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Katzen-Trockenfutter: So sehr schadet es euren Haustieren

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 14. September 2019

Ein Schälchen Trockenfutter und die Katze ist versorgt. So denken viele Katzenbesitzer. Dabei ist Katzen-Trockenfutter alles andere als gesund für unsere Vierbeiner. Wir verraten euch, warum ihr in Zukunft lieber auf Nassfutter zurückgreifen solltet.

Gesund, artgerecht und gut für die Zähne – die Futterindustrie verspricht vieles in Bezug auf Katzen-Trockenfutter. Doch nicht nur das: Trockenfutter wird häufig als tägliche und alleinige Nahrung für Katzen empfohlen. Aber stellt Trockenfutter für Katzen wirklich eine gute Ernährung für unsere Vierbeiner dar?

Genau wie beim Nassfutter für Katzen gibt es beim Trockenfutter große Qualitätsunterschiede. Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass Nassfutter sich als Alleinfuttermittel eignet, Trockenfutter jedoch nicht.

Wir verraten euch ganz genau, warum ihr eure Katzen auf keinen Fall nur mit Trockenfutter füttern solltet und woran ihr gutes Katzen-Trockenfutter erkennen könnt.

Katzen richtig ernähren: Darauf solltet ihr achten

Als liebende Katzenbesitzer ist uns nichts wichtiger, als dass unsere Vierbeiner ein langes und gesundes Leben führen. Und kaum etwas hat einen größeren Einfluss auf das Wohlbefinden unserer Katze als die richtige Ernährung.

Dabei muss man wissen: Katzen sind reine Carnivoren, also Fleischfresser. Daraus lässt sich bereits erschließen, dass ihr ausschließlich Fleisch an eure Katzen verfüttern solltet. Denn mit Gemüse und Getreide kann der Organismus einer Katze nichts anfangen. Sowohl das Gebiss von Katzen als auch ihr Magen-Darm-Trakt ist auf die Verwertung von Fleisch ausgelegt.

Konkret heißt das: Der Darm einer Katze ist im Vergleich zu dem eines Pflanzen- oder Allesfressers sehr kurz, wodurch zum Beispiel Getreide nicht richtig aufgespalten werden kann. Die Folge sind zum Beispiel Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung.

Verfüttert ihr Katzenfutter, das zu großen Teilen aus pflanzlichen Inhaltsstoffen besteht, dann wird die Nahrung ausgeschieden, aber eure Katze kann die für sie notwendigen Nährstoffe nicht aufnehmen. Leider zeigt sich so ein Mangel nicht sofort, sondern meist erst nach einigen Jahren, wenn es bereits zu spät und die Katze krank ist.

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Das Problem mit dem Trockenfutter

Erst einmal: Als Alleinfuttermittel ist Trockenfutter immer schlecht für eure Katze und nicht artgerecht. Das klingt drastisch, aber beschäftigt ihr euch näher mit dem Thema, werdet ihr verstehen, warum ihr lieber hochwertiges Nassfutter an eure Vierbeiner verfüttern solltet.

Leider möchte einem die Futtermittelindustrie glauben machen, dass Trockenfutter gut für unsere Katzen ist. Und sogar viele Tierärzte empfehlen, Trockenfutter an Katzen mit zum Beispiel Durchfall, Nierenproblemen oder Harnsteinen zu verfüttern – dabei kann Trockenfutter sogar Verdauungsprobleme und Nierenprobleme fördern. Die bestehenden Symptome werden durch das Katzen-Trockenfutter also nur noch schlimmer.

1. Katzen sind Fleischfresser
Katzen sind reine Carnivoren, doch Trockenfutter kann aufgrund seiner Konsistenz nur mit niedrigen Mengen an Fleisch hergestellt werden. Die restlichen Inhaltsstoffe müssen durch Getreide, Zucker oder Konservierungsstoffe ergänzt werden. Und die sind nicht nur unnötig für Katzen, sondern können sogar Krankheiten wie Diabetes oder Lipidose auslösen. Einem Hamster würdet ihr schließlich auch kein Kotelett zum Fressen geben.

2. Katzen sind Wüstentiere
Und das heißt, dass sie von Natur aus nur wenig trinken und Flüssigkeit hauptsächlich über ihre Nahrung aufnehmen. Ihr ahnt es bereits: Während der Feuchtigkeitsgehalt von Beute oder Nassfutter bei etwa 70 % liegt, weist Trockenfutter nur einen Wert von 10 % auf. Eure Katze müsste also unheimlich viel trinken, um diesen Feuchtigkeitsmangel ausgleichen zu können, da Trockenfutter dem Organismus während der Verdauung sogar noch Feuchtigkeit entzieht.

Eine durchschnittlich große Katze hat einen täglichen Flüssigkeitsbedarf von etwa 250 ml, das entspricht einem Glas Wasser. Frisst eine Katze nur Trockenfutter, müsste sie zusätzlich zu ihrem Tagesbedarf noch Flüssigkeit aufnehmen, um den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen. Dass ein von Natur aus trinkfaules Tier niemals 300-500 ml Wasser pro Tag trinken wird, sollte einleuchten und das führt auf Dauer zu Nierenerkrankungen und Harnsteinen.

Falls eure Katze doch mal mehr Trockenfutter gefressen hat, achtet auf jeden Fall darauf, dass sie viel trinkt. Mit Hilfe eines Trinkbrunnen (gibt's hier bei Amazon) könnt ihr sie zum Trinken animieren.

3. Trockenfutter schadet den Zähnen
Leider wird häufig das Gegenteil behauptet, nämlich, dass Katzen-Trockenfutter die Zähne reinigen würde. Aber würdet ihr euch mit Zucker und Konservierungsstoffen die Zähne putzen? Abgesehen davon kaut eine Katze nur maximal zwei bis drei Mal auf einem Stück herum, bevor sie es herunterschluckt. Es entsteht also so gut wie kein Abrieb an den Zähnen. Vielmehr bleibt das Katzen-Trockenfutter an den Zähnen kleben und verursacht auf Dauer Zahnstein. Wollt ihr eurer Katze wirklich bei der Zahnreinigung helfen, gebt ihr hin und wieder etwas rohes Fleisch.

"Meine Katze frisst nur Trockenfutter!"
Jeder Katzenbesitzer weiß, wie pingelig und stur Katzen bezüglich des Futters sein können. Hat sich eure Katze erst einmal daran gewöhnt, dass sie nur Trockenfutter bekommt, dann ist die Umstellung nicht ganz leicht. Aber mit viel Geduld ist es machbar und die Gesundheit unserer Katze sollte es uns allemal wert sein.

Katzen-Trockenfutter: Vor- und Nachteile im Überblick

Zum Veranschaulichen haben wir die Vor- und Nachteile von Katzen-Trockenfutter noch einmal gegenüber gestellt. Zwar ist Trockenfutter meist günstiger als hochwertiges Nassfutter und ist auch geöffnet länger haltbar. Dafür schadet es Katzen als Alleinfuttermittel auf Dauer, da es durch seine ungeeigneten Inhaltsstoffe Krankheiten und Zahnprobleme fördert. Wer nur Trockenfutter füttert, muss eventuell mehr Geld für den Tierarzt zahlen.

Vorteile von Katzen-Trockenfutter:
- meist recht günstig
- lange Haltbarkeit

Nachteile von Katzen-Trockenfutter:
- enthält viel zu wenig Feuchtigkeit
- schadet den Zähnen
- zu niedriger Fleischgehalt
- enthält Zucker, Getreide oder andere Füllstoffe
- kann auf Dauer Krankheiten verursachen
- auch Trockenfutter kann "schlecht" werden (z.B. Schimmel, Salmonellen, Milben)

Schlechtes Katzen-Trockenfutter: So erkennt ihr es

Auch wenn sich Katzen-Trockenfutter nicht als Hauptnahrung für eure Katze eignet, ist es natürlich völlig in Ordnung, eurer Katze hin und wieder eine kleine Portion als Belohnung zu geben oder es als Snack zum Befüllen von Intelligenzspielzeug zu verwenden. Es kommt definitiv auf das richtige Maß an.

Aber genau wie bei der Wahl von Leckerlis solltet ihr darauf achten, ein gutes Produkt zu kaufen. Dazu solltet ihr euch zunächst klar machen, wie schlechtes Trockenfutter aussieht, um es von gutem Futter abgrenzen zu können.

Schlechtes und meist auch billiges Katzen-Trockenfutter enthält Zucker, Getreide und viele Füllstoffe. Doch gerade der Zucker versteckt sich in Trockenfutter für Katzen häufig hinter verschiedenen Namen. Dazu zählen unter anderem: Karamell, Johannesbrotkernmehl, Agar Agar, Zichorienwurzel, Rübenschnitzel, Rübeblätter, Gummi Arabicum, Sorbit, Xili, Tupinamburex, Saccharose, Melasse, Isoglucose, Muskovade, Sirup, Glucose, Dextrose, Galactose, Maltodextrin, Farin, Fruktose, Glykogen, Hexose oder Kandisfarin.

Doch auch große Mengen an pflanzlichen Nebenerzeugnissen haben in Trockenfutter nichts zu suchen.

Gutes Katzen-Trockenfutter erkennen

Wie auch bei hochwertigem Nassfutter lässt sich gutes Trockenfutter vor allem an der Deklaration auf der Verpackung erkennen. Das heißt: Die Inhaltsstoffe sind genau aufgeführt und aufgeschlüsselt, sodass man die genaue Zusammensetzung direkt erkennen kann. So könnt ihr nachvollziehen, welches und wieviel Fleisch im Trockenfutter verwendet wurde.

Daran könnt ihr gutes Trockenfutter erkennen:
- Möglichst hoher Fleischanteil
- Verwendung von gutem Fleisch, möglichst in Lebensmittelqualität
- ohne Zusatz von Zucker, Getreide, Milchprodukten, Geschmacksverstärkern oder künstlichen Aromastoffen
- frei von pflanzlichen Nebenerzeugnissen

Katzen-Trockenfutter: Liste mit guten Marken

Letztendlich bleibt es euch selbst überlassen, ob und in welchem Maß ihr Trockenfutter an eure Katze verfüttern möchtet. Da der Begriff "hochwertig" im Bezug auf Trockenfutter schwierig ist, möchten wir an dieser Stelle von "gutem" Trockenfutter sprechen. Dennoch sollte auch dieses nicht als tägliches Alleinfuttermittel verfüttert werden.

Wir haben eine Liste mit einigen Marken für euch zusammengestellt, die gutes Katzen-Trockenfutter herstellen, das sich als Snack für Katzen eignet:

- Beutenah
- Carnilove
- Cat's Love
- GranataPet
- Real Nature Wilderness (gibt's bei Fressnapf)
- Robert Frank (gibt's z.B. bei Robert Frank Naturwaren)
- Wildes Land (gibt's bei Amazon)

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