Wer möchte, dass sein Baby nachts gut und ruhig schläft, sollte auch tagsüber auf ausreichend Ruhe und Möglichkeiten zum Schlafen achten. Ein überdrehtes und überstimuliertes Kind wird nicht zur Ruhe finden.

Fehlende (körperliche) Nähe kann dein Baby auch wach halten. Während der Schwangerschaft hat dein Kind den Rhythmus deines Herzens durchgehend gehört. Du warst sein sicherer Hafen, den es mit der Geburt in gewisser Weise verlassen hat.

Legt man das Kind also zum Schlafen in sein Bettchen oder den Kinderwagen, liegt es da allein und ohne dich. Das kann es verängstigen und weinen lassen. Deshalb beruhigen Kinder sich beinah sofort, sobald man sie auf den Arm nimmt oder im Bett nah neben sich liegen hat. Babys brauchen die körperliche Nähe, den Geruch und die Geräusche ihrer Eltern, um sich sicher zu fühlen.

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Babys können sich außerdem nicht selbst beruhigen. Wacht dein Kind auf und weint, ist es seine einzige Kommunikationsmöglichkeit zu dir. Es kann nicht sprechen und dich um Hilfe bitten. Du musst ihm helfen, sich zu beruhigen. Deshalb sollte man sein Kind nie schreien und weinen lassen, bis es von selbst wieder eingeschlafen ist. Denn kleine Babys und Kinder schlafen dann nicht ein, weil sie sich beruhigt haben, sondern oft nur, weil sie so erschöpft sind, dass sie nicht weiter schreien können.

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Hinweis: So unterschiedlich und individuell Babys und Kinder sind, so unterschiedlich können die Ursachen sein, die dazu führen, dass sie nicht oder schlecht schlafen. Achtet als Eltern auf mögliche Ursachen für die Schlaflosigkeit eures Schatzes und versucht, diese zu vermeiden. Macht ihr euch ernsthaft Sorgen darum, dass euer Kind zu wenig schläft, wirkt es tagsüber sehr müde und findet dennoch keine Ruhe, sprecht das bei eurem Kinderarzt an. Er kann euch hilfreiche Tipps geben oder Adressen nennen, bei denen ihr weiterführende Hilfe findet.

Tipps, damit das Baby nicht mehr nicht schläft

Allein ihr Eltern entscheidet, was eurem Baby beim Schlafen hilft und was nicht. Hört euch gerne Tipps von uns, euren Eltern oder Freunden an und probiert aus, was zu euch und eurem Kind passt. Lasst euch aber nicht entmutigen, wenn der eine Tipp bei euch absolut nicht hilft. Dann ist es vielleicht ein anderer, der Wirkung zeigt. Es kommt der Tag, an dem wird auch euer Kind richtig schlafen und ihr werdet zu den Eltern, die anderen helfen, deren Baby nicht schläft.

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Feste Rituale
Kinder lieben feste Strukturen und Rituale in ihrem Leben, denn dann wissen sie, was sie zu erwarten haben. Und das trifft auch schon auf die Kleinsten zu. Zum einen hilfst du deinem Baby mit festen Ritualen dabei, seinen Tag-Nacht-Rhythmus zu finden und sich aufs Schlafengehen vorzubereiten. Folgt jeden Abend auf das Abendessen (egal ob Muttermilch, Fläschchen oder später Brei), das Windelnwechseln, gefolgt von einer Geschichte oder einem Lied und dann geht es ins Bett, wird dein Kind diese Dinge verknüpfen und irgendwann wissen, dass es nun Zeit ist zum Schlafen.

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Ruhe am Abend
Daran anknüpfend solltest du darauf achten, dass die Abende ruhig und entspannt verlaufen. Denn mit Stress oder nach ausgiebigem Toben, findet niemand so leicht in den Schlaf. Ausgedehntes Kuscheln auf dem Sofa oder im Bett wirken da oft Wunder.

Ein Bad entspannt Körper und Geist
Ein Bad am Abend kann Kindern und Babys genauso gut beim Entspannen helfen wie Erwachsenen. Das bietet sich nicht jeden Abend an, aber vielleicht nach einem besonders hektischen oder aufregenden Tag. Aber bitte vor dem Abendessen baden.

Regelmäßiger Schlaf sorgt für guten Schlaf
Erliegt nicht dem Glauben, dass ein ausgefallener Mittagsschlaf zu mehr Nachtschlaf führt. Leider ist bei Babys eher das Gegenteil der Fall. Fällt der Mittags- oder Nachmittagsschlaf aus, wird dein Baby am Abend so überdreht sein, dass es nur schwer in den Schlaf findet. Und Probleme beim Einschlafen führen leider oft zu unruhigen Nächten.

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Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen lediglich der Information und ersetzen keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltet ihr euren Arzt oder die Hebamme kontaktieren.