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Hochwertiges Katzenfutter: So ernährt ihr eure Vierbeiner richtig

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 8. August 2019
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Wer seine Katze liebt, möchte sie gesund und artgerecht ernähren. Doch welches Futter ist gut? Wir verraten euch, wie ihr hochwertiges Katzenfutter erkennt.

Du bist, was du isst – das gilt auch für unsere Haustiere. Glaubt man der Werbung ist jedes Katzenfutter super gesund für unsere Miezen. Aber ganz so einfach ist es leider doch nicht. Wenn ihr eure Katzen dauerhaft gesund halten und ihnen hochwertiges Katzenfutter geben möchtet, müsst ihr euch selbst mit dem Thema auseinandersetzen.

Egal, ob trockenes oder nasses Futter: Wir haben die wichtigsten Fragen rund ums Thema Katzenernährung für euch geklärt. Wir verraten euch, wie ihr eure Katze richtig ernähren könnt, woran ihr hochwertiges Katzenfutter erkennt und warum ihr Billigfutter meiden solltet. Außerdem haben wir eine Liste mit hochwertigem Katzenfutter für euch zusammengestellt, die euch bei der Suche nach geeignetem Futter helfen kann.

Außerdem haben wir getestet, welches Futter bei Katzen wirklich gut ankommt. Das Ergebnis findet ihr hier: Katzenfutter Test 2019: Das beste Nassfutter für eure Katze.

Katzen richtig ernähren: Das brauchen sie

Im Gegensatz zu zum Beispiel Hunden oder Menschen, die Allesfresser sind, gehören Katzen zu den Carnivoren. Sie sind also reine Fleischfresser. Sowohl das Gebiss von Katzen als auch ihr Darm und ganzer Organismus ist für die Verwertung von Fleisch ausgelegt. Wusstet ihr, dass ihr Körper deshalb nichts mit Getreide oder Gemüse anfangen kann?

Am natürlichsten ist es, seine Katze zu barfen - also sie mit rohem Fleisch zu füttern. Das erfordert aber einigen Aufwand, Zeit und auch Vorwissen. Und nicht jeder möchte seiner Katze rohes Fleisch geben. Mit hochwertigem Katzenfutter ist euer Liebling aber trotzdem gut versorgt.

Mehr zum Thema barfen, erfahrt ihr im Buch "einfach barf: Leitfaden für natürliche Katzenernährung".

Kann man Katzen vegetarisch oder vegan ernähren?

Vor allem, wenn man selbst auf Fleisch oder andere tierische Produkte verzichtet, mag der Gedanke nahe liegen, dass man auch seinem Haustier vegetarisches oder veganes Katzenfutter gibt. In der Realität funktioniert das allerdings nicht. Denn als Fleischfresser können Katzen pflanzliche Nahrung nicht verwerten.

Das heißt: die Nahrung wird ausgeschieden, ohne dass eure Katze die für sie wichtigen Nährstoffe bekommt. Das kann zwar einige Jahre lang gut gehen und man mag zunächst denken, die Katze ist gesund. Aber sie wird auf Dauer auf jeden Fall krank und da Katzen nicht sprechen können, merken wir dies meist erst zu spät.

Hochwertiges Katzenfutter vs. Billigfutter

Viele billige Katzenfuttersorten enthalten Getreide und Zucker. Leider ist das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, denn Zucker versteckt sich wie auch in unserer Nahrung hinter vielen verschiedenen Namen.

Zum Beispiel: Karamell, Cassia Gum, Johannesbrotkernmehl, Agar Agar, Zichorienwurzel, Rübenschnitzel, Rübeblätter, Gummi Arabicum, Sorbit, Xili, Tupinamburex, Saccharose, Melasse, Isoglucose, Muskovade, Sirup, Glucose, Dextrose, Galactose, Maltodextrin, Farin, Fruktose, Glykogen, Hexose oder Kandisfarin. Da behält man kaum den Überblick, oder?!

Da Katzen reine Fleischfresser sind, sollte hochwertiges Katzenfutter auch keine großen Mengen an Reis, Kartoffeln, Mais, Soja, Nudeln oder pflanzlichen Eiweißextrakte enthalten. Lediglich geringe Mengen von bis zu 5% entsprechen dem Mageninhalt eines Beutetiers, das Katzen auch im Freien erlegen und fressen würden.

​Ebenfalls problematisch: Billiges Katzenfutter enthält kein hochwertiges Fleisch, sondern besteht aus "tierischen Nebenerzeugnissen", also Abfällen aus der Fleischindustrie.

Mehr zum Thema artgerechte Katzenernährung erfahrt ihr auch im Buch "Katzen würden Mäuse kaufen: Wie die Futterindustrie unsere Tiere krank macht" auf Amazon.

Hochwertiges Katzenfutter: So erkennt ihr es

Zuerst einmal kann es etwas überwältigend klingen, auf was man beim Kauf von hochwertigem Katzenfutter alles achten muss. Hat man sich aber einmal klar gemacht, was Katzen eigentlich brauchen, dann ist es gar nicht so schwierig.

Wichtig ist vor allem: Auf der Verpackung von hochwertigem Katzenfutter sind die Inhaltsstoffe immer genau deklariert und aufgeschlüsselt, sodass man die Zusammensetzung nachvollziehen kann. So kann man zum Beispiel direkt erkennen, welches Fleisch verwendet wurde (Herz, Leber,…).

Wir haben auf einen Blick für euch zusammengefasst, woran ihr hochwertiges Katzenfutter erkennen könnt:

  • Hoher Fleischanteil (mindestens 70-80%)
  • Gutes Fleisch (möglichst in Lebensmittelqualität), keine Schlachtabfälle
  • Frei von Zucker, Getreide, Milchprodukten, Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen, Lockstoffen, Füllstoffen oder künstlichen Aromastoffen
  • Ohne pflanzliche Nebenerzeugnisse
  • Nicht vegetarisch oder vegan
  • Hoher Proteinanteil
  • Viel Flüssigkeit
  • Taurin, Phosphor, Calcium, Vitamine und wichtige Mineralien sind enthalten

Ebenfalls relevant bei der Wahl von hochwertigem Katzenfutter ist die Zusammensetzung der analytischen Bestandteile. Folgende Werte sind zu empfehlen: Rohprotein 5-15%, Rohasche maximal 2%, Rohfett 1,8-7%, Rohfaser bis 1%.

Zudem solltet ihr stets darauf achten, dass im Futter mindestens 1.000 mg Taurin enthalten sind, da eure Katzen es für gesunde Augen, ihr Herz und ihr Nervensystem brauchen.

Hochwertiges Trockenfutter: Gibt es das überhaupt?

Um es kurz zu machen: Nein. Trockenfutter ist als Alleinfuttermittel für Katzen ungeeignet und nicht artgerecht. Das hat mehrere Gründe:

1. Katzen sind Wüstentiere und ihr Organismus ist darauf ausgelegt, Flüssigkeit über die Nahrung aufzunehmen
Katzen trinken von Natur aus wenig und deshalb sollten sie genug Feuchtigkeit aus ihrem Futter beziehen können. Der Feuchtigkeitsgehalt einer Maus liegt bei etwa 75%, der von Nassfutter bei 70% und der von Trockenfutter bei 10%. Bei der Verdauung entzieht Trockenfutter dem Organismus der Katze sogar noch Wasser und eine Katze wird niemals so viel trinken, dass sie diesen Feuchtigkeitsverlust ausgleichen kann. Nimmt eure Katze auf Dauer zu wenig Flüssigkeit zu sich, führt das zu Harnstein und Nierenerkrankungen.

2. Katzen sind Fleischfresser
Trockenfutter kann immer nur mit einer niedrigen Menge an frischem Fleisch produziert werden. Als Ergänzung müssen daher Füllstoffe wie Getreide, Zucker sowie Konservierungsstoffe verwendet werden, die für Katzen nicht gut sind und sogar Krankheiten wie Diabetes oder Lipidose auslösen können.

3. Trockenfutter schadet den Zähnen
Häufig wird behauptet, dass Trockenfutter wichtig für die Zahnreinigung von Katzen ist. Auch diese Annahme ist falsch, denn eure Katze kaut maximal zwei bis drei Mal auf einem Stück herum bevor sie es runterschluckt. Im Gegenteil: Trockenfutter bleibt sogar an den Zähnen der Katze kleben und kann auf Dauer zu Zahnstein führen. Zur Zahnreinigung von Katzen eignen sich rohes Fleisch oder Hühnerhälse, denn darauf muss eine Katze WIRKLICH länger herumbeißen.

Als gelegentlicher Snack ist Trockenfutter natürlich okay. Achtet darauf, dass eure Katzen viel trinken, wenn sie doch mal mehr Trockenfutter fressen. Vor allem fließendes Wasser wie aus der Natur animiert sie zum Trinken. Ein Trinkbrunnen kann daher helfen, dass eure Katze mehr trinkt. Einen Trinkbrunnen bekommt ihr zum Beispiel hier bei Amazon.

Hochwertiges Katzenfutter kann allerdings niemals Trockenfutter sein.

Hochwertiges Katzenfutter: Liste mit guten Marken

Zu den besten Marken für hochwertiges Katzenfutter gibt es viele Meinungen und auch die Geschmäcker von Katzen sind natürlich unterschiedlich. Wir möchten euch damit nur einige Beispiele geben, aber unsere Liste ist bei weitem nicht vollständig. Diese Marken produzieren unter anderem hochwertiges Katzenfutter:

Wo gibt es hochwertiges Katzenfutter zu kaufen?

Habt ihr euch dazu entschieden, ab jetzt hochwertiges Katzenfutter zu kaufen, stellt sich als nächstes die Frage: Wo finde ich das überhaupt und noch wichtiger: was soll der Spaß eigentlich kosten?

Hochwertiges Katzenfutter ist in der Anschaffung natürlich teurer als Billigfutter. Dafür hat es aber den Vorteil, dass eure Katze gesund ernährt wird und dadurch vor allem auf lange Sicht die Tierarztkosten reduziert werden.

Außerdem müssen Katzen von hochwertigem Katzenfutter weniger fressen, da ihr Körper den Großteil der Nahrung verwerten kann. Billigfutter hingegen ist im Verbrauch höher, da es kaum Nährstoffe enthält und größtenteils einfach ausgeschieden wird.

Hochwertiges Katzenfutter findet ihr im Tierhandel, aber im Supermarkt eher selten. Vor allem online gibt es aber eine große Auswahl von verschiedenen Marken. Das hat außerdem den Vorteil, dass ihr euch das Katzenfutter bequem nach Hause liefern lassen könnt.

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