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Babys Entwicklung: Das passiert mit 8 Wochen

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 1. Januar 2016

Dein Baby ist jetzt 8 Wochen alt. Was kann es in diesem Alter bereits und worauf solltest du achten?

Babys 2. Lebensmonat neigt sich seinem Ende zu. Es ist jetzt 8 Wochen alt. 8 Wochen, in denen Mutter und Kind miteinander vertraut werden und sich an ihren neuen Lebensrhythmus gewöhnen konnten. Vieles wird von Tag zu Tag selbstverständlicher, und doch sind noch so viele Fragen offen: zu Babys Entwicklung, zur richtigen Pflege, ... Wir klären die wichtigsten Fragen aller jungen Eltern.

Seit seiner Geburt vor 8 Wochen hat sich der Körper des Neugeborenen ständig weiter entwickelt. Woche für Woche, Monat für Monat kann Baby seinen Körper besser koordinieren, besser sehen und die Welt immer bewusster wahrnehmen. Und auch der Körper der Mutter findet nach der Schwangerschaft langsam wieder zu seiner alten Form zurück – auch wenn sie sich geduldig zeigen muss.

Wie weit ist Babys Entwicklung in den ersten 8 Wochen seines Lebens vorangeschritten? Und was tut sich bei der frisch gebackenen Mutter? Hier kommen alle Tipps und Infos, damit Baby und Mutter gemeinsame weiter ganz entspannt auf Entdeckungsreise gehen können.

Babys Entwicklung mit 8 Wochen

Geh behutsam mit Babys Kopf um, denn er ist auch nach wie vor sehr empfindlich: Die zweite Fontanelle am Hinterkopf wächst langsam zusammen. Die große Fontanelle an der Stirn verschließt sich allerdings erst zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr.

Babys Sehvermögen mit 8 Wochen

Augen auf: In den ersten Wochen und Monaten verbessern sich Babys Augen und sein Sehvermögen sichtlich:

  • Baby sieht immer besser

Dein Baby kann mittlerweile klar sehen und die Gegenstände in seiner Umgebung mit dem Blick verfolgen. Die zunehmende Sehfähigkeit hilft deinem Kind dabei, die Vorgänge um sich herum wahrzunehmen und zu verstehen, an welchem Ort es sich befindet.

  • Dein Baby erkennt Menschen

Dein Baby erkennt jetzt nicht nur Mama und Papa, sondern auch jede andere Person, die es in den letzten 48 Stunden gesehen hat. Das Gedächtnis ist allerdings noch nicht fähig, diese Information länger als 24 Stunden zu speichern.

  • Dein Baby sieht Farben

Bei kräftigen Farben lässt sich eine starke Anziehungskraft feststellen und dein Baby unterscheidet bereits drei Grundtöne: Rot, Gelb und Blau.

Was kann Baby mit 8 Wochen noch?

  • Wenn dein Baby auf dem Bauch liegt, kann es sich langsam schon auf seinen Vorderarmen abstützen. Es kann seinen Kopf (mehrere Sekunden) gut halten – allerdings nur unter großem Kraftaufwand. Die Koordinierung zwischen Auge und Hand entsteht.

  • Ein Baby mag Abwechslung: Ein Spaziergang im Kinderwagen, in den Armen gewogen werden oder ein buntes Mobile bestaunen.

  • Trotz aller Neugier ist dein Baby immer noch ziemlich müde und schläft 18-20 Stunden pro Tag. Nachts schläft es 6-8 Stunden am Stück und tagsüber bleibt es zwischen den Nickerchen 1-1,5 Stunden wach – selten länger.

Dein Baby will nicht schlafen? Dann vergiss nicht, dass es heute zahlreiche Einschlafhilfen für Babys gibt. Von Schlafsack bis Kinderwagenschaukler... Wichtig: Jedes Baby ist einzigartig, es gibt daher keine allgemeingültige Lösung. Probiere einfach aus, was deinem Baby hilft!

Baby weint: Warum und was tun?

So ein Kinderleben ist nicht immer einfach. Wenn dein Schatz bitterlich weint und die Tränen an der Wange hinunterkullern, kann gutes Zureden wahre Wunder wirken. Sobald du mit deinem Kind sprichst, beruhigt es sich und hört - mit etwas Glück - auf zu weinen. Dein Baby braucht vor allem menschlichen Kontakt und teilt es dir durch Weinen mit.

Noch ein Tipp: Erkläre deinem Kind den Familienalltag und die Menschen in seiner Umgebung. Ein Baby ist sehr aufnahmefähig für verbalen Austausch.

Das alles hilft nicht? Dann findest du sicher eine hilfreiche Infos in unseren SOS-Tipps für 5 typische Situationen, in denen Baby weint.

Auch ein möglicher Grund zum Weinen: Dein Baby möchte nicht allein sein und will, dass man sich mit ihm abgiebt und mit ihm spielt. Vergiss also nicht, dass dein Baby auch aus purer Langeweile weinen kann.

Um Baby zu beschäftigen kannst du zum Beispiel über dem Gitterbett ein musikalisches Mobile anbringen. Dein Baby wird mit Freude zusehen, wie sich die Objekte drehen.

Gut zu wissen: Mit zwei Monaten wird dein Baby noch schnell müde, daher sollte das Spielen nicht zu lange dauern. Beobachte dein Baby und versuche, seine Reaktionen zu verstehen.

Babymassage für Anfänger

Eine Babymassage hat zahlreiche Vorteile:

  • Die Massage entspannt das Baby
  • Sie stellt einen direkten Hautkontakt her
  • Sie fördert die Eltern-Kind-Beziehung
  • Sie stärkt das Urvertrauen
  • Sie weckt den frühkindlichen Tastsinn

Auch bei Bauchweh, Blähungen und Koliken sorgen Streich- oder Kreisbewegungen für deutliche Entspannung.

Lies dazu auch unser Special zur Babypflege: Von Babymassage bis zum Zähneputzen erfährst du hier alles über die richtige Pflege deines kleinen Schützlings.

Babymassage: So geht's

Du kannst dein Baby mit einem speziellen Baby-Massageöl massieren. Vorsicht: Manche ätherische Öle sind nicht für Kleinkinder geeignet. Du kannst aber auch einfach Olivenöl oder Süßmandelöl verwenden.

Lass dir in einem Kurs die richtigen Kniffe zeigen. Auch in Büchern wird die Massagetechnik für Babys gut beschrieben. Du kannst natürlich auch deinem Instinkt selbst herausfinden, welche Massagen deinem Baby gut tun.

Gute Frage: Ab wann und wie oft sollte man Baby eigentlich baden? In unserem Special erfahrt ihr alles, was ihr beim Baby baden beachten müsst.

Die Gesundheit der Mutter in den ersten 8 Wochen nach der Geburt

Inkontinenz oder unfreiwilliger Urinverlust sind nach der Schwangerschaft keine Seltenheit. Das Wasserlassen sollte schmerzlos erfolgen. Falls dem nicht so ist, empfehlen wir, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Diese Beschwerden können durch gezielte Beckenbodenübungen behoben werden.

Während der Schwangerschaft - besonders im letzten Drittel - warst du häufig gezwungen, eine Pinkel-Pause einzulegen, weil dein Baby mit seinem Gewicht auf die Blase gedrückt hat. Nach der Geburt hat sich diese "Belastung" wieder erledigt. Versuche deshalb jetzt, wieder seltener auf die Toilette zu gehen.

Kleine Harnmengen sind problematisch, da die Krankheitserreger in der Blase nicht richtig ausgeschwemmt werden. Es ist also besser, die Blase seltener, dafür aber gut zu entleeren. Mindestens zwei Liter Mineralwasser unterstützen die Nierentätigkeit gezielt.

Die Blasenkontrolle lässt sich wieder antrainieren und gehört ebenfalls zur Rückbildungsgymnastik dazu.

Nächste Woche endet dein Mutterschutz - aber du hast noch ein paar Urlaubstage übrig? Dann kannst du diese einfach an den Mutterschutz dranhängen!

Quellen:

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