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Ikea-Namen: Diese Bedeutung versteckt sich hinter Poppare, Kackling & Co.

von Nicola Pohl Erstellt am 06.02.21 um 17:00
Ikea-Namen: Diese Bedeutung versteckt sich hinter Poppare, Kackling & Co. © Getty Images

Habt ihr euch schon mal gefragt, wo die merkwürdigen Namen der Ikea-Möbel herkommen und was sie eigentlich bedeuten? Los geht's mit unserem kleinen Schwedisch-Crash-Kurs!

Busa, Kagge und Gutvik – manchmal können die Möbelnamen beim Schweden für große Verwirrung bei vielen sorgen. Da sind wir froh, wenn nur ein Billy-Regal in unseren Einkaufswagen wandert, denn da weiß man zumindest noch, wie es richtig ausgesprochen wird.

Doch was hat es eigentlich mit den seltsamen Ikea-Namen auf sich? Wir verraten euch, woher die Bezeichnungen stammen und haben die skurrilsten und außergewöhnlichsten Produktnamen für euch gesammelt.

Woher stammen die Ikea-Namen?

Für die Namensgebung ihrer Produkte hat Ikea spezielle Mitarbeiter, die sich regelmäßig zum Beispiel auf Landkarten oder in Wörterbüchern und Geburtsanzeigen auf die Suche nach passenden Wörtern begeben. Klingt nach einem Job, der Spaß macht oder?

Anschließend werden die potentiellen Namen aber noch auf ihre internationale Tauglichkeit hin geprüft, denn immerhin klingen schwedische Wörter, die im Land der Elche völlig harmlos sind, in anderen Sprachen manchmal alles andere als unscheinbar. Stichwort "fika" oder "kaka". Aber dazu gleich mehr!

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Wofür stehen die Ikea-Namen?

Billy, Malm, Pax – die lustigen Namen für Möbel und Gegenstände sind das typische Erkennungsmerkmal bei Ikea. Doch was hat es mit den teilweise merkwürdig klingenden Namen eigentlich auf sich?

Wie der Klang bereits vermuten lässt, handelt es sich bei den Begriffen um skandinavische Wörter, die in allen Ländern wo es Ikea gibt, gleich sind. Die meisten Ikea-Namen werden dabei nach bestimmten Kriterien vergeben:

  • Lampen = Wörter aus den Bereichen Musik, Meteorologie und Chemie, Jahreszeiten, Monate, Tage, Boote (z.B. Melodi oder Årstid)
  • Vorhänge = Weibliche Vornamen (z.B. Gjertrud oder Teresia)
  • Schreibtische, Stühle und Regale = Männliche Vornamen (z.B. Micke oder Alex)
  • Sofas, Sessel, Couchtische, Rattanmöbel = Schwedische Ortsnamen (z.B. Söderhamn oder Landskrona)
  • Badezimmer-Produkte = Namen von Flüssen, Seen und Buchten (z.B. Svartsjön)
  • Küchen-Produkte = Wörter, welche die Funktion des Produkts beschreiben, Fische, Pilze, Kräuter, Früchte und Beeren (z.B. Variera oder Stödja)
  • Gartenmöbel = Schwedische Inseln (z.B. Sollerön)
  • Schlafzimmer- und Flurmöbel = Norwegische Ortsnamen (z.B: Vikhammer)
  • Esstische und -stühle = Finnische Ortsnamen (z.B. Jokkmokk)
  • Teppiche = Dänische Ortsnamen (z.B. Tyvelse)
  • Produkte für Kinder = Tiere und Adjektive (z.B. Jättelik oder Hopsig)
  • Bettwäsche, Kissen, Decken = Blumen, Pflanzen und Edelsteine (z.B. Kungsblomma oder Blåvinda)
  • Wanddekoration, Bilder und Uhren = Umgangssprachliche Begriffe (z.B. Väggis)

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Die witzigsten und skurrilsten Ikea-Namen

Jetzt mal ganz ehrlich: Die Schweden können uns doch nicht erzählen, dass sie alle Wörter auf anstößige oder unangebrachte Bedeutungen in anderen Sprachen geprüft haben.

"Gutvik", "Kagge" oder "Äppelkaka" klingen im Deutschen ja jetzt mal alles andere als nach harmlosen Möbelstücken. Aber was wäre ein Ikea-Besuch, ohne genau diese witzigen Bezeichnungen? Hier kommen die merkwürdigsten Ikea-Namen und ihre tatsächliche Bedeutung:

ÄPPELKAKA: Klingt ja richtig lecker. Aber keine Angst, äppel bedeutet Apfel und kaka heißt Kuchen. Es handelt sich also um einen Apfelkuchen. Wer hätte das gedacht?

BUSA*: Nee, Ikea verkauft keine BHs. Es handelt sich um ein Spielzelt für Kinder, denn busa bedeutet übersetzt "Unfug treiben".

FEJKA*: Fake it till you make it! Das ist auch das Motto dieser künstlichen Topfpflanze (fejka = vortäuschen).

GUTVIK: Nope, das ist leider kein Witz. Und auch kein Wunder, dass das Kinder-Etagenbett mittlerweile nicht mehr erhältlich ist. Denn das friedliche norwegische Dorf Gutvik klingt im Deutschen einfach nicht so jugendfrei.

KACKLING: Der wunderschöne Name dieser Osterkollektion sorgte für viel Verwirrung. Das schwedische Verb kackla bedeutet auf Deutsch aber einfach "gackern".

KAGGE: Alles klar, die Schweden haben einfach ein Händchen für die Auswahl von Wörtern, die im Deutschen einen ganz besonderen Charme entfalten. Es handelte sich bei Kagge aber einfach um eine Vase aus Glas, denn das schwedische Wort kagge bedeutet auf Deutsch Fässchen.

KÖTTBULLAR: Die kleinen Fleischbällchen kennen und lieben wir wohl fast alle. Keine Überraschung: kött bedeutet Fleisch und bullar Bällchen. Was viele jedoch nicht wissen: Die Fleischbällchen werden korrekt "Schöttbüllar" ausgesprochen. Das vegetarische Pendant heißt übrigens Grönsaksbullar (= Gemüsebällchen).

PLUFSIG*: Eins steht fest: Die banalsten Dinge klingen im Schwedischen immer noch niedlich. So wie diese Gymnastikmatte, deren Bezeichnung "aufgeschwemmt" bedeutet.

POPPARE*: Wer möchte sein Wand nicht mit einer Farbe namens Poppare streichen? Dabei steht das Wort umgangssprachlich einfach für Menschen, die gerne Popmusik hören.

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