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Alleine an Weihnachten? Mit diesen Tipps hat Einsamkeit keine Chance

von Fiona Rohde Erstellt am 27. Dezember 2019
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Alleine an Weihnachten? Mit diesen Tipps hat Einsamkeit keine Chance© iStock

Weihnachten alleine? Das klingt ziemlich traurig. Schließlich ist es das Fest der Liebe. Damit das nicht so ist, haben wir für alle, die Weihnachten alleine sind, ein paar Tipps, wie es trotzdem ein schönes Weihnachtsfest wird.

Trotz aller Hektik, der Anspannung und dem ein oder anderen Familiendrama auf den letzten Metern: Für die meisten von uns ist der Weihnachtsabend ein familiäres Fest. Ein Abend im Kreis unserer Lieben, an dem wir die Welt draußen lassen und Jahr um Jahr das schöne Gefühl von Zusammengehörigkeit erleben können.

Für einige Menschen aber ist Weihnachten alles andere als ein Fest der Freude. An kaum einem Tag im Jahr fühlen sich Alleinstehende so einsam wie am Heiligen Abend. Einer Umfrage zufolge sitzen rund 14 Prozent aller Singles unfreiwillig allein unterm Tannenbaum - immer in der Angst, zum Trauerklos zu mutieren, während gefühlt der Rest der Menschheit seine Liebsten um sich herum hat.

Wer an Weihnachten allein ist, sollte für die Feiertage frühzeitig planen und aktiv gegen das Gefühl der Einsamkeit vorgehen, raten Psychologen. Wir zeigen Wege, mit denen so ein Single-Weihnachten nicht nur weniger Angst einflößt - sondern sogar richtig schön werden kann!

1. Nimm die Situation an & mach was draus!

Die meisten von uns haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie ein perfektes Weihnachtsfest auszusehen hat: Schön soll es sein, glanzvoll, ein Tag, an dem einfach alles stimmt - vom Weihnachtsessen über die Deko bis zu den Menschen, die mit uns feiern.

Leider übersehen wir dabei etwas Entscheidendes: Unser Bild vom vollkommenen Weihnachtsfest stammt aus unserer Kindheit. Damals haben unsere Eltern dafür gesorgt, dass wir ein schönes Fest erleben. Sie haben die Geschenke besorgt, das Zuhause festlich geschmückt und haben applaudiert, wenn wir Weihnachtsgedichte aufsagen mussten.

Heute, als Erwachsene, müssen wir einsehen, dass sich der Zauber von Weihnachten nicht von allein einstellt. Wir müssen selbst die Verantwortung dafür übernehmen, dass wir ein glückliches Weihnachtsfest erleben.

Statt das Alleinsein als Bürde zu betrachten, kannst du es auch als Bereicherung sehen - alles eine Frage der Einstellung! Erkenn die positiven Seiten deiner Situation, genieß den Umstand, dass du keine Kompromisse machen musst - auch nicht an einem Fest wie Weihnachten. Du kannst dich voll und ganz auf dich selbst konzentrieren und musst nur tun, was DIR gut tut. Wer weiß, ob du im nächsten Jahr noch die Gelegenheit dazu hast?

2. Gönn dir und verwöhn dich selbst!

Schon am Nachmittag des 24. Dezember sind die Straßen meist wie leer gefegt. Die perfekte Zeit für ein 1 A-Verwöhnprogramm. Koch (oder bestell) dir dein Lieblingsessen, nasch die allerbesten Pralinen, leg eine Weihnachts-CD auf, beschenk dich selbst mit Dingen, die du dir von Herzen wünschst. Niemand weiß schließlich so gut wie du selbst, was dir wirklich gefällt!

Vielleicht schaust du eine DVD mit deinem Lieblingsfilm an, oder du machst einen ausgedehnten Schnee-Spaziergang und genießt die Stille und die Lichter in den Straßen. Das macht den Kopf garantiert frei.

Genieß das Alleinsein ganz bewusst, freu dich über ein paar freie Tage, entspann ausgiebig, und sei neugierig auf das, was das neue Jahr bringen wird - an aufregenden Momenten, spannenden Begegnungen und der ein oder anderen Begegnung.

3. Such dir Gleichgesinnte!

Kümmer dich aktiv um soziale Kontakte. Und zwar das ganze Jahr über, nicht erst dann, wenn "der Baum brennt". Knüpf neue Bekanntschaften, pfleg alte Freundschaften (auch, wenn es manchmal Arbeit ist).

Vielleicht ergibt sich ja so auch ein Treffen über die Feiertage? Es gibt in deinem Umfeld sicher Menschen, die sich ebenso wie du über ein wenig Gesellschaft freuen würden. Sei spontan: Vielleicht kannst du die Weihnachtsgans mit ebenfalls alleinstehenden Bekannten oder mit den Nachbarn von oben teilen? Nur Mut - wir trauen uns viel zu selten mal auf andere zuzugehen. Mehr als ein Nein kann nicht passieren.

Nicht selten treffen sich auch in Bars, Cafes und Clubs die einsamen Herzen der Stadt. Und das kann ungemein schön sein. Hier triffst du Gleichgesinnte, genießt mit ihnen diese besondere Stimmung und nach und nach trudeln dann auch die Leute in Kneipen und Co. ein, die nach dem Familienfest noch mal raus wollen.

Falls dir über Weihnachten die gutgemeinte Einladung Paaren und befreundeten Familien oder Verwandten ins Haus flattern, überlege dir, ob du das möchtest. Wer dazu tendiert sich als "fünftes Rad am Wagen" zu fühlen, bleibt vielleicht lieber dem zu viel an Peace, Love und Harmony fern. Wenn du kein Problem damit hast, gönn dir!

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4. Feier das Fest der (Nächsten-)Liebe!

Wie wäre es, wenn du das Weihnachtsfest zum Anlass nehmen würdest, Menschen zu besuchen, die definitiv schwerer dran sind als du?

In Altersheimen, Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen freut man sich, wenn am Heiligen Abend Besuch ins Haus schneit. Schenk Kaffee aus, bring selbstgebackene Kekse mit, plauder und spende Trost, wo es nötig ist. Auch Suppenküchen oder andere caritative Einrichtungen könnten helfende Hände an diesem Abend gebrauchen.

Am besten fragst du vorher bei infrage kommenden Einrichtungen nach, was du aktiv tun kannst. Man wird über dein Angebot sicher dankbar sein! Denk daran: Weihnachten ist das Fest der Liebe und Nächstenliebe - und es ist ein schönes Gefühl, in Gesellschaft anderer zu sein und daran mitzuwirken, dass dieser Tag für alle ein glücklicheres Fest wird.

5. Ich bin dann mal weg: Buch einen Urlaub!

Wer sagt denn, dass man Weihnachten zwingend unter dem heimischen Tannenbaum verbringen muss? Wenn das Single-Dasein ein Gutes hat, dann doch wohl, dass man tun und lassen kann, was man will. Und wenn dir der Sinn spontan nach Kurzurlaub steht, dann tu es!

Vielleicht hast du ja Lust, es einmal mit dem völligen Kontrastprogramm zum klassischen Weihnachtsfest zu versuchen? Ein Last-Minute-Winterurlaub unter Palmen hat nichts mit Flucht zutun, solange es das ist, was du willst und was dir jetzt gut tut.

Oder wie wäre es mit einer (Single-)Gruppenreise in den Schnee? Gerade über die Feiertage bieten viele Veranstalter solche Reisen an. Hier triffst du andere Alleinstehende und knüpfst neue Bekanntschaften

In fremder Umgebung wirken Einsamkeitsgefühle weniger stark - und du nutzt die freien Tage auch noch sinnvoll, indem du Spaß hast und dich erholst.

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6. Durchhalten: Nach dem Verlust eines Menschen

Besonders schwer sind die Feiertage für all jene, die es erstmals ohne einen geliebten Menschen verbringen müssen, der verstorben ist. Der Gedanke an vertraute Rituale schnürt die Kehle zu, Weihnachten flößt schon im Vorfeld Angst ein.

Denk daran, was der andere dir gewünscht hätte: Bestimmt nicht, dass du voll Trauer und Schmerz daheim sitzt und es dir schlecht geht! Nein, diesem Menschen täte es vermutlich in der Seele weh, dich so zu sehen.

Daher ehre sein Andenken am besten, indem du dafür sorgst, dass es dir gut geht. Sorge für eine schöne Atmosphäre, betrachte vielleicht Fotoalben aus der gemeinsamen Zeit, denk an gemeinsame Momente zurück, pfleg auch gemeinsame (Weihnachts-)Rituale. Viele zünden zum Beispiel zu Weihnachten eine Kerze für den Verstorbenen an.

Und wenn dir nicht nach Gesellschaft und Ablenkung ist, dann vertrau auf dein inneres Gefühl. Du allein weißt, was dir in dieser schwierigen Zeit gut tut. Es hilft jedoch sehr, wenn der Tag ein paar Programmpunkte hat, an denen du dich entlanghangeln kannst und so geht dieser mit Sicherheit nicht einfache Tag auch blitzschnell vorüber.

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