Home / Familie / Schwangerschaft & Geburt

Familie

Für werdenden Mamis: Was darf man in der Schwangerschaft nicht machen?

von Diane Buckstegge Geändert am 14. Juli 2021
Für werdenden Mamis: Was darf man in der Schwangerschaft nicht machen?© Getty Images

Keinen Rohmilchkäse essen, nicht schwer heben, keinen Alkohol trinken: Es gibt viele Dinge, die für werdende Mütter tabu sind. Aber es gibt auch einiges, was – trotz wilder Gerüchte - erlaubt ist...

Video von Aischa Butt

Vor allem in Sachen Ernährung werden die Mamis in Spe mit zahlreichen wohlgemeinten Tipps, aber auch mit einigen Halbwahrheiten konfrontiert. Und da Frau natürlich nur das Beste für ihr Baby will, ist die Verwirrung groß: Welche Lebensmittel können dem Kind wirklich gefährlich werden, und welche sind unbedenklich? Bis zu welchem Zeitpunkt darf man als Schwangere das Flugzeug nehmen und welche Sportarten sind erlaubt?

Auch interessant: Vor diesen Krankheiten müssen sich Schwangere schützen

Von Lebensmittel über Medikamente bis hin zu Reisen.. Was darf man in der Schwangerschaft wirklich nicht machen und was kann man ruhig ein bisschen lockerer sehen? Hier gibt's eine Übersicht.

Lesetipp: Sex in der Schwangerschaft: Antworten auf die 6 wichtigsten Fragen

Lies auch

Schwangere und Rohmilchprodukte

Rohmilch oder Rohmilchkäse sollten Schwangere auf jeden Fall meiden. Die Milch wird nicht erhitzt. Krankheitserreger wie Listerien - sofern in der Milch vorhanden - werden nicht abgetötet und können für Mutter und Kind zur Gefahr werden. Schon kleinste Stücke können das ungeborene Baby gefährden. Deswegen: Finger weg!

Lies auch: Gewichtszunahme in der Schwangerschaft: Wie viel ist gesund?

Übrigens: Listerien können nicht nur in Rohmilchkäse stecken, sondern auch in rohem Fleisch und in Schnittsalat.

Aber: Listeriose kommt selten vor. Ihr müsst vor lauter Angst jetzt nicht während der gesamten Schwangerschaft auf Salat verzichten. Beachtet einfach diese Tipps:

  • Esst keinen abgepackten, vorgewaschenen Salat.
  • Wascht Obst und Gemüse immer gründlich.
  • Entfernt bei Käse die Rinde großzügig, hier würden sich die Listerien ansiedeln.
  • Vermeidet rohes Fleisch und rohen Fisch (auch weil im Fleisch Toxoplasmose-Erreger stecken könnten).
  • Wascht euch gründlich die Hände, wenn ihr mit rohen Lebensmitteln hantiert habt.

Übrigens: Auch rohe Eier, bzw. Produkte, die rohe Eier enthalten, sind zu vermeiden, denn diese können die gefährlichen Salmonellen-Bakterien enthalten.

Auch lesen: Sushi & Co.: Was darf man in der Schwangerschaft NICHT essen?

Schwangere und Kaffee

Neun Monate lang keinen Kaffee? Bei diesem Gedanken bricht bei so mancher Schwangeren Panik aus. Auch hier gilt: Greift zu - allerdings nur eine Tasse pro Tag. Es gibt verschiedenste Studien rund um das Thema Schwangerschaft und Koffein. Das Ergebnis: Ein bis zwei Tassen schaden weder Mutter und Kind.

Achtung: Auch in schwarzem und grünem Tee steckt Koffein. Trinkt insgesamt nicht mehr als zwei Tassen am Tag - inklusive Kaffee und auch Cola.

Lies auch: Kaffee in der Schwangerschaft: Schadet Koffein dem Baby?

Schwangere und Alkohol

Ist beim Kaffee in der Schwangerschaft eine Tasse am Tag erlaubt, gilt für Alkohol ein striktes Verbot. Dem Spruch "Ein Gläschen ist kein Gläschen" solltet ihr keine Beachtung schenken. Anke Erath von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestätigt, "dass selbst geringe Mengen Alkohol erhebliche Folgen für das Kind haben können." Verkneift euch Wein und Bier also besser und wählt eins der vielen alkoholfreien Getränke.

Auch lesen: Alkohol in der Schwangerschaft

Schwangere und Zigaretten

Gleiches gilt fürs Rauchen. Über die Nabelschnur gelangen die in der Zigarette enthaltenen Giftstoffe in den Körper des Embryos. Mögliche Folgen können Früh- und Fehlgeburten sein, Asthma oder Allergien. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät deswegen allen Frauen, die schwanger werden wollen bzw. es schon sind, zu einem sofortigen Rauch-Stopp.

Lies auch: Rauchen in der Schwangerschaft

Auch auf gofeminin: Ultraschallbilder einer Schwangerschaft: So entwickelt sich der Embryo
Ultraschallbilder einer Schwangerschaft: So entwickelt sich der Embryo © iStock

Schwangere und Medikamente

Mal schnell eine Kopfschmerztablette nehmen oder Nasenspray: Das ist keine gute Idee, wenn ihr schwanger seid.
Mit Medikamenten sollten Schwangere zurückhaltend sein, die meisten sind verboten. Über die Plazenta gelangen sie nämlich in den Körper des Babys und können dem Kind schaden. Klärt deswegen jede Medikamenteneinnahme vorher mit eurem Arzt ab. Manche Antibiotika sowie Paracetamol sind während der gesamten Schwangerschaft erlaubt.

Auch lesen: Erkältet in der Schwangerschaft: Welche Medikamente sind erlaubt?

Schwangere und Sport

Pech für alle Sportmuffel: Am Gerücht, dass Sport in der Schwangerschaft dem Kind schaden kann, ist nichts dran. Die meisten Sportarten sind sogar gut für Mami und Kind. Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen: Auf Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko wie Skifahren oder Reiten sollet ihr lieber verzichten. Auch Sportarten, bei denen viel gehüpft wird, zum Beispiel Ballsportarten, sind zu vermeiden. Bauchmuskeltraining ist ebenfalls verboten. Radfahren, Yoga, Joggen, Walken oder Schwimmen sind jedoch gar kein Problem.

Lies auch: Sport in der Schwangerschaft

Schwangere und Flugreisen

Der Druck im Flieger, dazu das lange Sitzen und die dadurch erhöhte Thrombosegefahr: Viele Schwangere trauen sich nicht in den Flieger. Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft könnt ihr aber durchaus nochmal in die Sonne fliegen. Ideal ist dafür das zweite Trimester. Ab dem Ende der 36. Schwangerschaftswoche werden Schwangere von vielen Airlines nicht mehr mitgenommen.

Mehr Infos: Fliegen in der Schwangerschaft

Schwangere und Sonnenstudio

Dem Baby schadet der Besuch im Sonnenstudio zwar nicht, aber ihr solltet trotzdem vorsichtig sein mit dem Sonnenbad. Durch die Schwangerschaft herrscht Hormonchaos in eurem Körper und viele Frauen bekommen braune Pigmentflecken im Gesicht. Die tauchen übrigens auch beim Sonnenbad auf dem Balkon auf.

Quellen und weitere informationen:

Wichtiger Hinweis: Der Inhalt dieses Artikels dient lediglich der Information und ersetzt keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden in der Schwangerschaft auf, solltet ihr euren Arzt kontaktieren.

Erstellt am 23. Mai 2015
104 mal geteilt
Das könnte dir auch gefallen