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Entwicklung Baby: 3. Monat

von der Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016
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Das Baby ist jetzt 3 Monate alt

Gesundheit der Mutter

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, ein Baby bis zum 6. Monat zu stillen.

Im Anschluss sollte neben geeigneter Beikost bis zum Ende des ersten Lebensjahrs weiter gestillt werden, bei Bedarf auch darüber hinaus.

Im Alltag ist es jedoch nicht immer möglich, dieser Empfehlung zu folgen. Wenn die Mutter aus persönlichen Gründen nicht stillen möchte oder vorzeitig abstillt, um wieder arbeiten zu gehen oder weil es Probleme gab, kann die Muttermilch durch Milchpulver ersetzt werden.

Wichtig ist, die Entscheidung ohne Reue zu treffen.

Das Fläschchen muss wie das Stillen für das Kind ein zärtlicher und inniger Moment sein. Es gibt mittlerweile auch die Möglichkeit, die Muttermilch abzupumpen und portionsweise einzufrieren.

Bei der Auswahl des Babymilchpulvers sollten Sie sich von Ihrem Kinderarzt beraten lassen, da die Sorten vom Alter, der Allergiegefahr und dem Verdauungsverhalten des Kindes abhängen.

Gewöhnlich kann das Abstillen ohne Medikamente erfolgen, indem das Stillen reduziert und die Muttermilch langsam durch Flaschennahrung bzw. Beikost ersetzt wird.

Aufgrund des geringeren Bedarfs geht die Milchproduktion von selbst zurück: Je seltener gestillt wird, umso weniger Muttermilch wird produziert.

Bei Spannungsgefühlen in der Brust können kühle Umschläge, Quarkpackungen oder das Ausstreichen der Milch, am besten unter der Dusche, helfen. Eine Reduktion der täglichen Trinkmenge, Salbeitee, Pfefferminztee und bestimmte homöopathische Mittel hemmen zusätzlich die Milchbildung.

Weitere Informationen zum Thema bei Onmeda: Abstillen

Baby-Entwicklung

Ihr Baby hat langsam richtig schöne Pausbacken und lässt die Neugeborenen-Phase hinter sich. Der Tagesablauf strukturiert sich: Es gibt regelmäßige Essenszeiten und die Schlafdauer nimmt ab (ca. 18 Stunden).

Sie bekommen in den Wachphasen mit, dass Ihr Kind zunehmend aufgeweckter wird und stellen mit Stolz fest, dass es viele Fortschritte macht.

Seine Beobachtungsfähigkeit verschärft sich, es dreht bei Geräuschen den Kopf in Richtung der Lärmquelle. Es beginnt vor sich hin zu Plappern und lächelt immer mehr. Ihr Baby hat immer gute Laune.

Zunehmende Bewegungsfreude
- Ihr Baby greift nach Gegenständen, die man ihm hinhält. Die Bewegung ist allerdings noch relativ unpräzise.

- Bringen Sie Ihr Kind in eine bequeme Position. Es muss sich gut anlehnen können, damit die Wirbelsäulenmuskulatur trainiert wird. Achten Sie darauf, den Rücken gut zu stützen, denn besonders im Lendenbereich ist er noch etwas schwach.

- Wenn Ihr Baby auf dem Bauch liegt, streckt es Arme und Beine vom Körper weg.

Spiel mit mir!
Ihr Baby beginnt nun wirklich mit den Spielsachen zu spielen, die sich in seinem direkten (greifbaren) Umfeld befinden.

Spielen Sie mit ihm!

Spielen fördert die psychomotorische Entwicklung und stärkt das Ur-Vertrauen.

Gut zu wissen
Ihr Baby beginnt bei seinen Brabbelversuchen die ersten, grundlegenden Silben zu sprechen: O, A und E. Damit beginnt die nächste Etappe der Spracherlernung.

Tipps

Fieber

Gesunde Kinder haben eine Körpertemperatur zwischen 36,5 und 37,5 Grad.

Eine Körpertemperatur über 38° Grad bezeichnet man als Fieber (lat. Febris).

Die Temperatur wird mittels Fieber-Thermometer im Enddarm (rektal), unter der Achselhöhle (axillar), im Ohr, an der Stirn (spezielles Thermometer) oder unter der Zunge im Mund (oral) gemessen.

Bei Kleinkindern bis zum Alter von 3 Jahren ist nur das rektale Messen zuverlässig.

Benutzen Sie für Ihr Baby ein elektronisches Thermometer mit einem flexiblen spitzen Ende (siehe Foto).

Ein Piepsignal weist nach ca. 60 Sekunden darauf hin, dass die Messzeit zu Ende ist.

Liegt die im Po gemessene Temperatur zwischen 37,6 und 38,5 Grad, hat das Kind eine erhöhte Temperatur.

Ab 38,5 Grad spricht man von Fieber, über 39 Grad hat das Kind hohes Fieber. Die Ursache der fieberhaften Reaktion sind in der Regel Infektionen. Auch eine Impfung kann Fieber auslösen.

Bei Kleinkindern sollte man schon ab 38 °C den Arzt aufsuchen, wenn das Fieber länger anhält. Steigt die Temperatur deutlich über 39 Grad, können Eltern in Absprache mit dem Kinderarzt fiebersenkende Mittel einsetzen.

Die Wirkstoffe Paracetamol oder Ibuprofen stehen für kleine Kinder als Zäpfchen oder Säfte, für Größere in Tablettenform zur Verfügung.

Auf keinen Fall aber dürfen Eltern kleinen Kindern Acetylsalicylsäure (ASS) verabreichen (dieser Wirkstoff ist z.B. in Aspirin enthalten).

Diese kann unter Umständen das tödliche Reye-Syndrom, eine seltene Leber-Hirn-Erkrankung, auslösen.

Bei Kleinkindern hängt die verabreichte Dosis vom Körpergewicht ab.

Halten Sie sich unbedingt an die Vorgaben Ihres Arztes und lesen Sie bei Bedarf die Packungsbeilage genau durch.

Generell wird davon abgeraten, jeden Tag die Temperatur des Babys zu messen, nur um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist (oder um dem Baby beim Stuhlgang zu helfen).

Fiebermessen ist nur dann nötig, wenn das Kind wirklich krank aussieht und oder eine fieberheiße Stirn hat.
Sicherheit geht vor

Ihr kleiner Schatz steckt voller Energie. Halten Sie Ihr Baby daher auf dem Wickeltisch immer mit einer Hand gut fest, selbst wenn Sie fest davon überzeugt sind, dass es nicht herunter fallen kann.

Ein Baby ist manchmal viel kräftiger, als man denkt! Jedes Jahr passieren zahlreiche (vermeidbare) Unfälle, weil Kleinkinder vom Wickeltisch stürzen.

Auch beim Baden sollten Sie aus Sicherheitsgründen einen Badesitz verwenden und Ihr Kind nie aus den Augen lassen.

Beginn der Routine-Impfungen
U4: Baby-Vorsorgeuntersuchung im 3.-4. Monat

von der Redaktion

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