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Haarseife: Was steckt hinter dem Beauty-Trend?

von Carolin Hartmann Erstellt am 4. September 2021
Haarseife: Was steckt hinter dem Beauty-Trend?© Getty Images
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Haarseifen liegen seit einiger Zeit voll im Trend. Zum einen, weil es dabei um Nachhaltigkeit geht, zum anderen sollen sie genauso gut sein wie normales Shampoo. Aber was ist der Unterschied zwischen Haarseife und festem Shampoo? Wir erklären es dir.

Haare waschen ohne Plastikmüll wird immer beliebter. Statt normaler Shampoos und Conditioner gibt es seit einiger Zeit vermehrt Haarseifen und feste Shampoos auf dem Markt, die komplett auf Plastikverpackungen verzichten. Während Seifen früher vor allem zum Händewaschen eingesetzt wurden, kommen sie heute auch deutlich häufiger auf dem Kopf zum Einsatz. Der Grund ist selbsterklärend: Unmengen von Plastikmüll, unter anderem auch zahlreiche Shampooflaschen, landen jährlich im Müll. Das belastet natürlich die Umwelt, vor allem die Meere, in denen der Plastikmüll landet.

Aber es gibt noch andere Gründe, warum Haarseifen immer beliebter werden und warum man über einen Wechsel nachdenken sollte. Haarseifen versprechen gepflegtes, gesundes und glänzendes Haar, das deutlich weniger nachfettet. Sie sollen sogar genauso effektiv reinigen und pflegen wie normale Haarshampoos. Außerdem sind die Shampoo-Alternativen sehr ergiebig und meist frei von Palmöl und synthetischen Inhaltsstoffen wie Konservierungsstoffen, Silikonen, Tensiden oder Parabenen.

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Haarseife oder festes Shampoo: Was ist der Unterschied?

Äußerlich ähneln sich die beiden Shampoo-Alternativen sehr, der Unterschied liegt aber im Detail, besser gesagt in der Herstellung und der Zusammensetzung der beiden Produkte.

Feste Shampoos sind in ihrer Zusammensetzung normalen Shampoos sehr ähnlich. Sie wurden lediglich in Seifenform gepresst, wobei das Wasser entfernt wurde. Oft bestehen die Inhaltsstoffe aus Naturprodukten, sind vegan und versprechen die gleiche Wirkungsweise wie flüssige Shampoos.

Sie beinhalten aber auch verschiedene Tenside, Öle, Parfums und Farbstoffe. Feste Shampoo-Varianten werden synthetisch hergestellt. Das hat den Vorteil, dass der pH-Wert bei der Herstellung genau auf die Kopfhaut abgestimmt werden kann. Dieser liegt nämlich bei 5,5. Verändert sich der pH-Wert, kann die Haut austrocknen oder es zu Hautreizungen kommen.

Vorab im Video: Leinsamen-Gel: Tolles Pflege-Produkt für lockige Haare

Video von Justin Amaral

Haarseifen dagegen bestehen vor allem aus Fett (ca. 3 – 5 %) und pflegenden Ölen wie z. Bsp. Olivenöl, Kokosöl oder Jojobaöl (ca. 50 %). Andere pflegende Inhaltsstoffe können unter anderem Aloe Vera, Sheabutter oder Kakaobutter sein. Haarseife enthält im Gegensatz zu festem Shampoo nur natürliche Inhaltsstoffe und keine synthetischen. Sie haben von Natur aus einen basischen pH-Wert von über 7, wodurch der Säureschutzmantel der Haut angegriffen werden kann.

Deshalb wird bei Haarseifen empfohlen, dass man nach dem Shampoonieren eine sogenannte Säurespülung durchführt. Das kann z. Bsp. eine Spülung aus Wasser und Apfelessig oder auch Zitrone sein (1 TL Essig oder Zitronensaft auf 1 L Wasser). Die führt nämlich dazu, dass sich die Haarschuppen schließen und sich der Kalk nicht in den Haaren absetzen kann. Das Ergebnis: Glänzende Haare ohne Rückstände.

Haarseifen: Diese Produkte überzeugen im Netz

Wir haben uns im Netz einmal umgesehen und unsere Haarseifen-Favoriten für dich zusammengestellt. Das Beste: Du kannst sie hier direkt nachshoppen.

1. Carenesse Aleppo Seife

Die Haarseife von Carenesse ist ein reines Naturprodukt und besteht aus lediglich vier Inhaltsstoffen: Olivenöl, Lorbeeröl, Soda und Wasser. Die Seife kann auch als Duschgel, zum Händewaschen oder sogar als Rasierschaum angewendet werden. Die rückfettende Haarseife ist biologisch abbaubar, hat keine synthetischen Zusätze oder Farb- und Duftstoffe und verzichtet auf Parabene, Mineralöle oder Palmöl.

> Die Lorbeer-Haarseife kannst du bei Amazon nachshoppen.*

2. Schwarze Haarseife von Meina

Die schwarze Haarseife von Meina besteht aus 100 % natürlicher Inhaltsstoffe und wurde speziell für fettiges und schuppiges Haar entwickelt. Zutaten wie Eukalyptus, Bergkiefer und Rosmarinöl wirken regenerierend und die schwarze Aktivkohle verhindert, dass die Haare nach dem Haare waschen schnell nachfetten.

> Bei Douglas kannst du die Haarseife mit Aktivkohle kaufen.*

3. Haarseife von Golconda gegen Haarausfall

Die Haarseife von Golconda enthält Brennnessel und Rosmarin, die einen stimulierenden Effekt auf die Haarwurzeln haben und so Haarausfall verhindern sollen. Außerdem soll es Schuppenbildung vorbeugen. Das vegane und zertifizierte Naturprodukt ist handgemacht und besteht lediglich aus Lauge und ausgewählten Pflanzenölen.

> Die Haarseife gibt es bei Amazon.*

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Wie benutzt man Haarseife richtig?

Bevor du Haarseife das erste Mal verwendet, solltest du den Härtegrad des Wassers bei dir zu Hause überprüfen. Bei kalkhaltigem Wasser ist die Verwendung von Seife nämlich deutlich schwieriger. Der Grund liegt darin, dass Seife in Verbindung mit Kalk und Wasser kleine weiße Flocken bilden, wodurch sich die Haare rau anfühlen. Möchtest du das Problem umgehen, kannst du einen Duschkopf mit integriertem Wasserfilter verwenden (z. Bsp. hier bei Amazon shoppen*).

Tipp: Ein Wasserfilter verhindert außerdem, dass sich Kalk an Duschkabinen schnell absetzt.

Nimm nun die Haarseife und reibe sie zwischen deinen nassen Händen, sodass sie anfängt zu schäumen. Du kannst sie aber auch direkt über deine nassen Haare reiben. Vorher am besten die Haarseife unter fließendem Wasser halten. Nachdem du deinen Kopf eingeseift hast, kannst du den Schaum wie gewohnt ausspülen.

Anschließend kannst du für mehr Glanz und Kämmbarkeit eine saure Rinse aus Apfelessig oder Zitrone und Wasser machen. Das Ganze brauchst du noch nicht einmal auszuwaschen.

Natürlich kannst du auch einen Conditioner nach dem Haare waschen mit der Seife verwenden. Diesen solltest du jedoch nur selten verwenden, damit sich deine Haare bei der Haarpflege an die Seife gewöhnen können.

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Haarseife richtig aufbewahren: Darauf solltest du bei festem Shampoo achten

Damit deine Haarseife lange hält und du sie wieder und wieder zum Haarewaschen benutzen kannst, solltest du sie richtig aufbewahren. Das Problem von Seifen ist nämlich, dass sie sich in Verbindung mit Wasser irgendwann auflösen. Du solltest sie daher nach dem Duschen trocken lagern.
Nimm das feste Shampoo daher auch nur mit in die Dusche, wenn du sie wirklich gebrauchst. Ansonsten kannst du den Dusch Bar außerhalb der Dusche lagern.

Hast du die Haarseife zum Waschen benutzt, kannst du sie nach der Anwendung am besten in einem Seifensäckchen (bei Amazon erhältlich*) oder auf einer Seifenschale (mit Löchern) aufbewahren, sodass das Wasser abtropfen kann. Es gibt aber auch spezielle Aufbewahrungsboxen, in denen du die Soaps hineingeben kannst. Diese sind luftdurchlässig und eignen sich besonders auf Reisen, wenn du unterwegs bist und du die noch nasse Haarseife einpacken möchtest.

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