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Entwicklung Baby: 2. Woche, 1. Monat

von der Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016
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Das Baby ist jetzt 2 Wochen alt

Gesundheit der Mutter

Haben Sie beim Stillen Probleme?

Geben Sie nicht gleich auf, sondern fragen Sie einen Arzt, eine Hebamme oder eine Stillgruppe um Rat.

Wunde Brustwarzen, Hautrisse (Rhagaden), Milchstau (wenn die Brust nicht vollständig entleert wird) oder Schmerzen während dem Stillen sind am Anfang keine Seltenheit.

Hautrisse werden meistens durch Feuchtigkeit ausgelöst. Achten Sie darauf, die Brustwarzen nach dem Stillen trocken zu halten, wechseln Sie häufig die Stilleinlagen und lassen Sie Ihr Baby nicht an der Brust einschlafen oder aus Spaß an der Freude weiter nuckeln.

Falls trotzdem Risse auftreten sollten, verwenden Sie zur Wundheilung sofort eine spezielle Brustwarzencreme mit Vitamin A und D.

Ein Milchstau wird durch eine zu starke Milchproduktion ausgelöst: Ihre Brüste sind hart, sehr gespannt und schmerzempfindlich.

Sie können einem Milchstau vorbeugen, indem Sie erst eine Brust gut entleeren, bevor Sie Ihrem Baby die andere Seite geben.

Der schmerzhafte Milchüberschuss kann durch unter einer lauwarmen Dusche ausmassiert oder mit einer manuellen Milchpumpe abgepumpt werden.

Wichtig: Bei einer Brustentzündung (Mastitis) darf nicht mehr gestillt werden, um die gefährlichen Keime nicht auf das Baby zu übertragen.

Baby-Entwicklung

Sie werden sicher bald feststellen, dass Ihr Baby alles macht, um bei Ihnen zu sein.

Sie kommunizieren mit Ihrem Baby über den direkten Hautkontakt, Ihren Geruch, Ihre Stimme und eventuell auch über das Stillen. Ihr Kind kann bei seiner Entwicklung voll auf Sie vertrauen.

Babys Alltag zu Hause: Essen und Schlafen
Ihr kleiner Liebling schläft fast rund um die Uhr (durchschnittlich 19 Stunden) und trinkt sehr häufig – sowohl tagsüber als auch nachts.

Ihr Baby wird mit dem Hungergefühl konfrontiert und reagiert darauf sehr heftig, indem es weint.

Allmählich lernt es, (etwas) mehr Geduld zeigen: Das Ritual des Stillens oder der Flaschenzubereitung, die Geräusche und Gerüche haben eine beruhigende Wirkung auf Ihr Kind.

Die aufgenommene Nahrung wird entsprechend häufig wieder ausgeschieden. Ab dem 4. Tag bis zum Alter von 4-6 Wochen hat ein Baby pro Tag mindestens 2-3 Mal einen flüssigen und leicht gelblichen Stuhl.

Es uriniert mindestens 6 Mal, wobei der Harn hell und geruchlos ist. Normalerweise ist die Nabelschnur schon abgefallen und der Nabel hat aufgehört zu Nässen.

Ebenfalls gut zu wissen: Ein Baby schwitzt viel, vor allen Dingen am Kopf, denn das Saugen ist für einen Säugling eine enorme körperliche Anstrengung. Denken Sie deshalb daran, den Kopf immer besonders zu schützen.

Die U2
Zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag Ihres Kindes findet die zweite Früherkennungs-Untersuchung statt. Haben Sie nicht in einer Klinik entbunden, sollten Sie deshalb schon früh einen Termin bei Ihrem Kinderarzt ausmachen.

Das Vorsorgeprogramm wird bis zur U10, dem 13-15. Lebensjahr durchgeführt, und alle Untersuchungen werden in einem gelben Untersuchungsheft genau festgehalten.

Wichtiger Bestandteil der U2 ist der Guthrie-Test: eine Untersuchung auf eventuell angeborene Stoffwechselstörungen.

Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse und Mukoviszidose können bereits jetzt erkannt werden. Der Kinderarzt untersucht Ihr Kind erneut von Kopf bis Fuß.

Er tastet den kleinen Bauch ab, kontrolliert Wirbelsäule und Hüften (per Ultraschall) und überprüft die Sinnesorgane, die Reflexe und das Nervensystem Ihres Babys genau. Auch der Darmausgang und die Geschlechtsorgane gehören zur normalen Untersuchung dazu.

Außerdem werden Sie in einem Gespräch darüber informiert, wie Sie einer Rachitis vorbeugen können. Nämlich indem Sie Ihrem Kind Vitamin-D verabreichen.

Tipps

Der Baby-Blues

Die Ankunft eines Babys löst allerorts große Freude aus.

Familie und Freunde gratulieren und freuen sich mit Ihnen über Ihr neues Glück!

Doch seit einigen Tagen fühlen Sie sich zunehmend erschöpfter und unwohl in Ihrer Haut …

Mit diesen Symptomen des so genannten „Babyblues“ oder den „Heultagen“ haben 80 Prozent der Mütter nach der Geburt zu kämpfen!

Meistens am vierten Tag nach der Geburt. Gönnen Sie sich in dieser Phase des Elternseins viel Ruhe und Entspannung.

Ihr Körper benötigt jetzt Zeit, sich von der anstrengenden Geburt zu erholen und Ihren Hormonhaushalt wieder zu stabilisieren. Auch die körperliche Trennung von Ihrem Kind, das neun Monate in Ihrem Bauch herangewachsen ist, sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Lassen Sie sich durch die mitunter starken Stimmungsschwankungen und Ängste nicht verunsichern und erleichtern Sie sich Ihren Alltag, wo es geht. Dabei können folgende Tipps hilfreich sein:

- Akzeptieren Sie Ihre Situation so, wie sie ist und bauen Sie keine unnötigen Schuldgefühle auf.

- Bleiben Sie mit Ihren Sorgen nicht alleine und sprechen Sie mit anderen Frauen darüber, die dasselbe durchgemacht haben (im Freundeskreis, in Internetforen oder Stillgruppen …)

- Ermuntern Sie den Papa, sich auch um das Baby zu kümmern und loben Sie ihn dafür: Mit einer positiven Reaktion steigern Sie seine Einsatzbereitschaft. Wenn Sie ihn dagegen ständig kritisieren, zieht er sich vor Ihnen und dem Baby zurück.

Bitten Sie ihn, abwechselnd den Nachtdienst zu übernehmen, damit Sie wieder durchschlafen können (geht nur, wenn sie nicht stillen).

Wenn Ihnen die Versorgung Ihres Kindes und der Alltag über den Kopf wachsen, nehmen Sie sich eine kleine Auszeit und geben Sie Ihr Kind in die Obhut der Großeltern oder einer Tagesmutter.

- Lassen Sie sich bekochen oder ernähren Sie sich mit Tiefkühlkost (es gibt mittlerweile sogar tiefgefrorenes Bio-Gemüse – Fertigfood muss also nicht ungesund sein). Stellen Sie sich bloß nicht stundenlang in die Küche!

- Passen Sie sich an den Rhythmus Ihres Babys an: Machen Sie gleichzeitig ein kleines Nickerchen, um wieder Energie zu tanken.

- Verteilen Sie die Hausarbeiten: Ihr Partner, Ihre Eltern, Freunde oder eine Haushaltshilfe können Ihnen viel abnehmen. Selbst wenn zu Hause etwas Chaos herrscht: Davon geht die Welt nicht unter!

- Gehen Sie regelmäßig nach draußen. Ein Spaziergang mit Ihrem Baby hilft Ihnen dabei, auf andere Gedanken zu kommen und ihr Baby braucht die frische Luft.

- Ihr Baby schläft viel. Ihre Mutter oder eine Person aus Ihrem Umfeld kann währenddessen auf Ihr Baby aufpassen, damit Sie zumindest eine Stunde für sich Zeit haben und sich den Kopf frei machen können.

- Diese Idee stammt von einer Hebamme: Lassen Sie sich wie die englischen Mütter zur Geburt nicht nur Geschenke, sondern auch "Entlastungs-Gutscheine" schenken.

Ein Gutschein zum Abwaschen, zum Einkaufen, zum Wickeln, zum Bügeln …

U2: Baby-Vorsorgeuntersuchung am 3.-10. Lebenstag
Geburtsurkunde (Standesamt), Familienkrankenversicherung (KK) und Elterngeld (Elterngeldstelle) beantragen
Das neue Gemeindemitglied beim Einwohnermeldeamt anmelden
Kindergeldantrag stellen (KG-Kasse), Lohnsteuerkarte ändern (Einwohnermeldeamt)

von der Redaktion

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