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Haare selber schneiden: So entfernst du kaputte Spitzen

von Ann-Kathrin Schöll ,
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Das Haarstudio eures Vertrauens ist geschlossen oder ihr bekommt keinen Termin? Wir verraten euch, wie ihr eure Haare zu Hause selber schneiden könnt und wann ihr besser die Profis an euren Schopf lassen solltet.

Seit der Coronakrise und dem Lockdown sind viele Menschen dazu übergegangen, die Haare selber zu schneiden. Dabei ist das nicht immer eine gute Idee, denn wer selbst Hand anlegt, riskiert nicht nur einen misslungenen Schnitt, sondern im schlimmsten Fall auch kaputtes Haar.

Wir verraten euch, wann ihr eure Haare selber schneiden könnt und wann ihr besser doch auf einen Termin im Haarstudio warten solltet. Außerdem zeigen wir euch die besten Tipps und wie ihr Step by Step eure Spitzen abschneiden könnt.

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Kann ich meine Haare selber schneiden?

Generell gilt: Wer sich eine perfekte Frisur wünscht, sollte seine Haare nicht selber schneiden. Das gilt insbesondere für alle, die sich eine radikale Typveränderung wünschen, wie beispielsweise kurze Haare, einen Stufenschnitt oder eine neue Haarfarbe bzw. Strähnen.

Wenn es sich nur um kleine Handgriffe handelt wie z.B. Pony nachschneiden, die Spitzen abschneiden oder Seiten und Nacken ausbessern, kann das ausnahmsweise auch daheim erledigt werden. Allerdings solltet ihr hierbei ein paar Dinge genau beachten, um den Zustand eures Haares nicht nachhaltig zu schädigen.

Haare selber schneiden: Der größte Fehler

Ihr habt den Entschluss gefasst, euch das Haar selber zu schneiden und schon eine Schere bereitgelegt? Dann achtet auf Folgendes: Eine nicht geeignete Schere zu benutzen, ist nämlich der größte Fehler beim Haareschneiden! Stumpfe Scheren bzw. Scheren, die nicht speziell fürs Abschneiden der Mähne konzipiert sind, schädigen das Haar extrem.

Das falsche Werkzeug sorgt dafür, dass die Haarspitzen nicht sauber abgeschnitten, sondern gequetscht oder abgerissen werden. Die Folge: Kaputte, stumpf aussehende Haare, die später vom Friseur oder der Friseurin großzügig abgeschnitten werden müssen.

Lesetipp: Die 7 häufigsten Fehler beim Haare selber färben

Haare zu Hause schneiden: Was brauche ich?

Das Wichtigste ist also das richtige Werkzeug. Dazu gehört als allererstes eine spezielle Haarschere (gibt's hier bei Amazon*). Die Klingen dieser Friseurscheren sind extra scharf. Bei kurzen Haaren gilt: Sie lassen sich mit einem einstellbaren Haartrimmer bzw. einer Haarschneidemaschine wieder in Form bringen. Aber dazu später mehr.

Zum Haareschneiden daheim braucht ihr außerdem einen Kamm (hier bei Amazon*) – ohne den wird der Haarschnitt nicht akkurat. Dazu einen ausreichend großen Spiegel und ein Handtuch, das ihr über eure Schultern legt. Und wie schneidet man lange Haare richtig? Holt euch in dem Fall lieber die Hilfe einer zweiten Person mit ruhigem Händchen dazu. Denn die hintere Haarpartie sollten Anfänger*innen besser nicht selbst schneiden.

Letztes Must-have, wenn ein paar Zentimeter der Frisur auch Zuhause richtig abfallen sollen: gutes Licht! Ist es zu dunkel, kann das DIY-Haareschneiden nämlich in einer kleinen oder großen Beauty-Katastrophe enden.

Haare abschneiden: Besser im trockenen oder nassen Zustand?

Während im Haarstudio die Mähne vor dem Schneiden meistens gewaschen oder wenigstens angefeuchtet werden, empfiehlt sich für daheim der Trockenschnitt. Der Grund: Bei trockenen Haaren ist es für Neulinge leichter zu erkennen, wie die Haare geschnitten werden müssen, da der Schopf natürlich fällt. Gerade wenn es um die exakte Haarlänge geht, sollten die Haare trocken sein.

Denn nass und glatt gekämmt sind die Haare länger, sodass schnell mal zu viel abgeschnitten wird. Das gilt insbesondere bei Locken. Hier ist der Unterschied in den Längen zwischen trocken und nass noch gravierender.

Der beste Zeitpunkt für den Selfmade-Cut ist übrigens einige Stunden, nachdem ihr eure Haare gewaschen habt. Wichtig: Benutzt am besten auch vorher keine Styling-Produkte, wie Schaumfestiger oder Haarspray.

Pony selber schneiden: Anleitung im Video

Wer eine Pony-Frisur hat, muss regelmäßig zum Nachschneiden. Um Geld zu sparen, greifen viele selbst zur Schere. Doch dabei kann einiges schiefgehen. Das belegen unzählige Videos von gescheiterten Selbstversuchen im Netz.

Damit euch ein solcher Fauxpas nicht passiert, haben wir eine Anleitung zum Pony selber schneiden erstellt. Darin erfährst du die Dos and Don'ts beim Nachschneiden.

Noch einfacher geht's mit unserer Video-Anleitung für einen geraden Pony:

Wann sollte ich den Pony nicht selber schneiden?

Wer aktuell noch keine Pony-Frisur hat und darüber nachdenkt, sich diese Haarpartie selbst zu schneiden, sollte den Gedanken ganz schnell verwerfen. Als Laie könnt ihr erstens nicht gut abschätzen, welche Art (ob gerade, schräg, voll oder fransig) euch steht. Dazu kommt, dass das Schneiden der verschiedenen Techniken viele Tücken bereithält. Überlasst die Typveränderung also besser dem Profi!

Lest auch: Welcher Pony passt zu mir? Der beste Schnitt für deine Gesichtsform

Spitzen selber schneiden: So könnt ihr Spliss entfernen

Auch, wenn manche Shampoo-Werbung etwas anderes verspricht: Kaputte Enden lassen sich leider nicht reparieren. Um sie zu entfernen, bleibt nur der Griff zur Schere. Profis empfehlen, die Spitzen alle drei Monate um mindestens 1-2 Zentimeter zu schneiden, damit die Haare schön gesund wachsen können. Was aber tun, wenn der Friseur zu hat?

Die Notlösung: Die Spitzen der Haare selber schneiden und kaputte Enden so entfernen. Ganz wichtig hierbei ist es, eine spezielle Friseurschere zu benutzen. Stumpfe Scheren würden das Problem nur verschlimmern. Tipps, die im Netz kursieren, wie "Spliss mit Nagelschere schneiden" könnt ihr also getrost vergessen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Spliss-Schnitt

In wenigen Steps zu gesundem Haar? Das klappt auch daheim mit einem Spliss-Schnitt. Wichtig vorweg: Den sogenannten "Twist Cut" solltet ihr nur bei trockenen Haaren machen.

1. Kämmt die trockenen Haare erstmal gut durch. Und teilt dann eine ca. 1 cm breite Strähne mit dem Finger oder einem Kamm ab und steckt die restlichen Haare mit einer Klammer zurück. Beginnt nun an einer Seite des Scheitels.

2. Dreht diese Haarsträhne von oben nach unten ganz straff ein, dadurch stehen die splissigen Haarspitzen ab.

3. Geht nun mit der Friseurschere entlang der eingedrehten Strähne von oben nach unten und schneidet so die abstehenden Spliss-Spitzen vorsichtig ab.

4. Legt die fertige Strähne zur anderen Seite und klemmt sie weg. Nehmt euch nun die nächste Strähne vor. Bei den Partien am Hinterkopf holt ihr euch besser die Hilfe von einer zweiten Person dazu.

Lesetipp: 7 Tipps gegen Spliss

Spliss einfach zuhause schneiden mit Splisstrimmer

Eine andere, schnellere Technik, um die Haarspitzen zu Hause zu schneiden, ist die Verwendung eines speziellen Splisstrimmers, wie der 'Split Ender Pro 2' (hier bei Amazon*). Das Gerät schneidet den Spliss ab, ohne die Haarlängen zu kürzen.

Dazu wird der Splisstrimmer ähnlich wie ein Glätteisen Strähne für Strähne durch die sorgsam gekämmten Haare gezogen. Die abstehenden, splissigen Haarspitzen, die nach oben und unten zeigen, werden dabei abgeschnitten.

Die Anwendung des Splisstrimmers ist einfacher als der Twist Cut. Allerdings hat das Gerät zum Haareschneiden daheim auch seinen Preis. Der Split Ender Pro 2 kostet 189,95 Euro.

Hier könnt ihr euch den Splisstrimmer bei Amazon anschauen*

Haare selber schneiden: Bob als DIY-Projekt?

Der Bob gehört zu Recht zu den beliebtesten Frisuren. Doch kriegt man die Trendfrisur auch zu Hause hin? Unsere Empfehlung für alle, die sich einen Bob schneiden wollen: Lasst es besser!

So schlicht der Bob auch aussehen mag, die Trendfrisur hat es in sich. Insbesondere die sanften Abstufungen in den Haarlängen von vorne nach hinten machen den Bob zu einem recht anspruchsvollen Haarschnitt, der in Profi-Hände gehört.

Etwas anders sieht es aus, wenn ihr bereits einen Bob habt und nur die splissigen Spitzen entfernen möchtet. Das könnt ihr, wie oben beschrieben, auch selber machen – falls ihr nicht auf den nächsten Friseurbesuch warten könnt.

Kurze Haare selber schneiden: Für Fortgeschrittene

Wer glaubt, dass es einfacher sei, kurze Haare selber zu schneiden, der irrt sich gewaltig. Ein Kurzhaarschnitt verzeiht keine Fehler! Denn hier sind – anders als bei langen Haaren – Kanten und Stufen sofort sichtbar. Wer sich einen perfekten Kurzhaarschnitt wünscht, sollte also besser zum Haarstudio seines Vertrauens.

Falls ihr nicht warten könnt oder wollt, lautet unsere Empfehlung: Beschränkt euch auf nur kleine Nachbesserungen. Zu den Dingen, die ihr daheim gut machen könnt, zählt das leichte Trimmen der Seiten oder das Ausrasieren des Nackens.

Haare selber schneiden beim Mann: Vorsichtig trimmen

Schöne Kurzhaarfrisuren zeichnen sich durch ihre akkuraten Linien aus. Wenn die Seiten zu lang werden und über die Ohren reichen oder die Haare im Nacken nachgewachsen sind, kann das schnell ungepflegt aussehen.

Die Notlösung: Nutzt einen Haartrimmer bzw. eine Haarschneidemaschine, um Seiten und Nacken zu kürzen bzw. die Konturen nachzuschneiden. Den Haartrimmer könnt ihr in der passenden Haarlänge einstellen, sodass das Ergebnis gleichmäßig wird. Wichtig beim Nachschneiden der kurzen Haare über den Ohren: Benutzt auch hier einen Kamm. Nur damit erreicht ihr eine saubere Schnittkante.

Beim Haareschneiden mit Trimmer solltet ihr immer einen Haarlängen-Aufsatz (Angabe in Millimetern) benutzen. Ansonsten riskiert ihr Einschnitte und Kanten. Ausnahme: der Nacken. Der muss ohne Haarlängen-Aufsatz ausrasiert werden. Ihr solltet aber nicht versuchen, den Nacken selbst auszurasieren (Stichwort: Verletzungsgefahr). Holt euch hierzu Hilfe. Wichtig ist, vorsichtig von unten nach oben vorzugehen.

Merkt euch auch: Was ab ist, ist ab! Startet deshalb beim Haareschneiden mit dem Trimmer bzw. der Haarschneidemaschine erst mal mit einer größeren Haarlängen-Einstellung und tastet euch nur ganz langsam an die kürzere Haarlänge heran.

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Etwas Wichtiges zum Schluss: Das Thema Haarpflege ist immer sehr individuell. Ob die von uns beschriebenen Tipps oder vorgestellten Produkte für dich funktionieren, kannst nur du selbst beurteilen. Wenn du unter anhaltenden Haar- oder Kopfhautproblemen leidest, kann es ratsam sein, einen Hautspezialisten aufzusuchen.

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