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Kokosöl für die Haare: Geheimtipp für gesundes und seidiges Haar?

von Jessica Stolz Erstellt am 23. Juli 2020
Kokosöl für die Haare: Geheimtipp für gesundes und seidiges Haar?© Getty Images

Kokosöl scheint ein echter Alleskönner zu sein: Es soll die Haut pflegen, weißere Zähne zaubern und sogar spröden Haaren den Kampf ansagen. Wir haben uns angeschaut, was Kokosöl für die Haare kann und ob es tatsächlich ein echtes Wundermittel ist.

Unsere Haare werden oft in Mitleidenschaft gezogen. Im Sommer sorgen Chlor-, Salzwasser und Sonneneinstrahlung für spröde Haare und im Winter macht ihnen trockene Heizungsluft zu schaffen.

Deshalb ist es super wichtig, dass wir unsere Haare pflegen. In der Drogerie gibt es hunderte Produkte, die versprechen, das Haar zu reparieren und schön geschmeidig zu machen. Doch in vielen Produkten stecken Silikone oder andere chemische Inhaltsstoffe, die unsere Mähne auf Dauer beschweren. Viele Beauty-Experten greifen deshalb lieber zu Kokosöl für die Haare. Wir verraten, was das Naturprodukt taugt.

Video von Esther Pistorius

Kokosöl für die Haare: So wirkt es

Da Kokosöl viele verschiedene "Haarprobleme" lösen kann, kommen hier die wichtigsten Punkte im Überblick.

1. Kokosöl für die Haare: Hilft bei trockener Kopfhaut und Schuppen

Wenn du unter juckender oder schuppiger Kopfhaut leidest, kann dir Kokosöl helfen. Kokosöl hat einen kühlenden und beruhigenden Effekt. Außerdem zählt Kokosöl zu den nicht-trockenen Ölen. Es spendet der Kopfhaut Feuchtigkeit und lindert den Juckreiz.

Zusätzlich wirkt es antibakteriell und soll sogar bei einem Pilz auf der Kopfhaut Abhilfe schaffen. Bei einer ernsthaften oder dauerhaften Erkrankung solltest du jedoch lieber keine Selbstversuche mit Hausmitteln starten, sondern lieber einen Dermatologen aufsuchen.

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2. Kokosöl für die Haare: Hilft gegen Spliss

Auch wer mit spröden Haaren und trockenen Spitzen zu kämpfen hat, kann auf Kokosöl zurückgreifen. Das Kokosöl legt sich wie eine Schutzschicht um die Haare und schützt es sie vor dem Abbrechen. Es macht die Haare widerstandsfähiger, pflegt sie und beugt Spliss vor.

3. Kokosöl für die Haare: Regt das Haarwachstum an

Kokosöl enthält Mineralien und Vitamine, die das Haarwachstum anregen sollen. Das Öl ist zwar kein Wundermittel, doch es enthält Stoffe, die die Kopfhaut nähren und pflegen. Wenn du das Kokosöl in deine Kopfhaut einmassierst, wird die Durchblutung angeregt und das bewirkt, dass die Haarfolikel mit mehr Nährstoffen versorgt werden.

Da Kokosöl außerdem gegen kaputte Spitzen hilft, brechen deine Haare bei regelmäßiger Anwendung nicht so schnell ab, weshalb sie auf Dauer länger bleiben. Zusätzlich soll Kokosöl bei Haarausfall helfen.

4. Kokosöl für die Haare: Sorgt für Geschmeidigkeit und Glanz

Die im Kokosöl enthaltenden Mineralien und Vitamine sorgen dafür, das Haar gesünder und glänzend aussehen zu lassen. Das Öl soll den Haaren sogar bis in die Haarwurzeln Feuchtigkeit und Fett spenden. Nach der Kokosöl-Behandlung lassen sich deine Haare viel besser kämmen. Sie fühlen sich zudem weicher an, sind weniger aufgeraut und deutlich glatter und glänzender.

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Wieso ist Kokosöl gut für die Haare?

Kokosöl soll gleich mehrere positive Effekte auf die Haare haben. Es versorgt das Haar mit Feuchtigkeit, verleiht ihnen Glanz und macht es schön geschmeidig.

Doch Kokosöl für die Haare hat nicht nur eine optische Wirkung. Es soll die Haare auch von innen heraus stärken und widerstandsfähiger machen. Brüchige Spitzen sollen repariert und Spliss vorgebeut werden. Sogar das Haarwachstum soll das Kokosöl anregen.

Kann Kokosöl dem Haar schaden?

Viele Beauty-Experten preisen Kokosöl an und sind sich seiner tollen Wirkung sicher. Doch es gibt auch Gegenstimmen, die sagen, dass Kokosöl auf Dauer keinen positiven Effekt auf die Haare hat, sondern eher das Gegenteil bewirke: Verwendet man es zu oft, würde es den Haaren Feuchtigkeit entziehen.

Bei zu intensiver Verwendung des Öls, kann sich tatschlich eine Art "Film" um die Haare legen. Dieser sorgt dann dafür, dass keine Feuchtigkeit mehr eindringen kann. Wir empfehlen daher, Kokosöl nicht in großen Mengen und nicht zu oft zu anzuverwenden.

Welches Öl ist das beste für meine Haare?

Welches Öl für deine Haare am besten ist, hängt von deiner Haarstruktur ab. Kokosöl ist für nahezu jeden Haartypen geeignet - egal ob kurze, lange, feine oder volle Haare. Je feiner dein Haar ist, desto weniger Produkt solltest du verwenden.

Wichtig ist alledings, dass du dich für ein hochwertiges Kokosöl für die Haare entscheidest. Es sollte aus echten Kokosnüssen gewonnen worden sein und keine Konservierungsstoffe enthalten. Zudem solltest du am besten zu einem kaltgepressten Bio-Produkt greifen, um sicher zu gehen, dass es naturbelassen ist und alle wertvollen Inhaltsstoffe enthält. Gut im Netz bewertet ist zum Beispiel das 'Bio Kokosöl' von Mituso, das du hier bei Amazon kaufen kannst*. Dieses stammt aus erster Kaltpressung ist ist zudem vegan.

Für das Haar eignet sich nicht nur Kokosöl, sondern auch andere Öle. Für welches du dich entscheiden solltest, hängt von deiner Haarstruktur ab und davon, welche "Probleme" du mit dem Öl bekämpfen möchtest.

Wer helles und feines Haar hat, sollte zu Ölen greifen, die dem Haar Volumen verleihen und es nicht zusätzlich beschweren. Hier eignen sich zum Beispiel Argan-, Macadamia-, oder Jojobaöl.

Bei dickem, trockenem Haar eignet sich fast jedes Öl, wie zum Beispiel Oliven-, Avocado-, Mandelöl und besonders auch Kokosöl.

Auch bei fettigen Haaren kann das richtige Pflanzenöl helfen. Es hat die Fähigkeit die Talgproduktion auszugleichen. Geeignet sind zum Beispiel Haselnuss- oder Passionsfruchtöl.

Leidest du unter schuppigem Haar eignet sich Oliven-, Rizinus- oder Rosmarinöl. Allerdings solltest du unbedingt die Ursache für deine Schuppen herausfinden, um sie langfristig zu bekämpfen.

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Koosöl für die Haare: So wendest du es an

Kokosöl als Haarkur:

Damit das Kokosöl einen positiven Effekt auf deine Haare hat, solltest du die Kokos-Intensivkur nicht öfter als einmal im Monat anwenden.

So geht's: Haare mit einem silikonfreien Shampoo waschen und es anschließend gründlich ausspülen. Dann das Haar mit einem Handtuch leicht trocknen, sodass keine Feuchtigkeit mehr aus den Haaren heraustropft. Das Haar anschließend vorsichtig mit einem groben Kamm oder einem Tangle Teezer (hier bei Amazon)* durchkämmen. Je nach Haarlänge ein bis zwei Esslöffel Kokosöl in den Händen flüssig werden lassen und in die Kopfhaut einmassieren. Die Reste des Öls bis in die Haarspitzen verteilen.

Nun ein Handtuch um die Haare wickeln, sodass es darunter schön warm bleibt und das Öl gut eindringen kann. Die Haarkur mindestens ein bis zwei Stunden einwirken lassen, ausspülen und Haare erneut waschen. Dann wie gewohnt stylen.

Kokosöl als Spülung:

So geht's: Auch auf die Schnelle könnt ihr das Kokosöl für eure Haare verwenden. Dafür die Haare zunächst wie gewohnt waschen. Eine haselnussgroße Menge des Kokosöls in den Händen flüssig werden lassen und das Produkt dann in die Haarspitzen einarbeiten. Die Kokos-Spülung ein paar Minuten einwirken lassen und anschließend mit lauwarmen Wasser auswaschen.

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Kokosöl für die Haare: Die besten Produkte

Wenn du keine Lust darauf hast, dir Öl ins Haar zu schmieren, kannst du auch Produkte anwenden, die Kokosöl enthalten. Es gibt zahlreiche Shampoos und Conditioner, die das wertvolle Öl enthalten.

Sehr gut im Netz bewertet ist das 'Inecto Pure Coconut Shampoo'. Das Shampoo versorgt die Haare mit Feuchtigkeit und verleiht ihnen einen strahlenden Glanz. Ein weiterer Pluspunkt ist der Duft des Produkts. Es riecht nach Kokosnuss und hinterlässt auch nach Stunden noch einen angenehm frischen Duft im Haar.

Hier kannst du das Shampoo mit Kokosöl nachshoppen*

Wer auf der Suche nach einem guten Hitzeschutz-Spray ist, für den könnte das Kokos-Hitzeschutzspray mit Anti-Frizz-Effekt von Bold Uniq (hier bei Amazon)* das passende Produkt sein. Das Spray kannst vor dem Styling einfach ins nasse Haar geben. Es schützt deine Haare vor Hitze und verhindert das Abbrechen.

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