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Der 1. Schwanger­­schaftsmonat (1. bis 4. SSW): Das passiert in den ersten Wochen

von Anne Walkowiak Erstellt am 17. März 2020
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Zu Beginn einer Schwangerschaft sorgen Freude und Angst für ein Wechselbad der Gefühle. Hier erfährst du alles, was du zum ersten Schwangerschaftsmonat wissen musst.

Auch wenn dein Zustand rein äußerlich noch nicht erkennbar ist: Schon im Laufe des ersten Schwangerschaftsmonats finden zahlreiche Veränderungen in deinem Körper statt, und es gibt viele Kleinigkeiten, auf die du schon jetzt achten solltest.

Hauptsache sicher: Der Schwangerschaftstest

Wenn du den Verdacht hast, schwanger zu sein, solltest du zu Hause einen Urintest durchführen. Ein verschreibungsfreier Schwangerschaftstest aus der Apotheke oder Drogerie ist zu 99 Prozent sicher und bietet einen entscheidenden Vorteil: Das Ergebnis wird sofort angezeigt!

Wichtig: Wende den Urintest ungefähr zehn Tage nach dem Befruchtungsdatum oder mindestens drei Tage nach dem theoretischen Eintritt der Monatsblutung an. Der Teststreifen weist das Schwangerschaftshormon hCG nach und zeigt dir in einem Kontrollfenster an, ob du ein Kind erwartest.

Die Schwangerschaft kann zusätzlich durch einen Labortest bestätigt werden. Frage deinen Frauenarzt, ob er dir eine Blutuntersuchung verschreibt, denn nur der Bluttest liefert ein 100 Prozent sicheres Resultat. Allerdings muss man bei einem Labortest auf das Ergebnis warten.

Gut zu wissen: Schwangerschaftstest selber machen: So vermeidest du typische Fehler

Die Entwicklung deines Babys

  • Die befruchtete Eizelle (Zygote) hat sich 5–7 Tage nach der Befruchtung in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet.
  • Mit vier Wochen hat dein Baby bereits ein Herz und einen Magen: Das ist der Beginn der embryonalen Organogenese, also der Phase, in der die wichtigsten Organe aufgebaut werden.
  • Die Gliedmaßen sind noch nicht wirklich ausgeprägt: Man spricht in diesem Stadium noch von Gliedmaßenansätzen.
  • Das Nervensystem entwickelt sich.
  • Die Sinnesorgane beginnen sich auszubilden. Man spricht ab dem Zeitpunkt der Befruchtung bis einschließlich zur achten Schwangerschaftswoche von einem Embryo, auch wenn ganz am Anfang noch keine Augen und kein Mund vorhanden sind.
  • Im ersten Monat schwebt der Embryo geradezu schwerelos in der Fruchtblase, die über die Nabelschnur (die sich noch weiterentwickelt) mit dem äußeren Bereich des Eis verbunden ist.
  • Am Ende des ersten Monats ist dein Baby 2–5 mm groß. Das entspricht einem Stecknadelkopf.

Lesetipp: Schwangerschaftskalender: Deine Schwangerschaft Woche für Woche

Es kann vorkommen, dass du (wie fast 20 % der Frauen) im ersten Monat deiner Schwangerschaft eine Fehlgeburt (Spontanabort) erleidest. Der natürliche Abgang der Frucht macht sich durch das Verschwinden der Schwangerschaftsanzeichen und einen dauerhaften Blutverlust bemerkbar.

Vorsicht: Eine unregelmäßige Blutung kann völlig normal sein. Wende dich im Zweifelsfall so schnell wie möglich an deinen Frauenarzt!

Formalitäten zu Beginn der Schwangerschaft

Gerade in Großstädten kann es schwer werden, eine Hebamme für die Vor- und Nachsorge zu finden. Am besten fragst du direkt bei Freunden, Verwandten und Bekannten nach, ob sie dir eine Hebamme empfehlen können. Ansonsten findest du auch im Hebammennetzwerk deiner Stadt oder auf einer allgemeinen Seite wie der Hebammensuche Hilfe.

Wichtig ist, dass du die Hebammensuche nicht auf die lange Bank schiebst, denn es ist wirklich schwer in Ballungsräumen die richtge Hebamme für sich zu finden.

Lesetipp: 6 wichtige Gründe, warum jede Schwangere eine Hebamme haben sollte

Es mag ein bisschen früh klingen, aber auch über das Krankenhaus, in welchem du entbinden möchtest, kannst du dir schon Gedanken machen. Vor allem dann, wenn du in einer Großstadt lebst und in einem Krankenhaus entbinden möchtest, das beliebter ist als andere. Es empfiehlt sich, sehr schnell mit der Suche nach der geeigneten Entbindungsstation und der Reservierung zu beginnen, damit du dir für den Entbindungstermin zum Beispiel ein Familienzimmer sichern kannst.

Mach dir jetzt schon Gedanken darüber, welche Kriterien dir bei der Auswahl wichtig sind, damit du z. B. gezielt nach einer Entbindungsstation suchen kannst, die über die gewünschte Ausstattung verfügt (Kinderklinik mit Frühchenstation im Haus, Unterwasser-Geburt in der Badewanne...).

Gesundheit und Ernährung

Bewegung in der Schwangerschaft ist gesund. Deshalb kannst du weiterhin leichte Sportarten wie Schwimmen, Spazierengehen, Radfahren, Yoga etc. betreiben. Aufgrund der Sturz- und Verletzungsgefahr (auch im Hinblick auf eine mögliche Fehlgeburt) wird jedoch generell von Risikosportarten abgeraten. Dazu gehören: Kampfsportarten, Skifahren, Reiten und Co.

Ebenfalls vermeiden solltest du lange Reisen im Auto. Im Allgemeinen sollten Reisen jetzt gut abgewogen und geplant sein. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: Reisen in der Schwangerschaft: Tipps für Reiseziele & den richtigen Zeitpunkt

Sport in der Schwangerschaft ist ungesund? Von wegen:

Video von Jutta Eliks

Weitere Tipps, die du bereits im 1. Schwangerschaftsmonat beherzigen solltest:

  • Falls es noch nicht der Fall ist: mit dem Rauchen aufhören.
  • Kaffee- und Teekonsum reduzieren.
  • Konsequent auf Alkohol verzichten.
  • Eine abwechslungsreiche und ausgeglichene Ernährung erfüllt alle Bedürfnisse für die Entwicklung des Embryos und deinen eigenen Körper.
  • Zu vermeiden sind: Unpasteurisierte Milchprodukte (z. B. Rohmilchkäse), da damit eventuell der Listeriose-Erreger übertragen werden kann. Hartkäsesorten wie Parmesan, Emmentaler oder Comté sind dagegen unbedenklich.
  • Im ganzen ersten Schwangerschaftstrimester benötigst du viele Vitamine und Spurenelemente. Lass dich von deinem Frauenarzt beraten.
  • Du bist sicherlich sehr müde: Lege kleine Pausen ein, um dich zu erholen!

Wenn du während der Schwangerschaft unter Migräne oder Übelkeit leidest, solltest du unbedingt deinen Arzt um Rat fragen, bevor du zu Medikamenten greifst.

Viele Arzneimittel sind in der Schwangerschaft verboten – oder es wird nachdrücklich von ihnen abgeraten. Das Kopfschmerzmittel Aspirin sollte zum Beispiel während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Erkundige dich bei einem Arzt nach einem alternativen Wirkstoff.

Falls du Zahnfleischbluten hast, mach einen Kontrollbesuch bei deinem Zahnarzt, denn das Zahnfleisch wird durch die Hormonveränderung leicht verletzlich.

Das Geschwisterchen ankündigen

Du hast bereits ein Kind? Dann solltest du unbedingt schon bald mit deinem Sprössling über das kleine Baby sprechen, das du im Bauch hast. Denn Kinder spüren alles. Die Kleinen haben einen unglaublichen Instinkt und merken sofort, dass eine große Veränderung auf die Familie zukommt.

Es ist besser, dein Kind von Anfang an miteinzuweihen, damit es sich nicht ausgeschlossen fühlt, denn das würde es nicht verstehen. Selbst wenn du erst die Ultraschalluntersuchung abwarten möchtest, um sicher zu gehen, dass alles gut verläuft, solltest du mit deinem Kind über deinen Kinderwunsch sprechen und deinen kleinen Liebling auf die große Neuigkeit vorbereiten.

Gut zu wissen: Was sich mit einem 2. Kind wirklich ändert

Quellen:
Weitere Informationen zu Schwangerschaftsverlauf und Babys Entwicklung im Mutterbauch findest du auf den folgenden Gesundheitsportalen:

Von einer Zelle zum Kind. So entwickelt sich ein Fötus im Mutterleib:

Video von Aischa Butt

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