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Kita-Eingewöhnung: 6 Tipps, mit denen du den Start für dein Kind erleichterst

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 9. August 2018
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Spätestens mit drei Jahren gehen die meisten Kinder in den Kindergarten. Damit ihnen die Eingewöhnung leichter fällt, kannst du sie mit ein paar Dingen unterstützen. Hier kommen die besten Tipps zur Vorbereitungen und für die ersten Kita-Tage.

Es gibt Kinder, die marschieren an ihrem ersten Kindergartentag in ihre Gruppe und sind von da an die glücklichsten Kinder der Welt. Sie sind sogar ein bisschen traurig, wenn man sie am Nachmittag abholt. Anderen hingegen fällt die Trennung von Mama oder Papa und dem Zuhause ganz und gar nicht leicht. Doch es gibt ein paar Tipps und Tricks, die auch diesen Kindern die Kita-Eingewöhnung leichter machen.

1. Besucht den Kindergarten vor dem richtigen Start

Wenn erst einmal feststeht, welchen Kindergarten dein Schatz bald besucht, solltest du zeitnah Kontakt zur Einrichtung aufnehmen und fragen, ob ihr mal vorbei kommen könnt. Einige Kindergärten veranstalten von sich aus Kennenlernnachmittage oder ein Sommerfest, bei dem sich die neuen und alten Kindergartenkinder, aber auch ihre Eltern das erste mal beschnuppern können. Und auch wenn die Einrichtung so etwas nicht anbietet, sind die Erzieher und Erzieherinnen oft erfreut, wenn man vor der Eingewöhnung im Kindergarten vorbei schaut.

Denn Orte, an denen dein Kind schon einmal war, schaffen bei ihm Vertrauen. Je öfter du die Einrichtung also gemeinsam mit ihm besuchen kannst, desto mehr Sicherheit gibst du deinem Kind, dass dies ein guter Ort ist. Das macht die Kita-Eingewöhnung später leichter.

2. Kauft gemeinsam einen Rucksack

Ein Schulkind bekommt für den ersten Tag einen Ranzen und deshalb sollte auch ein Kindergartenkind für seinen ersten Tag einen ganz besonderen Rucksack bekommen. Brotdose, Wechselsachen und alle anderen kleinen Habseligkeiten sollten darin Platz finden - auch, wenn ihr diese mit Beginn der Eingewöhnung vermutlich noch nicht gleich braucht.

​Tipp: Am besten lässt du dein Kind den Rucksack alleine aussuchen (eine Vorauswahl darfst du selbstverständlich treffen). Mit seinem neuen Rucksack wird dein großes Kind ganz stolz an seinem ersten Tag gen Kindergarten marschieren.

3. Sprich mit deinem Kind über den Kindergarten und erzeuge Neugier

Erinnerst du dich noch an tolle, schöne oder witzige Erlebnisse aus deinen Kindergartentagen? Rede mit deinem Kind darüber. Erzähle ihm, was du tolles erlebt hast, was ihr für Ausflüge gemacht habt, wie ihr dreck-verschmiert im Garten getobt habt und wen du alles kennengelernt hast.

Am besten holst du auch dein Erinnunergsalbum raus und zeigst ihm Bilder aus deiner Kindergartenzeit. Deine positiven Erzählungen werden dein Kind ermutigen, ähnliche Dinge erleben zu wollen. Es wird neugierig sein, wie es in der Kita ist und sich auf die spannenden Zeit freuen. Spreche außerdem mit deinem Kind darüber, dass es bald ein großes Kindergartenkind ist und dass dich das ganz stolz macht.

4. Denk an einen Freund zum Kuscheln

Vor allem in den ersten Tagen der Eingewöhnung und Wochen danach kann es deinem Kind helfen, etwas Vertrautes dabei zu haben. Das kann ein Plüschtier sein, ein Kuschelkissen oder ein Tuch. Der Gegenstand gibt deinem Kind ein Stück Sicherheit von zu Hause mit, wenn es sich in einer ungewohnten Situation wiederfindet.

Oder du schenkst deinem Schatz einen neuen Freund, der mit deinem Kind gemeinsam in den Kindergarten startet. So fühlt es sich am Anfang nicht allein und hat etwas, an dem es sich festhalten kann. Außerdem kann so ein plüschiger Freund auch den Kontakt zu anderen Kindern erleichtern, denn wenn die den neuen Freund deines Kindes genauso toll finden, werden sie schnell Kontakt zu beiden suchen.

Tipp: Vor allem dann, wenn dein Kind so weit ist, auch im Kindergarten zu schlafen, hilft es ihm, etwas zum Anschmiegen und Ankuscheln dabei zu haben. Fast wie zu Hause.

5. Lasst euch richtig viel Zeit mit der Kita-Eingewöhnung

In der Regel gehen Kindertagesstätten von einer Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Wochen aus. Nehmt euch diese Zeit und wenn es sein muss, auch noch ein bisschen mehr. Gib deinem Kind die Zeit, die es braucht, um Einrichtung, Erzieher und andere Kinder in aller Ruhe kennenzulernen.

Meistens geht man in den ersten Tagen gemeinsam mit dem Kind für ein oder zwei Stunden hin. Irgendwann werden Mama und Papa dann auch mal für eine kurze Zeit weggeschickt. Und diese Zeitspanne wird Stück für Stück vergrößert. Dein Kind lernt auf diese Weise, dass Mama und Papa zwar für eine Zeit weg sind, aber auch, dass sie immer wieder kommen und es keine Angst haben muss.

6. Bastel deinem Kind ein Mini-Fotoalbum

Egal wie gelassen dein Kind (irgendwann) in den Kindergarten geht, es wird Situationen geben, in denen es Mama und Papa plötzlich vermisst. Deshalb solltest du deinem Kind ein kleines Fotobuch basteln. Klebe Bilder von euch gemeinsam hinein, Bilder von Oma und Opa, Onkeln und Tanten. Dazu ein paar bunte Sticker und fertig ist das Mini-Album.

Und wenn das Heimweh an einem Tag besonders groß ist, kann sich dein Kind diese Bilder ansehen und an euch denken. Das hat schon manche Träne trocknen lassen.

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