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Entwicklung Baby: 5. Monat

von der Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016
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Das Baby ist jetzt 5 Monate alt

Gesundheit der Mutter

Als Fläschchen-Mama oder nach der Stillzeit können Sie schon relativ bald nach der Entbindung mit einer Diät beginnen.

Wenn Sie die überschüssigen Kilos schnell in Angriff nehmen, haben diese gar keine Zeit, sich endgültig an den Problemzonen festzusetzen. Trotzdem sollten Sie dabei ein paar wichtige Aspekte beachten:

- Gehen Sie die Diät locker an. Kurz nach der Geburt ist Ihr Körper nicht unbedingt in Topform. Deshalb sollten Sie 1500 bis 1800 kcal/pro Tag nicht unterschreiten. Setzen Sie sich ein erreichbares Ziel: 500g bis 1kg pro Woche sind realistisch.

- Die Ernährung muss weiterhin ausgewogen und abwechslungsreich sein. Nach einer Schwangerschaft kommt es häufig zu Mangelerscheinungen.

Um dies zu vermeiden, sollten Sie keine Nahrungsmittel komplett weglassen.

Die Menge macht den Unterschied: Reduzieren Sie Fett und Zucker, aber essen Sie weiterhin Obst, Gemüse, Ballaststoffe, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und Milchprodukte.

- Greifen Sie bevorzugt zu Omega-3 Quellen, die viel Kraft spenden und für ein schönes Hautbild sorgen.

Natürlich nur in Maßen, denn Öle sind sehr kalorienreich: Essen Sie täglich 1 EL Raps- oder Walnussöl, 1 Handvoll Ölsamen bzw. ölhaltige Früchte (Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse) und 3-Mal pro Woche fettreichen Fisch (Lachs, Hering, Sardellen, Thunfisch, Makrelen).

- Gönnen Sie sich weiterhin zwischendurch 1-2 Pausensnacks. Sie sind zu Hause und durch den neuen Babyalltag etwas erschöpft.

Wenn Sie Appetit auf Süßes bekommen, legen Sie sich einen gesunden Snack zurecht: Magerjoghurt und frisches Obst oder eine Scheibe Vollkornbrot.

Räumen Sie dagegen alle süßen und salzigen Kalorienbomben weg (Chips, Knabbergebäck, Kekse, Schokolade, Schokoriegel …).

Gut zu wissen
Mutter-Kind Gymnastik oder "Yoga-Kurse für 2" sind ideal, um nach der Geburt wieder fit zu werden.

Der Vorteil: Sie beginnen auf sanfte Art Sport zu treiben und müssen sich nicht von Ihrem Baby trennen. Außerdem wird dabei gleichzeitig die Beziehung zwischen Mutter und Baby gefördert.

Baby-Entwicklung

Für Ihr Kind eröffnet sich eine bisher unbekannte Welt. Es probiert verschiedene Positionen und fühlt sich wohl dabei. Das ist aufregend und frustrierend zugleich, denn Ihr Baby schafft nicht immer, das, was es gerne möchte.

Ermutigen Sie Ihr Kind, wenn es sich anstrengt („Greif feste zu!“).

Ihr Kind kann schon fast richtig sitzen, den Kopf eigenständig halten und sich in der Bauchlage auf den Vorderarmen abstützen.

Erste Spielerfahrungen
- Ihr Baby greift nach Gegenständen und „fühlt“ daran. Es nimmt die Gegenstände körperlich wahr und schafft sich somit einen Erfahrungsschatz aus Sinnes- empfindungen und -erlebnissen.

- Die Koordination zwischen Auge und Hand beginnt zu funktionieren: Ihr kleiner Schatz erwischt alles, was sich in greifbarer Nähe befindet, ist aber noch nicht fähig, mehr als zwei Gegenstände gleichzeitig zu halten.

Wenn Ihr Kind ein Objekt hält und ein zweites gereicht bekommt, muss es "sein" Spielzeug erst fallen lassen, um nach dem neuen greifen zu können.

- Halten Sie Ihrem Kind einen Gegenstand hin, den es halten kann und verstecken Sie es anschließend. Auf diese Weise erwirbt Ihr Kind die Grunderfahrung des „Auftauchens und Verschwindens“ - ein großer Spaß!

- Nehmen Sie Ihr Kind auf den Schoß und zeigen Sie Ihm (fühlbare) Bilderbücher aus Plastik oder Karton.

- Klappern, klopfen, rauschen, knistern. Erzeugen Sie mit Alltagsgegenständen unterschiedliche Geräusche. Ihr Kind wird nach der Geräuschquelle suchen.

- Machen Sie Ihren Liebling mit neuen Wahrnehmungen vertraut (warm, kalt, flüssig)

Babysprache
Es lacht, brabbelt, führt Selbstgespräche und gibt immer vielfältigere Laute von sich: Glucksen, Lallen, Freudengequietsche und entwickelt die entsprechende Mimik.

Zusätzlich zu den Lauten beginnt Ihr Baby, die ersten Silben zu bilden: „Mömömömöm, „gögögö“, tötötö“.

Ihr Kind interessiert und freut sich an allem . Es ist ebenfalls fähig, Silben und Konsonanten zu kombinieren und zu wiederholen. Es spricht die ersten gestammelten Worte: „Mama“, „Papa“ und "Baba".

Gut zu wissen
Ihr Baby betrachtet sich gerne im Spiegel, selbst wenn es sich noch nicht erkennen kann (es glaubt ein anderes Baby zu sehen).

Tipps

Das Kuscheltier

Ihr Baby hat jetzt das richtige Alter, um ein Kuscheltier ganz nah bei sich im Bettchen zu haben.

Das ist kein Muss.

Es gibt auch Kinder, die nie ein Kuscheltier besitzen.

Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind ein Kuscheltier hat, legen Sie einfach ein paar Stofftiere oder Nuckeltücher (neu, aber gewaschen) neben Ihr Kind und überlassen Sie ihm die Wahl.

Ein Kuscheltier ist DAS Übergangsspielzeug schlechthin.

Laut dem amerikanischen Kinderarzt und Psychoanalytiker Winnicott hilft es einem Kind beim Größerwerden. Vor allem dabei, der Welt ohne seine Eltern zu begegnen.

Bis zum Alter von 8 Monaten glaubt das Baby noch, dass es mit seiner Mutter eine Einheit bildet. Es empfindet sich also noch nicht als eigenständiges Individuum und unterscheidet sich daher noch nicht von anderen Personen.

Die Wahrnehmung beginnt im 8. Monat
Ungefähr im 8. Monat wird die Umwelt differenzierter wahrgenommen.

Ihr Kind realisiert zunehmend, dass nicht mit der Mutter identisch ist, sondern als eigenständiges Wesen existiert.

Dieser unerlässliche Lernprozess wird von Ängsten begleitet, die man sich so vorstellen kann: „Mama und ich sind 2 unterschiedliche Personen, weil ich sehe, dass sie sich von mir entfernt und dass sie aus meinem Blickfeld verschwinden kann. Ich weiß nicht, wann sie wieder zurückkommt!“

Dieser Entwicklungsabschnitt löst Angst und manchmal auch das Gefühl der Hilflosigkeit aus. Zum Großwerden gehört auch die Erfahrung der Einsamkeit.

Kuscheltier = ein Übergangsspielzeug
In dieser Phase kann das Kuscheltier zum neuen Schmusefreund werden.

Es gibt allerdings wie gesagt auch Kinder, die ganz ohne Kuscheltier auskommen. Ein Kind sucht sich einen Gegenstand aus, der ihm Sicherheit gibt und schenkt ihm sein Vertrauen.

Das Kuscheltier wird zu einer Art Mama-Ersatz.

Das neue Liebhabe-Objekt ist für Ihren Schatz ein ständiger Begleiter und stellt somit die Verbindung zwischen verschiedenen Orten (zu Hause, bei Oma, am Betreuungsplatz) und Personen (Mutter, Oma, Tagesmutter) her.

Das Kuschelobjekt muss kein Stofftier sein: Jedes „liebgewonnene“ Objekt erfüllt denselben Zweck, zum Beispiel ein Taschentuch.

Ihr Kind sollte allerdings ein einziges „offizielles“ Kuscheltier aussuchen und ihm einen Namen geben. Dann wissen Sie auch, welches Kuscheltier Sie regelmäßig waschen und bei Verlust ersetzen müssen.

U5: Baby-Vorsorgeuntersuchung im 6.-7. Monat

von der Redaktion

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