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Schwangerschaftsöl: So machst du Dehnungsstreifen das Leben schwer

von Katharina Bömken Erstellt am 3. April 2021
Schwangerschaftsöl: So machst du Dehnungsstreifen das Leben schwer© Getty Images

Du bist schwanger und dein Babybauch wird immer runder? Glückwunsch! Damit deine Haut schön elastisch bleibt und nicht reißt, solltest du sie jetzt regelmäßig pflegen. Schwangerschaftsöl kann dir zum Beispiel helfen, unliebsamen Dehnungsstreifen vorzubeugen.

In der Schwangerschaft wächst dein Babybauch von Tag zu Tag. Das ist super schön! Super ist auch, was deine Haut in dieser Zeit leistet. Sie muss sich nämlich ganz schön dehnen, damit das wachsende Kind und deine Gebärmutter ausreichend Platz in deinem Bauch haben.

Das schafft sie - ohne Zweifel. Nur ganz oft wird das Bindegewebe dabei so stark beansprucht und überdehnt, dass die elastischen Fasern in der unteren Hautschicht reißen. Dass der Körper in der Schwangerschaft auch noch vermehrt Cortisol ausschüttet, wodurch die Haut weniger elastisch und dünner wird, macht es nicht besser. Die Folge: Es können so genannte Dehnungsstreifen entstehen.

Dehnungsstreifen oder Schwangerschafsstreifen sind also Risse im Bindegewebe der Haut. Meist schimmern sie rosafarben, violett, rötlich oder bräunlich. Dabei können sie nicht nur am Bauch, sondern auch an den Brüsten, Oberschenkeln, Oberarmen oder am Po entstehen.

Bekomme ich auch Dehnungsstreifen? Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Eine Rolle spielen hier mitunter eine gewisse genetische Veranlagung und ein schwaches Bindegewebe. Auch eine schnelle, starke Gewichtszunahme begünstigt die Streifen.

Übrigens: Man sagt, dass etwa 80 Prozent aller Schwangeren von Dehnungsstreifen betroffen sind. Du bist also nicht allein!

Im Video: 5 Mama-Momente, über die du bald lachen kannst - versprochen

Video von Esther Pistorius

Hilft Schwangerschaftsöl gegen Dehnungsstreifen?

Eine Garantie für eine streifenfreie Haut gibt es nicht. Sorry. Da müssen wir leider schonungslos ehrlich sein und den Tatsachen ins Auge blicken. Du hast aber die Möglichkeit, deine Haut in der Schwangerschaft zu unterstützen und alles dafür zu tun, dass es Dehnungsstreifen so richtig schwer haben. Zum Beispiel kannst du deinen Bauch & Co. vorbeugend mit Schwangerschaftsöl pflegen.

Schwangerschaftsöle versorgen deine Haut intensiv mit Feuchtigkeit. Deine Haut wird elastischer und widerstandsfähiger gegen Risse. Durch die sanfte Massage wird außerdem die Durchblutung angeregt und das Bindegewebe gelockert.

Wichtig ist, dass du das Schwangerschaftsöl regelmäßig benutzt. Am besten zweimal pro Tag, morgens und abends. Wie heißt es so schön: Von nichts, kommt nichts. Also, ölen, ölen, ölen. Und starte damit ruhig schon ganz zu Beginn deiner Schwangerschaft und warte nicht erst darauf, bis deine Babykugel nicht mehr zu übersehen ist.

Tipp: Massiere das Schwangerschaftsöl am besten immer direkt nach dem Duschen auf die noch feuchte Haut ein, damit eine feuchtigkeitsspendende Emulsion entsteht.

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Schwangerschaftsöle: Unsere Empfehlungen

Schwangerschaftsöle gibt es jede Menge. Wir haben uns mal umgeschaut und drei empfehlenswerte Produkte herausgesucht.

Schwangerschaftsöl: Kneipp Bio-Hautöl

Preis: ca. 7 Euro, 100 ml

Das Naturkosmetik-Produkt von Kneipp soll unter anderem das Hautbild bei Dehnungsstreifen verbessern. Das enthaltene Grapefruitöl regt den Hautstoffwechsel an und unterstützt damit die natürliche Regeneration und Erneuerung der Haut. Safloröl und Olivenöl schützen wiederum vor Feuchtigkeitsverlust, versorgen die Haut mit essentiellen Nährstoffen und halten sie geschmeidig.

Öko-Test bewertete das Kneipp Bio-Hautöl mit der Note 'sehr gut' (11/2020). Grund genug für uns, es euch mit gutem Gewissen ans Herz zu legen. Auch bei Amazon gibt es das Öl zu kaufen. Nutzer*innen der Plattform loben hier vor allem den frischen, Orangenduft des Produkts und betonen, dass es sehr gut einzieht.

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Schwangerschaftsöl: Burt's Bees Mama Bee Nourishing Body Oil

Preis: ca. 15 Euro, 115 ml

Das Körperöl von Burt's Bees verspricht, die Haut während der gesamten Schwangerschaft weich und geschmeidig zu pflegen und sie mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Es enthält unter anderem Süßmandel-Öl, Zitronen-Schalen-Öl sowie Weizenkeim-Öl. Das Produkt ist 100% natürlich und kommt ohne Phthalate, Parabene, Mineralöle oder Natriumlaurylethersulfate aus.

Von Öko-Test bekam das Produkt die Note 'sehr gut' (11/2020). Es ist für Schwangere also bedenkenlos zu empfehlen. flaconi-Kunden*innen gefällt vor allem der Zitronenduft des Öls und dass es sich gut auf der Haut verteilen lässt.

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Schwangerschaftsöl: Weleda Schwangerschafts-Öl

Preis: ca. 14 Euro, 100 ml

Das Weleda Schwangerschafts-Pflegeöl soll die Haut vor dem Austrocknen bewahren sowie Dehnungsstreifen vorbeugen. Es enthält unter anderem Mandelöl, Jojobaöl sowie Weizenkeimöl mit einem Auszug an Arnika, die dafür sorgen sollen, dass die Haut elastischer wird und straff bleibt.

Öko-Test vergab für dieses Produkt die Note 'gut' (11/2020). Punktabzug gab es für die Beschreibung auf der Verpackung "beugt Dehnungsstreifen vor". Bemängelt wurde, dass das Wort "kann" fehlt. Der Beliebtheit des Schwangerschaftsöls tut dies allerdings keinen Abbruch. Bei Amazon gilt das Produkt aktuell mit 4,7 von 5 Sternen und mehr als 4.000 Bewertungen als Beststeller (Stand: 03/2021). Gelobt wird hier vor allem der angenehme Geruch, dass das Öl gut einzieht und nicht klebrig ist.

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Was ist der Unterschied zwischen Creme und Öl?

Neben Schwangerschaftsölen gibt es auch jede Menge Schwangerschaftscremes. Beide haben dasselbe Ziel: Dehnungsstreifen vorbeugen. Dennoch unterscheiden sich die Produkte in ihrer Konsistenz.

Cremes enthalten mehr Wasser als Öle. Sie sind streichfähig, ziehen leicht in die Haut ein und spenden Feuchtigkeit. Dabei sind Cremes mit einem hohen Wasseranteil besonders leicht und feuchtigkeitsspendend. Je höher der Fettanteil in dem Produkt dagegen ist, umso reichhaltiger ist die Creme und umso intensiver pflegt sie.

Schwangerschaftsöle sind dagegen schon mal grundsätzlich viel flüssiger als Cremes. Sie bestehen ausschließlich aus fettlöslichen Stoffen. Das können beispielsweise nicht austrocknende Pflanzenöle (z. B. Mandelöl), vitaminreiche Öle (z.B. Avocado-Öl) oder ätherische Öle sein. Sie werden langsam in die Haut einmassiert und brauchen etwas länger, bis sie eingezogen sind. Zur Belohnung gelangen die Wirkstoffe dann aber auch in tiefere Hautschichten und sorgen so für eine reichhaltige und langanhaltende Pflege.

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Das kannst du tun, um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen

Schwangerschaftsöle sind keine Zaubermittel. Aber immerhin eine gute Möglichkeit, das Bindegewebe vorbeugend zu stärken und die Hautelastizität zu fördern. Neben der täglichen Massage mit diesem Pflegeprodukt, gibt es noch weitere Dinge, die du tun kannst, um Dehnungsstreifen das Leben schwer zu machen. Hier kommen sechs Tipps:

  • Massiere deinen Bauch, deine Brüste, deine Oberschenkel und deinen Po regelmäßig in kreisenden Bewegungen mit einem Waschlappen oder einem weichen Massagehandschuh. Das kannst du zum Beispiel gut unter der Dusche machen.
  • Mit leichten Wechselduschen kannst du nicht nur deinen Kreislauf in Schwung bringen, sondern auch dein Bindegewebe stärken und die Durchblutung deiner Haut fördern.
  • Ernähre dich in deiner Schwangerschaft gesund, ausgewogen und vitaminreich. Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Getreide sorgen beispielsweise mit ihren Nährstoffen dafür, dass deine Haut elastisch bleibt.
  • Trinke ausreichend Wasser! Am besten 3 Liter pro Tag. So bleibt dein Bindegewebe elastisch und geschmeidig.
  • Halte dich mit Sport fit! Gut sind zum Beispiel Yoga, Pilates oder Schwimmen. So tust du dir und deinem Körper etwas Gutes und straffst nebenbei auch noch dein Bindegewebe.
  • Trage ein stützendes Bauchband oder einen stützenden BH, um deine Haut zu entlasten.

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Wichtiger Hinweis: In der Schwangerschaft musst du selbst herausfinden, was dir guttut und was nicht. Ob die eine oder andere Anwendung für dich geeignet ist, zum Beispiel Wechselduschen, solltest du vorher unbedingt mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprechen.

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