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Spaß an Mathe, Physik und Chemie? Das geht! Man muss nur wissen wie

von Anne Walkowiak Erstellt am 8. September 2020
Spaß an Mathe, Physik und Chemie? Das geht! Man muss nur wissen wie© Getty Images

Fächer wie Mathe, Biologie, Chemie oder Informatik sind oft wenig beliebt bei Schülern. Doch die so genannten Mint-Fächer können Kindern auch richtig viel Spaß machen. Wollt ihr wissen, wie? Dann passt mal auf.

Die wenigsten Schüler haben Spaß an Mathe, freuen sich auf Chemie und Physik oder tüfteln gerne an Informatik-Hausaufgaben. Denn auch heute ist leider noch viel Frontalunterricht üblich und das Ausprobieren und Erforschen bleibt im Schulalltag oft auf der Strecke.

Doch die sogenannten Mint-Fächer (zusammengesetzt aus den Begriffen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sind nicht nur wichtig für gute Noten in der Schule, sondern auch für das Leben jedes Einzelnen.

Es mag einem komisch vorkommen, daran zu denken, welchen Beruf das eigene Kind später mal ergreifen möchte, aber gerade in den Bereichen Technik, Forschung und Wissenschaft fehlen schon heute viele Fachkräfte. Diese Tendenz ist eher steigend.

Motiviert man Kinder, Spaß an Mathe-, Informatik- und Chemiestunden zu haben und gute Noten zu schreiben, kann man so bereits den Grundstein für ihre berufliche Karriere legen.

Das mag sicher nicht bei jedem Kind so sein, denn nicht jedes Kind möchte Wissenschaftler, Arzt oder Mechatroniker werden. Nichtsdestotrotz kann man ihr Interesse an den wissenschaftlichen Fächern fördern.

Aber wie sorgt man dafür, dass das Interesse der Kinder für diese Unterrichtsfächer wächst?

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Je eher, desto besser!

Man muss nicht warten bis die Kinder das Schulalter erreicht haben, wenn man ihr Interesse für die Mathematik, Informatik oder Chemie wecken will. Ganz im Gegenteil. Kleinere Kinder mögen zwar die großen Zusammenhänge noch nicht verstehen, dafür saugen sie kleinere aber auf wie Schwämme. Denn die meisten Kinder können sich so gut wie alles merken und lernen viel schneller als wir Großen.

Außerdem haben kleinere Kinder viel Spaß dabei, Dinge einfach auszuprobieren. Je mehr Kinder selbst forschen, desto eher entwicklen sie Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Das ist in Bezug auf Mint-Fächer enorm wichtig, eben weil nicht in jedem ein Mathegenie oder Pyhsik-Crack schlummert.

Dehalb solltet ihr eure Kinder so früh wie möglich mit Naturwissenschaft, Technik und auch der Mathematik in Kontakt bringen. Baut eine Kettenreaktion mit euren Kindern, indem ihr einfach Bau- oder Dominosteine gemeinsam hintereinander aufbaut und sie dann unter großem Gejole umstoßt. Solch eine Reaktion lässt sich noch steigern, indem ihr auch andere Dinge wie Seilzüge oder Zahnräder mit einbaut. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Hier könnt ihr einen Bausatz für eine fantastische Kettenreaktion direkt bei Amazon bestellen.*

Repariert Dinge gemeinsam mit euren Kindern wie einen kaputten Fahrradschlauch oder ein Handy(display). Lest gemeinsam Sachbücher aus allen möglichen Bereichen. Es gibt für fast jedes Alter auch das richtige Buch, Computerprogramm oder Lernspiel.

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Video von Sarah Glaubach

Im Alltag Mint-Interesse wecken

Unsere Welt besteht aus unzähligen Phänomenen. Für uns Erwachsene sind die alltäglich geworden. Wir stellen sie nicht in Frage, sondern nehmen sie als gegeben hin. Für unsere Kinder aber, die die Welt erst noch entdecken, sind sie ein Wunder.

Ihre Augen strahlen, wenn sie einen Regenbogen am Himmel entdecken. Sie sind fasziniert, dass jedes Mal, wenn man den Kühlschrank aufmacht, Licht brennt. Und sie bestaunen jedes Flugzeug, das über ihre Köpfe hinweg fliegt. Genau dieses Interesse für die kleinen und großen Wunder dieser Welt sollten wir nutzen und so ihr Interesse für Physik und Co. wecken.

Es gibt beispielsweise Podcasts für Kinder, die erklären, warum der Regenbogen bunt ist, wie ein Kühlschrank funktioniert oder warum Marmeladenbrote immer auf der beschmierten Seite landen, wenn sie einem aus der Hand rutschen.

Damit lernen dann nicht nur unsere Kinder viel Neues, sondern auch wir Großen. Unsere Empfehlung für Kinder ab neun oder zehn Jahren (aber auch weit darüber hinaus): der Podcast "Sag mal, du als Physiker", zu hören auf Audible. (Hier kannst du Audible für 30 Tage kostenlos testen.*)

Kindern ab sechs Jahren kann man Alltagsphänomene wunderbar mit der TV-Sendung, dem Buch oder dem Hörbuch von "Wissen macht Ah!" erklären (lassen). Hier könnt ihr das Buch oder Hörbuch bequem bei Amazon bestellen.*

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Lasst sie knobeln

Was viele an sogenannten Mint-Fächern abschreckt, ist, dass sie so kompliziert und undurchsichtig scheinen. Noch bevor man erste Erfahrungen mit Chemie, Physik oder Biologie macht, hat man Vorbehalte. Viele Schüler (und bestimmt so manche Erwachsene) stehen sich einfach selbst im Weg, wenn es darum geht, offen für diese Fächer zu sein.

Deshalb lasst eure Kinder knobeln, ausprobieren und vor allem, auch mal Fehler machen. Egal, ob Sudoku, Bilderrätsel oder Labyrinthe, je mehr sie knobeln und je mehr sie lernen, dass es sich lohnt, Dinge auszuprobieren, zu tüfteln und es im Zweifel nochmal zu versuchen, umso besser. Denn dann vertrauen sie voll und ganz in ihre Fähigkeiten. Sie haben dann bereits gelernt, dass, wenn etwas nicht direkt klappt, man es noch ein zweites oder sogar drittes und viertes Mal probieren muss, um zum Ziel zu kommen.

Passende Bücher zum Knobeln und Lernen gibt es viele. Probiert es zum Beispiel mal mit den Mint-Spaßbüchern aus dem Ullmann-Verlag. Hier ganz easy bei Amazon bestellen.*

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Geht in Museen, Planetarien und Ausstellungen

Wissenschaft sollte man für Kinder, egal welchen Alters, immer erlebbar machen. Das geht Gott sei Dank ganz einfach, indem man Museen, Planetarien und Ausstellungen besucht. Im besten Fall dürfen die Kinder da auch Dinge anfassen und ausprobieren, experimentieren und forschen. So etwas bleibt ihnen auf jeden Fall in Erinnerung.

Auch Kinderuni-Vorlesungen oder Ferien-Camps sind eine gute Möglichkeit, Kinder mit Wissenschaft und Technik bekannt zu machen oder ihre Interessen zu fördern. Mittlerweile bieten auch viele Schulen AGs an, die sich mit Roboter-Technik, Wirtschaft, Chemie und vielem mehr beschäftigen. Auch diese, oft kostenlosen, Angebote sollte man unbedingt nutzen.

Und selbstverständlich kann jeder selbst nach Herzenslust zu Hause experimentieren, von den ganz einfachen Dingen wie der Herstellung einer Lauge zum Seifenblasen pusten bis hin zum Bau eines sprudelnden Vulkans mithilfe von Backpulver und Co.

Wer selbst nicht so bewandert ist, was das Experimentieren angeht, dem empfehlen wir Experimentier-Sets aus den Bereichen Naturwissenschaft, Chemie und Physik. Die kann man ganz bequem online hier bei Amazon kaufen.*

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Am Ende des Tages ist sicher nicht jedes Kind ein riesiger Physik-, Chemie- oder Mathematik-Fan. Nichtsdestotrotz kann man seinen Kindern helfen, diesen Fächern gegenüber aufgeschlossen und neugierig zu bleiben und sie nicht direkt als viel zu schwer oder kompliziert abzutun.

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