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Abführende Lebensmittel: Die bringen den Darm in Schwung

von Jane Schmitt ,
Abführende Lebensmittel: Die bringen den Darm in Schwung© iStock

Der Bauch zwickt und nichts geht mehr? Dann müssen abführende Lebensmittel her. Die wirken wahre Wunder bei Verstopfung und das ganz natürlich.

Vorab im Video: Die wirksamsten abführenden Lebensmittel

Video von Aischa Butt
Inhalt
  1. · Vorab im Video: Die wirksamsten abführenden Lebensmittel
  2. · Warum wirken manche Lebensmittel abführend?
  3. · Abführende Lebensmittel: Für Schwangere geeignet?
  4. · Abführende Lebensmittel für Babys und Kleinkinder
  5. · Eignen sich abführende Lebensmittel zum Abnehmen?
  6. · Verstopfung vorbeugen

Abführende Lebensmittel sind Fluch und Segen zugleich. Bei einem trägen Darm sind sie ein gutes Mittel, um die Verdauung wieder in Schwung zu bringen.

Kauen wir jedoch zu viel zuckerfreies Kaugummi oder stürzen uns im Sommer auf große Mengen eisgekühlten Ananassaft oder frische Pflaumen oder zu viel anderes Obst, ist die Freude eher gering. Denn in diesem Fall bekommen wir die Kehrseite von Lebensmitteln mit abführender Wirkung zu spüren. Und die kann alles andere als angenehm ausfallen.

Es gibt einige Lebensmittel, die den Darm so richtig in Schwung bringen. Doch keine Angst, die Wirkung ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Es kann gut sein, dass ihr nach dem Verzehr von einer Portion Sauerkraut gar nichts spürt, obwohl das Gemüse in die Kategorie abführende Lebensmittel gehört. Genauso wie euch zwei Tassen Kaffee nicht schaden.

​Andere bekommen zunächst einen Blähbauch, und andere müssen recht schnell nach dem Verzehr das stille Örtchen aufsuchen. Oft hängt die abführende Wirkung auch mit der Menge zusammen, die gegessen bzw. getrunken wird. Wie viel vertragen wird, ist individuell sehr unterschiedlich. Testet es einfach mal aus.

Warum wirken manche Lebensmittel abführend?

Warum manche Lebensmittel den Magen-Darm-Trakt in Schwung bringen, hängt mit den Inhaltsstoffen zusammen. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Nüsse, Weizenkleie oder Leinsamen gehören zwar in die Kategorie abführende Lebensmittel, doch sie wirken eher langsam und sorgen nur dafür, dass man regelmäßigen Stuhlgang hat. Ähnliches gilt für Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch, die aufgrund ihrer Bakterien gut für die Darmflora sind.

Lesetipp: Fit, schlank, schön: Warum du täglich Ballaststoffe essen solltest

Bei zuckerfreiem Kaugummi oder Bonbons kann der Süßstoff Sorbit den Darm in Wallung bringen. In der Regel findet ihr auf der Packung den Hinweis, dass ein zu großer Verzehr eine abführende Wirkung, also Durchfall zur Folge hat.

Anders sieht es bei folgenden Lebensmitteln aus. Diese haben mitunter eine natürliche abführende Wirkung und können gezielt gegen Verstopfungen und für einen regelmäßigen Stuhlgang gegessen werden.

Diese Lebensmittel wirken regulierend:

Diese Lebensmittel wirken abführend:

  • Sauerkraut
  • Trockenobst
  • naturtrüber Apfelsaft & andere Obstsäfte
  • ​zuckerfreies Kaugummi & Bonbons
  • Ananas
  • ​Kaffee

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Abführende Lebensmittel: Für Schwangere geeignet?

Verstopfung in der Schwangerschaft ist gerade in den letzten drei Monaten häufig. Abführende Lebensmittel sind hier perfekt. Bevorzugt besonders ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, um die Darmtätigkeit anzuregen. Auch Milchprodukte sind gut. Wenn ihr Sauerkraut gut vertragt, könnt ihr auch das essen. Zuckerfreie Lebensmittel und Kaffee sind dagegen weniger gut geeignet.

Achtet zudem darauf, mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser zu trinken und euch ausreichend zu bewegen. Auch das regt die Darmtätigkeit an und kann Verstopfung vorbeugen – das gilt auch für nicht Schwangere.

Abführende Lebensmittel für Babys und Kleinkinder

Bei Babys und Kleinkindern ist das Stuhlverhalten sehr unterschiedlich. Gerade beim Säugling kann fünfmal täglich oder nur alle fünf Tage Stuhlgang sein – und alles ist in Ordnung, wenn er keine Beschwerden hat. Bei Kleinkindern reicht es meist schon, wenn sie ausreichend trinken.

Tut der Bauch trotzdem weh, könnt ihr abführende Lebensmittel wie Apfelsaft oder Trockenfrüchte versuchen. Getrocknete Aprikosen (hier bei Amazon erhältlich*) mögen viele Kinder gern. Manche mögen auch Backpflaumen. Damit es gar nicht erst zu einer Verstopfung kommt, solltet ihr auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten.

Stellt ihr fest, dass euere Kind regelmäßig Verstopfung hat und eine sensible Verdauung, solltet ihr auf jeden Fall mit der behandelnden Kinderärztin oder dem Kinderarzt sprechen.

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Onmeda Lesetipp: Erfahre alles zu Verstopfung (Obstipation)

Eignen sich abführende Lebensmittel zum Abnehmen?

Wer verzweifelt abnehmen möchte, kommt auf die verrücktesten Ideen. Beispielsweise reichlich abführende Lebensmittel zu essen oder gar Abführmittel zu nehmen, damit die Pfunde schneller verschwinden. Das solltet ihr allerdings auf keinen Fall machen. Führt ihr zu stark ab und habt dauernd Durchfall, dann verliert der Körper viel Wasser und Mineralstoffe. Das ist einfach nur ungesund.

Aber: Es spricht natürlich nichts dagegen, leicht abführende Lebensmittel wie Haferflocken oder Joghurt, genauso selbstverständlich wie Obst und Gemüse, täglich zu essen. Sie bringen die Verdauung in Ordnung, sorgen aber nicht dafür, dass ihr mehrmals am Tag zum stillen Örtchen müsst.

Verstopfung vorbeugen

Der beste Weg, um eure Verdauung dauerhaft in Schwung zu bringen, ist die richtige Ernährung, genug Flüssigkeit und ausreichend Bewegung. Das empfiehlt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Statt zu Abführmitteln zu greifen, solltet ihr die Verstopfung lieber schonend lösen, indem ihr Lebensmittel auf den Speiseplan setzt, die die Verdauung anregen. So könnt ihr die Verstopfung vorbeugen.

Plagen euch Beschwerden wie Verstopfung oder auch das Gegenteil, also Durchfall, dann solltet ihr nach

Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
Onmeda.de

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