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Entwicklung Baby: 3. Woche, 1. Monat

von der Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016
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Das Baby ist jetzt 3 Wochen alt

Gesundheit der Mutter

IBevor Sie mit Ihrem Partner wieder Sex haben, müssen Sie unbedingt ein geeignetes Verhütungsmittel verwenden. Die Phase nach der Entbindung ist ziemlich heikel: Niemand weiß genau, wann der erste Eisprung stattfindet.

Stillen schützt übrigens nicht vor einer erneuten Schwangerschaft!

Gehen Sie kein unnötiges Risiko ein und erkundigen Sie sich bei der postnatalen Untersuchung nach einer geeigneten Verhütungsthemode, denn in der Zeit nach der Geburt ist die Auswahl begrenzt und richtet sich auch danach, ob Sie stillen oder nicht.

- Falls Sie nicht stillen, kann die Pille ab dem 25. Tag nach der Entbindung verschrieben werden.

- Falls Sie stillen, kommt die herkömmliche Pille (eine Östrogen-Gestagen-Kombination) nicht in Frage.

Das Hormon Östrogen geht in die Milch über und hemmt zudem noch die Milchproduktion. Deshalb darf während der gesamten Stillzeit keine Kombinationspille eingenommen werden.

Für stillende Mutter wird zur Verhütung eine Minipille auf reiner Gestagen-Basis empfohlen (z.B. Cerazette), da sie für das Baby völlig unbedenklich ist und keine Auswirkungen auf die Milchproduktion hat.

Ganz wichtig: Bei der Minipille muss noch mehr als sonst auf eine pünktliche Einnahme geachtet werden, denn sie wirkt nur dann verlässlich, wenn sie täglich um die selbe Uhrzeit (+/- maximal 2 Stunden) eingenommen wird.

- Die Kupfer- oder Hormonspirale (mit Gestagen) ist ebenfalls geeignet, kann allerdings erst mehrere Wochen nach der Entbindung eingesetzt werden, wenn sich die Gebärmutter wieder auf ihre ursprüngliche Größe zusammengezogen hat.

- Die 3-Monatsspritze, das Verhütungspflaster oder ein Implanon.

Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt beraten, welche Methode für Sie am besten ist.

- Bleiben noch lokale Verhütungsmethoden: Spermicide (Gel, Verhütungsschwamm, Scheidenzäpfchen), Kondom oder Femidom (das Frauenkondom).

Baby-Entwicklung

Nächste Woche ist Ihr Baby schon einen Monat alt.

Bis dahin sollte es sein Geburtsgewicht wieder erreicht haben.

Zwischen dem ersten und dem vierten Monat nimmt Ihr Baby durchschnittlich ca. 105g-210g pro Woche zu.

Es genügt allerdings, das Gewicht einmal pro Woche zu kontrollieren. Tägliches Wiegen ist unnötig!

Wann muss man zum Arzt?
Ein Neugeborenes ist normalerweise selten krank, denn es wird (wenn Sie stillen) über die Muttermilch mit Ihren Antikörpern versorgt.

Falls Ihr Baby eines der folgenden Symptome hat, sollten Sie jedoch zum Arzt gehen: Brechen (nicht zu verwechseln mit schmerzlosem Aufstoßen), Fieber (bzw. erhöhte Temperatur ab 37,8°C), blasser Teint, Durchfall oder ungewöhnliches bzw. anhaltendes Schreien.

Ansonsten findet in der 4.-6. Lebenswoche die dritte Vorsorgeuntersuchung (U 3) statt, bei der eine Ultraschalluntersuchung der Hüfte (Hüft-Screening) vorgenommen wird.

Eine eventuell angeborene Fehlstellung, genannt Dysplasie, lässt sich im Säuglingsalter noch leicht und meist ohne operativen Eingriff korrigieren.

Erneut werden Kopfumfang und Länge des Kinds gemessen sowie die Reflexe geprüft. Das Gehör wird untersucht, indem der Arzt Geräusche in etwa 30 Zentimeter Entfernung vom Ohr macht. Im Normalfall reagiert das Kind mit einem reflexartigen Augenblinzeln.

Außerdem wird sich der Arzt nach den bisherigen Erfahrungen hinsichtlich Ernährungsgewohnheiten, Schlafsituation und Stuhlgang erkundigen. Zudem wird auch bei der U3 Vitamin K gegen mögliche Blutungen verabreicht.

Gut zu wissen
Die Augenfarbe lässt sich noch nicht eindeutig definieren. Die Pigmente lagern sich jetzt nach und nach in der Regenbogenhaut (Iris) ein.

Tipps

Die Babytrage

Mit fast einem Monat ist Ihr Baby groß genug, mit Ihnen lange Spaziergänge zu unternehmen.

Das ist der richtige Moment, um sich mit einer Babytrage vertraut zu machen.

Es gibt vier unterschiedliche Tragesysteme:
- der Tragerucksack für den Rücken (nicht vor 6 Monaten geeignet)

- die Bauchtrage (z.B. Glückskäfer oder Babybjörn)

- das Tragetuch zum Selbstbinden.

- eine quer umhängbare Trageschlaufe, die über die Schulter getragen wird und sich auch zum Stillen eignet (z.B. Huggababy.)

Die Bauchtrage
In der Bauchtrage nimmt das Neugeborene wieder seine fötale Haltung ein und wird auf sanfte Weise mit der Außenwelt vertraut gemacht. In den ersten Lebenswochen ist die Bauchtrage daher die beste Tragetechnik.

Es ist wichtig, den Kopf zu stützen und das Baby eng am Körper zu positionieren, damit es einen guten Halt hat. Die Bauchtrage ist im Prinzip ab der Geburt bis zu einem Gewicht von durchschnittlich 10 Kilo geeignet.

Das Baby befindet sich in aufrechter bzw. leicht sitzender Position und wird an der Wirbelsäule, am Nacken und am Kopf gestützt.

In den ersten Lebenswochen sollte das Neugeborene mit dem Gesicht zur Mutter getragen werden. Später, wenn es den Kopf halten kann, eignet sich auch die Känguru-Position: Das Kind schaut nach vorne und entdeckt seine neue Umwelt.

Die Tragegurte kreuzen sich im Rücken und sind höhenverstellbar, um eine optimal Gewichtsverteilung zu gewährleisten.

Die Einstellungen lassen sich ebenfalls an die Körpergröße des Papas anpassen.

Da der Säugling seinen Kopf in den ersten Lebenswochen noch nicht selbstständig halten kann, müssen die Tragegurte gut festgezogen werden, damit das Baby nicht hin- und herschwankt.

Das Tragetuch
Ein Schal oder ein verknotetes Tuch ist in vielen Kulturen eine sehr alte Methode, um das Baby eng am Körper zu tragen.

Es gibt je nach Alter des Kindes verschiedene Möglichkeiten, das Tuch zu verknoten (gute Tücher gibt es z.B. von Didymos).

Wenn Sie ein Babytragetuch kaufen, werden die unterschiedlichen Binde-Techniken in einer Anleitung erklärt. Falls Sie sich nicht sicher sind und Angst haben, dass der Knoten nicht hält, können Sie sich in einem Kurs oder in einer Stillgruppe die richtige Tragetechnik zeigen lassen.

Das Tuch ist die natürlichste und anpassungs- fähigste Tragemöglichkeit, denn es entsteht ein enger Körperkontakt zwischen Mutter und Kind und das Baby kann je nach Alter und Gewicht am Bauch, an den Hüften oder am Rücken festgebunden werden.

Vorsicht: Im Gegensatz zu einer Babytrage ist ein Tuch meist nicht auf Sicherheitsaspekte geprüft. Alles hängt davon ab, wie Sie sich selbst vertrauen und wie gut Sie mit der Wickeltechnik zurecht kommen.

Die Trageschlaufe (auch Ring Sling genannt) wird über die Schulter gehängt und quer vor dem Körper getragen. Das Kind liegt in der Stoffschlaufe, meist mit dem Kopf auf Brusthöhe und kann so gleichzeitig diskret gestillt werden.

Anders als bei einem Tragetuch ist keine Bindetechnik notwendig, da die Schlaufe einfach nur an den fest angebrachten Metallringen festgezogen wird.

U2: Baby-Vorsorgeuntersuchung am 3.-10. Lebenstag
Geburtsurkunde (Standesamt), Familienkrankenversicherung (KK) und Elterngeld (Elterngeldstelle) beantragen
Das neue Gemeindemitglied beim Einwohnermeldeamt anmelden
Kindergeldantrag stellen (KG-Kasse), Lohnsteuerkarte ändern (Einwohnermeldeamt)

von der Redaktion

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