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Schwaches Bindegewebe stärken: So haben Dellen keine Chance!

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 6. Juni 2017
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Sobald der Sommer naht und kurze Kleidchen und Shorts wieder angesagt sind, wird Orangenhaut zum Schrecken unzähliger Frauen. Doch was hilft wirklich gegen Cellulite?

Die doofen Dellen an Schenkeln, Bauch und Po können so mancher fast schon den Sommer verderben – schuld daran ist ein schwaches Bindegewebe. Das Schlimmste an der Cellulite-Misere: Bis 1970 hat sich keine einzige Frau auf der Welt dafür geschämt, die fiesen Dellen an Oberschenkel und Po zu haben, es war einfach normal. Heute sieht das anders aus - glatte Haut entspricht mehr dem heutigen Schönheitsideal.

Da sich die Zeit leider nicht zurückdrehen lässt und die meisten Frauen inzwischen das neue Idealbild der glatten Haut gar nicht mehr aus ihren Köpfen kriegen, haben wir ein paar erfolgsversprechende Tipps gesammelt, mit denen ihr das Problem schwaches Bindegewebe in den Griff bekommt.

Wozu haben wir das Bindegewebe überhaupt?

Das Bindegewebe ist Wasserspeicher und das Stützkorsett unserer Organe und somit auch unserer Haut. Damit es straff bleibt, braucht es intakte Kollagen- und Elastinfasern. Allerdings ist das weibliche Unterhautfett (anders als bei Männern) mit einem Netz aus senkrechten Bindegewebestäbchen unterteilt.

Warum entwickeln die meisten Frauen eine Bindegewebsschwäche?

Lässt das umschließende Bindegewebe dann mit zunehmendem Alter nach, werden fast alle Frauen leichte bis starke Dellen - also Cellulite - entwickeln. Doch auch die Entstehung von Dehnungsstreifen, Krampfandern oder Hämorrhoiden können mit abnehmender Qualität des Bindegewebes zunehmen. Das liegt nicht nur an der fortschreitenden Alterung, sondern auch an den weiblichen Sexualhormonen Östrogen und Progesteron. Gerade, wenn sich der Hormonspiegel einer Frau stark verändert, beispielsweise während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, ist das Bindegewebe besonders empfindlich.

Was hilft gegen ein schwaches Bindegewebe?

Die besondere Struktur des weiblichen Bindegewebes lässt es zu, dass große Fettzellen wie kleine Türmchen nach oben drücken und die Haut darüber unregelmäßig wölben, sprich: Wir bekommen Cellulite. Wer das weiß, versteht auch, warum eine Anti-Cellulite Creme allein keine Wunder vollbringen kann. Sport allein auch nicht. Doch die Summe vieler Maßnahmen kann den Unterschied machen. Zwar bringt auch sie keine ausgeprägte Cellulite zum völligen Verschwinden, doch ihr Erscheinungsbild kann sie deutlich mindern.

Warum haben auch schlanke Frauen Cellulite?

''Beauty doesn’t only come in size zero. Diversity is the key to changing that”.@charlihoward

Ein Beitrag geteilt von Desigual (@desigual) am 15. Mai 2017 um 23:32 Uhr

Wir haben gelernt: Fett macht Dellen. Aber warum haben dann auch sehr schlanke Frauen Cellulite? Leider ist die Beschaffenheit unseres Bindegewebes zum großen Teil genetisch festgelegt - somit können auch schlanke Frauen diese Veranlagung haben. Was aber nicht bedeutet, dass man das Bindegewebe nicht kräftigen kann. Wie? Zum Beispiel im Badezimmer mit Wechselduschen.

So geht's: Beendet eure Dusche mit abwechselnd kaltem und warmem Abbrausen. Lasst dabei den Wasserstrahl über Hüfte, Po und Oberschenkel kreisen. Zuerst kalt, dann wieder warm. Dann das Ganze mehrmals wiederholen. Mit einem kalten Guss abschließen.

Auch Massagen mit (weichen) Körperbürsten oder Noppenrollern regen die Durchblutung der Haut an und festigen sie. Dabei in kreisenden Bewegungen, ohne die Haut zu dehnen oder zu zerren, zum Herzen hin streichen.

Tipp: Lasst die Finger von Zigaretten und meidet lange Sonnenbäder. Beides sorgt im Körper für eine wahre Explosion von aggressiven Sauerstoff-Molekülen, den freien Radikalen. Sie schädigen das Bindegewebe massiv.

Schwaches Bindegewebe stärken mit Ernährung

Vergrößerte Fettzellen - das wissen wir jetzt - sind für das unschöne Hügelrelief auf unseren Schenkeln verantwortlich. Um sie abzubauen bzw. ein schwaches Bindegewebe zu stärken, solltet ihr nicht nur auf Sport, sondern auch auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung setzen und ausreichend trinken. Dazu gehört alles, was der Haut und dem Stoffwechsel gut tut, allen voran Obst und Gemüse, denn sie enthalten viele Vitamine und Antioxidantien. Manche Gemüse wie Spargel, Kartoffeln oder Gurken helfen sogar beim Entwässern und straffen damit zusätzlich die Haut.

Auf Zucker und Salz solltet ihr möglichst verzichten. Zucker, der vor allem in Süßigkeiten steckt, setzt sich schnell auf unseren Hüften oder Oberschenkeln fest, das gleiche gilt übrigens beim übermäßigen Verzehr von Weißmehlprodukten. Zu viel Salz im Essen ist allerdings fast genauso schlimm, denn es fördert Wassereinlagerungen im Gewebe. Also Zuckerdose und Salzstreuer im Küchenregal ganz nach hinten räumen und lieber mal andere Gewürze verwenden.

Schwaches Bindegewebe stärken mit Sport

Alle Maßnahmen sind leider nur halb so effektiv, wenn das Extra an Bewegung fehlt. Wer Cellulite loswerden will, kommt um Sport einfach nicht herum. Und wir sprechen hier nicht von Treppe statt Aufzug oder einem Spaziergang im Park. Je intensiver die Anstrengung desto besser. Denn dann wird Fett ab- und Muskelmasse aufgebaut – und Muskeln straffen nicht nur die darüber liegende Haut, sondern verdrängen auch die Fettzellen.

Intensives Krafttraining drei bis vier Mal pro Woche gepaart mit Ausdauer-Einheiten von mindestens 40 Minuten Dauer sind ideal, um den Dellen den Kampf anzusagen. Eine ideale Kombinationsübung sind 'Burpees', diese vereinen beides - Kondition und Kraft. Dabei geht es vom Stand so schnell wie möglich in die Bauchlage. Dann drückt man sich mit Hilfe der Arme nach oben und springt mit Unterstützung der Hüfte wieder in den Stand. Hier folgt ein kleiner Sprung und die Hände klatschen über dem Kopf zusammen.

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Haben Cremes & Co. einen echten Nutzen?

Es gibt eine Vielzahl an Cellulite-Cremes, die eine straffe Haut und feste Konturen versprechen. Doch wer sie einmal ausprobiert hat weiß: Allein vollbringen sie keine Wunder. Als Teil eines Rundum-Angriffs auf die Dellen und Dehnungsstreifen können sie wirkungsvolle Unterstützung leisten. Vor allem Koffein hat sich, in Verbindung mit Liposomen, als Anti-Cellulite Wirkstoff bewährt. Es soll die Fettspaltung anregen und so den Abbau der Fettzellen unterstützen. Außerdem regt es die Durchblutung an, was die Haut strafft. Wer koffeinhaltige Cremes oder Gels vor dem Sport in die Problemzonen einmassiert, soll besonders gute Effekt erzielen.

Damit die Anti-Cellulite Kosmetik ihre positive Wirkung entfalten kann, sollte sie zwei Mal – morgens und abends – aufgetragen und sanft einmassiert werden, zum Beispiel nach einer Wechseldusche.

Gegen Dehnungsstreifen, vor allem während der Schwangerschaft oder gesteigerter Gewichtszunahme, soll ebenfalls eincremen helfen. Dabei werden Haut und Bindegewebe sanft massiert und mit Feuchtigkeit versorgt. Das kann unter anderem die Elastizität der Haut an Brust, Bauch, Oberschenkeln und Po steigern, sodass die Streifen möglichst von vorneherein abgemildert werden können.

Schnelle optische Hilfe bei Cellulite

Wer sofort die Optik der Haut verbessern will, greift am besten zu Selbstbräuner oder Bronzing-Lotionen mit Schimmerpartikeln. Zarte Bräune und lichtreflektierende Pigmente wirken wie ein optischer Weichzeichner und lassen die Hautoberfläche glatter und ebenmäßig wirken.

Bringen Operationen wie Fettabsaugung und Co Linderung?

Nein, nicht unbedingt. Einige Ärzte weisen darauf hin, dass die Bildung der gemeinen Cellulite-Dellen durch eine Fettabsaugung sogar noch verstärkt werden. Seriöse Ärzte hingegen empfehlen zunächst Massagen, ausreichend Bewegung und Muskelaufbau sowie eine ausgewogene Ernährung.

Wake up call for summer ☀☀☀

Ein Beitrag geteilt von Desigual (@desigual) am 16. Mai 2017 um 23:39 Uhr

Aber ganz ehrlich, eigentlich ist es doch ganz egal, ob ihr ein paar Dellen oder Streifen auf eurer Haut habt. Zumal ja wirklich fast jede Frau irgendwann mit dem schwachen Bindegewebe Bekanntschaft macht, sollten wir uns nicht verrückt machen.

von der gofeminin-Redaktion 9 622 mal geteilt

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