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Zupfbrot-Rezepte: Lecker gefüllte Partybrote von herzhaft bis süß

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 6. September 2019

Unsere Zupfbrot-Rezepte verpassen dem schnöden Kräuterbaguette im Nu ein Style- und Geschmacksupdate. Ärmel hoch, jetzt wird gewickelt, gefaltet und gerollt!

Egal, ob als Partyfood oder als Beilage zum Grillen – Zupfbrote liegen derzeit voll im Trend. Die kleinen oder großen Brote lassen sich einfach selber machen und ganz nach Geschmack befüllen. Von süß mit Früchten oder Zimt und Zucker bis herzhaft mit Pilzen oder Käse-Schinken-Füllung ist dabei alles erlaubt, was die Fantasie hergibt.

Die Bandbreite an Zupfbrot-Rezepten ist riesig. Zu den ausgefallenen Backwaren gehören nämlich nicht nur traditionelle Hefezöpfe oder Hefeschnecken, sondern auch ganze Brote, die eingeschnitten und mit den eigenen Lieblingszutaten gepimpt werden. Wie das ganz einfach klappt, zeigen wir euch im folgenden Video!

Schnelles Zupfbrot-Rezept mit Käse und Knoblauch

Der Urvater des Partybrots dürfte übrigens das klassische Kräuterbaguette sein: Mit pikanter Kräuter- oder Knoblauchbutter zwischen den einzelnen Baguettestücken. Die meisten kennen das Kräuterbaguette wahrscheinlich tiefgefroren aus dem Supermarkt.

Zupfbrot auch als "Pull-Apart-Bread" bekannt

Die Gemeinsamkeit aller Zupfbrot-Rezepte klingt bereits in ihrem Namen an. So können sich Gäste einfach ein Stück davon abzupfen bzw. abreißen und locker auf der Hand essen. Im Englischen heißen sie deshalb auch 'Pull-Apart-Bread'. Das macht die gefüllten Partybrote trotz ihrer Größe zum Fingerfood – und spart euch zusätzliches Geschirr wie Teller und Messer.

Tipps für selbstgemachte Zupfbrote

Besonders lecker schmecken Zupfbrote, wenn ihr den Hefeteig dafür selber macht. Dafür könnt ihr beispielsweise unser Rezept für Pizzateig benutzen. Für die süße Variante erhöht ihr den Zuckeranteil und lasst dafür das Salz weg.

Noch schneller gelingt euer Zupfbrot mit diesen Tricks:
1.
Im Kühlregal eines gut sortierten Supermarkts könnt ihr einfach fertigen Hefeteig kaufen. Wählt nur passend zu eurem Zupfbrot-Rezept einen salzigen oder süßen Teig.

2. Für manche Varianten des Partybrots genügt auch ein frisches Baguette oder Sauerteigbrot vom Bäcker. Die Betonung liegt auf frisch – besorgt das Backwerk am besten erst am Tag eurer Party.

3. Als Füllung für Zupfbrote könnt ihr wunderbar Reste verwerten. Zum Beispiel selbst gemachtes Pesto, Kräuter, Käse, Wurst & Co. Das erspart euch unter Umständen viel Schneidearbeit.

4. Legt euren Perfektionismus ab! Zupfbrote verdanken ihren Charme (auch) ihren überstehenden Ecken und Kanten. Bei der Zubereitung müsst ihr wirklich nicht mit dem Lineal nachmessen.

Zupfbrot-Rezepte: Leckere Ideen in herzhaft und süß

Viele, viele tolle Zupfbrot-Rezepte findet ihr in dem Backbuch "Zupfbrote: Gefüllt, gerollt, gezupft" von Hildegard Möller. Neben Klassikern mit selbst gemachtem Teig gibt es darin auch jede Menge Inspiration für herzhafte oder süße Blitz-Partybrote.

> Hier könnt ihr das Buch bei Amazon bestellen.

Damit ihr für eure nächste Party nicht lange warten müsst, dürfen wir euch hier schon direkt vier Zupfbrot-Rezepte aus dem Buch vorstellen. Wir wünschen frohes Wickeln, Rollen und Falten und sagen 'Guten Appetit'!

1. Zupfbrot-Rezept: Herzhaft mit Lachs

Diese lustig gedrehten Lachs-Hefeteig-Röllchen lassen sich bequem mit zwei Fingern abzupfen und genießen. Am schönsten präsentiert sich das herzhafte Zupfbrot, wenn ihr es zum Servieren aus der Backform nehmt. So weicht es auch nicht durch, bis ihr es unter die Gäste bringt.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für ein Zupfbrot

  • ca. 500 g Hefeteig (frisch oder aus dem Kühlregal)
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 1 Bund Dill
  • 100 ml neutrales Öl
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g Räucherlachs
  • 200 g Doppelrahmfrischkäse
  • 2 EL Butter

Außerdem

  • Mehl zum Arbeiten
  • Kastenform (30 cm lang, wie hier bei Amazon)
  • Butter für die Form

So gelingt die Zubereitung:
1. Den Hefeteig frisch zubereiten. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. Den Dill waschen und trocken schütteln. Die Fähnchen abzupfen. Frühlingszwiebeln und Dill mit Öl und Zitronensaft mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Räucherlachs ca. ½ cm groß würfeln.

2. Den Teig noch einmal kurz durchkneten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 28 x 60 cm) ausrollen. Mit dem Frischkäse bestreichen. Das Dill-Pesto darauf verteilen und glatt streichen. Den Räucherlachs darüber verteilen.

3. Den Teig längs zu 2 Rechtecken à 60 x 14 cm halbieren. Diese jeweils in 6 kleine Rechtecke à 10 x 14 cm schneiden. Jedes Rechteck von der langen Seite aufrollen, dann quer halbieren, sodass 7 cm lange Röllchen entstehen. Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen. Jedes Röllchen damit einpinseln.

4. Die Kastenform gründlich mit Butter einfetten, dann senkrecht hinstellen. Teigröllchen waagerecht in die Form schichten. Die Form wieder auf ihren Boden stellen, die Teigröllchen etwas auseinanderzupfen und so gleichmäßig in der Form verteilen, abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Ofen auf 180° vorheizen.

4. Das Brot im heißen Ofen (Mitte) ca. 50 Minuten backen. Herausnehmen, ca. 15 Minuten abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form stürzen. Noch warm genießen.

2. Zupfbrot mit Käse: Partybaguette mit Brie

Für ein Picknick, eine Grillparty oder einfach zum gemütlichen Glas Wein auf dem Balkon – dieses Zupfbaguette versprüht mit cremigem Brie und knackigen Nüssen französischen Charme. Fix gemacht und super lecker!

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 1 Partybaguette

  • 40 g getrocknete Aprikosen
  • 25 g Haselnusskerne mit Haut
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 60 g weiche Butter
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g Brie
  • 1 Baguette (350 g)

So geht die Zubereitung:
1. Die Aprikosen etwas kleiner schneiden. Zusammen mit den Haselnüssen im Mixer fein hacken. Den Rosmarin waschen und trocken schütteln. Die Nadeln abzupfen und fein hacken. Die Butter mit den Nüssen, Aprikosen und dem Rosmarin mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Den Brie in dünne Scheiben schneiden. Den Backofen auf 180° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Das Baguette mit einem Brotmesser etwa alle 2 cm schräg bis 1-2 cm über den Boden einschneiden, also nicht ganz durchschneiden. So entstehen ca. 10 Scheiben.

3. Das Baguette auf das Backblech legen. Die Briestreifen in die Brotspalten stecken. Die Aprikosen-Nuss-Mischung ebenfalls darin verteilen.

4. Das Baguette mit Alufolie abdecken und im heißen Ofen (Mitte) ca. 20 Minuten backen. Die Folie entfernen und das Brot noch ca. 10 Min. backen, damit es knusprig wird. Noch warm genießen.

3. Zupfbrot-Rezept: Ährenbrot mit Zucchini-Ricotta

Der Vorteil vom Zupfbrot in Ährenform: Ihr könnt die einzelnen Ähren besonders leicht lösen und wegputzen.

Tipp: Das Pesto lässt sich übrigens einfach selber machen: Dafür 20 g geröstete Pinienkerne, 1 Knoblauchzehe, 1 Bund Basilikum, 4 EL Olivenöl, 20 g Parmesan und Salz + Pfeffer im Mixer (hier bei Amazon) pürieren.

Diese Zutaten braucht ihr:
Für ein Feinschmecker-Zupfbrot

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Zucchini
  • 30 g Pinienkerne
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 250 g Ricotta
  • 3 EL Basilikumpesto
  • 400 g Pizzateig (Kühlregal)

So geht die Zubereitung:
1. Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. Zucchini waschen, putzen und ½ cm groß würfeln. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten. Herausnehmen. Das Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Zucchini mit Zwiebel und Knoblauch darin in ca. 5 Minuten bei großer Hitze hellbraun anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und in einer Schüssel mit dem Ricotta mischen. Nochmals mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Ofen auf 180° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Teig entrollen, Papier abziehen und den Teig ca. 28 x 45 cm groß ausrollen. Mit dem Pesto bestreichen, dabei einen ca. 1 cm breiten Rand freilassen. Die Zucchini-Ricotta-Mischung darauf verteilen und glatt streichen. Die Pinienkerne darüberstreuen.

3. Teig von einer schmalen Seite her aufrollen. Teigrolle mit der Naht nach unten auf das Backblech legen. Die Rolle mit einem scharfen Messer von oben schräg auf einer Seite etwa alle 4 cm tief ein, aber nicht durchschneiden, ein Viertel der Rolle sollte zusammenhängen.

4. Jeden zweiten Teigabschnitt vorsichtig auf die gegenüberliegende Seite der Rolle drehen, sodass ein Ährenmuster entsteht. Das Brot im heißen Ofen (Mitte) ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen und am besten noch warm genießen.

4. Zupfbrot-Rezept mit Nutella

Ihr möchtet ein süßes Zupfbrot selber machen? Dieses Rezept mit Nutella schmeckt nicht nur lecker und sieht toll auf dem Frühstückstisch aus - es gelingt auch super einfach. Im Video zeigen wir euch, wie ihr das Nutella-Zupfbrot in Sternform selber machen könnt:

5. Süßes Zupfbrot: Mit Apfelmus und Rosinen

Mit diesem süßen Zupfbrot kommt ein Hauch von Weihnachten auf den Tisch. Besonders lecker ist übrigens die Unterseite des Gebäcks, denn hier sammelt sich der Zucker, der beim Backen noch dazu karamellisiert.

Diese Zutaten braucht ihr:
Für ein süßes Zupfbrot

  • ca. 500 g süßer Hefeteig (frisch oder aus dem Kühlregal)
  • 50 g Rosinen
  • 2 EL Rum
  • 1 Bio-Zitrone
  • 350 g Apfelmus
  • 1 Pck. backfeste Vanille-Puddingcreme
  • 200 ml Milch
  • 50 g Sahne
  • 6 EL Puderzucker
  • 2 EL gehackte Pistazien

Außerdem:

  • Mehl zum Arbeiten und für die Form
  • Kastenform (30 cm lang)
  • Butter für die Form

So gelingt euch die Zubereitung:
1. Süßen Hefeteig zubereiten. Rosinen ca. 15 Minuten im Rum einweichen. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen, 2 TL Schale abreiben und unter das Apfelmus rühren. Von der Zitrone für den Guss
2 EL Saft auspressen und beiseitestellen.

2. Den Teig noch einmal kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat
ausrollen (ca. 48 x 48 cm). Puddingcreme mit Milch und Sahne verrühren, auf den Teig streichen, dabei
rundum einen 1 cm breiten Rand freilassen. Creme in ca. 5 Minuten fest werden lassen. Die Form gründlich
mit Butter einfetten, mit Mehl ausstäuben.

3. Apfelmus auf die Creme streichen. Rosinen ausdrücken und darüber streuen. Den Teig nun in kleine Rechtecke unterteilen und wie in der folgenden Abbildung leicht versetzt hintereinander in der Kastenform aufschichten. Abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Zimtbrot selber machen© Getty Images

4. Ofen auf 180° vorheizen. Das Brot im heißen Ofen (Mitte) ca. 45 Minuten backen, ca. 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen. Zitronensaft mit dem Puderzucker verrühren. Den Guss über das Brot träufeln. Mit Pistazien bestreuen.

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von Nicole Molitor