Home / Mama / Baby & Kleinkind

Mama

Das bedeutet ein Wachstumsschub für Babys Entwicklung

von Diane Buckstegge Geändert am 5. Februar 2021
Das bedeutet ein Wachstumsschub für Babys Entwicklung© unsplash.com/kristina-paparo

Es ist ein kleines Wunder: In nur einem Jahr wird aus einem hilflosen Säugling ein Kleinkind mit eigenem Willen und vielen Fähigkeiten. Den meisten dieser Fähigkeiten geht ein Wachstumsschub voraus, in dem das Baby jedes Mal Neues lernt.

Es ist jedes Mal eine freudige Überraschung für die Eltern: Plötzlich ist das Baby viel aufmerksamer, bewegt sein Köpfchen hin zu Geräuschen oder kann die ersten Objekte richtig anheben... Es hat "einen Schub getan". Im Laufe der ersten Lebensmonate lernen Kinder unheimlich viel. Damit der zu Beginn winzige Körper das schafft, durchläuft er 8 Wachstumsschübe.

Babys Entwicklung verläuft also nicht gleichmäßig, sondern in einzelnen Etappen. Diese Entwicklungsschübe sind unterschiedlich lang. Manchmal kann ein solcher Wachstumsschub mehrere Wochen dauern. Danach ist jeweils deutlich zu erkennen, dass das Baby einige neue Fähigkeiten dazugelernt hat. Und die Eltern sind mächtig stolz auf die Fortschritte.

Und stolz können die Eltern auch sein. Denn so ein Wachstumsschub ist eine richtige Belastung für den kleinen Körper. Das Baby braucht in dieser Zeit viel Zuwendung und Nähe. Viele Kinder sind weinerlich, schlafen schlecht, haben häufiger Hunger und wollen den ganzen Tag herumgetragen werden. Auf diese Bedürfnisse sollte man so gut es geht eingehen und dem Baby so ein Gefühl der Sicherheit geben.

Im ersten halben Jahr durchläuft das Kind alle paar Wochen einen neuen Wachstumsschub. Gerade jetzt lernt es viele neue kleine Dinge. Der Abstand verlängert sich, je älter das Kind wird. Dafür werden auch die Fähigkeiten immer größer. Nach dem sechsten Wachstumsschub können viele Babys krabbeln, nach dem letzten Wachstumsschub, dem achten, beginnt das Kind zu laufen.

Hier gibt's noch mehr Informationen über Babys Entwicklungsphasen!

Im Video: Die Entwicklung von Babys: Was kann mein Kind mit 5 Monaten

Video von Jane Schmitt

Alle 8 Wachstumsschübe auf einen Blick

Lächeln, sehen, hören, greifen, sprechen... Alles zu seiner Zeit. Natürlich entwickelt sich jedes Baby ganz individuell, dennoch finden die Entwicklungsschübe typischerweise in einer ganz bestimmten Woche statt:

  • 1. Schub: ab Woche 5
  • 2. Schub: ab Woche 8
  • 3. Schub: ab Woche 12
  • 4. Schub: ab Woche 19
  • 5. Schub: ab Woche 26
  • 6. Schub: ab Woche 37
  • 7. Schub: ab Woche 46
  • 8. Schub: ab Woche 55

Aber welche Fähigkeiten entwickelt das Baby nun genau bei den verschiedenen Entwicklungsschüben? Hier kommen die wichtigsten Ereignisse der 8 Schübe im Überblick:

1. Wachstumsschub beim Baby: 5. Woche

Etwa fünf Wochen nach der Geburt setzt der erste Wachstumsschub beim Baby ein. Er dauert etwa eine Woche. Während dieser Zeit sind die Kleinen oft ein wenig weinerlicher.

Nach dem ersten Wachstumsschub lächelt Baby seine Mama aber das erste Mal an, zugleich kommen jetzt auch die ersten Tränen beim Weinen.

Die Kleinen atmen jetzt gleichmäßiger und verschlucken sich nicht mehr so schnell. Babys können nach diesem Wachstumsschub auch besser sehen und hören. Sie nehmen mehr wahr.

2. Wachstumsschub beim Baby: 8. Woche

Am Anfang passiert recht viel im Leben eines Kindes. Schon drei Wochen nach dem ersten Wachstumsschub erlebt das Baby den nächsten!

Das Baby ist danach viel aufmerksamer, und das hat seinen Grund: Seine Seh-, Tast- und Hörfähigkeit hat regelrecht einen Schub getan. Das Baby reagiert auf bunte Farben und beobachtet alles, was sich bewegt – sogar seine eigenen Hände und Füße. Ebenso hört es gerne reden und singen um sich herum, und hört auch sich selbst gerne zu.

Nach dem zweiten Entwicklungsschub kann das Baby auch schon seinen Kopf allein hochhalten. Manche Kinder fremdeln nach diesem Wachstumsschub ein wenig und wollen nur zu ihrer Mama: Sie brauchen jetzt viel körperliche Nähe und Zuneigung.

Das könnte dich auch interssieren: Von Lächeln bis Krabbeln: Was kann Baby in welchem Monat?

3. Wachstumsschub beim Baby: 12. Woche

Nach dem 3. Wachstumsschub beginnt für die frischgebackenen Eltern eine tolle Zeit. Das Baby lächelt jetzt zurück, wenn Mama und Papa es anlächeln! Es fängt jetzt auch mehr und mehr an, seine Stimme auszutesten, brabbelt und «erzählt».

Auch die Motorik hat sich weiter verbessert: Das Baby greift jetzt gezielter und mit beiden Händen!

Mit drei Monaten können auch langsam die ersten Rituale eingeführt werden, zum Beispiel beim Schlafen oder Stillen.

Lies auch: Wie bringe ich mein Kind zum Schlafen? Tipps für völlig übermüdete Eltern

4. Wachstumsschub beim Baby: 19. Woche

Um die 19. Lebenswoche durchläuft dein Baby schon den 4. Wachstumsschub und der bringt richtig große Veränderungen mit sich. Er dauert gut fünf Wochen an. Eine Zeit, in der das Kind deutlich wächst und viel häufiger Hunger hat. Das schlägt sich leider auch beim Schlaf nieder. Viele Babys schlafen in dieser Entwicklungsphase schlechter und wachen häufiger auf.

In dieser Phase entdecken die Kleinen außerdem ihre Hände. Sie stecken die Fäuste in den Mund, greifen nach allem, was in ihrer Nähe ist.

Auch die Seh- und Wahrnehmungsfähigkeit hat sich weiter entwickelt: Das Baby kann jetzt auf sein eigenes Spiegelbild und auf seinen Namen reagieren!

5. Wachstumsschub beim Baby: 26. Woche

War es vorher meist recht still, wird es nach diesem Wachstumsschub recht laut! Das Baby brabbelt ständig vor sich hin, beginnt zu erzählen und kann Gefühle äußern.

Die Kleinen entdecken aber nicht nur ihre eigene Sprache, sie werden auch agiler, unternehmen erste Krabbelversuche und drehen sich vom Rücken auf den Bauch.

Babys erste Worte: 5 Tipps für Eltern, um mit Baby spielend einfach sprechen zu lernen

6. Wachstumsschub beim Baby: 37. Woche

Der 6. Wachstumsschub lässt einige Zeit auf sich warten, er startet meist erst um die 37. Woche (das sind neun Monate). Doch das Baby kann danach meist krabbeln und reagiert auf ein "Nein" seiner Eltern. Das allerdings sehr unterschiedlich. Manche Kinder weinen, weil sie den energischen Tonfall noch nicht kennen. Andere lachen sich fast tot. Hier muss man als Mama stark bleiben, denn ab jetzt kann man langsam mit ersten Erziehungsversuchen starten.

7. Wachstumsschub beim Baby: 46. Woche

Zehn Wochen dauert es, bis der 7. Wachstumsschub einsetzt. In dieser Zeit entwickeln viele Babys ihren eigenen Willen. Manche bekommen richtige kleine Wutanfälle.

Die Kleinen krabbeln durch die ganze Wohnung, können sich aber auch schon allein beschäftigen. Mit ein bisschen Glück sprechen manche Babys nach diesem Schub schon ihr erstes Wort.

Lesetipp: Sitzen, krabbeln, laufen lernen: 3 geniale Eltern-Hacks, die Babys dabei helfen

8. Wachstumsschub beim Baby: 55. Woche

Kurz nach dem ersten Geburtstag ist es Zeit für den letzten Wachstumsschub. Das Baby ist in dieser Phase oft launisch, weint in der einen Minute, um kurz darauf wieder zu lachen. Die berühmte Trotzphase beginnt.

Viele Kinder fremdeln in dieser Phase wieder. Spätestens jetzt werden die ersten Laufversuche unternommen.

Gut zu wissen: Jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich auf seine Art und in seinem eigenen Tempo. Die obigen Angaben sollten daher nur Anhaltspunkte liefern, die euch bei der Orientierung helfen sollen.

Babys Entwicklung in den ersten 6 Monaten im Überblick:
Babys Entwicklung im 1. Monat
Babys Entwicklung im 2. Monat
Babys Entwicklung im 3. Monat
Babys Entwicklung im 4. Monat
Babys Entwicklung im 5. Monat
Babys Entwicklung im 6. Monat

Babyzeichensprache: Sprechen mit dem Baby – schon ab 6 Monaten!

Video von Jane Schmitt

Weitere Informationen zu den verschiedenen Entwicklungsphasen von Babys und Kleinkindern findet ihr auf dem Internet-Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Entdecke unseren Newsletter!
Wir haben dir so viel zu erzählen: News, Trends, Tipps und vieles mehr.
Ich melde mich an

Wichtiger Hinweis: Bitte denke immer daran, dass sich jedes Kind ganz individuell entwickelt. Die hier angegebenen Entwicklungsschritte und -phasen dienen lediglich einer Orientierung für dich. Solltest du dir Sorgen machen oder weitere Fragen haben, wende dich bitte immer an deinen Kinderarzt.

Erstellt am 20. November 2018