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Antipasti-Platte: In 5 Schritten zum perfekten Vorspeisen-Buffet

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 9. September 2019

Mit vielen kleinen Häppchen wird jede Party geselliger! Wir zeigen euch, wie ihr eine eigene Antipasti-Platte anrichten könnt, die keine Wünsche offen lässt.

Genau wie spanische Tapas sind italienische Antipasti – mittlerweile ein Synonym für sämtliche Vorspeisen vom Mittelmeer – wie gemacht zum gemütlichen Teilen. Sie sind leicht, schmecken nach Sommer und Urlaub und sind viel zu schade, um sich als Grillbeilage zu verstecken. Also schafft den pikanten Leckereien eine eigene Bühne. Und zwar mit einer selbst gebauten Antipasti-Platte!

Ursprünglich sollen Antipasti ihrem Namen nach "vor der Mahlzeit" gegessen werden. Diese Regel ist aber längst überholt. In Zeiten des sozialen Wandels haben sich die kleinen mediterranen Köstlichkeiten von der einfachen Vorspeise zu einer eigenständigen Mahlzeit entwickelt. Zumindest, wenn man nicht nur ein oder zwei Häppchen, sondern gleich eine ganze Antipasti-Platte serviert.

Übrigens: Snacking ist einer der großen Food-Trends 2019. Mit einem Antipasti-Buffet liegt ihr also bei eurer Sommerparty oder eurem Gartenfest voll im Trend.

Antipasti-Buffet selber machen: Darauf solltet ihr achten

Da Antipasti in der Regel kalt gegessen werden, könnt ihr solch ein Vorspeisen-Buffet für euch oder eure Gäste bequem am Vortag vorbereiten. Das ist sogar noch besser, als alles frisch zuzubereiten. Denn über Nacht können die eingelegten Artischocken, Dips & Co. noch einmal gut durchziehen.

Im Video: Rezept für herzhafte Tomaten-Antipasti-Creme

Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft euch dabei, eure Antipasti-Platte so anzurichten, dass es ihr an nichts fehlt und sie auch ein optisches Highlight ist. Geht einfach der Reihe nach die folgenden fünf Fragen durch. Am Ende wisst ihr hoffentlich, welche Platte ihr braucht, wie groß diese sein soll und womit ihr sie füllt.

1. Was gehört auf einen Antipasti-Teller?

Beim Zusammenstellen eurer Antipasti-Platte solltet ihr nicht nur eure Lieblingszutaten auswählen, sondern Rücksicht auf die Ernährungsgewohnheiten eurer Gäste nehmen. Sind Vegetarier oder Veganer dabei? Dann lasst das Fleisch weg oder reduziert zumindest die Wurstmenge. Hat jemand eine Allergie? Dann legt beispielsweise Nüsse, Mandeln oder ähnliches in gesonderten Schälchen ab.

Im Detail gibt es sieben Komponenten, aus denen ihr eure Antipasti-Platte mischen könnt. Dadurch wird das Buffet nicht nur bunter, es vereint im Idealfall auch unterschiedliche Geschmacksrichtungen und Konsistenzen. Und genau das macht eure Antipasti-Platte schließlich zum Star des Abends.

Beispiele für die 7 Basics findet ihr hier:

1. Schinken und Wurst
Max. 2-4 Sorten

  • Italienische/spanische Salami (Chorizos oder Spianata Romana)
  • Mortadella
  • Luftgetrockneter Schinken (Serrano- oder Parma)
  • Rindfleisch-Carpaccio (alternativ: Räucherlachs-Carpaccio)

2. Käse
Max. 2-4 Sorten

  • Parmigiano Reggiano
  • Mozarella oder Burrata
  • Gorgonzola
  • Ricotta oder Frischkäse
  • Ziegenkäse

3. Antipasti-Gemüse
Max. 3-5 Varianten

  • (Eingelegte oder getrocknete) Tomaten
  • (Eingelegte) Artischocken, Auberginen oder Zucchini
  • Gefüllte Paprika oder Peperoni
  • Gefüllte Weinblätter oder Pilze
  • Oliven
  • Saure Gurken
  • Gegrillte Zwiebeln oder Knoblauchzehen

Rezepte für selbstgemachte Antipasti findet ihr hier.

4. Saisonales Obst
Max. 2-3 Sorten

  • Weintrauben oder Rosinen
  • (Cantaloupe) Melone
  • (Gegrillte) Pfirsiche
  • Granatapfelkerne
  • Beeren (Kirschen, Erdbeeren, Heidelbeeren)
  • Mango
  • Datteln oder Feigen

5. Brot

  • Baguette
  • (Geröstetes) Ciabatta-Brot
  • Vollkornbrot
  • Grissini oder Salzstangen
  • Cracker

6. Saucen und Kräuter
Mind. 1

  • Pesto (Verde oder Rosso)
  • Aioli
  • extra vergines Olivenöl
  • Balsamico-Creme
  • Senf
  • Fruchtessig (Mango oder Himbeer)
  • Frische Kräuterzweige (Thymian, Rosmarin, Oregano)
  • Basilikumblätter

7. Extras

  • Trockenfrüchte (Aprikosen, Datteln, Feigen)
  • (Gesalzene oder kandierte) Nüsse (Pistazien, Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln)

2. Für wie viele Personen soll die Antipasti-Platte sein?

Wie groß eure Antipasti-Platte sein soll, bzw. wie viele Häppchen ihr darauf packt, hängt in erster Linie von der Anzahl der Personen ab, die davon essen sollen. Außerdem spielt es eine Rolle, ob ihr die kalte Platte als Hauptgericht oder als Vorspeise eingeplant habt.

200-300 g Käse oder Wurst sollten es pro Kopf sein, wenn die Antipasti-Platte die Hauptspeise ist. Folgen darauf noch weitere Gänge, sollten 80-100 g pro Person ausreichen.

Tipp: Seid lieber etwas großzügiger bei der Einschätzung der genauen Antipasti-Menge. Übriggebliebene Zutaten könnt ihr gegebenenfalls in Öl einlegen und haltbar machen oder zu einem leckeren Resteessen verwerten.

3. Was ist die richtige Platte für euer Antipasti-Buffet?

Habt ihr nur wenige Gäste zu Besuch, genügt meist eine einzelne Antipasti-Platte. Auf runden Platten könnt ihr die Zutaten leichter sortieren, etwa indem ihr sie wie eine Käseplatte im Uhrzeigersinn von würzig zu mild anrichtet. Eckige Platten bieten dagegen oft etwas mehr Platz für eure Antipasti-Sammlung.

Tipp: Als reine Vorspeise könnt ihr jedem Gast einen eigenen Antipasti-Teller auftischen. Diese Variante ist zwar weniger gesellig, kommt aber beispielsweise militanten Veganern sehr entgegen.

Erwartet ihr mehr als vier Personen zu Gast, reicht eine einzige Antipasti-Platte wahrscheinlich nicht mehr aus. Statt eine noch größere Platte zu suchen, solltet ihr lieber mehrere Platten als Buffet kombinieren. So behaltet ihr besser den Überblick.

Hier macht es Sinn, die Platten nach Zutaten zu sortieren. Also eine Antipasti-Platte mit Käse, eine mit Wurst, eine zum Brot schneiden und eine für Tapas. Ein gutes Brotmesser gibt's hier bei Amazon.

Tipp: Wenn ihr viele verschiedene Käse- oder Wurstsorten habt, werden es euch eure Gäste danken, wenn ihr diese beschriftet. Nostalgische Kreidetafeln findet ihr hier bei Amazon. Ebenfalls ein großer Dienst an euren Gästen: Zur Inspiration eine Platte, einen Teller oder ein Tablett mit fertig belegten Bruschetta anrichten.

4. Wie voll sollte die Antipasti-Platte sein?

Bilder von prall gefüllten Antipasti-Platten sehen besonders ansprechend aus. Selbst die Lücken sind dabei mit Nüssen, Beeren oder Crackern gespickt. Wenn ihr eure Gäste gut kennt und wisst, dass sie kein Problem damit haben, wenn mehrere Finger das Essen berühren (was hier unausweichlich ist), könnt ihr euer Buffet entsprechend vollstopfen.

Eleganter und hygienischer ist es aber, die einzelnen Antipasti etwas weiter auseinanderzurücken. Auf diese Weise vermischen sich die Aromen auch nicht so schnell.

Ganz wichtig: Eingelegte Antipasti oder Saucen immer in separaten Schälchen servieren, damit die Speisen in der Umgebung nicht aufweichen. Für Brot oder Baguette am Stück empfiehlt sich ebenfalls eine eigene Platte. Niemand will eine vollgekrümelte Antipasti-Platte, oder?

5. Wie kann man eine Antipasti-Platte dekorieren?

Habt ihr alle Zutaten für eure Antipasti-Platte beisammen, könnt ihr euch Gedanken um die Deko machen. Dazu gehört in erster Linie, dass ihr Obst und Gemüse gewaschen serviert und die Wurst- und Schinkenscheiben nicht einfach lieblos auf einen Haufen werft.

Große, runde Mortadellascheiben könnt ihr dekorativ falten. Längliche Serranoscheiben lassen sich gut aufrollen. Kleine Salamischeiben schichtet ihr leicht versetzt übereinander. So habt ihr mehr Platz auf der Platte und eure Gäste müssen nicht noch lange den Schinken auseinanderwurschteln.

Das Gleiche gilt für den Käse: Serviert den Mozarella bereits in Scheiben geschnitten. Hartkäse wie Parmesan serviert ihr dagegen in mundgerechten Stücken. Näheres zum Anrichten einer Käseplatte findet ihr hier. Hier könnt ihr eine Käseplatte mit magnetischem Messerset bei Amazon bestellen.

Wenn ihr nur eine Antipasti-Platte anrichtet, solltet ihr Käse und Schinken gleichmäßig über die Fläche verteilen – vorausgesetzt, es sind keine Vegetarier unter euch. Dadurch wird das Vorspeisen-Buffet bunter und alle Gäste kommen von ihrem Platz aus überall gut dran.

Um Platz zu sparen, könnt ihr außerdem gemischte Antipasti-Spieße servieren. Die sehen appetitlich aus und lassen sich besonders einfach snacken.

Antipasti-Platten sind meist als Fingerfood geplant. Bei Schinken und Käse mag das funktionieren. Für ölige Antipasti solltet ihr aber unbedingt ausreichend Zahnstocher oder Besteck daneben legen. Stellt außerdem jedem Gast einen leeren Teller zur Verfügung. Damit wird das Handgemenge am Buffet hoffentlich weniger.

Appetit bekommen? Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Nachmachen!

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