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Libido steigern: Mehr Spaß im Bett – für Frustrierte UND vermeintliche Profis

von Fiona Rohde Erstellt am 21. März 2021

Mit der Libido ist es so eine Sache. Läuft es im Bett ganz gut, ruhen wir uns darauf aus. Läuft es dann mal nicht, ist der Frust groß. Hier kommen die besten Tipps, um unsere Libido zu steigern.

Sex ist etwas ziemlich Geniales. Er berauscht, belebt, raubt einem die Sinne. Traurig genug, dass es nicht immer rund läuft im Liebesleben. Sei es, dass es mit dem neuen Partner nicht so klappt oder dass man generell unter einem Libidoverlust leidet. Der Begriff Libido kommt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet "Begehren, Begierde", also gemeinhin: sexuelle Begierde.

Leider gibt es etliche Dinge, die der Libido nicht gut tun. Damit es im Bett wieder mehr rund geht, solltet ihr schauen, was ihr tun könnt, um eure Libido zu steigern. Und auch wer denkt: Mein Sexleben ist gut so, wie es ist, sollte weiterlesen. Denn manchmal wissen wir gar nicht, welche Schrauben wir noch drehen können und sind dann ganz erstaunt, dass unser Sex auf einmal um Klassen aufregender ist.

Beim Sex ist es ja letztlich so wie immer im Leben: Wer sich mit dem zufrieden gibt, was er vor Ewigkeiten erreicht hat, aber nie mal weiter über den Tellerrand schaut, verpasst extrem viel Gutes. Deshalb: Bleibt neugierig und vor allem lernbegierig. Ausgelernt haben wir nämlich in den seltensten Fällen.

Welche Gründe kann ein Libidoverlust haben?

Es kann viele Gründe dafür geben, wenn die Lust weg bleibt. Ein wichtiger Faktor sind unsere Hormone. Liegt da etwas im Argen, hilft auch der schönste Sexpartner nichts. Hier heißt es: Ab zum Check beim Arzt, ob alles OK ist.

Auch Medikamente können als Nebenwirkung einen Libidoverlust haben. Hier einfach mal den Beipackzettel des Medikaments checken, ob da etwas darüber steht. Wichtig: Auch Wechselwirkungen zwischen mehreren Medikamenten können vorkommen. Hier immer alle im Blick haben und zur Not eine Ärztin oder einen Arzt oder Apotheker befragen.

Ebenso können Stress und Schlafmangel dafür sorgen, dass wir abends zu erschlagen und kaputt sind, um abschalten zu können. Und wenn der Kopf nicht frei ist oder so hundemüde, dass man kaum aus den Augen schauen kann, ist es auch Essig mit der Lust auf Sex. Aber auch hier gibt es Abhilfe.

Natürlich spielt auch das Alter mitunter eine Rolle. Wenn unser Körper gerade in einer hormonellen Umstellung ist, ihm Hormone fehlen, kann auch das für einen Libidoverlust verantwortlich sein, Stichwort Menopause. Zudem sind Alkohol und Nikotinkonsum manchmal nicht ganz unschuldig, wenn die Lust sich verabschiedet hat.

Trotz oder gerade wegen der Vielfalt der möglichen Ursachen gilt: Man sollte sich informieren, Rat einholen und etwas dagegen tun. Oftmals gibt es gute Hilfen und Möglichkeiten, um die Libido wieder zu steigern. Welche das sind und wie ihr eurem Sexleben ordentlich auf die Sprünge helfen könnt, wollen wir hier aufzeigen.

Wobei wir dazu sagen müssen: Sind Erkrankungen die Ursache für die Lustlosigkeit, so ist eine Ärztin bzw. ein Arzt sicher die erste Ansprechperson für euch. Scheut euch nicht, euch hier Hilfe zu holen. Außer euch findet das nämlich garantiert niemand peinlich. Der Arzt schon mal gar nicht. Der ist Profi und ihr seid nicht allein mit eurem Problem.

Also, ganz wichtig: 1. Ihr seid nicht der einzige Mensch auf der Welt, der Probleme mit seinem Sexleben hat. 2. Ihr dürft von eurem Partner oder eurer Partnerin Verständnis und Hilfe erwarten und 3. Es gibt Lösungen. Deshalb: Kopf hoch und hakt das Thema Sex für euch bitte nicht frustriert ab!

Link-Tipp: Ihr leidet unter Orgasmus-Problemen? Dann haben wir hier einen Tipp für euch. Einen ebenso persönlichen wie interessanten Blog zum Thema weibliche Sexualität, Libidoverlust und Orgasmus-Probleme: Frau leben - Aus eigener Kraft in deine Kraft. Lesenswert!

Tipps: So könnt ihr eure Libido steigern

Kommen wir also zum optimistischen Teil dieses Artikels: Tipps, wie ihr die Libido steigern bzw. euer Sexleben wieder pimpen oder noch besser machen könnt.

Auch lesen: Frauen und Orgasmus: Das sollte jede(r) darüber wissen

1. Libido steigern ist auch Kopfsache: 5 Tipps, die für jedes Paar gut sind

Offene Gespräche: sagt euch, was gefällt und was nicht
Sex ist auch offene Kommunikation. Redet über das, was euch anmacht, wovon ihr träumt und was euch eher abturnt. Offen darüber zu sprechen, was ihr gerne ändern oder ausprobieren würdet, wirkt oft wahre Wunder. Aber nutzt dafür einen Abend auf der Couch, mit Weinglas in der Hand und eng umschlungen mit eurer Liebsten oder eurem Liebsten. Beim Sex selbst sollte man derart längere Diskussionen nicht anfangen. Und: So ein Gespräch in aller Ruhe kann mega hot sein, und wer weiß, danach landet ihr eh in der Kiste und setzt das Besprochene direkt um.

Adé Sexroutine: Seid offen für Neuentdeckungen
Apropos Sexfantasien, Wünsche, Ideen: Auch wenn ihr selbst vielleicht noch nicht darüber nachgedacht habt, verschließt euch nicht direkt, wenn euer Partner euch mit neuen Ideen überfällt. Ihr müsst gar nichts, wenn ihr nicht wollt, aber durch den Kopf gehen lassen und mal austesten hilft durchaus, um auch mal Neuland zu erkunden. Dennoch gilt: Tu nichts, was ihr nicht wollt, nur weil ihr denkt, dass euer Partner das will oder weil ihr denkt, dass "alle" das sicher tun.

Tut es: Warum regelmäßiger Sex eurer Libido hilft
Ja, klingt unromantisch, aber ist leider so: Wenn man Sex nicht regelmäßig macht, schläft das Sexleben ein. Erotik und Anziehungskraft, das gegenseitige Nervösmachen ist etwas, was man am Leben erhalten muss. Wenn euch eure Partnerin oder euer Partner nur noch morgens im Bad nackt sieht und Sex nur am letzten Sonntag im Monat stattfindet, dann merkt auch euer Körper: Aha, Winterschlaf ist angesagt. Haltet eure Sexualität lebendig. Wie? Indem ihr es regelmäßig einfach tut. So bleibt eure Libido lebendig und wach.

Datet euch mal wieder: Das Kribbeln des Anfangs
Auch ein Mittel, um die Libido wieder zu steigern: Datet euch. Auch wenn ihr schon soooo lange zusammen seid und euch schon vertraut seid: Sorgt dafür, dass es nicht zur Gewohnheit und Selbstverständlichkeit wird zusammen zu sein. Manchmal hilft ein Ortswechsel, ein Date, sich noch mal besonders Mühe geben und den anderen überraschen mit einer besonderen Location, einem Essen, einer besonderen Stimmung. Testet es aus. Euch wird so eine Art "Date-Abend" lange in schöner Erinnerung bleiben. Und auch das bringt wieder Kribbeln und Libido in eure Beziehung zurück.

Vorspiel: Unterschätzt es niemals
Es wird ja gerne belächelt, aber gerade, wenn man einen stressigen Alltag hinter sich hat, ist man nicht auf Knopfdruck im Lustmodus. Um die Libido wachzurütteln ist ein Vorspiel eben perfekt und sollte deshalb nicht einfach weggelassen werden, nur weil wenig Zeit ist. Das Vorspiel ist meist aufregender als alles andere. Weil man spürt, wie man sich langsam fallen lassen kann und merkt, wie die Lust mehr und mehr wird. Deshalb: Vorspiel, ja, bitte, immer. Und wenn ihr das mit Sextoys macht: Auch gut.

Weiterlesen: 5 Antworten auf die Frage: Wie bekomme ich einen Orgasmus?

2. Libido steigern bedeutet Love your Body: Schlaf, Sport, Ernährung

Mehr Schlaf: Wie ein Anti-Stress-Programm euer Sexleben rettet
Müdigkeit ist ein echter Killer im Bett. Leider kennen wir das alle zu gut. Nach einem auspowernden Arbeitstag plus womöglich Familie sind wir einfach nur noch hundemüde und wollen schlafen. Da ist es nicht verwunderlich, wenn man dem Partner oder der Partnerin einen Korb in Sachen Sex verpasst. Und dafür solltet ihr euch weder rechtfertigen noch schämen. Versucht einfach, euer Liebesleben an Tage zu legen, an denen ihr fitter seid und euch auch schlaftechnisch in der Lage fühlt, aktiv und lustvoll zu sein. Schlafmangel ist auf Dauer nämlich ein echter Libido-Killer. Vielleicht auch ein Grund, warum viele Paare im Urlaub deutlich mehr Sex und Lust auf Sex haben.
Mehr dazu: Besser schlafen: Das hilft gegen die Müdigkeit!

Ja, dafür ist Sport auch gut!
Gerade wir Frauen können unsere Libido steigern, indem wir unseren Beckenboden trainieren. Letztlich gibt es für uns keinen besseren Sex-Sport, denn ein starker, trainierter Beckenboden ist für den weiblichen Orgasmus wichtig. Deshalb könnt ihr durch ein gezieltes Training versuchen, eure Libido wieder zu steigern. Schöner Nebeneffekt: Sport sorgt für ein gutes Körpergefühl, man bewegt sich besser und bewusster. Auch gut für den Matratzensport.
Mehr dazu lesen: Sex-Workout: Diese Sportarten heizen eurem Liebesleben ein

Verführung mit allen Sinnen: Aphrodisiakum
Es gibt bekanntlich Lebensmittel wie Austern und Chilischoten, die als Aphrodisiakum gelten. So soll sich ein hoher Zink- und Eiweißgehalt bei Männern positiv auf die Produktion von Spermien und Testosteron auswirken. Chilischoten wiederum wirken durchblutungsfördernd - was auch den Geschlechtsorganen zugutekommt. Aphrodisiaka können nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Gewürze und Pflanzenextrakte sein. Nicht jede Wirkung ist nachgewiesen, doch gewissermaßen spielt ja auch der Kopf eine wichtige Rolle beim Sex. Deshalb ist es keine schlechte Idee, sich gegenseitig ein Liebesmahl zu kredenzen.
Mehr lesen: Alles über die lustbringenden Lebensmitteln & Co. lest ihr hier.

Lest auch: Sex-Gymnastik: Mit diesen 4 einfachen Übungen hast du mehr Orgasmen!

3. Libido steigern: Kennt ihr die Tasten für eure Lust?

Solosex: Lernt euren Körper kennen und entdeckt eure Libido
Ja, Masturbation ist der Anfang von gutem Sex und einem guten Körpergefühl. Lernt euch und euren Körper kennen und ihr werdet ganz anders in eine Nacht zu zweit gehen. Selbstsicher und mit dem Wissen, wie euer Körper in Sachen Lust funktioniert. Deshalb ist Selbstbefriedigung ein wichtiger Schlüssel zu einer erfüllten Sexualität.

Wer weiß, wie er sich selbst verwöhnen kann, weiß auch eher, was zu zweit funktioniert und was nicht. Wir wissen manchmal selbst nicht, wie wir uns erregen können, wie soll es da der Partner oder die Partnerin wissen? Deshalb fasst euch an und testet beim Masturbieren aus, was euch Lust bereitet.

Mehr dazu: Love your Vagina: Warum jede Frau Pussy Yoga machen sollte

Libido steigern mit Sextoys

Wer wenig Spaß daran hat, sich selbst anzufassen, der kann sich auch mit einem Sextoy verwöhnen. Gerade bei Frauen sind sogenannte Klitorissauger derzeit sehr gefragt. Probiert es aus, vor allem, wenn ihr Probleme habt zum Orgasmus zu kommen. Schnappt euch ein Toy und probiert einfach mal rum und spürt, wie bei euch Lust entsteht. Und: Oftmals geht das alleine entspannter, einfach, weil der Druck weg ist, dass man Spaß haben muss.

Viel zu oft machen wir uns beim Sex Gedanken, dass es unserem Gegenüber gut geht und bleiben dann selbst auf der Strecke mit unserer Lust. Gerade wenn ihr Probleme damit habt, zum Orgasmus zu kommen, solltet ihr nicht so tun, als wäre alles OK und still vor euch hin leiden. Ihr seid es wert, auch Spaß zu haben! Wir haben hier ein paar Toys, die euch vielleicht helfen werden. Bei beiden geht es um klitorale bzw. klitorale und vaginale Stimulation.

Im Video: Sextoys für zu Hause

Video von Laura Dillschneider

Tipp: Helferlein für mehr Lust und Libido

Toys wie Womanizer oder Satisfyer sind längst in aller Munde und sicherlich den meisten von euch bekannt. (Den Satisfyer kennt ihr noch nicht? Dann könnt ihr hier den Satisfyer Pro 2 auf Amazon* und hier den Satisfyer Sexy Secret auf Amazon* bestaunen) Wir stellen euch hier zwei weitere Toys vor, die eurer Libido hoffentlich auf die Sprünge helfen werden:

1. Für klitorale Stimulation: z.B. der SILA Sonic Clitoral Massager
Das Toy funktioniert wie ein Klitorissauger, hat aber eine weichere, tiefere und insgesamt größere Öffnung. Somit ist sie für jede Frau und jede Klitoris angenehm. Zudem sorgt die breite Öffnung dafür, dass die Schallwellen nicht nur auf die Mitte der Klitoris einwirken, sondern die gesamte Klitoris in die Stimulation mit einbeziehen. So kann Frau noch mehr austesten und spüren, wie sich die Lust aufbaut. Die Schallwellen sorgen für eine sanfte Stimulierung der Klitoris, ohne sie direkt zu berühren. Die Intensität ist zwischen acht Modi wählbar. Für Frauen, die klitorale Stimulation für ihre Lust lieben, genau richtig!

Das Toy kannst du hier direkt bei Amazon kaufen.*

Auch lesen: Keine Lust auf Sex? So hilfst du der Libido auf die Sprünge

2. Für klitorale und vaginale Stimulation: Testet einen Rabbit-Vibrator
Oftmals ist eine klitorale Stimulation hot, aber nicht zielführend. Um die Libido zu steigern und tief und langsam für eine Erregungskurve zu sorgen, solltet ihr versuchen, auch vaginal für Stimulation zu sorgen, und den G-Punkt mit einzubeziehen. Keine Sorge, wenn ihr den nicht findet oder die Berührung nicht erregend findet: Es geht auch ohne. Denn das Innere der Vagina ist hocherogen und gerade in dem Bereich der ersten Zentimeter sehr sensibel.

Klar ist hier die Penetration durch den Penis ein derb gutes Mittel, um euch zu erregen. Aber nicht jede Frau reagiert darauf. Viele Frauen haben trotz Mühe und Sensibilität des Partners keinen Orgasmus oder finden sogar die Penetration langweilig bis schmerzhaft. Hier ist es vielleicht sinnvoll, einmal ein Sextoy auszutesten, bei dem man den Winkel des Eindringens bestimmen kann, und dazu noch die Möglichkeit hat Intensität und Rhythmus der Bewegungen alias Vibrationen vorzugeben. Das geht bei Männern ja bekanntlich weder mit Knopfdruck noch per App. Also nehmt euch mal die Zeit für die etwas andere Art der Penetration und Stimulation.

Mit diesem Toy könnt ihr zum Beispiel auf Entdeckungsreise gehen (übrigens allein oder zu zweit, geht ja alles): Soraya Wave von Lelo. Dieser Dual-Action-Massager funktioniert sozusagen klitoral und vaginal gleichzeitig. Der kurze Arm des Vibrators stimuliert die Klitoris, der lange Arm sorgt vaginal für Spaß und Erregung. Das Gute daran: Die Wave Motion Technologie in Kombination mit der "Komm her"-Bewegung ist perfekt für den G-Punkt. -> Diesen und andere Rabbit Vibratoren findet ihr z.B. hier auf Amazon.*

Hinweis: Dieser Artikel ist nur informativ und soll eine erste Hilfestellung bei Libidoverlust sein. Wer langfristig Orgasmusprobleme hat, keine Libido oder gar Schmerzen beim Sex, der sollte sich von seiner Frauenärztin oder seinem Frauenarzt Rat holen. Keine Scheu, es geht hier darum, dass ihr euch wohlfühlen könnt und euer Arzt ist hier ein fachlich guter und zudem verschwiegener Ansprechpartner.

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