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Babys Entwicklung: DAS passiert wenn Baby 3 Wochen alt ist

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 1. Januar 2016

Dein Baby ist jetzt 3 Wochen alt. Was passiert am Ende des ersten Lebensmonats? Und was sollten die jungen Eltern wissen? Die wichtigsten Infos im Überblick.

Dein Baby ist schon 3 Wochen alt. Die ersten Wochen vergingen wahnsinnig schnell, denn dein Baby hält dich Tag und Nacht auf Trab. Der Alltag mit einem Neugeborenen ist trotz der Freude um den Familienzuwachs anstrengend. Vor allem wenn es das erste Kind ist, haben die jungen Eltern meist viele Fragen und Zweifel, denn natürlich möchten sie alles richtig machen. Damit die ersten Wochen mit Baby trotz Schlafmangel und Stress möglichst entspannt verlaufen, kommen hier die wichtigsten Tipps & Infos auf einen Blick.

Babys Entwicklung mit 3 Wochen

Nächste Woche ist dein Baby schon einen Monat alt. Bis dahin sollte es sein Geburtsgewicht wieder erreicht haben.

Zwischen dem ersten und dem vierten Monat nimmt dein Baby durchschnittlich ca. 105g-210g pro Woche zu.
Es genügt allerdings, das Gewicht einmal pro Woche zu kontrollieren. Tägliches Wiegen ist unnötig!

Mit 3 Wochen braucht Baby auch noch viel Schlaf: In den ersten Wochen schläft ein Neugeborenes ca. 16-18 Stunden - nur leider nicht am Stück. Daher sind Müdigkeit und Erschöpfung bei den jungen Eltern vorprogrammiert. Zu diesem Zeitpunkt helfen auch die besten Einschlafhilfen für Babys leider wenig.

Wann muss Baby zum Arzt?

Ein Neugeborenes ist normalerweise selten krank, denn es wird (wenn du es stillst) über die Muttermilch mit deinen Antikörpern versorgt.

Falls dein Baby eines der folgenden Symptome aufweist, solltest du jedoch zum Kinderarzt gehen:

  • Brechen (nicht zu verwechseln mit schmerzlosem Aufstoßen),
  • Fieber (bzw. erhöhte Temperatur ab 37,8°C),
  • Blasser Teint,
  • Durchfall,
  • Ungewöhnliches bzw. anhaltendes Schreien.

Dein Kind weint und ist nicht zu beruhigen? Brust geben, Windeln wechseln, im Arm wiegen... Du hast alles ausprobiert, aber nichts hilft und du kannst dir Babys Schreien nicht erklären? Dann entdecke hier 5 SOS-Tipps für typische Situationen, in denen dein Baby weint!

U 3: Was wird bei der dritten Vorsorgeuntersuchung untersucht?

In der 4.-6. Lebenswoche findet die dritte Vorsorgeuntersuchung (U 3) statt, bei der eine Ultraschalluntersuchung der Hüfte (Hüft-Screening) vorgenommen wird: Eine eventuell angeborene Fehlstellung, genannt Dysplasie, lässt sich im Säuglingsalter noch leicht und meist ohne operativen Eingriff korrigieren.

Bei der U3 werden auch erneut Kopfumfang und Länge des Kinds gemessen sowie die Reflexe geprüft. Das Gehör wird untersucht, indem der Arzt Geräusche in etwa 30 Zentimeter Entfernung vom Ohr macht. Im Normalfall reagiert das Kind mit einem reflexartigen Augenblinzeln.

Außerdem wird sich der Arzt nach den bisherigen Erfahrungen hinsichtlich Ernährungsgewohnheiten, Schlafsituation und Stuhlgang erkundigen. Zudem wird auch bei der U3 Vitamin K gegen mögliche Blutungen verabreicht.

Gut zu wissen: Die Augenfarbe lässt sich in diesem Stadium noch nicht eindeutig definieren. Die Pigmente lagern sich jetzt nach und nach in der Regenbogenhaut (Iris) ein.

Baby tragen: Die besten Tipps

Mit fast einem Monat ist dein Baby groß genug, mit dir lange Spaziergänge zu unternehmen. Das ist der richtige Moment, um sich mit einer Babytrage vertraut zu machen.

Es gibt vier unterschiedliche Tragesysteme:

  • der Tragerucksack für den Rücken (nicht vor 6 Monaten geeignet)
  • die Bauchtrage (z.B. Glückskäfer oder Babybjörn)
  • das Tragetuch zum Selbstbinden.
  • eine quer umhängbare Trageschlaufe, die über die Schulter getragen wird und sich auch zum Stillen eignet (z.B. Huggababy.)

Wir stellen hier die Tragesysteme vor, die für ein 3 Wochen altes Baby geeignet sind.

Wickeln, stillen, schlafen... Die besten Tipps für Baby erste Tage daheim.

1. Die Bauchtrage

In der Bauchtrage nimmt das Neugeborene wieder seine fötale Haltung ein und wird auf sanfte Weise mit der Außenwelt vertraut gemacht. In den ersten Lebenswochen ist die Bauchtrage daher die beste Tragetechnik.

Es ist wichtig, den Kopf zu stützen und das Baby eng am Körper zu positionieren, damit es einen guten Halt hat. Die Bauchtrage ist im Prinzip ab der Geburt bis zu einem Gewicht von durchschnittlich 10 Kilo geeignet. Das Baby befindet sich in aufrechter bzw. leicht sitzender Position und wird an der Wirbelsäule, am Nacken und am Kopf gestützt.

In den ersten Lebenswochen sollte das Neugeborene mit dem Gesicht zur Mutter getragen werden. Später, wenn es den Kopf halten kann, eignet sich auch die Känguru-Position: Das Kind schaut nach vorne und entdeckt seine neue Umwelt.

Die Tragegurte kreuzen sich im Rücken und sind höhenverstellbar, um eine optimal Gewichtsverteilung zu gewährleisten. Die Einstellungen lassen sich ebenfalls an die Körpergröße des Papas anpassen. Da der Säugling seinen Kopf in den ersten Lebenswochen noch nicht selbstständig halten kann, müssen die Tragegurte gut festgezogen werden, damit das Baby nicht hin- und herschwankt.

2. Das Tragetuch

Ein Schal oder ein verknotetes Tuch ist in vielen Kulturen eine sehr alte Methode, um das Baby eng am Körper zu tragen. Es gibt je nach Alter des Kindes verschiedene Möglichkeiten, das Tuch zu verknoten.

Wenn du ein Babytragetuch kaufst, werden die unterschiedlichen Binde-Techniken in einer Anleitung erklärt. Falls du dir nicht sicher bist und Angst hast, dass der Knoten nicht hält, kannst du dir in einem Kurs oder in einer Stillgruppe die richtige Tragetechnik zeigen lassen.

Das Tuch ist die natürlichste und anpassungsfähigste Tragemöglichkeit, denn es entsteht ein enger Körperkontakt zwischen Mutter und Kind, und das Baby kann je nach Alter und Gewicht am Bauch, an den Hüften oder am Rücken festgebunden werden.

Vorsicht: Im Gegensatz zu einer Babytrage ist ein Tuch meist nicht auf Sicherheitsaspekte geprüft. Alles hängt davon ab, wie du dir selbst vertraust und wie gut du mit der Wickeltechnik zurecht kommst.

3. Die Trageschlaufe

Die Trageschlaufe (auch Ring Sling genannt) wird über die Schulter gehängt und quer vor dem Körper getragen. Das Kind liegt in der Stoffschlaufe, meist mit dem Kopf auf Brusthöhe und kann so gleichzeitig diskret gestillt werden.

Anders als bei einem Tragetuch ist keine Bindetechnik notwendig, da die Schlaufe einfach nur an den fest angebrachten Metallringen festgezogen wird.

Baby mit 3 Wochen: Die wichtigsten Termine & Untersuchungen

  • U2: Baby-Vorsorgeuntersuchung am 3.-10. Lebenstag
  • Verwaltung: Jetzt musst du Geburtsurkunde (Standesamt), Familienkrankenversicherung (KK) und Elterngeld (Elterngeldstelle) beantragen
  • Vergiss nicht, das neue Gemeindemitglied beim Einwohnermeldeamt anzumelden
  • Kindergeldantrag stellen (KG-Kasse), Lohnsteuerkarte ändern (Einwohnermeldeamt)

Die Gesundheit der Mutter

Bevor du mit deinem Partner wieder Sex hast solltest du unbedingt daran denken, ein geeignetes Verhütungsmittel zu verwenden. Die Phase nach der Entbindung ist ziemlich heikel: Niemand weiß genau, wann der erste Eisprung stattfindet.

Stillen schützt übrigens nicht vor einer erneuten Schwangerschaft! Du solltest also kein unnötiges Risiko eingehen und dich bei der postnatalen Untersuchung nach einer geeigneten Verhütungsmethode erkundigen.

In der Zeit nach der Geburt ist die Auswahl begrenzt und richtet sich auch danach, ob du stillst oder nicht :

  • Bei Müttern, die nicht stillen, kann die Pille ab dem 25. Tag nach der Entbindung verschrieben werden.
  • Bei Müttern, die stillen, kommt die herkömmliche Pille (eine Östrogen-Gestagen-Kombination) nicht in Frage.

Warum? Das Hormon Östrogen geht in die Milch über und hemmt zudem noch die Milchproduktion. Deshalb darf während der gesamten Stillzeit keine Kombinationspille eingenommen werden.

Für stillende Mutter wird zur Verhütung eine Minipille auf reiner Gestagen-Basis empfohlen (z.B. Cerazette), da sie für das Baby völlig unbedenklich ist und keine Auswirkungen auf die Milchproduktion hat.

Ganz wichtig: Bei der Minipille muss noch mehr als sonst auf eine pünktliche Einnahme geachtet werden, denn sie wirkt nur dann verlässlich, wenn sie täglich um dieselbe Uhrzeit (+/- maximal 2 Stunden) eingenommen wird.

Die Kupfer- oder Hormonspirale (mit Gestagen) ist ebenfalls geeignet, kann allerdings erst mehrere Wochen nach der Entbindung eingesetzt werden, wenn sich die Gebärmutter wieder auf ihre ursprüngliche Größe zusammengezogen hat.

Weitere Verhütungsmethoden:

  • 3-Monatsspritze,
  • Verhütungspflaster,
  • Implanon.

Und natürlich sind auch lokale Verhütungsmethoden in Betracht zu ziehen:

  • Spermicide (Gel, Verhütungsschwamm, Scheidenzäpfchen),
  • Kondom,
  • Femidom (das Frauenkondom).

Lass dich am besten von deinem Arzt beraten, welche Methode für dich am besten ist. Hier findest du über 20 Verhütungsmethoden im Überblick!

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Weitere Informationen zu Babys Entwicklung findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

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