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Der 2. Schwanger­­schaftsmonat (5. bis 8. SSW): Die wichtigsten Infos für werdende Mamis

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 10. Mai 2018

Du weißt mittlerweile, dass du schwanger bist: Der Schwangerschaftstest war definitiv positiv. Wie geht's jetzt weiter? Hier kommen die wichtigsten Tipps & Infos.

Das Wichtigste in diesem 2. Schwangerschaftsmonat

Wenn ein Schwangerschaftstest deine Schwangerschaft bestätigt hat, solltest du umgehend einen Termin bei deinem Frauenarzt für die erste Vorsorgeuntersuchung machen:

Dein Frauenarzt fragt dich nach dem 1. Tag deiner letzten Periode, um die Schwangerschaft zu datieren. Wenn du einen regelmäßigen Zyklus (28 Tage) hast ergibt sich der Entbindungstermin, indem du ab dem 1. Tag der letzten Periode 10 Monate (=40 Wochen) dazuzählst.

Berechne hier deinen Geburtstermin!

Der Gynäkologe stellt meistens auch Fragen zu deinem Alter, deinem Gesundheitszustand (Medikamente, Allergien), deinen Gewohnheiten (Alkohol, Rauchen) und zu eventuellen vorherigen Schwangerschaften.

Der Arzt nimmt eine gynäkologische Tastuntersuchung vor, um die Größe der Gebärmutter zu überprüfen und um festzustellen, ob der Muttermund verschlossen ist. Außerdem werden bei jeder Untersuchung dein Blutdruck gemessen und dein Gewicht kontrolliert.

Der Arzt verschreibt dir eine Blut- und Urinanalyse im Labor:

  • Bei der Blutanalyse wird deine detaillierte Blutgruppe (mit Rhesusfaktor) festgestellt und ein Test auf Infektionskrankheiten (Röteln, Toxoplasmose, Syphilis, auf Wunsch auch Aids und Hepatitis-B) durchgeführt.
  • Im Urin wird der Zucker- und Eiweißanteil gemessen, um eine eventuelle Schwangerschaftsdiabetes zu erkennen.


Bei Bedarf kann dir dein Arzt Nahrungsergänzungsmittel verschreiben, um möglichen Mangelerscheinungen vorzubeugen. Folsäure (Vitamin B9), Eisen und Magnesium sind lebenswichtig, damit sich dein Baby richtig entwickelt.

Der Arzt stellt einen Mutterpass aus, in den alle Informationen eingetragen werden und den du zu jeder Untersuchung mitbringen musst.

Es gibt während der Schwangerschaft insgesamt 10-12 Vorsorgeuntersuchungen: bis zum 8. Monat eine Untersuchung pro Monat, danach alle 2 Wochen. Die Schwangerschaftsvorsorge ist im Prinzip von der Praxisgebühr befreit, es sei denn es findet eine zusätzliche Beratung oder Untersuchung statt. Erkundige dich deshalb bei deinem Arzt nach der genauen Kostenregelung.

Die Entwicklung deines Babys im 2. Monat

So entwickelt sich dein Baby im 2. Schwangerschaftsmonat:

  • Das Nervensystem, die Lungen, die Leber, die Bauchspeicheldrüse und der Magen entwickeln sich erheblich weiter.
  • Die Wirbelsäule und die Niere formen sich. Die ersten Muskeln, mit denen sich das Baby im Bauch bewegen kann, werden angelegt.
  • Die Sinnesorgane (optischer Nerv, Ohren, Zunge und Nasenspitze) bilden sich weiter aus und sind per Ultraschall erkennbar. Der Embryo kann allerdings noch nicht sehen oder hören.
  • Das kleine Herz deines Babys hat in diesem Stadium nur zwei Herzkammern auf der linken und rechten Seite.
  • Ende des 2. Monats ist der Embryo ungefähr 3 cm groß und wiegt 2-3 g.

So entwickelt sich ein Fötus im Mutterleib:

Formalitäten

Vereinbare einen Termin für die erste Ultraschalluntersuchung, die dir von deinem Arzt in der 9.-12. SSW verschrieben wird.

Vergiss nicht, ein Krankenhaus und/oder eine Hebamme für die Geburt auszusuchen wenn dies noch nicht geschehen ist. Die Wartelisten sind oft ziemlich lange!

Lese-Tipp: 6 Gründe, warum jede Schwangere eine Hebamme haben sollte

Gesundheit und Wohlbefinden der werdenden Mutter im 2. Monat

In den ersten Monaten durchläuft der Körper der werdenden Mutter wichtige Veränderung. Jetzt können daher auch die typischen Schwangerschaftsbeschwerden autreten:

1. Übelkeit in der Schwangerschaft: Dir ist morgens übel? Dann trinke auf nüchternen Magen ein Glas Wasser und versuche, das Frühstück in liegender Position im Bett einzunehmen. Warte eine Viertelstunde bevor du aufstehst. Zudem soltest du lieber eine Tasse Kamillen- oder Ingwertee statt Tee oder Kaffee trinken.

2. Alltagsbeschwerden wie Hitzewallungen, häufiger Urinierdrang, schmerzende Brüste, Magenbrennen, Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Nasenbluten, Juckreiz oder Brechanfällen kannst du ohne Risiko für dein Baby mit homöopathischen Mitteln behandeln.

3. Zieh aber einen Arzt zu Rate wenn du einen grünlichen oder unangenehm riechenden Ausfluss feststellst.

4. Erschöpfung in der Schwangerschaft: Wenn du müde bist solltest du (wenn möglich) einen 20-minütigen Mittagsschlaf machen, der dem Körper hilft, sich zu erholen. Dein Herz- und Atemrhythmus kann sich beschleunigen. Teile dir deine Kräfte ein, aber verfallen nicht in einen Zustand träger Schläfrigkeit.

5. Spannungen im Bauch sind normal und sollten nicht mit Gebärmutterkrämpfen verwechselt werden. Entspanne dich und atme langsam und tief durch.

6. Sport in der Schwangerschaft ist gesund: Betreiben Sie eine sanfte Sportart wie Spazierengehen, Schwimmen, sanfte Gymnastik, Yoga oder Tanzen.

7. Viel trinken! Trinke mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag. Dadurch vermeidest du auch eine Blasenentzündung.

Lese-Tipp: Schwangerschaftsbeschwerden: Tipps gegen Übelkeit & Co.

Die Ernährung im 2. Schwangerschaftsmonat

Während der Schwangerschaft solltest du natürlich mehr denn je auf eine gesunde Ernährung achten:

  • Ernähre dich primär mit abwechslungsreichen und frischen Lebensmitteln statt mit Tiefkühlprodukten.
  • Wichtig: Die Eiweiß-Zufuhr darf nicht reduziert werden, da Eiweiß für die Entwicklung der embryonalen Muskeln unverzichtbar ist.
  • Du brauchst ebenfalls die Kalorien stärkehaltiger Nahrungsmittel, damit du eventuellen Heißhunger attacken widerstehen kannst.
  • Verzichten solltest du dagegen auf zu fette, zu süße oder zu salzige Speisen.


Für dein persönliches Wohlbefinden und deine Gesundheit solltest du eine Gewichtszunahme von 10-12 Kilo in der Schwangerschaft (also über 9 Monate hinweg) nicht überschreiten. Wenn du etwas kräftiger bist kann es etwas weniger sein. Umgekehrt kannst du, wenn du sehr dünn sind, etwas mehr zunehmen.

Das sollten Schwangere bei der Ernährung unbedingt beachten:

Hautpflege in der Schwangerschaft

Auch wenn das Babybäuchlein noch nicht zu sehen ist, kannst du jetzt bereits auf eine angemessene Hautpflege achten.

Deine Haut braucht jetzt eine ganz besondere Pflege, um das Auftreten von Schwangerschaftsstreifen zu verhindern oder zumindest einzuschränken. Diese Dehnungsmarken sind zwar normal, aber leider nicht mehr rückgängig zu machen. Benutze z.B. ein Öl gegen Dehnungsstreifen oder eine entsprechende Creme speziell für schwangere Frauen, die schon aus Prinzip keine Gegenanzeigen bewirken können.

Lese-Tipp: Schwangerschaftsstreifen vorbeugen: DAS sind die besten Tipps

Stimmungsschwankungen: zwischen Höhen und Tiefen

Eine Schwangerschaft bedeutet eine große hormonelle Umstellung, und das wiederum schlägt sich auf die Psyche nieder. Es ist daher nicht ungewöhnlich, wenn du in der Schwangerschaft dazu neigst, dich in Frage zu stellen. Außerdem können Stimmungsschwankungen und plötzliche Lustgefühle auftreten. Du benötigst in dieser Zeit also viel Liebe, Zuneigung und Verständnis von deinem Partner.

Du befürchtest, dass sich dein Körper zu schnell verändert, dass die Geburt nicht optimal verläuft oder dass dein Baby nicht gesund ist? Auch diese Ängste sind völlig normal. Alle werdenden Mütter fühlen sich so wie du!

Ein Baby-Vorbereitungskurs im Krankenhaus oder bei einer Hebamme kann dir dabei helfen, dein Selbstbewusstsein wieder zu stärken und deine Befürchtungen zu beruhigen. Scheue dich nicht, mit deinem Arzt oder mit einer Person deines Vertrauens über deine Bedenken zu sprechen.

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Ultraschallbilder einer Schwangerschaft: So entwickelt sich der Embryo © iStock

Quellen & Informationen:

Das Familienministerium gibt einen Leitfaden zum Mutterschutz heraus, in dem die gesetzlichen Regelungen und die finanziellen Leistungen erklärt sind.

Weitere Infos zum Schwangerschaftsverlauf und Babys Entwicklung im Mutterbauch findest du auf den folgenden Gesundheitsportalen:

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