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Die 5:2-Diät: Kann man an zwei Tagen in der Woche wirklich abnehmen?

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 15. März 2018
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Die 5:2-Diät gilt als neue Geheimwaffe gegen hartnäckige Pfunde: Zwei Tage fasten, fünf Tage schlemmen. Wir verraten euch, was es mit dem Abnehm-Konzept auf sich hat.

Klingt das gut! An zwei Tagen pro Woche Diät halten, die restlichen fünf Tage normal essen und trotzdem abnehmen. Laut den Studienergebnissen der 5:2-Diät soll genau das funktionieren. Wir haben uns die Sache mal genauer angeschaut.

Hype oder ein echtes Abnehm-Geheimnis: Ist Intervallfasten die Lösung für alle Diätgeplagten?

Die Studie hinter der 5:2-Diät

Die Wissenschaftler der Universitätsklinik Manchester, England, haben drei Diätprogramme miteinander verglichen. Die erste Gruppe ernährte sich nach einer mediterranen Diät auf Basis von einer Kalorienzufuhr von maximal 1.500 kcal am Tag. Gruppe zwei aß an fünf Tagen in der Woche ganz normal, an zwei Tagen durften sie nur maximal 600 kcal essen und nur 40 Gramm der Kost durften Kohlenhydrate sein. Die letzte Gruppe ernährte sich gesund und ausgewogen, verzichtete an zwei Tagen pro Woche jedoch fast vollständig auf Kohlenhydrate. Brot und Co. waren tabu, eine Portion Obst sowie Gemüsesorten mit geringem Kohlenhydratanteil erlaubt.

Das überraschende Ergebnis: Gruppe zwei und drei nahm im Schnitt fast doppelt so viel ab wie die Gruppe eins, die sich konsequent von maximal 1.500 kcal am Tag ernährt hatte. Auch der Bauchfettanteil der Gruppen zwei und drei hatte sich stärker verringert als der von Gruppe eins.

Fünf Tage essen, zwei Tage fasten

Natürlich muss man sich auch bei der 5:2-Diät ein wenig quälen. Das Stichwort heißt: Zeitweiliges Fasten! Fasten heißt in diesem Zusammenhang aber nicht, dass ihr gar nichts essen und vollkommen auf Nahrung verzichten müsst, aber dennoch muss eine Kalorienmenge eingehalten werden: Frauen dürfen nur 500 kcal, Männer 600 kcal zu sich nehmen! An den übrigen Tagen ist die normale Menge von 2000 Kalorien erlaubt. An welchen Tagen ihr fasten möchtet, könnt ihr selbst entscheiden. Wichtig ist, dass ihr zwei aufeinander folgende Tage festlegt, um zu fasten.

Wer jetzt glaubt, an den Nicht-Fastentagen ohne Ende schlemmen zu dürfen, täuscht sich. Auch an diesen Tagen sollte man auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst sowie genügend Eiweiß achten. Das Motto lautet: Essen ja, aber nicht überfressen! Fast-Food, zuckerhaltige Getränke und Schokolade sollten nur in Maßen gegessen werden.

500 Kalorien an den Fastentagen

Kalorien zählen ist an den Fastentagen nicht nötig, denn es gibt keine Vorgaben, was gegessen werden darf. Ob Kohlenhydrate, Fett oder Eiweiß - jeder kann ganz nach seinen Vorlieben essen. Am besten sind allerdings Lebensmittel geeignet, die viele Ballaststoffe und Proteine enthalten. Kohlenhydrate sind da weniger gut, da sie nicht so lange satt machen. Und schließlich habt ihr nur 500 Kalorien am Tag zur Verfügung. Im Klartext heißt das: Viel Gemüse, Obst und Fisch. Wichtig ist zudem - wie bei jeder anderen Diät auch - dass ihr viel trinkt. Wasser und Tee sind ideal und sorgen für ein Sättigungsgefühl.

Das Kurzzeitfasten sorgt im Stoffwechsel für positive Impulse. Dadurch kommt es nicht so leicht zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt, da der Körper sich nicht an den Mangel gewöhnen kann.

Rezeptideen für die Fastentage:

Speck-Ei-Muffins zum Frühstück: 165 kcal/Stück

Speck-Ei-Muffins sind großartig zum Frühstück und das Beste daran: Sie sind super einfach zuzubereiten und in wenigen Minuten fertig.

Ihr braucht (6 Portionen):

  • 12 Scheiben Speck
  • 3 Scheiben Toastbrot
  • 6 Eier
  • 1 Prise Salz und Pfeffer
  • Schnittlauch
  • Muffinblech oder Muffinförmchen

Und so geht´s:

  • Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Vertiefungen des Muffinblechs bzw. der Muffinförmchen am Rand mit Speck auslegen.
  • Nun die Toastscheiben entrinden und zerbröseln. Die Brösel zu dem Speck in die Muffinform geben und fest drücken.
  • Die Eier auf die Muffins verteilen.
  • Das Ganze nun auf der mittleren Schiene im Backofen etwa 10 bis 15 Minuten backen. Die Muffins sind fertig, wenn das Eiweiß geronnen ist.
  • Schnittlauch klein hacken und die fertigen Muffins damit garnieren.

Hackfleisch-Gemüse-Pfanne: 329 kcal/Portion

Ihr braucht (2 Portionen):

  • 150 g Champigons
  • 1 Paprika
  • 1/2 Zucchini
  • 350 Gramm Hackfleisch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 ml heißes Wasser
  • 1/2 Gemüsebrühewürfel
  • Salz und Pfeffer zum Würzen

Und so geht´s:

  • Heißes Wasser und Gemüsebrühewürfel vermischen, sodass eine konzentrierte Brühe entsteht.
  • Gemüse putzen, die Champignons in Scheiben und die Paprika und Zucchini in Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch fein klein schneiden.
  • Hackfleisch mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten. Danach die Zwiebeln und den Knoblauch hinzugeben.
  • Anschließend alles aus der Pfanne nehmen und das Gemüse anbraten.
  • Hackfleisch-Zwiebel-Gemisch wieder hinzugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Mischung unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
  • Danach mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!

Das kann die 2-Tages-Diät bringen

Einfacher als strenge Hardcore-Diäten ist das zeitweilige Fasten allemal - schließlich müsst ihr nur an zwei Tagen verzichten und könnt an den restlichen Tagen normal essen. Auch Ernährungswissenschaftler stehen der 5:2-Diät positiv gegenüber: Das Intervallfasten schadet der Gesundheit nicht, vielmehr trägt es sogar zur Verbesserung in der Insulinsensitivität bei. Das heißt: Der Körper muss weniger Insulin produzieren, um den Blutzucker nach einer Mahlzeit auf ein Normallevel zu bringen. Das kann die Risiken für Diabetes, Bluthochdruck, Demenz und sogar mansche Krebsformen senken.

Bevor ihr allerdings mit der 5:2-Diät startet, solltet ihr vorher auf jeden Fall mit einem Arzt sprechen und einen Gesundheitscheck durchführen lassen.

Mach den Test: Welche Diät passt WIRKLICH zu mir?

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