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Mama

Der 1. Schwanger­­­­­schaftsmonat

von Rédac Teemix Veröffentlicht am 19. Mai 2008
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Sie haben die Schwangerschaftssymptome bei sich festgestellt, auch wenn sich Ihr Zustand noch nicht von Außen erkennen lässt. Trotzdem finden im Laufe des ersten Monats zahlreiche Veränderungen in Ihrem Körper statt und es gibt viele Kleinigkeiten, auf die Sie jetzt schon achten sollten.

Hauptsache sicher: Der Schwangerschaftstest

Wenn Sie den Verdacht haben, schwanger zu sein, sollten Sie zu Hause einen Urintest durchführen. Ein verschreibungsfreier Schwangerschaftstest aus der Apotheke ist zu 99 % sicher und bietet einen entscheidenden Vorteil: Das Ergebnis wird sofort angezeigt!

Wenden Sie den Urintest ungefähr 10 Tage nach dem Befruchtungsdatum oder mindestens 3 Tage nach dem theoretischen Eintritt der Monatsblutung an. Der Teststreifen weist das Schwangerschaftshormon hCG nach und zeigt Ihnen in einem Kontrollfenster an, ob Sie ein Kind erwarten.

Die Schwangerschaft kann zusätzlich durch einen Labortest bestätigt werden. Fragen Sie Ihren Frauenarzt, ob er Ihnen eine Blutuntersuchung verschreibt, denn nur der Bluttest liefert ein 100 % sicheres Resultat. Allerdings muss man bei einem Labortest auf das Ergebnis warten.

Die Entwicklung Ihres Babys

  • Die befruchtete Eizelle (Zygote) hat sich 5-7 Tage nach der Befruchtung in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet.
  • Mit 4 Wochen hat Ihr Baby bereits ein Herz und einen Magen: Das ist der Beginn der embryonalen Organogenese, also der Phase, in der die wichtigsten Organe aufgebaut werden.
  • Die Gliedmaßen sind noch nicht wirklich ausgeprägt: Man spricht in diesem Stadium noch von Gliedmaßenansätzen.
  • Das Nervensystem entwickelt sich.
  • Die Sinnesorgane beginnen sich auszubilden. Man spricht ab dem Zeitpunkt der Befruchtung bis einschließlich zur 8. Schwangerschaftswoche von einem Embryo, auch wenn ganz am Anfang noch keine Augen und kein Mund vorhanden sind.
  • Im ersten Monat schwebt der Embryo geradezu schwerelos in der Fruchtblase, die über die Nabelschnur (die sich noch weiterentwickelt) mit dem äußeren Bereich des Eis verbunden ist.
  • Am Ende des ersten Monats ist Ihr Baby 2-5 mm groß. Das entspricht einem Stecknadelkopf.

Es kann vorkommen, dass Sie (wie fast 20 % der Frauen) im ersten Monat eine Fehlgeburt (Spontanabort) erleiden. Der natürliche Abgang der Frucht macht sich durch das Verschwinden der Schwangerschaftsanzeichen und einen dauerhaften Blutverlust bemerkbar (Vorsicht: Eine unregelmäßige Blutung kann völlig normal sein). Wenden Sie sich im Zweifelsfall so schnell wie möglich an Ihren Frauenarzt!

Formalitäten

Wenn Sie in einer Großstadt leben und in einem Krankenhaus entbinden möchten sollten Sie sich relativ bald darum kümmern, ein Krankenhaus für die Geburt auszusuchen. Es empfiehlt sich, sehr schnell mit der Suche nach der geeigneten Entbindungsstation und der Reservierung zu beginnen, damit Sie sich für den Entbindungstermin ein Wochenbett sichern können. Machen Sie sich jetzt schon Gedanken darüber, welche Kriterien Ihnen bei der Auswahl wichtig sind, damit Sie z.B. gezielt nach einer Entbindungsstation suchen können, die über die gewünschte Ausstattung verfügt (Kinderklinik mit Frühchenstation im Haus, Unterwasser-Geburt in der Badewanne...).

Gesundheit und Ernährung

Bewegung in der Schwangerschaft ist gesund. Deshalb können weiterhin leichte Sportarten wie Schwimmen, Spazierengehen, Radfahren, Yoga etc. praktiziert werden. Aufgrund der Sturz- und Verletzungsgefahr (auch im Hinblick auf eine mögliche Fehlgeburt) wird jedoch generell von Risikosportarten abgeraten. Dazu gehören: Kampfsportarten, Skifahren, Reiten ... Vermeiden Sie ebenfalls zu lange Reisen im Auto.

  • Falls es noch nicht der Fall ist: Hören Sie mit dem Rauchen auf.
  • Reduzieren Sie Ihren Kaffee- und Teekonsum
  • Verzichten Sie konsequent auf Alkohol.
  • Eine abwechslungsreiche und ausgeglichene Ernährung erfüllt alle Bedürfnisse für die Entwicklung des Embryos und Ihren eigenen Körper.
  • Vermeiden Sie unpasteurisierte Milchprodukte (z.B. Rohmilchkäse), da damit eventuell der Listeriose- Erreger übertragen werden kann. Hartkäsesorten wie Parmesan, Emmentaler oder Comté sind dagegen völlig unbedenklich.
  • Sie benötigen im ganzen ersten Schwangerschaftstrimester viele Vitamine und Spurenelemente. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten.
  • Sie sind sicherlich sehr müde: Legen Sie kleine Pausen ein, um sich zu erholen!

Wenn Sie unter Migräne oder Übelkeit leiden, sollten Sie immer erst Ihren Arzt um Rat fragen bevor Sie selbst zu Medikamenten greifen. Viele Arzneimittel sind in der Schwangerschaft verboten - oder es wird nachdrücklich von ihnen abgeraten. Das Kopfschmerzmittel Aspirin sollte zum Beispiel während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden (Erkundigen Sie sich bei einem Arzt nach einem alternativen Wirkstoff). Falls Sie Zahnfleischbluten haben, lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt untersuchen, denn das Zahnfleisch wird durch die Hormonveränderung leicht verletzlich.

Psychologie

Sie haben bereits ein Kind? Dann sollten Sie unbedingt sehr bald mit Ihrem Sprössling über das kleine Baby sprechen, das Sie im Bauch haben, denn Kinder spüren alles. Die Kleinen haben einen unglaublichen Instinkt und merken sofort, dass eine große Veränderung auf die Familie zukommt. Es ist besser, Ihr Kind von Anfang an mit einzuweihen, damit es sich nicht ausgeschlossen fühlt, denn das würde es nicht verstehen. Selbst wenn Sie erst die Ultraschalluntersuchung abwarten möchten, um sicher zu gehen, dass alles gut verläuft, sollten Sie mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter über Ihren Kinderwunsch sprechen und Ihren Liebling auf die große Neuigkeit vorbereiten.


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